Frage zu analogen Multicore Harting, wann Stecker - wann Buchsen

  • Hallo Zusammen,


    meine erste Frage hier im Forum, zu analogen Multicorekabeln mit Harting Steckern:

    Mal hat das eigentliche Multicore Kabel Harting Buchse und Harting Stecker und dann gibt es Multicores, da hat das Kabel auf beiden Seiten Buchsen und die Stagebox sowie die Kabelpeitsche haben Stecker.


    Wann ist was üblich?


    Mein Ziel ist ein Multicore mit 20 Kanälen, 64 Polige Hartingstecker, 30 und 10m Kabellänge, reines Recording ohne Returns.


    Danke und Grüße

    Torsten

  • Ne wirkliche Norm gab es nie, selbst als Analog noch das Mittel der Wahl war.

    Die ein wenig besseren haben Mami-Harting ans Kabel gelötet und Papa an den Spliss/Stagebox/Verteilung.

    Hat den Vorteil, dass man das Kabel seltener falsch rum verlegt und die etwas empfindlicheren Stecker nicht durch den Dreck gezogen werden. Die SteckerInnen haben immer ein Deckelchen bekommen, damit weniger Sand/Siff/Schei...drin landet.


    Male/Female Kabel lassen sich besser verlängern und sind ja auch bei Lastcores Pflicht.

    Ich will mich aber nicht mehr erinnern, wie oft ich wie viele Meter von dem Krempel wieder umdrehen musste.

  • Danke Euch - das Argument mit der Aufbaurichtung ist gut, da brauch ich eventuellen Helfern nichts erklären, super.


    Eine Zusatzfrage:

    Mein Multicorekabel hat um jeden Kanal Folie(n)schirm. Ich hab es als Einzelmasse aufgebaut, da die Stagebox und die Kabelpeitsche so gebaut sind. Wieso geben die Folien untereinander keinen Kontakt? Ist das Kunststoff mit Metallbeschichtung?


    Grüße

    Torsten

  • Ich hab zumindest die Vermutung dass die Folien nur einseitig (innen) leitend sind. Damit haben Sie Kontakt zum Beilaufdraht des jeweiligen Signals und bieten so eine vollflächige Schirmung, sind aber zur Masse der benachbarten Kanäle isoliert.

    Im fabrikneuen Zustand ist das auch noch so. Durch regelmässige Bewegung scheuert sich aber die dünne Plastikschicht auf der Alufolie weg und es wird mit den Jahren ein Zentralmasse-Core draus...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Im fabrikneuen Zustand ist das auch noch so. Durch regelmässige Bewegung scheuert sich aber die dünne Plastikschicht auf der Alufolie weg und es wird mit den Jahren ein Zentralmasse-Core draus...

    Jahre muss man da nicht warten, dass passiert schon sofort beim abisolieren und auflegen im Harting. Die teuren Pins, der Schrumpfschlauch, die ganze Zusatzarbeit für Einzelmasse sind bei dem Kabel also für die Katz.


    Wenn du das Multicore mal verkaufst, dann sag dem Käufer nicht das hat mehr Pinns und deshalb Einzelmasse. Sag du hast damals Scheiße gebaut, dass hat Zentralmasse.

    Gruß e-on
    Reichstonmeister, alt aber zackig

  • Ich muss gestehen, dass ich schon seit einiger Zeit nicht mehr wirklich mit analogen Multicores mit mehr als 16 Kanälen hantiert habe; allerdings gibt es bei den 12- und 16-Kanaligen-Multicores mit einzeln ummantelten Aderpaaren solche mit akzeptablen Durchmessern und Verlegeeigenschaften (nicht mir Harting, mit Spleiß).

    Es gibt also solche und solche. Multicores, die auch für Digitalsignale spezifiziert sind, werden eher zur Kategorie dick und starr zählen.

    Vermutlich wird auch der Markt für Lösungen mit mehr Kanälen zunehmend kleiner, da der Bedarf fehlt.

  • Danke, hab ich mir mit der Folie schon so gedacht.

    Die Gefahr des durchscheuerns ist bei meiner geringen Nutzung nicht so hoch.


    Den ganzen Aufwand mit "Harting" mach ich nur wegen einem Studio, in dem ich ab und zu ein fest verlegtes Multicore nutze. Dafür möchte ich gern meine eigene Kabelpeitsche verwenden.


    Grüße

    Torsten