A&H QU-16 improvisierte Subgruppen ?

  • Hallo liebe Gemeinde,

    vorab möchte ich mich kurz vorstellen.
    Mein Name ist Addi Lippert und ich bin kein FOH-Techniker oder Producer im eigentlichem Sinne !
    Ich bin Entertainer & Radio-Moderator aus Leidenschaft und deshalb besitze ich z.B. ein Allen & Heath QU16 !
    Gekauft habe ich mir diesen Digitalmixer zunächst für Live-Auftritte in Sachen Gesang.
    Desweiteren nutze ich dieses Pult auch für Jingle & Werbeproduktionen.
    Zum dritten nutze ich das Pult aufgrund seiner Vielfältigkeit auch als Studiomischer für UKW-Radioanwendungen im Home-Office !
    Und letzteres stellt mich vor einer Hürde die ich ohne Hilfe von Profis bzw. Besserwisser nicht überwinden kann.
    Folgendes Szenario:
    Eine Telefon-App (Sipgate) wird mit einer externen Soundkarte (steinberg UR242) betrieben.
    Ich weis ja das dass QU16 keine Subgruppen hat, aber ich möchte mir eine Subgruppe simulieren.
    Wenn also ein eingehendes Telefongespräch angenommen wir, möchte ich das diese nicht über den "Master geht, sondern zunächst in einer Subgruppe landet. Mein Mikrofon soll gemutet bleiben bzw. ebenfalls nicht über das Mastersignal gehen, um mich mit dem Anrufer zunächst verständigen zu können.
    Mal angenommen er möchte einen Musikwunsch äußern oder es wäre ein Interviewkanditat, möchte ich die Möglichkeit haben ihn dann am laufenden Programm teilhaben lassen, damit er mitbekommt das gerade z.B. noch Musik läuft.
    Oder vereinfacht gesagt, ich möchte entscheiden das er das hört, was draußen Live über das Mastersignal geht.
    Der Song ist nun zum Ende gekommen und ich hole ihn in meine Sendung damit auch "er" über das Mastersignal gehört wird. Und zwar ohne das er sich selbst hört... denn der Fader über den ich ihn einspeise soll zwar zum Master gehen, aber nicht zu ihm selbst zurück !
    Sipgate Audio Ausgang geht ins QU16 Pult über linked-Fader 7 & 8 !
    Sipgate Line-In soll in die externe Soundkarte UR242 gehen !
    Am liebsten wäre es mir, das ich die "Soft-Tasten" irgendwie dazu belegen kann !
    Beispiel Soft4 leuchtet und der Anrufer ist On-Air !
    Soft3 leuchtet und ich bin mit meinem Mikro nicht mehr auf dem Mastersignal hörbar, jedoch auf auf Mix 5-6, das in die externe Soundkarte geht !
    Ich glaube ich habe das alles gerade kompliziert ausgedrückt.
    Deshalb mal das Szenario das ich früher mit einem Analogmixer gemacht hatte:
    Jeder Fader hatte 3 kleine Schalter bzw. Knöpfe 1. PFL 2. Sub 3. Master
    Mit der PFL auf seinem Fader konnte ich ihn hören... Mit dem Mikrofader konnte er mich auch hören, weil ich den Subschlater gedrückt hatte.
    Sein Fader, war zu dieser Zeit natürlich nicht in die Subgruppe geschaltet (damit er sich nicht selbst hört):
    Wenn ich wollte das er in der Warteschleife blieb, habe ich ihn am laufenden Programm teilhaben lassen weil ich ich den OnAir-Fader ebenfalls in die Subgruppe schalten konnte.
    Ihn in die Sendung zu holen war natürlich insofern einfach, das ich ihn dann in das Mastersignal schalten konnte !
    Und das möchte ich mit dem qu16 erreichen !
    Ist das möglich ?
    Und wenn ja, wie würdet ihr das umsetzen ?
    Vielen Dank im voraus für hoffentlich "Die Lösung" :):saint:
    Mit besten Grüßen in die Community

  • hallo Snapeaddi, willkommen im forum!


    wenn du keine monitore beschicken musst, kannst du die auxwege auch als subgruppe definieren.

    dazu musst du den enthaltenen kanälen nur sagen, dass sie post-fader in den aux gehen sollen. dann schiebst du alle benötigten kanalfader auf 0dB. damit hast du einen auxweg, der genau so reagiert wie dein mix in der masterebene - also eine subgruppe.

    in dieser subgruppe entscheidest du dann mit den fadern, welche kanäle da rein gesendet werden sollen.

    also:

    - fader auf 0dB = signal geht in die subgruppe.

    - fader minus unendlichdB = signal geht nicht in die gruppe.

    damit kannst du dir einfach deine mix minus1-gruppe basteln.


    da ich das pult gerade nicht vor mir habe, weiß ich aber gerade nicht, ob man den auxweg auch in den master senden kann. falls nicht, spielst du das Aux-signal einfach aus den XLR buchsen aus - und führst es in einen (bei stereo zwei) mikrokanal zurück, den du wieder direkt mit 0dB auf den master sendest.


    so kannst du dir hier auch mehrere subgruppen basteln

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von wora ()

  • Beim Post-Fader-Subgruppen umnutzen muss man allerdings drauf schauen, dass die Fader nicht auf den Master assigned sind. Denn sonst ist dann plötzlich das Off-Topic-Telefongequatsche mit On-Air. Da ist dann aber wieder das Problem, dass man Gast und eigenes Mikrofon nicht ganz so schnell und bequem On-Air bekommt, wenn man es braucht.


    Ein Weg wäre, sowohl das Moderationsmikro und die Musik auf zwei Postfader Auxe aufzuteilen, ein Aux bekommt die Soundkarte, der andere Aux wird zurück ins Pult geführt um da, wie oben schon erwähnt auf den Master zu gehen und somit On-Air. Somit wäre der Wechsel zwischen /Moderation+Programm -> send-> soundkarte/ und /Moderation+Programm -> send -> On Air/ mit zwei Fadern recht leicht. Der Nachteil ist, dass durch den Split nach den Inputs mit den Leveln der Quellen Probleme geben könnte - z.B. wenn der Gast die gespielte Musik nur leicht aufs Ohr bekommen soll, dass er weiß wo man im Programm ist, kann man nicht einfach den Programmfader nach unten ziehen, denn sonst wirds On-Air auch leiser. Klar, kann man das in den Aux-Sends dann entsprechend bearbeiten, aber in ner Live-On-Air Situation ist es glaub nicht ganz ideal, wenn man sich in die (mehr oder weniger) Untiefen des Pultes begibt.


    Die andere Lösung wäre der Split vor den Inputs, sprich das Moderationsmikro und die Musikzuspielung liegen jeweils doppelt am Pult auf. Jeweils ein Input geht dann an nen Post-Fader-Aux und der andere Input kann dann direkt an den Master gehen. Wären zwar ein paar mehr Fader zu schubsen, aber wenn du vorher auch "nur" geschalten hast, kannst du das auch über die Mutegruppen machen.


    Mutegruppen lassen sich auf die Softkeys legen und leuchten entsprechend wenn sie aktiv, sprich gemutet, sind.


    Den Output der Soundkarte lasse ich mal außen vor, denn da läuft, so wie ich es verstanden habe nur der Telefongast drüber, den man entweder On-Air haben will oder nicht. Das vorhören des Gastes läuft über den PAFL-Bus.

  • das größte Handikap ist hier das die Mixes nicht auf den Master gerouted werden können
    das kann man umgehen indem man den Mixout auf einen weiteren Input verbindet


    ich würde mir einen User Layer mit den benötigten Kanälen bauen,

    für Musik könnte man hier hervorragend die Stereo Inputs benutzen

    dann würde ich die Mix Master (Mono reicht ja hier aus) garnicht auf den Layer legen sehr wohl aber die Returns (also die Inputs die aus dem Mix gespeist werden)

    wenn du dann einen Mix in Stereo für Sipgate nutzt kannst du deine "Subgruppen" Inputs genauso behandeln wie andere Inputs und du kannst die einzelnen Signale die du ans Sipgate schickst auch noch in der Lautstärke regeln

    Der Song ist nun zum Ende gekommen und ich hole ihn in meine Sendung damit auch "er" über das Mastersignal gehört wird. Und zwar ohne das er sich selbst hört... denn der Fader über den ich ihn einspeise soll zwar zum Master gehen, aber nicht zu ihm selbst zurück !

    das heisst Mix Minus und beschreibt das man einen Bus ohne das Signal vom Teilnehmer hat
    funktioniert aber genau so wie du das willst


    eine umfangreiche Beschriftung mit bunten Tapes hilft am Anfang auch den Überblick zu behalten

  • Hallo und erstmal vielen Dank für die ausführliche Szenarien.
    Ich werde mich da Morgen auf jeden Fall mal dran machen und alles rekonstruieren.
    Ich werde berichten ob ich es hinbekommen habe !
    Danke an euch und beste Grüße

    Addi aus Wacken