Aluminium - Fräszirkel

  • Ein kurzes Update zu den Zirkeln.


    Das Material ist jetzt schon hier.


    Als nächstes werde ich mich darüber machen die Konstruktion anzupassen und danach hier vorstellen.


    Ich hatte vorgestern ein sehr langes und informatives Telefonat mit dem Jobsti :top: .
    Die Anregungen daraus und dem, was hier zusammen gekommen ist fließen mit ein.


    Wichtiger Punkt ist auch der Gedanke ein wirkliches "Premiumprodukt" zu machen.

    So werden die Außenflächen z.B. auch mit sauber umfräst und bleiben nicht geschnitten.

    Das ist zwar mehr Fertigungsaufwand, dafür ist sie dann glatt und maßlich exakt.


    Es soll kein Billigprodukt werden, das irgendwie seinen Job macht, sondern ein Werkzeug, das man sein Leben lang gerne nutzt.


    Die vielen positiven Rückmeldungen der Nutzer der jetzt schon etwa 15 Jahre alten Zirkeln freuen mich sehr und zeigen, das ordentliches Werkzeug einfach Freude macht.


    Die Fertigung wird wie gesagt etwas dauern - falls es danach mehr Bestellungen, als Zirkel geben sollte (ich denke nicht, das es in einem Rutsch so viele werden - vermutlich werd ich ein paar Jahre welche nach und nach verticken), werden die Nutzer, die sich hier und im Lautsprecherforum im Voraus gemeldet haben bevorzugt beliefert.


  • Ein erster Entwurf des Zirkels ist fertig.


    Da die Aufnahmen der Fräsen und Kopierhülsen in keiner Weise genormt sind (es gibt zwar einen Hersteller, der eine „Universal Grundplatte“ anbietet - aber selbst bei diesem Schweitzer Käse gibt es eine lange Liste von nicht kompatiblen Geräten), bleibe ich dabei dafür auch keine Löcher vorzusehen.


    Da dieser Zirkel aus der Konstruktion der alten Variante entstand hier die Neuerungen:


    Der Schlitten hat ein flaches Profil - dadurch kann er über den Zirkel hinaus verstellt und größere Durchmesser gefräst werden (statt Ø 550 jetzt Ø700).


    Die Außenkanten gerade gehalten und maßhaltig gefräst, um an Führungen präzise anschlagen zu können.


    Eine Tasche für eine Kopierhülse (Ø60,05 und Tiefe 3,5 mit Zentrierbohrungen für Schrauben) ist vorgesehen (wie gesagt - hier ist nichts genormt, aber dafür gibt es welche zu kaufen, wenn jemand diese Option nutzen möchte).


    Der Fräsbereich (von Mitte Zentrierstift zu Mitte Fräser):

    mit Schlitten nach innen gedreht von Ø30 bis Ø 400

    mit Schlitten nach außen gedreht von Ø330 bis Ø 700




    Ein paar Kleinigkeiten muss ich noch prüfen - aber gravierendes wird sich nicht mehr ändern.

    Wenn ihr noch Anregungen / Gedanken dazu habt, dann immer her damit.


    Viele Grüße


    Robert

  • Ich glaube das mit der Kopierhülse hast du falsch verstanden

    Was ist ist, was nicht ist ist möglich

  • Er wollte mit einem zum Beispiel 40mm Ring (Außendurchmesser) die Fräse auf den Zirkel mit 40mm Bohrung stellen, so dass die Fräse quasi nur durch den Ring auf dem zirkel gehalten wird.

    Aber zum Falz an einen Radius zu fräsen ist das mit der eingesetzten Hülse so wie du das gezeichnet hast natürlich perfekt, wobei das auch ohne geht, ist ja ein Zirkel :-D Also eigentlich überflüssig.

    Was ist ist, was nicht ist ist möglich

  • Ok, ich verstehe die Verwirrung - es gibt 2 Anwendungen für den Kopierring:


    Variante 1 - Kopierring im Fräszirkel montiert

    Damit kann man Arbeiten per Kopierring machen, wenn die Fräse fest am Zirkel verbaut ist.

    Das ist so vorgesehen.


    Variante 2 - Kopierring zum zentrieren der Fräse auf dem Zirkel (Fräse wird nicht verschraubt)

    Die Fräse wird nicht verschraubt, sondern nur aufgesetzt. Damit ist die Fräse flexibler einsetzbar - aber weniger stabil beim Arbeiten.

    Das habe ich bisher nicht vorgesehen.



    Ich denke Variante 2 werden wenige nutzen und habe auch Bedenken zwecks Stabilität und Späneabfuhr.


    Aber als Option ist es durchaus einen Gedanken wert.

    Den Innendurchmesser auf 30 zu verkleinern ist aber keine Option - ich möchte, das ein großer Durchgang für die Spanabfuhr bleibt.

    Ich schwanke noch, ob ich eine Passung für 30er oder 40er Kopierhülsen vorsehen sollte - was ist hier üblicher?


    Daher hier ein Vorschlag, der das denke ich alles unter einen Hut bekommen sollte:





  • Wenn man so etwas wie H7h8 wählt passt dass sehr gut: die Fräse kann in der Bohrung gedreht werden und wackelt dabei aber nicht. Bei langer Kopierhülse (~10 mm) geht das hervorragend. Die Fräse wird ja gehalten und rutscht damit auch nicht raus. Ich verwende das mit Kopierring D17 für die OF-1400 und das Tolle ist, dass alles werkzeuglos geht. Daher würde ich mich auch nicht mehr mit einem Fräszirkel abmühen im ich die Fräse verschrauben muss (daher nur zur Erklärung - die Anpassung der Führungsschiene scheint für mich tatsächlich die vernünftigere Version zu sein).


    Aber es stimmt natürlich, dass sich das für verschiedene Kopierhülsen schlecht allgemeingültig bauen lässt. Insofern ist eine austauschbare Grundplatte, die dann individuell die passende Bohrung enthält eine Option. Diese austauschbare Grundplatte lässt sich ja im Fräszirkel gut verschrauben.


    Späneabfuhr geht mit Absaugung dann auch sehr gut.


    Wie schon mal geschrieben verwende ich das schon so und das klappt einwandfrei. Vor allem bei kleinen Kreisen gibt es so keinen Ärger mit dem Absaugschlauch.

  • Ich bin nochmal alle Posts und PM zum Zirkel durchgegangen.

    (die Diskussion läuft ja parallel auch im Lautsprecherforum)


    Und es scheint sich mein Bauchgefühl zu bestätigen - gefragt ist ein gut funktionierender Zirkel mit möglichst guter Späneabfuhr und guter Sicht zum Fräser.


    Für die Meisten scheint das Thema Kopierhülse (zum aufsetzen der Fräse, als auch zum Anbau an den Zirkel) eher wenig interessant zu sein.


    Um dem aber dennoch etwas entgegen zu kommen und nicht alles zu verbauen hab ich mich nochmal hin gesetzt und eine einfache, aber effektive Variante gefunden:


    - Der Durchbruch im Zirkel war Durchmesser 55 - der ist jetzt 60.


    - Das erlaubt bei Fräsen mit 60er Kopierringaufnahme eine 60er Scheibe als "Kopierring" an die Fräse zu schrauben und sie damit aufzusetzen.


    - Für Fräsen, die keinen 60er Durchmesser als Kopierringaufnahme haben sind Adapter möglich.


    - Wer mag kann seine Fräse mit Schrauben befestigen und hat beste Späneabfuhr und Sicht.


    - Zum anschrauben der Fräse kann die Scheibe / der Adapter als Zentrierung genutzt werden (dann ist sie passend zu den Außenkanten).


    - Bei Bedarf kann die Scheibe als Distanz für einen Kopierring genutzt werden, um den an die mit dem Zirkel verschraubte Fräse zu montieren.



    Zudem denke ich, das ein langer Schlitten als weitere Option eine gute Ergänzung wäre.


  • Hallo alle zusammen,


    nachdem es schon einige Nachfragen zum aktuellen Stand gab hier ein Einblick:




    Ich habe alle Alu - Teile zudem gestrahlt und die Laufflächen mit Fließ nachpoliert.

    Hat alles in allem richtig viel Arbeit gemacht - aber ich denke es hat sich gelohnt.



    Fräsbar sind Durchmesser bis 700mm (+ Fräserdurchmesser)

    Mit dem langen Schlitten bis 1200mm (+ Fräserdurchmesser).



    Ich werde jetzt alle nacheinander fertigstellen und Versandfertig machen.

    Wenn das alles soweit ist, dann melde ich mich wieder.