Moderne Autos und deren Bedienbarkeit

  • Ich habe das schonmal irgendwo hier geschrieben. Ich bin Bremsassistent-Geschädigter. Mit Volvo XC-40 in einer 70er Zone in den Beam einer Radarfalle gefahren und plötzlich im Armaturenbrett die gesamte Beleuchtung an und dafür Vollbremsung. Hinter mir hats gepfiffen. Die Diskussion hätte ich nicht austragen wollen, wenn der mir draufgefahren wäre. Bei meiner Statistik habe ich also eher einen Unfall provoziert als vermieden.

  • Darüber sollten dann aber die Hersteller sowohl der Radargeräte zur Verkehrsüberwachung, als auch die Hersteller der durch Radar unterstützen Assistenten in mordernen Fahrzeugen nachdenken und solche "Kollisionen" vermeiden. Allerdings hast du damit ja auch einen hervorragenden "Schutz" vor Radarfallen. ;)

    Man könnte es gar auch so auslegen, dass du mit einem aktiven Radarwarner am Straßenverkehr teilnimmst und dies ja Verboten ist.

    Im worst case Unfall wäre dann wohl gerichtlich zu klären wer nun Schuld hat. Das wird ein Spaß.


    Könnte man ja über unterschiedliche Frequenzen machen. Ich weiß jetzt nicht auf welchem Band die Verkehrsüberwachung strahlt und auf welchem die Assistenzsysteme. Auch könnte es sein, falls dies bei deutschen Herstellern bedacht wurde, eben dies bei ausländischen Modellen nicht bedacht wurde, weil in Schweden evtl. die Bänder anders belegt sind. Sollte dann aber bei der Zulassung des Fahrzeuges durch die Bundesbehörde geprüft worden sein. Naja... da wird vieles nicht geprüft.


    Andererseits wird heute meiner Erfahrung nach viel mehr mit Laser und Kontaktschleifen annstatt mit radagestützten System gemessen.


    Witzig finde ich in diesem Zusammenhang auch die angebliche Fehlerquote bei Lichtschrankenmeßsystemen, welche durch die hohe Taktung der LED Beleuchtung an entsprechenden Fahrzeugen aus dem Tritt kommen.

    https://www.focus.de/auto/ratg…nwerfern_id_10046838.html

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von yamaha4711 ()

  • Darüber sollten dann aber die Hersteller sowohl der Radargeräte zur Verkehrsüberwachung, als auch die Hersteller der durch Radar unterstützen Assistenten in mordernen Fahrzeugen nachdenken und solche "Kollisionen" vermeiden. [...]


    Könnte man ja über unterschiedliche Frequenzen machen. Ich weiß jetzt nicht auf welchem Band die Verkehrsüberwachung strahlt und auf welchem die Assistenzsysteme. Auch könnte es sein, falls dies bei deutschen Herstellern bedacht wurde, eben dies bei ausländischen Modellen nicht bedacht wurde, weil in Schweden evtl. die Bänder anders belegt sind. Sollte dann aber bei der Zulassung des Fahrzeuges durch die Bundesbehörde geprüft worden sein. Naja... da wird vieles nicht geprüft.

    Radar funktioniert mit einem modulierten Signal, dessen Reflexionen ausgewertet werden. Es ist enorm unwahrscheinlich, dass es dabei zu einer Überschneidung zweier Systeme kommt. Ob dabei nun auf der gleichen Frequenz gefunkt wird, spielt keine Rolle.

  • henry salayne

    Und weswegen hat dann bei LC2412 das System getilt? Hast du hierzu eine Erklärung?

    Brauche ich die? Erst einmal müsste geklärt werden, ob es sich hierbei überhaupt um Kausalität und nicht nur um Korrelation handelt, zweitens müsste man die spezielle Implementation des Radars im XC-40 kennen. Es kann ja durchaus sein, dass es sich dabei um ein zweites MCAS handelt.

    Trotzdem muss ein sauber implementiertes Radarsystem in der Lage sein, das Signal einzigartig zu modulieren, damit das Echo korrekt ausgewertet werden kann. Da es quasi unbegrenzte Möglichkeiten der Modulation gibt, ist es höchst unwahrscheinlich, dass zwei Radarsysteme gleichzeitig das Signal identisch modulieren. Und genau das müsste passieren, damit das eine System das Signal des anderen Systems als das Echo interpretiert. Die Signalauswertung sollte auch einzelne "Abweichungen" herausfiltern, sonst könnte jeder über die Fahrbahn fliegende Getränkekarton eine Notbremsung auslösen.

  • Stimmt, wissenschaftlich kann ich das nicht nachweisen. Es ist aber auch ein sehr großer Zufall, dass mir Leute mit der Lichthupe signalisieren, dass geblitzt wird, ich ein paar Meter weiterfahre, eine Radarfalle entdecke und zeitgleich der Hobel kollabiert. Das war auf grader Strecke, vorne frei und mir kam keiner "komisch" entgegen. So lange das so war und gleichzeitig ein Sack voll "Warnleuchten" auf dem Display an waren, gehe ich von einer Fehlfunktion aus. Ich habe mir dabei zumindest fast in die Hose gemacht und finde seitdem fahren mit "so einem intelligenten" Auto etwas prickelnd.

  • ACC/Distronic/Totwinkelassistenten/Kreuzungsassistenten whatever (prinzipiell) ja oder eben nicht mitkaufen. Es gibt auch sicherlich eine entsprechende Sicherung im Sicherungskast.


    Beim Notbremsassistenten bin ich nicht sicher und ob man das denn darf.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • wieso sollte man das nicht dürfen?

    nach dem kauf ist es ja schliesslich mein auto. solange ich das fahrzeug gemäss der STVO funktionstüchtig halte, kann mir der hersteller doch nicht vorschreiben, welche automatischen regelungen ich nicht haben möchte. oder?

  • Ich fahre privat einen 17 Jahre alten Lexus Kombi, der bis auf Traktionskontrolle und Bremsassistent (bei ruckartigem Treten des Bremspedals bremst die Kiste deutlich stärker / aggressiver) keinerlei Assistenzsysteme hat und das finde ich bis zu einem gewissen Punkt auch gut so.


    Vor kurzem hatte ich mit einem nagelneuen Mazda 3 Mietwagen auch tolle Erlebnisse:


    Wenn ein LKW auf der rechten Spur unterwegs ist und man mit höherer Geschwindigkeit sich diesem auf der Mittelspur in einer Linkskurve nähert, hat der Notbremsassistent mehrmals fälschlicherweise die Situation als drohenden Auffahrunfall erkannt und unvermittelt eine Vollbremsung ausgelöst. Zum Glück ist nicht mehr passiert und der nachfolgende Verkehr hatte ausreichenden Abstand.

  • abstand ist ohnehin das A und O!


    habe gerade heute morgen wieder eine junge frau gesehen, die bei 160kmh dem vordermann bis auf vielleicht 5m aufgefahren ist... so eine fahrweise ist ganz schön bescheuert. wenn sie sich umbringen will, soll sie einfach ans meer fahren und ganz weit raus schwimmen, aber nicht dabei noch andere leute gefährden. das ist unverantwortlich.


    wenn man den abstand sinnvoll einhält und überdies möglichst aufmerksam bei der sache ist, dann ist man schon bestens vorbereitet .


    ich behaupte daher, dass man bei vorausschauender fahrweise (das muss nicht "möglichst langsam fahren" bedeuten!) auf solche assistenten beruhigt verzichten kann.

    also ich habe in einer autobahn linkskurve jedenfalls noch nie eine vollbremsung gemacht, wenn auf der anderen spur ein LKW gefahren ist ;-)

    der mensch ist in der erkennung von fahrsituationen immer noch besser als eine maschine... ausnahmen bestätigen die regel.

    man muss halt nur WIRKLICH aufpassen - und auch ein kleines bisschen talent mitbringen. ;-)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von wora ()

  • der Mensch, der nicht über 80, übermüdet , Fahranfänger, betrunken oder SocialMediaJunkie ist ;)

  • genau.

    bei deiner aufzählung bleiben alle übrig, die wirklich fahrtüchtig sind. ;-)


    die fahranfänger möchte ich hier aber mal in schutz nehmen.

    wir haben jedes jahr neue FSJ ler, also junge menschen, die ein jahr lang bei uns bleiben. die waren bisher alle durchaus sehr verantwortungsvoll beim autofahren und konnten nach kurzer eingewöhnungsphase auch mit einem großen sprinter umgehen... na ja, bis auf eine ausnahme ;-)