Schutz vor Selbstzerstörung meiner PA?!

  • Hallo, liebe PA-Community (und Bastler und Profis und und und......)

    habe mich eben erst registriert! => KEIN PROFI;)


    Ich habe folgende Fragen/Probleme:


    Vor ca. einem Jahr habe ich angefangen mir eine eigene (recht stattliche) PA-Anlage zusammenzustellen..

    dabei war mir wichtig das das Zeug -auch wenn es nicht 100mal im Jahr irgendwo hingeschleppt wird- einfach stabil, hochwertig und gleichzeitig auch recht günstig bleibt.

    Eines vor weg: Alle Teile hab ich mir gebraucht angeschafft! Es war/ist mir aber herzlich egal ob das Material jetzt Kratzer, leichte Beulen o.Ä. hat. --Und immernoch VIIIEEELLL LIEBER als so Malone-Bomber mit 3000Watt bei 12Kilo und 80eKotz*


    Angefangen habe ich damit mir 4 Subs zu besorgen- sehr große und schwere 18er Hörner- bestückt mit je 1x Fane Colossus 18B-400 = 400Watt RMS und 8Ohm (falls es interessiert..)-passiv


    Als nächstes besorgte ich mir 2x Horntops bestückt mit je 2x 10" und 1x1,5" -600Watt RMS -4Ohm-passiv

    natürlich auch gebraucht.. Verbaut sind Eminence (etwas ältere Modelle anscheinend) und RCF Hochtöner.

    Alles in einem also (meiner Meinung nach) kein Billig-Scheiß.


    Dann Folgten die Verstärker, nämlich 2x 4 Acoustic CA-7000 mit "anscheinend" 2x800W an 8 Ohm / 2x 1200W an 4Ohm- Ich weiß dass das nicht das beste vom besten ist (brauch auch keine LABGruppen oder so) aber treu waren die bisher aufjedenfall! Ob die Leistungsangaben stimmen-KEINE AHNUNG:/

    Vor den Verstärkern habe ich dann noch eine aktive Frequenzweiche (Behringer CX 3400) und davor einen kleinen Rackmixer gehängt (Viscount MM8er)


    Einer der beiden Verstärker befeuert NUR die Subs (da ich das Signal also durchschleife habe ich doch dann wegen den beiden 8Ohmern 4Ohm/ Kanal... Richtig??)

    Der andere speist nur die beiden "Hochtonboxen" = pro Kanal auch hier 4 Ohm..



    Nun würde mich grundliegend interessieren, in wieweit ich die Anlage fordern kann.

    Bisher habe Ich sie eigentlich immer im selben Raum stehen gehabt, jetzt will ich die aber mal "Open-Air" hören und damit um einiges mehr aufdrehen:evil:

    Theoretisch würden das die Boxen ja alle nicht mitmachen-oder?, wenn ich die Verstärker voll aufdrehe (da1200W /Kanal an 4 Ohm)

    -Voll auslasten will ich die Anlage eigentlich eh nicht:saint:, da sie ja dann doch schon ca. 2,8 KW hat + komplett horngeladen-

    Ich will nur vermeiden das die Boxen/ Verstärker oder -IRGENDWAS ANDERES- Schaden nimmt:thumbup: Also zur Vorsorge


    Es würde mich freuen wenn mir jemand ne Antwort hätte.. blicke bei alldem garnichtmehr richtig durch..

    Fehlt mir vielleicht irgendwas wie z.B. eine Art "Überlastschutz" ????Limiter????

    Ansonsten läuft die Anlage reibungslos..

    Ob es so nen Schutz, der z.B. bei Clipping einsetzt, am Verstärker oder der Frequenzweiche gibt weis ich nicht:/


    Will aber mit gutem Gewissen aufdrehen*finger


    Dann hätt ich noch zwei (warscheinlich) Standard-Fragen..


    1. Wieviele Leute KÖNNTE man mit so nem System beschallen? (ich weiß das hängt von einigen Faktoren ab.. aber ich meine jetzt unter "optimalen Bedingungen" im Freien.


    2. Je höher ich die Regler an den Verstärkern drehe, umso lauter wird ein lautes Störsignal hörbar- DEUTLICH LAUTX(

    und ich weiß dass auch das viele Gründe haben kann, aber gibt es vielleicht auch hier irgendeinen Filter, gegen die Störsignale?



    Das wärs fürs Erste8o


    Bin für Ratschläge sehr dankbar! Hoffe das ich überhaupt im richtigen Forum bin?(


    Bleibt gesund!


    Colin

  • So arg überdimensioniert sind die Endstufen ja nicht. Peak können die Boxen deutlich mehr ab als RMS. Und wenn man seine Ohren aufsperrt hört man auch, dass es ans Limit geht.

    Wenn du das etas schützen willst, dann nimm einen digitalen Controller und setz die Limiter entsprechend.


    2. Je höher ich die Regler an den Verstärkern drehe, umso lauter wird ein lautes Störsignal hörbar- DEUTLICH LAUT

    Tja, das ist der Nachteil an effizienten Hörnern an günstiger Elektronik.

    Wie klingt denn das Störsignal? Rauschen, Surren, Brummen, Knistern?

  • Huhu,


    Die Frage nach der Zuschauerzahl: hängt primär von den Faktoren Indoor/Outdoor, Art der Musik und Größe der zu beschallenden Fläche ab.

    Für ne amtliche Indoor-Tanzparty (Top40), bei der man sich auf eine reine Tanzfläche beschränkt, würde ich vom Pegel her bis max 300 Pax gehen.

    Wobei du mit den beiden unbekannten Abstrahlwinkeln der Tops möglicherweise ein Problem bekommst. Diese können zu schmal sein, dann bekommst du nicht ausreichend Fläche für diese Personenzahl hin.


    Die Subs solltest du als Monocluster in die Mitte stellen, wenn's geht. Dann können die Hörner ihre Vorteile erst ausspielen.


    Kreisaufteilung auf die Endstufen würde ich so ändern, dass an jedem Amp 2x Sub (Kanal 1) und 1x Top (Kanal 2) hängt.

    So entlastet man das Netzteil und Wärmemanagement etwas, und bei Endstufenausfall fehlt nur eine Seite und nicht das halbe Spektrum.


    Zum Rauschen: passiert das auch, wenn du ohne gestricktes XLR aufdrehst? Dann liegt es ganz alleine am Amp, und ohne weiteres kannst du nichts machen (zur Reparatur schicken, falls es nicht schon serienmäßig rauscht).

  • Cool, danke für eure Antworten..


    Naja das Störsignal hängt wohl irgendwie mit was anderem zusammen, wenn ich am Mischpult komplett runter drehe, hört man es nicht mehr!


    Es hängt auch davon ab, ob ich meinen PC oder z.B. das Handy anschließe.. beim PC sind die geräusche sehhhr laut und summend-brummend-rauschend:D


    Was ist denn eigentlich ein "Monocluster" genau?

  • Hi,


    Du benötigst eine Stereo DI-Box mit Ground Lift um das Brummen zu beseitigen. Die Media DI-Box von Palmer mag ich für Computer und dergleichen ganz gerne um ein Beispiel zu nennen. Die DI Box stecket du dann zwischen PC und Mischpult.


    Monocluster meint einfach, dass du am besten alle Subwoofer mittig nebeneinander stellst. So funktionieren sie am effizientesten. :)

    Viel Spaß!

  • Habe leider im Privatverleih oft die Erfahrung gemacht, dass das brummen aus dem Laptop dem Netzteil von selbigem geschuldet ist. Da hilft dann leider auch keine DI Box was, denn das Brummen liegt auf dem Nutzsignal.

    Mein momentaner Favorit im Verleih sind kleine Bluetooth Empfänger, die ich fest in jedes Verleih-Pult einbaue.

    Dann kann sich jeder DJ 100%Brummfrei koppeln.

    Die Nachteile dürfen allerdings nicht verschwiegen werden: Audioqualität ist abhängig vom der Preisklasse des Bluetooth Empfängers; es kann Störungen geben, wenn der Gastgeber sein Handy mit auf Toilette nimmt, weil er vergessen hat, dass davon die Musik zugespielt wird etc.

    Aber trotzdem oft ein guter "Notnagel" gegen Laptop-Brummen.

  • Brummen ist in 99% der Fälle einer sogenannte Massenschleife geschuldet. Hier hilft eine DI- oder Lineübertrager Box. Ground Lift heißt hier das Zauberknöpfchen.


    Brummen auf dem Signal selbst ist oftmals minderwertiger oder defekter Technik geschuldet. Allerdings kann es bei DJ Signalen auch vorkommen, dass das Quellsignal selbst schon sehr suboptimal ist. So ein Pult, Verstärker, Audiobox ist nunmal kein Klärwerk.


    Wenn es sirrt und summt, dann sind dies oftmals HF Einstreuungen von Geräten, welche vor sich hin strahlen oder eben auch schlechten Konstrukten weil es einfach an der notwendigen Abschirmung oder Filterung (speziell bei Schaltnetzteilen) mangelt.

    Bei Rechnern kommt noch hinzu, dass hier massiv mit HF Müll zu rechnen ist. So kann z.B. die Festplatte oder auch Maus in den Audioteil Signalannteile einbringen, die dann halt da sind. Hier kann dann ein externes Audiointerface (USB) helfen, da dieses dann weiter weg von der Störquelle ist und die Audiodaten eben digital an das Audiogerät weitergegeben werden und erst dort gewandelt werden.


    Auch eine malade Signalstrippe (Audio analog) kann ärger machen, wenn die Schirmung weg ist und man sich dadurch elektromagnetische Einkopplungen einfängt.


    Das mit dem Blauzahn würde ich lassen. Die Idee ist zwar gut, jedoch ist die Qualität eben unterirdisch und stark fehlerbehaftet.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • @ Abdul Klappstuhl_Colin :


    Als nächstes solltest du mal in einen vernünftigen DSP Systemcontroller investieren der nicht als Marke mit 'B' anfängt und 'r' endet ... da auch nur DER vernünftige Limiter bietet und auch NUR SO das System gescheit Eingemessen und betrieben werden kann ... deine billige aktiv Weiche führt so zu nix !


    Du weißt selber net genau was du da eigentlich betreibst ? Beim Profi Überprüfen / zusammen stellen / verkabeln und Einmessen lassen weil nur so hast du gescheiten Klang und Betriebssicherheit.


    Schotte ;)

    Klangart-Servicecenter , Immer im Dienst für den guten Ton !
    Wir machen das einfach ... Warum ? Weil wir es können.

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  • Das mit dem Blauzahn würde ich lassen. Die Idee ist zwar gut, jedoch ist die Qualität eben unterirdisch und stark fehlerbehaftet.

    Das hängt allerdings sehr stark vom Empfänger und dessen Anschaffungskosten ab.

    Die ersten Versuche habe ich mit nem 10er Pack Empfängern von AliExpress gemacht, gab's im Dutzend billiger. Nach drei Minuten hören ging's in den E-Schrott. Lehrgeld.


    Inzwischen habe ich sowohl eine ARX Blue Di, sowie mehrere Denon DN-200BR im Einsatz.

    Der Denon ist billiger, dafür kann die ARX via Phantom gespeist werden. Die Denon hat wiederum zusätzlich unsymmetrische Ausgänge, für Standard DJ Mixer nützlich.

    Die ARX war ihr Geld allemal wert, klanglich kein Unterschied zu einem Klinke Kabel. Und um Welten (!) besser als die ganzen USBC

    -C Audio Adapter.


    schotte Hobbyforum. Ist doch schon alles auf einem guten Weg, man muss nicht jede kleine Anlage einmessen, um ein bisschen zu feiern ;-)

    DCX passt da schon ins Gesamtbild.

  • Blauzahnaudio ist für Handy an Ohrstöpsel OK und auch für das Wohnzimmer. Alles andere, vor allem wenn es auf Zuverlässigkeit und aprobtes Klangerlebnis gehen soll, dann ist das einfach mehr als suboptimal und ne Strippe ist in jedem Fall auch günstiger.

    Man kann es nicht oft genug sagen: Die zuverlässigste und beste Verbindung zwischen zwei Geräten ist eine Leitung.


    Ich persönlich würde Blauzahn selbst im Wohnzimmer nicht akzeptieren. Bäh.


    Aber jedem Tierchen sein Pläsierchen.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • Das mit Bluetooth kann man schon so machen....

    Besser ist es, sich vernünftige Abspieltechnik zu besorgen.

    Bzw. erstmal genau zu lokalisieren, woher ständig auftretende Störungen kommen, ob digitale oder analoge.

    Dazu steckt man zuerst mal einen Kopfhörer in die Buchse vom Laptop, ohne das weitere Audiogeräte irgendwie angschlossen sind.

    Ist da was zu hören, ist das Gerät dekekt, ungeeignet (bei brummen) ODER es sind Einstellungen der internen Soundkarte falsch.

    Ist da nix, muss man dann externe Soundkarten oder / und DJ-Controller prüfen. Und zwar auch mit Kopfhörer und offenen Outputs und zugedrehten Gains und Reglern. Mikroregler nicht vergessen.

    Verstellte Soundkarten erlebe ich auf Festivals als DJ-Babysitter bei selbstmitgebrachten Systemen öfters.

    Da reicht auch schon ein nicht gemachtes Firmware-Update z.b. beim Nexus.
    Bei "einfachen" Erdschleifen im Aufbau helfen oben genannte Maßnahmen.

    Wegen deiner "Zerstörungsangst" deiner Schachteln wegen Überlastung nimm als Anhaltspunkt die Daten der verbauten Chassis (800/4 und 600/4) her und erstelle so die Limiterwerte.

    Einen einfachen Controller brauchst du auf alle Fälle. Auch für die Trennung, Lowcut, ev. Entzerrung, ev. Delay.

    Sonst kriegst du das nie vernünftig ans Klingen und ist schnell kaputt.

    Als Amp kaufe dir einen LAB10000-Clon.

    Da kannst du für jeden Kanal die Ausgangsspannung bzw. Leistung schonmal per DIP-Schalter limitieren.

    Gibts auch mit internem DSP.


    Ein bisschen Ahnung sollte man schon haben.

    Ansonsten kauft man lieber was spielfertiges.

    Zurzeit ist die Auswahl brauchbarer Sachen zu günstigen Preisen recht groß.