Ergänzung/Verbesserung kleiner "Party" PA

  • Sodele, Nabend zusammen! Mein Name ist Sven und falle gleich mal mit der Tür in´s Haus!


    Ich hatte bei meiner letzten Geburtstagsparty (beschallt von meinem Denon AV Receiver und 2 Heco LS) reichlich Pegel.

    Und in diesem Zustand habe ich dann eine "Kindergarten" PA ersteigert.

    2x DAP Palladium 2000 Vintage (ohne P),

    3 x DAP DRX-18BSubwoofer (350W RMS an 8 Ohm)

    3 x DAP MC-15

    1 x DAP MC 15 (Ersatzteilespender)


    dazugekauft Behringer 2310 Frequenzweiche inkl. benötigter XLR Kabel,

    Behringer VMW 100 als kleinen Mixer hatte ich noch, Medien werden via Notebook zugespielt.


    Die Endstufen sind ja halbwegs brauchbar, wenn auch schwer wie Hulle und die Subwoofer werde ich gleich mal testen (Ich lebe im Außenbereich und der nächste Nachbar 500m entfernt).

    Dass die Tops nix taugen war mir eigentlich schon beim Abholen klar, ich würde gerne mit Jobst ein Paar bauen, doch fehlt mir dazu eigentlich die Zeit im Moment (Hausbau, Schichtdienst und Hof, viel Arbeit eben).

    Nun suche ich so nebenher schon einen vierten DAP DRX-18B Sub, wobei die im Gegensatz was ich zu der ganzen PA (560€) gezahlt habe ja schon verhältnismäßig teuer sind, zumindest muss ich mal eine finden die Leistungsmäßig ähnlich ist, damit ich sie jeweils Paarweise auf 4 Ohm an einer der beiden Endstufe fahren kann und somit hoffentlich auf Pegel komme.


    Zu den Tops: Ich suche etwas, dass zwar nicht super billig ist, aber auch nicht sehr teuer (RCF etc sind raus, dafür wird die Anlage zu wenig benutzt).

    Gibt es denn brauchbare Tops oder Fullrange LS die so um die 200€/Stück liegen? Ein Fuffi mehr pro Stück tut auch nicht weh. Auch gebraucht.

    Ich werde erstmal, bis ich nen vierten SUB habe mit zweien spielen oder auch zwei auf 4 Ohm auf einem Kanal und den dritten auf 8 Ohm laufen lassen, alles via Mono Sub an der Weiche durchgeschliffen.


    Welchen Schalldruck sollten die LS haben/leisten bzw Wirkungsgrad/Leistung RMS um die 1400W Subs RMS (theoretisch) weder groß zu übertönen, noch darin unterzugehen.


    Ist mein Vorhaben totaler Schwachsinn oder hab ich für ne kleine PA wenigstens eine halbwegs brauchbare Grundlage?


    Ich wäre euch um Hilfe sehr verbunden und freue mich über rege Teilnahme.


    Es grüßt


    Sven


    PS: In Sachen Musikrichtung; Von allem was, mal Unz Unz Unz, viel Rock/Metal, dann Bollerwagenmusik (für die werten Gäste, ist sonst nicht so meins)

    Deswegen kann ich mich nicht wirklich festlegen, weil die Stile zu unterschiedlich sind, brauche also was Allroundtaugliches.


    PPS: Zum Durchschleifen für die Subs habe ich einfach mal vorsichtshalber 20m 2x4mm² Kupferkabel geholt und angefangen mir 4 Kabel á 2,5m mit Speakonsteckern zu versehen.

  • Zu den Tops: Habe vor kurzem für ein ähnliches vorhaben ein paar KMT CS 151 geschossen und bin sehr zufrieden mit den Teilen! Hatte kurzzeitig auch ein paar EV ELX 112 neu gekauft, aber die stinken dagegen total ab. Obleich es etwas unfair ist 12" mit 15" zu vergleichen. Also kurzum: Klare empfehlung für die CS151 die gebraucht auch im Budget liegen sollten.

    Zu den Sub's kann ich nicht viel sagen, wir haben ebenfalls KMT laufen und zwar die SW 118, die knallen richtig amtlich ab 40Hz, fehlt jedoch etwas Tiefgang für unsere hauptsächlich elektronischen Geschmäcker. Könnte fast für deine Zwecke geeigneter sein. Bei Interesse gern PN...

  • Danke schonmal für eure Empfehlungen. Ich bin schon kräftig am forsten um mir die Dinger anzuschauen. Ich habe aber noch ein paar andere Grundgedanken.

    Wie sähe es denn aus wenn man ein 4.4 System stellt und dafür 10 Zoll Tops nimmt? Es geht mir um den gefächerten Abstrahlwinkel, ich möchte nicht in einem kleinen Bereich dicke Leistung haben und 5m weiter links dann so gut wie nichts. Dafür würde ich die Tops paarweise ständern und im leichten Winkel stellen.


    Grundsätzlich weiß ich nicht so genau wo ich mit der Leistung hin muss.


    Die DAP Subs sind mit 350w RMS und 127db 1m/max deklariert, wie realistisch das ist kann ich nicht sagen.

    Davon halt 4 Stück.

    Also 700w Pro paar.

    Wo sollte man da bei der Leistung der Tops liegen? Gibt es da "Faustformeln"?

  • Ich wieder.

    Was wäre denn von den RCF Art 310 zu halten? Alternativ die 312 MK4

    Preislich zwar etwas höher als ursprünglich gewollt, aber daran soll es nicht scheitern.

    Ich möchte ja Druck und Klang.

    Sind die Subs überfordert um mit den LS mitzuhalten?

    Maximallautstärke wird wohl eher selten ausgespielt.

  • Moin,


    also die Art310 sind bei mir zwar schon ne weile her, aber ich fand sie super! Da du Subs drunter stellen wirst denke ich: du kannst dir den Aufpreis zu den 12ern sparen, bzw es wird dir ein bisschen mehr Endlautstärke geben in den Lowmids aber das ist ja auch nicht dein Anspruch.

    Das Horn funktioniert gut und der Hochtöner klingt sehr angenehm.


    Und wenn deine Subs zu schwach sind für die Topteile, dann drehst letztere einfach ein bisschen leiser.


    Vorteil bei den aktiven Kübeln ist: Du kannst sie durch zu laut drehen fast nicht kaputt machen, da dort gut funktionierende Limiter verbaut sind.

  • Moin, schließe mich meinem Vorschreiber ziemlich an.

    Habe die 310er recht oft in der Hand, wir nutzen die als Monitore, Frontfill und Sidefill bei mittleren Bühnen im Musical.

    Vernünftig EQt (viel braucht es noch nichteinmal) klingen die schon recht gut und können auch ziemlich laut noch ordentlich sauber.

    Also ja, kann man durchaus ordentlich mit arbeiten.

  • Bin seit etlichen Stunden schon am Lesen und Lesen.

    Liege ich richtig, wenn ich die Aussage, welche des Öfteren kam wahr nehme, dass ich eher die 315er von RCF nehmen sollte, wenn ich die LS auch Standalone mal ohne Subs laufen lassen möchte?

  • Grundsätzlich muss man sich halt irgendwo positionieren, was den eigenen Anspruch an das Material angeht.

    Es muss klargestellt werden, welchen Einsatzzweck man verfolgt - danach sucht man idealerweise das passende Material aus.


    Beispiele:
    Öfter mal Kleinkram, 30 Leuts zur lockeren Geburtstagsfete, wenig Pegelanspruch, Hintergrundbeschallung: geht mit einem tiefgehenden "Fullrange"-Topteil ohne Bassunterstützung, solange man untenrum nicht zuviel erwartet. Muss es doch mal ordentlich rummsen, kann das Top mit Bässen unterstützt werden. Hier gehen viele dann auf den Kompromiss 12" Kisten, weil 15" nen Schlag schwerer und sperriger sind, v.a. auf nem (frei-stehenden) Stativ...

    Aber ja, bei häufiger Nutzung allein und ohne Bässe ist man u.U. besser mit nem 15er Top aufgestellt als mit einem 10" Top.


    Fahren eh mehr oder weniger grundsätzlich Bässe mit, dann sucht man sich die Zahl der Bässe und die Größe vom Topteil nach dem aus, was es abzuarbeiten gilt...
    Vorteil: reine Tops, die nicht darauf gezüchtet werden müssen, auch tief spielen zu können, sind oftmals lauter als ein "Fullrange-Top" ähnlicher Leistungsklasse, weil sie den Rumms eben nicht machen müssen, aber dann auch im Zweifel nicht dazu zu zwingen sind.
    Nachteil: Bässe werden quasi Pflicht, der Aufwand für Verkabelung, Trennung/Controlling, Amping pp. ist größer.

    "DAS Idealsystem" für eine größere Bandbreite an VA-Größen gibt es kaum. Jede Anschaffung sollte sich am eigenen Bedarf orientieren und optimalerweise mit wenig Aufwand skalieren lassen. Hierzu gibt es sicher bei 5 Befragten am Ende auch 7 Ansätze zur Lösung.

    Ich persönlich habs dem Grunde nach so (Größenordnungen liegen mit eigenem Material in der Region kleiner Geburtstag bis Dorffest gegen 500 Pax; wenns größer wird, miete ich zu):

    Für den Großteil meiner Jobs habe ich ausreichend leistungsfähige 12" Tops, die für "Mini-Sachen" auch mal ohne Bässe klarkommen. Mit bis zu vier Bässen (12" TappedHörner) ist auch mal ne ordentliche Fete drin, wenns ganz dick muss, dann kommen über bis 8 Bässe eben dickere Tops (2*12").

    Für kleinere /unauffälligere oder "beengte" VA gibts zu 1-2 Bässen handliche 8" Tops.
    Derzeit wird im Bassbereich bei mir aufgerüstet, vor allem wegen der "größeren" Veranstaltungen, wo künftig amtliche 18" mitfahren.


    Klar ist das jetzt auch schon wieder (vor allem für einen Einstieg) recht viel und auch viel unterschiedliches Zeug. Vermutlich würde ich mir mit Blick auf Deine Fragestellung dann ein vernünftiges 12" oder auch 15" Topteil gönnen, das eben keine reine Topteil-Abstimmung hat und demnach auch untenrum ein wenig angeschubst werden kann. Für die Geschichten, die mehr Dampf brauchen, kämen nach und nach Bässe dazu - oder werden beim Kollegen um die Ecke angemietet...

    Es kommt eben voll drauf an, was man in welcher Größenordnung machen will.


    Beste Grüße, in der Hoffnung, nicht noch mehr verwirrt zu haben ;)

  • Danke für die Ausführliche Antwort.

    Ich werde mir jetzt einfach mal nach Bauchgefühl die RCF 312 MK IV holen, erst einmal zwei Stück.

    Die Subs sind zwar für die meisten eher Kindergarten mit 350W Leistungsaufnahme RMS, aber davon habe ich ja immerhin 4 Stück, ich denke die Kombination könnte schon was reißen für meine Zwecke.


    Aber wenn ich eh schon bei T-Mann bestelle und nur die zwei doch sauschweren Palladium Endstufen habe bin ich derzeit am überlegen nicht gleich noch eine TSA 4 700 oder 4-1300 zu bestellen..


    In der Theorie hätte die 700er genug leistung, da ich die 4 Subs an 2 Kanälen auf 4 Ohm fahren würde.

    Angegeben wird die Endstufe bei 810W an 4 Ohm, nur weiß ich nicht wie sehr ich dieser angabe vertrauen kann.

    Dann könnte ich an 2 Kanälen 4 Subs anfahren (700W RMS pro Kanal würden gebraucht werden) und an den anderen 2 Kanälen die 2 Tops mit je 300W an 8 Ohm.

    Würde dies für meine Laienhafte Aufstellung genügen?

  • Gerne.

    Grundsätzlich sag ich immer, bevor man sich Zeug kauft, sollte man es möglichst vorher mal anhören - ob es denn zum eigenen Vorhaben und den Vorstellungen passt.

    312er RCF-Tops sind relativ verbreitet, da sollte sich eine Möglichkeit finden, mal bei wem ein Ohr dranzuhalten ;)
    (btw., Du schreibst "erst einmal zwei Stück" - was genau hast Du vor? An der Stelle einfach nur der Hinweis: die 312er sind nicht wirklich geeignet, um davon pro Seite zwei Stück nebeneinander zu stellen, falls Du das iwie im Hinterkopf für einen "Systemerweiterungsgedanken" haben solltest - das wäre m.E. der falsche Ansatz...)


    Da Du ja im Bassbereich derzeit was hast, finde ich den Ansatz für einen ersten Schritt so insgesamt ganz gut - da kann man im Zweifel immer mal noch was dran verändern, wenn man langfristig damit nicht glücklich ist. Aber zunächst mal ist was verfügbar.


    Mit der 4-700 arbeite ich im Setup einer befreundeten Band öfter mal, die kann schon ganz ordentlich was und iirc bringt die nach Messungen (ich glaube auch vom Stefan) sogar etwas mehr wie angegeben. WENN Du also tatsächlich das Geld ausgeben willst und kannst, dann ist dieser Amp auf jeden Fall kein fauler Griff - die Leistungsdaten sollten soweit passen bei Deinem Material.
    Die 4-1300 wäre (derzeit) bei Dir etwas überdimensioniert imho - und evtl. gibts da auch dann in der Leistungsklasse bessere Alternativen.

    Musst Du Dir überlegen, ob es Dir derzeit so wichtig ist, schwere Amps zu ersetzen und das Geld zu investieren.

    Ich persönlich habe im Bestand fast ausschließlich Kupferklumpen / Eisenschweine und fahre damit gut. Andererseits weiss ich es auch zu schätzen, wenn ich nachts um eins ein Amprack mit vier Amps alleine und mit einem Gang weggetragen bekomme, statt viermal zu laufen und jedes Mal zu hecheln...


    VG

  • Bei dem "erst einmal zwei Tops" dachte ich daran vielleicht später noch zwei dazu zu kaufen um das ganze eher noch Fächern zu können. Aber ich denke, dass die beiden 12er für alles was ich brauche reichen sollten.


    Bei der TSA 4-700 dachte ich in der Tat an´s Gewicht.

    Die beiden DAP Palladium 2000 Vintage sind, wie von dir ja schon so ausgedrpck "Eisenschweine".

    Wenn ich alles an eine Stufe packen kann , wäre das allein schon eine gewaltige Gewichtsersparnis und ich könnte ein Rack für die Aktive Weiche und die Endstufe nehmen.


    2x DAP Palladium á 30kg vs 1x Thomann TSA 4-700 10,7kg


    Da i.d.R. alles im Dorf stattfinden würde hätte ich Daheim immer noch die beiden DAP auf Halde für den Fall der Fälle.


    Was ich mir dann noch suchen wollte ist ein einfacher Mixer da mich der Behringer den ich habe nicht so überzeugt. und einen EQ für´s Rack, wobei es auch da wohl ganz brauchbare Softwarelösungen geben soll?

  • Das "Fächern" bereitet mir gerade stirnrunzeln.

    Also - um die Abstrahlung breiter zu bekommen isses Unfug und sogar u.U. kontraproduktiv, da man sich dann wenns blöd läuft einen wilden Interferenzgenerator bastelt.
    Soll das heißen, dass Du evtl. später weitere Zonen beschallen oder Outfills betreiben willst, kann das funktionieren, bedarf aber einfach auch der vernünftigen Überlegung, was man denn echt braucht und was man dafür einsetzt.


    Was für eine Aktivweiche hast Du? CX2310? Ja, geht, kann man mit arbeiten, hab ich auch im Rack.

    Wenn dann noch EQ (und ggf. weiteres) nötig ist, dann bietet sich eigentlich schon fast der Griff zum Controller an, der machts dann in einem. Beliebter Standard ist der Behringer DCX, kann alles was man braucht für akzeptables Geld. Jobsti hat gerade einen Beitrag auf Youtube zu den neuen Omnitronic DXO-26E / DXO-24E veröffentlicht, anscheinend auch recht brauchbar. Thomann hat ein 4x4 Mini-DSP für 80 Flocken, was wohl auch ganz passabel taugt, aber nur mit Laptop eingestellt/verändert werden kann.

    Softwarelösungen muss ich passen.

    (Mini-)Pulte für Zuspieler gibts ja nach Gusto quasi alles mögliche, da fällt es mir schwer, einen "einfach mal so" Rat zu geben.