Portable 230 V-Batterie für den FOH-Platz. Würde das Sinn machen und eventuelle sogar Probleme beheben?

  • https://instagrid.co/


    Ist mir auf LinkedIn aufgefallen. Firma aus Süddeutschland, die eine 230 V portable Batterie mit doch erheblicher Leistung anbietet. Kenne die Firma zwar nicht, das Produkt scheint mir aber doch Sinn für spezielle Anwendungen (muss ich mir auch noch durch Kopf gehen lassen) zu machen. Zum Thema Erdung habe ich allerdings nichts auf der Website gefunden.

  • Nette Idee, jedoch nennt sich das ganze in der IT USV.


    Ich finde auch keine technischen Daten oder bin ich blind?

    Es ist lediglich die Rede von

    5-fache Überlastung möglich. Wie lange dies möglich ist oder was der Akku dazu sagt, fehlanzeige.

    1-2 kWh für den ganzen Tag. Also 1-2 kWh Energieinhalt sagt mir 1-2 Stunden für ein 1000 - 2000 W Last am Ausgang. Das ist Augenwischerei, vor allem da der Energieinhalt aufgrund des Energieverbrauches sinkt.


    Bauen wir mal ein kleines Standard FoH: M32 (ist mit 120 W angegeben) mit ein bisschen Outdoor Equipment, Laptop, ein wenig LED Licht, Zuspieler. Sind in Summe keine 200 W Leistung. Wenn die Rechnung stimmt, dann wären dies bei 1kWh gerechnet 10 Stunden Überbrückung. Schön. Achso, dann kommt noch der Fotomann, der Kollege vom Licht braucht auch noch 2-3 Dosen am Verteiler. Naja...

    Allerdings sinkt der Energieinhalt nicht linear sondern exponenziell (Peukertgleichung) und wir vernachlässigen die Blindleitstung. Gut, wären im schlechtesten Falle immer noch 5 Stunden. Das kann aber jede handelsübliche kleine USC von APC oder whatever auch. Die Wartungskosten werden bei der üblichen USV vermutlich deutlich geringer sein.


    Welche Akkutechnologie wird da benutzt? Irgendwie muss die elektrische Energie ja gespeichert werden. Die Wandlung auf 230V AC ist reine Formsache. Entscheidend ist wie lange das Dingelchen welche Leistung zur Verfügung stellen kann.

    Wie lange dauert es bis das Dingelchen wieder mit Leistung aus der Steckdose angefüttert ist?


    Folgekosten? Wie lange hält der Energiespeicher (Ladezyklen) und wie teuer ist ein Austauschakku?


    Das man damit ein E-Fahrzeug laden kann... sicherlich, doch ist dies praxisgerecht? Margetinggag. Sehr hübsch.


    Ist sicherlich ein nettes Produkt und findet sicherlich Anhänger. Auf der Baustelle als Notlösung, sicherlich. Im Garten privat für die Heckenschere, keine Frage. Selbst im VA Bereich für manche Dinge OK.

    Am FoH hat man in den meisten Fällen eine ausreichende Stromversorgung und wer sich sorgen macht sollte lieber eine USV nehmen, denn die wird aus der Steckdose gespeist und ist im Fall der Fälle dann auch geladen. Denkt an Murphys Gesetz.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • Das Teil ist wohl nicht für acht Stunden 3kW Dauerlast gedacht. Eher für den schnellen Strom an unversorgter Stelle. Auf ner Baustelle laufen die Handgeräte ja nicht durch. Und wenn, dann ist das einfach die falsche Versorgung dafür.


    Peukertgleichung

    So krass wie bei Blei ist das bei nem LiFePO4 ja nicht.


    Nette Idee, jedoch nennt sich das ganze in der IT USV.

    Nein. Denn eine USV ist für die Überbrückung bei Netzausfall. Das Teil ist quasi offgrid. Sowohl rechtlich als auch technisch eine andere Sache.


    Aber das Marketing scheint bei denen schon ganz vorne mit dabei zu sein.

  • Also bei mir am FoH ist das zunächst wurscht. Hauptsache das Pult säuft nicht ab und bekommt durchgehend Leistung. Ne USV springt eben nur im Notfall ein, also für mich alles gut und sinnvoll.


    Ich würde nie mein FoH dauerhaft per USV oder einem sonstigen, autarken Energiespender versorgen wollen.


    Gut, für die Erbsenzähler hier: Einem vernüftiges Aggregat trau ich das durchaus zu, sofern sich jemand zeitnahe um den primären Energieträger (Sprit) kümmert.


    So krass wie bei Blei ist das bei nem LiFePO4 ja nicht.

    Wollte nur darauf hinweisen, nicht dass man zum Schluß kommt, dass das linear zu rechnen sei. Und ja, die Gleichung muss an manchen Parametern, je nach Energiespender angepasst werden.



    Sowohl rechtlich als auch technisch eine andere Sache.

    Wie meinst du das... mach mich mal schlau.


    Technisch ist es immer noch ne "USV". Es fehlt nur die Umschaltlogik, da hier nicht benötigt. Alles andere ist da: Ladeelektronik, Überlastschutz, Akku, DC/AC Wandler.


    Rechtlich ist je nach Vertrag (bei einem Service- und Dienstleistungsvertrag in der IT), die USV ein sicherheitsrelevantes Bauteil und unterliegt also auch einer Überwachung und Wartung bezogen auf den geschlossenen Vertrag der beteiligten Parteien. Falls du das meinst.


    In einfachen Worten: Hat der Auftraggeber durch Ausfall des Netzes, welches durch die USV abgesichert ist, Regressansprüche, insbesondere bei Datenverlust, welche auf den Netzausfall zurück zu führen sind.

    Fällt die Bohrmaschine auf der Baustelle aus, weil der Akku des Energiespenders platt ist, dann ist das Sache des Nutzers und nur dessen Sache. Ist dann ebenso, wenn man die USV als Netz- und Energiespender auf einer VA für das Pult so einsetzt.


    Allerdings sollte man die Sachlage nicht unnötig verkomplizieren.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • so eine lösung hat ja auch ihr gewicht.

    ich schätze, dass es deutlich über dem gewicht einer kabeltrommel liegt, die normalerweise zur stromverbindung von der bühne dient.


    da man ohnehin ein signalkabel (MuCo) zum FOH legen muss und es heute ja auch kabel mit signal- und stromleitung gibt, sehe ich keinen vorteil in so einer battrielösung.

  • Macht es Sinn einen FOH voll funktionsfähig zu halten wenn der ganzen andere Kram aus ist?
    Ne USV verstehe ich noch. Stromausfall, speichern und Pult ausmachen reicht doch irgendwie.

    ...ggls noch ne Notfalls-Durchsage - fertig!

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    Technik haben viele - WIR können sie auch bedienen :-)


    vu.gif

  • Ich werde das Ding zwei mal im Jahr auf einem Umzugwagen nutzen, habe es bereits erfolgreich draußen mit Tischkreissäge und Kappsäge genutzt und auch für Aktionen wie den PARK(ing) Day war es bereits im Einsatz.

    Da ich zusätzlich noch einen Laderegler verbaut habe macht sich das Ding auch an einem 200-300Watt Photovoltaikmodul ganz gut.

    Was ist ist, was nicht ist ist möglich