Dynacord cobra 2 Top Nachbauen Plan

  • Hallo zusammen,


    ich habe momentan einfach viel zu viel Zeit. Da ich mir schon immer Mal 4 Dynacord Cobra Tops nachbauen wollte ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Ich finde einfach die Größe und das einfache Handling sehr beeindruckend, für das was am Ende doch rauskommt.

    Leider lassen sich im Internet keine Baupläne oder ähnliches finden.


    Vielleicht hat ja jemand hier aus dem Forum was passendes oder hat sie sogar selber schon nachgebaut.


    Ich weiß durchaus, dass die Tops nicht all zu beliebt sind. Zumindest wenn man sich hier einige Beiträge so durchliest. Trotzdem würde ich gerne mal einen Versuch wagen.


    Wenn jemand ein von den Abmessungen ähnliches Top kennt kann er ja auch Mal gerne Pläne veröffentlichen.


    Vielen Dank schonmal für eure Antworten

  • Du willst also ein Plagiat bauen? Wird Gründe haben, warum man keine Pläne dazu findet.


    • Dynacord würde gerne selber Boxen verkaufen
    • Du wirst spezielle Treiber benötigen


    Welche der Tops möchtest Du denn haben?

    Ja genau. Ein echtes 1 zu 1 Plagiat. Für eine kommerzielle Nutzung ist das natürlich verboten. Für Testzwecke ist das aber erlaubt (soweit ich mich informiert habe dürfte man damit sogar VAs beschallen, wenn man damit kein Geld verdient).

    Das mit den Treibern stimmt. Bis auf die vier 4" Treiber ist aber alles noch einigermaßen zu bekommen. Man kann ja auch ein bisschen rumexperimentieren.


    Eigentlich wollte ich die Cobra 2 Tops nachbauen (Mit Frequenzweiche und "Voice Coil Tracking Protektion". Schaltplan gibts aber offiziell von Dynacord)

    Wenn aber jemand ein von der Größe ähnliches Gehäuse kennt, kann er es ja gerne mal vorschlagen.


    Achso: Danke fürs verschieben. Bin noch neu im Forum ;-)

  • JaNun; die meisten Firmen haben was dagegen, das jemand Plagiate baut.

    Egal; ofür den kommerziellen Einsatz oder als Couchtisch. ;)


    Gründe, warum es kaum Pläne gibt bzw. noch niemand sowas gebaut hat:


    > Das Top / System ist klanglich sehr umstritten und daher wenig verbreitet. Außer in diversen Zelten zum Oktoberfest habe ich das noch nirgends gehört oder gesehen. Für diesen Einsatzweck scheint es aber wohl gut geeignet.
    > Treiber und Hörner sind nicht ohne weiteres und gleich garnicht preiswert auf dem freien Markt beschaffbar.

    > zum System gehören normalerweise 2 verschiedene Typen. (Near und Far) Ohne das Far-Top funktioniert das Ganze gleich garnicht im sinne des Erfinders.

    > selbst Leute, die sowas kopiert haben, verschenken dieses Know-how ungern. Selbst eine exakte Zeichnung, nach der man bauen könnte, ist ein Haufen Aufwand.

    > das Ganze am Ende zum Klingen zu bringen, braucht einiges an Sachverstand.


    > Es lohnt sich einfach nicht.

    In GVT verkauft eine Firma aus BW grade ingesamt 14 Stück Gebrauchte. Verhandlungsbereinigt (die Preise sind -vorsichtig ausgedrückt- schon ziemlich optimistisch angesetzt, zumindest im Moment wie auch mindestens fürs nächste halbe Jahr) kannst du die Kisten dafür kaum bauen. Selbst wenn du deine eigene Arbeit bei Null ansetzt.


    Das Ganze gilt für sogut wie alle Tops, welche über eine schnöde 2*12"/1"-2" hinausgehen.

    Ich habe noch nie eine "private" Meyer MSL3, EAW KF650-850, d&b C4/7, TW T24 (...) oder wirkliche LA-Kopie gesehen.

    Was natürlich nicht heißt, das es sowas nicht gäbe.

    Selbst die in vielen Kreisen beliebten Dynacord F12 sind als Kopie äußerst selten.


    Zur Cobra:

    Alleine der 2" Treiber kostet mehr als 300 Euro. Das spezielle kleine Horn bekommt man vermutlich nurnoch gebraucht.

    Die C8 (sicher um die 100 € / Stück = 400 pro Box) sind wohl eine Eigenentwicklung und wirds nur bei Dynacord geben. Und die rücken an "privat" so einfach nixx- und an Firmen maximal Recone-Kits raus. Müssen außerdem pro Box selektiert werden.

    Obs den EVX155 in der benötigten Ausführung überhaupt noch gibt, weiß ich nicht.

    Die 3 Wege-Frequenzweiche dürfte auch ziemlich aufwändig sein, Pläne wirds dafür nicht geben.

    Alleine für Lautsprecher + Horn wird gut ein Tausender ins Land gehen...

  • Madmax hat das sehr gut auf den Punkt gebracht.


    Wenn man Pläne findet, handelt es sich in der Regel um selbst erstellte Pläne, die nur eine Interpretation des Erstellers darstellen und bei denen viele Details fehlen, weil es zu aufwendig wäre, diese mit einzuarbeiten. Die Pläne sind nur für den groben Holzzuschnitt gedacht. Ohne den Lautsprecher im Original vor Ort zu haben und alle Feinheiten zu kennen, kann man damit oftmals nicht besonders viel anfangen.

    Also wäre auch für einen Nachbau (die moralischen und rechtlichen Fragen lasse ich hier außen vor) der physische Zugriff auf einen unverbastelten Originallautsprecher zwingen notwendig. Kauf dir am besten ein Pärchen, evtl. auch ziemlich abgerockte Lautsprecher. Dann hast du alle Maße und die Originalkomponenten.

  • Ok, also ich sehe, hier ist erstmal Ende Gelände mit dem Cobra "Plagiat".


    Ich möchte aber trotzdem nicht aufgeben und jetzt ein anderes Koaxiales Top bauen. Am besten "quadratisch praktisch gut"😂.

    Aber irgendwie finde ich da auch kein Bauplan. Vorallem, wenn man ansatzweise moderne und bezahlbare Treiber verbauen möchte.


    Vielleicht ist ja ein Bauplan von einer anderen Marke oder ein komplett freies Design irgendwo verfügbar.


    Danke euch aber schon für die ganzen Antworten.

  • Irgendwie habe ich das Gefühl, früher wurde viel "amtliches" Material nachgebaut, ohne dass aus jeder Ecke "Plagiat" gerufen wurde. Sieht man auch oft bei GVT, dass XY-Nachbauten angeboten werden. Meist sind das zwar Bässe, aber trotzdem.


    Ob das der "Urheber-Firma" schadet, wenn sich jemand mal zwei, drei Stacks selber zu bauen versucht? Am Ende ist es halt immer noch Selbstbau, erfüllt keine Rider und auf dem Gebrauchtmarkt gibt es dafür in der Regel nur noch einen Bruchteil des Materialwerts.


    Wenn es als "Dynacord" beschriftet wird und als solches angepriesen wird, ist es eine andere Sache. Dadurch wird es imho zum eigentlichen Plagiat und schadet der Firma u.U, weil mit deren Name ein Produkt im Umlauf ist, das die Qualitätsansprüche der Firma nicht erfüllen kann.

  • Irgendwie habe ich das Gefühl, früher wurde viel "amtliches" Material nachgebaut, ohne dass aus jeder Ecke "Plagiat" gerufen wurde. Sieht man auch oft bei GVT, dass XY-Nachbauten angeboten werden. Meist sind das zwar Bässe, aber trotzdem.


    Ob das der "Urheber-Firma" schadet, wenn sich jemand mal zwei, drei Stacks selber zu bauen versucht? Am Ende ist es halt immer noch Selbstbau, erfüllt keine Rider und auf dem Gebrauchtmarkt gibt es dafür in der Regel nur noch einen Bruchteil des Materialwerts.


    Wenn es als "Dynacord" beschriftet wird und als solches angepriesen wird, ist es eine andere Sache. Dadurch wird es imho zum eigentlichen Plagiat und schadet der Firma u.U, weil mit deren Name ein Produkt im Umlauf ist, das die Qualitätsansprüche der Firma nicht erfüllen kann.

    Genau so sehe ich das ganze auch.

  • Nachgebaut wurden & werden meistens nur Bässe.

    Teils weil viele spezielle Sachen nichtmehr erhältlich waren bzw. sind.

    Es viele Freaks gibt, welche auf schräge Sachen wie riesige Hörner stehen.

    Oder auch die Preisgestaltung vieler Hersteller welche --ob der heutzutage durch veränderte Hörgewohnheiten benötigten Mengen schon bei kleineren Events-- für eine simple 0815-BR-Kiste schon recht sportlich ist.


    Das lohnt sich sicher immernoch, hat man die richtigen Werkzeuge vorrätig bzw. Zugang zu einer CNC-Fräse.

    Auch ist die Chassis-Wahl weniger kritisch und ein Setup am Controller leicht zu erstellen.

    Für wilde Geschichten aufm Acker oder biergetränkte Bühnenkanten ist außerdem das Finish nicht so wichtig. Da brauchs keine teure PUR-Beschichtung und Gummifüßchen. Eher paar kräftige Kufen drunter und die Möglichkeit, große Gurte ordentlich festzuzurren.

    Da ist's wichtiger; mal schnell ohne das es in der Seele weh tut, paar Planen dran festzutackern...


    Inwieweit da irgendein Design geschützt ist, Wer da von Wem abgeguckt hat, Wer da Wen "gefragt" hat; keine Ahnung.

    Beispiel Achenbach Eckport-Sub18 (bestimmt 20 Jahre alt) -- d&b Q-Sub -- unzählige Eckport-B18 jeglicher großer Hersteller & kleiner Manufakturen.

    Es gibt da zig Ausführungen mit verschiedenen Volumina, Portgrößen, -längen und bestimmt 30 verschieden Chassis.


    Interessant finde ich persönlich in diesem Zusammenhang die Firmenphilosophie von PL-Audio, welche zahlreiche "von woanders bekannte" Bässe offiziell im Angebot haben. Und das recht preiswert; wie ich finde.


    Guck' dir den Typen hier an:

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    Mit No-Name Kreissäge und Druckluftnagler baut er im Handumdrehen selbst komplizierte Hörner.

    Und das Ergebnis sieht optisch nichtmal schlecht aus....

  • Zum Thema quadratisches Koax-Horn:

    Soviele gibt es davon garnicht. d&b C, KMT, Dynacord F12 oder "in neu" PAT HT16 fallen mir da ein.


    Wenn du unbedingt wíllst, bau' dir paar F12.

    Das Horn sind bloß 4 Bretter, daran läßt sich gut der schwere HT-Treiber befestigen.

    Plan gibts hier:

    http://wizardaudio.hu/hasznos.php


    Benötigt allerdings eine aufwändige Weiche.

    Ich würde auch auf die Verwendung anderer "moderner" Chassis verzichten. Vor allem für den EVM12L oder neueren DL12T wirst du nichts geeigneteres finden.

    Mit dem HT kann man rumexperimentieren, aber da brauchs für bessere Ergebnisse mit einer anderen Kombi sehr viel Sachverstand. (ich selbst könnte mir da einen BMS-Koax vorstellen)

    Man kann das Horn der V12 benutzen und den neueren DH7.

    Da muß die Weiche geändert oder ein Controller 2 Wege-Aktivsetup erstellt werden.

    Sonst bekommt man das nicht ansatzweise laut zum Klingen.

    Was beim Original schon eine Herausforderung war...


    Nicht vergessen solltest du einen 4. Weg für den Midbass, will man heutzutage übliche tiefabgestimmte BR-Bässe als Subs benutzen.

    Das Top spielt; wie die meisten solcher Konstrukte sinnvoll maximal bis 160Hz runter.