Blues-Rock Band sucht PA

  • Hallo Zusammen,


    Bin seit geraumer Zeit stiller Mitleser, jetzt aber kommt tatsächlich mein erster Post - gleich mit einer Beratungsfrage.

    Wir sind eine 5-köpfige Bluesrock-Band (Stilrichtung Bonamassa, Gov‘t Mule, Freischlader etc - also eher die druckvolle Richtung). Besetzung: 3xVoc, Git, Bass, Piano/Hammond, Drums.

    Wir suchen ein PA mit folgenden Kriterien:

    -Beschallung von kleineren Clubs bis hin zu kleineren Sälen, deshalb auch evtl. ein variables System (mehrere Subs/Tops)

    -soll vernünftig zu transportieren sein, also in mehreren Kombis, Band-Bus haben wir keinen

    -Rückenfreundlich (wir sind alle um die 50… *finger)

    -Aktiv, oftmals kein Platz für fette Endstufen-Racks

    -technisch einfach zu verkabeln (ich bin Gitarrist, habe Kenntnisse in der Technik, aber keine Lust immer alles alleine aufzubauen nur weil‘s sonst keiner blickt…)

    -darf gerne auch was Gebrauchtes sein

    -muss wirklich gut klingen (ich weiß - ein weiter Begriff), wir haben Natur-Drums und ein Leslie zu übertragen, eine Reihe feiner Gitarren-Amps etc.


    Ich bin aus der PA-Geschichte schon ne Weile raus, deswegen weiß ich auch nicht was so Stand der Technik ist (Digital-Amps usw.).


    Schonmal vielen Dank für eure Hilfe!


    LG Bobby McGee

  • hell&dunkel

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Eigentlich gebe ich im Forum seit vielen Jahren keine Lautsprecherempfehlungen, weil da zu viel Mumpitz erzählt wird, aber heute mache ich eine Ausnahme, weil das o.g. Band-Repertoire genau meine drei Lieblingsbands/Künstler dieses Genres beinhaltet und ich den Herrn Haynes und den Herrn Freischlader schon persönlich betreuen durfte.

    Ich betreue hier in meiner Gegend seit einigen Jahren als Bandmischer eine Blues-Rock Band, deren Lead-Gitarrist sich kurz vor meinem dazu Stoßen eine PA angeschafft hat, d.h. die Auswahl fand noch ohne mein Zutun statt. Für Backline und PA nutzt die Band einen kleinen PKW-Hänger.

    Die einzige Ergänzung, die ich noch gemacht habe, waren zwei Schwenkbügel, die der Hersteller auch anbietet, was ich für eine (süddeutsch) Stängeles-PA für unverzichtbar halte.

    Die Auswahl hat sich für mich als absoluter Glücksfall entpuppt, da ich sie klanglich wirklich klasse finde, genug Pappe für dicke Bassdrum und authentische Gitarrensounds bewegt wird und (das hat mich am meisten verblüfft) ich habe in allen locations (kleine bis mittlere Clubs und Säle bis ca. 350 Gäste), die die Band so bespielt, noch nie das Gefühl gehabt, ich bräuchte mehr oder was anderes. Das System ist aktiv/amped, trotzdem relativ leicht.

    Es handelt sich um dieses System:

    2x fohhn XS-4 18“ aktiver DSP Sub, (enthält auch den Amp für die Topteile) +

    2x fohhn XT-5 Topteile

    Für sehr kleine Clubs bleibt einfach ein 18“ Zuhause, denn der DSP Amp im Sub lässt sich auch so schalten, das er zwei Tops in Stereo bedient.

    Eigentlich bin ich kein Freund von 15“/1,4“ , weil man die 15“er zu weit hoch laufen lassen muß und wahrscheinlich hätte ich der Band eher zum 12“/1,4“ geraten aber der Hersteller hat das gut hingekriegt, das Horn ist für so ne Box schön groß, was der Durchsetzungsfähigkeit der Vocals hilft und ich habe das Gefühl, dass mir das bissl mehr Pappe beim für Bluesrock angestrebten Sound hilft und es so klingt wie ich diese Musik seit 40 Jahren kenne. ;)

  • Dem ist nicht viel hinzuzufügen.

    (gute) 15"/1,4" Boxen haben nichtnur Nachteile, vor allem zusammen mit 18ern...

    Wobei die KS auch 'ne feine Sache ist. Vermutlich eetwas teurer.


    oftmals kein Platz für fette Endstufen-Racks

    Sowas hat heutzutage für deine Anwendung maximal 2HE + 1HE Anschlussfeld und wiegt zusammen mit dem Rack keine 20 Kilo... ;)

  • Dem ist nicht viel hinzuzufügen.

    (gute) 15"/1,4" Boxen haben nichtnur Nachteile, vor allem zusammen mit 18ern...

    Wobei die KS auch 'ne feine Sache ist. Vermutlich eetwas teurer.


    Sowas hat heutzutage für deine Anwendung maximal 2HE + 1HE Anschlussfeld und wiegt zusammen mit dem Rack keine 20 Kilo... ;)

    Jup. 10.000 Stutz sind way over the top. Das spielst du mit unserer „Nischenmucke“ never ever ein…

  • muss wirklich gut klingen (ich weiß - ein weiter Begriff), wir haben Natur-Drums und ein Leslie zu übertragen, eine Reihe feiner Gitarren-Amps etc.


    10.000 Stutz sind way over the top. Das spielst du mit unserer „Nischenmucke“ never ever ein…

    Hmm, feinste Amps (und wohl auch Gitarren), Hammond usw. spielen sich wohl auch never ever ein. ;)

    Aber mir ist klar dass da eine andere emotionale Bindung besteht.

    Wenn es aktiv, gut klingend und leistbar sein soll, würde ich QSC malin den Raum werfen.

    KS212C Subs, das sind Cardoid Subs, und K12.2, oder gleich die KW122, und du hast ein System das gut klingt, relativ einfach zusammengesteckt werden kann und noch gut leistbar ist. Die K12.2, oder auch die kleineren K10.2, können auch gut als Monitore oder Delayline verwendet werden. Ich mag die Teile...

  • Seit wann spricht man in DE von 10000 Stutz? (was bei uns in offiziellem Hoch-Schweizerdeutsch, dass es gar nicht gibt, übrigens Schtutz geschrieben wird).


    Ansonsten wäre Rückenfreundlichkeit zu definieren und vor wie vielen Leuten ihr üblicherweise spielt.

  • Ein variables, kleines leichtes transportables, gut klingendes System nach dem Stand der Technik,

    das könnte das Coda N-APS sein.


    https://codaaudio.com/de/speakers/n-aps/

    https://codaaudio.com/de/speakers/n-sub/


    leicht:

    12,2kg pro Top / N-Sub 28kg


    transportabel:

    518 x 200 x 358 mm Top/ 518 x 418 x 595 mm Bass


    variabel:

    - 3 Bässe plus 2-x Tops Vertikal im Stack

    - 1-2 Tops Horizontal an einer Distanzstange

    -1-4 Tops geflogen, Vertikal oder Horizontal

    - skaliere den Abstrahlwinkel asymetrisch oder symetrisch mit Magnetcouplern wie er benötigt wird


    gut klingend:

    Dank patentiertem RDC Treiber


    technischer Stand der Dinge:

    dynamische Luftkühlung um der Powerkompression entgegen zu wirken, frequenzselektive Limiter, IIR- und phasenlineare DS-FIR-Filter...Simulation der PA mit dem Optimiser, und und....

  • Seit wann spricht man in DE von 10000 Stutz? (was bei uns in offiziellem Hoch-Schweizerdeutsch, dass es gar nicht gibt, übrigens Schtutz geschrieben wird).

    Bitteschön:


    Zitat

    Schweizer Geschichte

    Alamannen, Burgunder und Langobardenbesiedeln die Schweiz

    Die Alamannen (früher als Alemannen bezeichnet) bilden zusammen mit den keltischen Helvetiern und den Römern die Vorfahren der heutigen einheimischen Bevölkerung der Deutschschweiz. Auf ihren prägenden Einfluss ist es zurück zu führen, dass heute vom Rhein bis zu den Alpen Deutsch gesprochen wird, während in der Westschweiz die Burgunder (siehe unten), wie die Franken in Frankreich ein germanischer Stamm, die lateinische Sprache der Römer übernahmen, aus der sich im Laufe der Jahrhunderte das heutige Französisch entwickelte. In der Volks- und Mundartkunde bezeichnet heute "alamannisch" die Sprache und Kultur der südwestdeutschen Gebiete Elsaß (seit dem 1. Weltkrieg französisch) und Baden (Deutschland), der Deutschschweiz und Vorarlbergs (Österreich).

    Herkunft der Alamannen

    Die Alamannen (Alemannen) waren ein westgermanischer (und damit wie die Kelten und Römer indoeuropäischer) Stammesverband, zu dem unter anderen die Sueben (Schwaben) gehörten. Sie siedelten in den ersten Jahrhunderten nach Christus an der Elbe, wanderten aber unter dem Druck der von Osten her einwandernden Goten südwärts. Die Römer hatten ihr Einflussgebiet nach der Eroberung Galliens (Frankreichs) im 1. Jahrhundert n. Chr. bis an den Main ausgedehnt und sicherten die Grenzlinie Rhein - Main - Neckar ab 83 n. Chr. mit einer Grenzbefestigung aus Schutzwall, Mauer und Wachttürmen (Limes). Um 213 im stiessen die Alamannen im Maingebiet erstmals mit den Römern kriegerisch zusammen, siedelten aber vorerst nordöstlich des Limes.

    Zurück zum Thema:

    Jup. 10.000 Stutz sind way over the top. Das spielst du mit unserer „Nischenmucke“ never ever ein…

    Wenn Du am Ende Deines musikalischen Schaffens keine „Miesen gemacht“ haben aber Deinen Qualitätskatalog im Thread-Start einhalten willst, mußt Du nicht irgend einen Quatsch kaufen sondern die PA mieten. Rentabilitätsüberlegungen zum PA kaufen gehen nicht über den Anschaffungspreis, den man nur niedrig genug ansetzen muß sondern über die Gegenfinanzierung mit Anzahl der Gigs und eingespielter Gage.

    Am Ende des Lebens ist es besser, wenn es Spaß gemacht hat und die „Miesen pro Gig“ überschaubar bleiben als wenn Du schon vor dem Gig die Kohle in den Sand gesetzt hast und keinen Spaß sondern Ärger hattest.

    Ich darf das aufgrund meines Alters sagen: Mit dem was Du Nischenmusik nennst, wirst Du es eh nicht mehr schaffen in die „Gewinnzone“ zu fahren, dann mach es doch wenigstens so, dass es Spaß macht. ;)

  • Interessant! Gibts irgendwo Preise dazu?

  • Ohne die Preise zu kenne würde ich jetzt mal behaupten dass das Coda Geraffel far away von Eurem Budget ist.


    Danebst durchaus bezahlbar (inkl Zubehör wie Distanzstangen und Kabel etc.) und vermutlich im Budget:


    Harmonic Design

    1x P18 aktiv

    1x Sub 18 passiver Slave

    2x MP 12 N


    So richtig leicht sind die Subs nicht (41 und 40kg).


    In der Tools sel. gibts eine Review, wo sogar das kleinere 10/1.4er Top mit 4 18ern klar kam - und das scheinbar mit sehr gutem Ergebnis. Musst mal suchen...


    Uns hat damals das HD-Zeug bei einer Vorführung bei uns im Lager ausgesprochen gut gefallen!

  • Ich frag' mal provokant: Wie viele Jobs muss das System denn pro Jahr abliefern und wie viel wolltet ihr ausgeben?


    Die Ecke um Tü und S ist ja reichlich versorgt mit Kollegen, die reichlich Material auf Lager haben - und ggf. bekommt man da einfach auch einen guten Miet-Deal...