Alternativen zu Zeck 15/3 oder Dynacord FE 15.3

  • Nochmals Danke für die verschiedenen Ansichten.


    Werde das alles noch einmal bedenken.


    Gesucht waren ja nur die "besten" PA-Boxen für dieses geringe Budget, die man auch einfach (ohne Sub und ohne DSP etc.) auf den Boden stellen kann.

    Habe nun in dieser Klasse zusätzlich auch die Dynacord PFE 15.3 in eine engere Wahl gezogen.
    Hier liegen zumindest die Chassis näher beeinander.

    Eure Einschätzungen - wenn auch oft kritisch - haben mir doch geholfen.

  • Meine Herren, was für ein grandioses 15/3 er gebashe...
    Ich habe mich sehr amüsiert und möchte mich dafür ganz herzlich bedanken.
    Nun wer kennt sie nicht die guten alten 15/3er, heute noch in zahllosen PRoberäumen zu finden und tun immer noch tadellos ihren Dienst. Ja klanglich und auch physikalisch sicher nicht das gelbe vom Ei, dennoch funktional und tauglich. Nicht umsonst wurden diese Boxen zu tausenden verkauft. Und selbst auf dem ein oder anderen kleinen Liveevent oder Straßenfest findet man sie immer noch.

    Ja auch ich besitze immer noch 2 gute alte Zeck 15/3 der ASP Serie und ich mag die immer noch gern.
    Klanglich finde ich gerade die Zeck (Die mit dem Schlitzstrahler für den Hochton) immer noch deutlich besser als die Dynacord oder die EV, aber das ist ja Geschmackssache. Für mich war damals jedenfalls der Klang das Kaufkriterium. Und wenn ich mir eine von diesen Konstrukten ins Wohnzimmer stellen würde, dann wäre es ganz sicher die Zeck ASP und nur diese. Denn Klang kann weder die EV noch dei Dynacord, dafür können die beiden aber deutlich lauter als die Zeck...

    Physik kann man nicht überlisten

  • Wenn einem die Zeck-Kisten gefallen, kann er sie ja kaufen. Dann hat sich aber die Frage erübrigt.

    Als die "besten PA-Boxen für dieses geringe Budget" würde ich sie aber nicht bezeichnen.


    Mir erschließt sich auch immer noch nicht, warum die Boxen unbedingt auf dem Boden stehen müssen. Das schließt leider viele gute Boxen und eine sinnvolle Aufstellung aus.

  • Zitat

    Mir erschließt sich auch immer noch nicht, warum die Boxen unbedingt auf dem Boden stehen müssen.

    Wegen der Schwerkraft. Dynacord FE 15.3: Solide Spanplattenkisten. 45kg. Dafür wurde bei den Bassreflexrohren massiv Gewicht eingespart: Pappe.

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

  • Und nochmal:

    Wenn ich mich recht erinnere, kommt die E-Voice 15/3er tiefer runter als die Dynacord FE15.3.


    Die Drosseln der Dynacord Frequenzweiche hatten die Ausmaße von Ringkerntrafos in Verstärkern, direkt mit der Gehäusewand mittels Schloßschraube verschraubt. Alles recht solide.

    Dafür hing die ganze Box dann schräg auf dem Lautsprecherstativ, weil sie nicht ausbalanciert war.


    Ich oute mich mal:

    Damals, also vor gefühlten 2000 Jahren, wurden meine FE15.3 gerne mal als Drummonitor angefragt und genutzt - Schäden an Drummern (Ohrenkrebs oder ähnliches) sind mir keine bekannt. :D

    Entweder eine leicht unterlegt oder beide als Stapel, angetrieben mit einer Crest CA6.


    Mein Tonmöbeltipp, wenn es um Publikums-Beschallungsmöbel im Wohnzimmer geht:

    Audio Zenit CD15 ND. Das ist zwar eine böse 15"/1", ich habe sie aber trotzdem in positiver Erinnerung als gutklingend, bezahlbar und leicht.

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

  • Hallo zusammen,


    also wenn wir gerade so schön die dunkle 15/3er Vergangenheit aufarbeiten; Die Dynacord FE200 war eine Ausnahmekonstruktion (auch zum Ausnahmepreis). Die hatte im Mittelton 4 X 4,5" Fostex als Zeile Koaxial vor dem 15er montiert und im Hochtonbereich einen JBL Schlitzstrahler, der von der Bündelung sogar halbwegs zu der Mittelton-Zeile passt. Also quasi ein Mini-Linearray ab 350 Hz.

    Da haben wir manchmal 3 Stück pro Seite direkt übereinander gestackt und dann war man (bis auf den Hochtonbereich über 5 kHz) gar nicht so weit von einem 2 Meter Linearray entfernt (na ja, in erster Näherung halt). Aber das war tatsächlich eine ganz andere Sache als zwei Zeck 15/3er übereinander gestellt.


    viele Grüße C.

  • Man kann sich diese 15/3's ja schönreden wie man will, aber damals mit ein Grund mich fortan selbst um die Beschallung von Livebands zu kümmern, waren die kläglichen Versuche welche ich mir als Gast anhören musste, einen 100W Marshall Röhrentop mit 4x12" zu mikrofonieren und dann auf die Zeck 15/3's als PA zu schicken...

    Die 4x12" vorne an die Bühnenkante gestellt, hätte um Welten besser geklungen als diese "PA".

    So eine Zeck 15/3 ist m.E. für jegliche Art von Rock'n'Roll Beschallung schon immer komplett ungeeignet gewesen.

    Für mich persönlich ist und bleibt das eine äußerst kompromißbehaftete Blasmusikerkiste für den Singlebetrieb im Bierzelt. Und auch für diese Anwendung hätte etwas Anderes wohl wesentlich besser getan.

    Wenns unbedingt "vintage" für Power-Hifi im Wohnzimmer sein soll, wäre ein großer alter UREI Studiomonitor (813 oder 815) nicht die schlechteste Idee.

    Damals schon mit passivem Allpass in der Weiche, aber nicht unbedingt zum Preis von zwei alten 15/3 zu haben. ;)

    Viele Grüße,
    Fux

  • Zitat

    So eine Zeck 15/3 ist m.E. für jegliche Art von Rock'n'Roll Beschallung schon immer komplett ungeeignet gewesen.

    ja, das stimmt sicher, vor allem die kläglichen Versuche mit zwei solchen Boxen eine Halle oder ein Open Air zu beschallen. Bei 50 Personen im Club als Nahkampfbeschallung hat das schon eher geklappt. Ich will da auch keineswegs etwas nostalgisch schönreden und bekomme als auch die Krätze, wenn mir irgendwelche Leute erzählen wie toll ihre alten Zeck Boxen mit Powermischer sind und dass man das neumodische Zeug doch überhaupt nicht braucht. Aber auch innerhalb dieser Klasse waren die Unterschiede riesig. Das ist ein bisschen so wie wenn man sagt Sub/Sat ist schlecht, weil man nur die billigste Version von Omnitronic gehört hat ;) ...


    Gruß


    C.


    P.S.: und der ideologische Nachfolger von Zeck 15/3 heißt übrigens BOSE L1 ^^

  • 15/3...mit der hat gefühlt die gesamte Ü50 Fraktion mal angefangen.

    Bei mir ware es damals ein Selbstbau, Zeck Weiche, 17cm Audax + Beyma CP21 mit 2 JBL D140F aus alten Fender Bassboxen in Gehäusen die den Zeck 15/3 1:1 nachempfunden waren mit Kugel Ecken, Kunstleder und allem was damals sein musste.... Der Klang war nicht schlecht, Lautstärke auch wobei das ist auch sooo lange her....


    Ich kann mich aus heutiger Sicht hier anschließen:

    Zitat

    Und wenn ich mir eine von diesen Konstrukten ins Wohnzimmer stellen würde, dann wäre es ganz sicher die Zeck ASP und nur diese.

    Die ASP 15/3er hat schon einen sehr, sehr ordentlichen Klang.

    Waren auch sehr hochwertige Komponenten drin, PHL 15er,

    PHL MT und ein 1" Treiber glaube von B&C


    Muss es denn eine 15/3 sein ?

    klanglich m. E. noch besser und manchmal günstig zu bekommen ist die

    Zeck ASP1522 mit 15er PHL & 2" Treiber

    Die klingt passiv schon richtig gut und könnte zusätzlich mittels Schalter auch aktiv betrieben werden.

    Mama Lauda....

  • 15/3...mit der hat gefühlt die gesamte Ü50 Fraktion mal angefangen.

    Ich nicht!

    Meine erste PA war 1976 eine ALTEC Voice of the Theater mit nem TW200 slant plate darauf. Danach hab ich das kleine Büchlein von Bob Heil gelesen, kapiert was Abstrahlwinkel bedeutet und wie man Hörner stackt. Daher waren es dann 1980 schon 8 x Martin Bins, 4 x 4562 2x12“ Hörner 4 x Vitavox S3 + Horn und 8x 2402 Zitronenpressen.


    Die originale EV S15-3 war gerade rausgekommen und ich verkaufte die an die an die gehobene Tanzmusikerkundschaft. Als dann die Zeck 15/3 rauskam war die einfache Dreiteilung klar:


    Martin Audio = PA

    E.V. S15-3 = gute Tanzteebox

    Zeck 15/3 = schlechte Tanzteebox


    Fertig war die Laube. Das war meine Wirklichkeit und hatte gar nichts mit dem zu tun, was heute bashing heißt sondern ich konnte die realen Möglichkeiten der damaligen Beschallgerätschaften erkennen.

  • Zitat

    Daher waren es dann 1980 schon 8 x Martin Bins, 4 x 4562 2x12“ Hörner 4 x Vitavox S3 + Horn und 8x 2402 Zitronenpressen.

    Sowas klingt auch heute noch, sachgerecht bedient, hervorragend!

    War und ist aber nie was für "kleine" Sachen oder Alleinunterhalter gewesen.

    Echtes PA sehe ich schon von Anfang an davon losgelöst (meine Anfänge liegen da Mitte der 80er).


    15/3 ist m. E. schon immer ein mehr oder weniger schlechter Kompromiß gewesen. Akustisch wäre schon "damals" deutlich besser ein 15er passiv getrennter Subwoofer mit einem davon getrennten Top mit 8" oder besser 10" Midbass + HT auf einer Stativ Stange gewesen. Aber irgendwie wollten viele diese 15/3 Kisten haben. Technisch war man zu der Zeit auch schon in der Lage gewesen solche passiv Subwoofer Systeme zu bauen und mit Amping zu versorgen, war aber eben "nicht in" - vor allem nicht bei den Hobby Muckern & Alleinunterhaltern.

    Mama Lauda....

  • Was mir noch zum eigentlichen Thema einfällt:


    Ich habe damals auch die EV S15-3 benutzt als Keyboardmonitor oder zwei Stück als Drumfill. Das war OK und hatte den Vorteil, dass man nicht ständig Sofittenlämpchen tauschen musste.

    Ich habe tatsächlich nie die Diaphragmen der ST350 Negerlippen tauschen müssen, weil die Originale Weiche sauber durchkonstruiert war, ein sehr praktischer Vorteil. :)

  • In der 'filzlosen' Version hab ich die mal in einer kleinen Disko gesehen. Haben ihren Job gemacht, haben aber wegen einer defekten Spule auf der Weiche die Endstufe immer ans thermische Limit gebracht.
    Ansonsten hat Dynacord dieses 'Mitteleinarray' eine zeitlang favorisiert (und es hatte sicher auch einen tollen Marketingnamen).

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