KI (bzw. AI)

  • Es gibt auch Dinge, in denen ich komplett fachfremd bin und bei denen ich überhaupt keine Lust habe mir die richtigen Suchbegriffe zu überlegen.

    Habe gerade z.B. den Fall gehabt, dass ich bei 2 auf den ersten Blick identischen Geräten vom selben Hersteller die Unterschiede wissen möchte.

    Genau das hatte ich heute auch. Aus einer Laune heraus nach einer alten Nikon D3 geguckt, aber keine Ahnung was der Unterschied zwischen den Versionen D3, D3X und D3S ist. Chatgpt braucht wenige Sekunden um mir bei der Entscheidung zu helfen was mir am besten taugen würde.


    Oder die Bildersuche von Google - Bild von irgendwas machen, und man bekommt ein Recht glaubwürdiges Ergebnis welche Python oder Boa gerade vor einem über den Weg kriecht, was das für ein auffälliges Gebäude ist oder wie das vorliegende Verlegemuster von Pflastersteinen genannt wird.


    Auch welche kinderfreundlichen Ausflugsziele im Umkreis von x Kilometern empfehlenswert sind, und wie man da am besten öffentlich hinkommt oder sinnvoll parken kann.

    Soll auch Leute geben die den Rest ihres Kühlschrankinhaltes posten, und sich dann ein Rezept heraussuchen lassen, um die Reste vollständig zu verwursten.


    Ein Nachbar hat sich aus Bildern einer voll möblierten und unaufgeräumten Wohnung Fotos im unmöblierten bzw aufgeräumten Zustand erstellen lassen - dann sieht selbst die Küchenzeile aus wie frisch eingebaut.

    Zum inserieren perfekt, statt erst bis zum Auszug und Endreinigung zu warten.


    Whatever, man sollte sich nicht blind auf KI verlassen, aber auch nicht die Augen davor verschließen.

  • Heutiges LLM Vergnügen: Vorbereitung für ein Comedyfest, viele verschiedene Rider, noch mehr Mailverkehr mit Techniker und Veranstaltern. Das übliche: wer braucht jetzt genau was, welche Sachen kann man als Basisausstattung/kleinster gemeinsamer Nenner hernehmen, wo sind die Extrawürste usw… den gesamten Schriftverkehr in Chatgpt (das ist nicht erlaubt, ich weiß) und schwupps - alles schön mit bulletpoints geordnet. Wenn sich das jetzt noch selbstständig in Easyjob eintragen würd, wärs eine immense Arbeitserleichterung für meinen Alltag

  • ...dann bekommt der Künstler halt bald eine e-mail-Adresse, an die er den Rider schicken soll, der Bot wertet das aus und trägt das dann in EasyJob ein und macht die Packliste für's Lager fertig, in der dann Regal-Roboter automatisch in die Regale greifen und das Zeugs dann auf einem Wagen ablegen - somit ist der Lagermitarbeiter nur noch damit beschäftigt aus vielen kleinen Kistchen eine Transflex zu basteln und Dein Arbeitsplatz wird gestrichen *finger

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • Einige Unis fahren bzgl. KI-Einsatz bei Studenten eine aus meiner Sicht sehr pragmatische Linie: „Ihr dürft derartige Tools verwenden, aber ihr allein bleibt vollumfänglich für euer Arbeitsergebnis verantwortlich.“


    Am Ende des Tages geht es in sehr vielen Lebensbereichen (noch) nicht um „Mensch gegen KI“ sondern um „Mensch mit KI-Unterstützung gegen Mensch ohne“. Wenn ich mir anschaue, wie mächtig diese Tools schon heute mit den richtigen Prompts sind, dann weiß ich, auf welche Seite ich mich stelle. Das geht weit über „statistisch sinnvolle Wortaneinanderreihungen“ hinaus.

  • Gerade gestern gesehen,

    Da wird vom Faktor zehn (!) bei der Effektivität bei Büroarbeit gesprochen, das ist auf jeden Fall eine Ansage,

    Und wenn im Handwerk auch ein mittelbegabter Mitarbeiter eine high-tech Maschine per Sprachsteuerung bedienen kann ist das sicher auch kein Nachteil.


    Wie Künstliche Intelligenz gegen den Fachkräftemangel helfen soll
    Im Handwerk fehlen Hunderttausende Fachkräfte. Künstliche Intelligenz könnte helfen, dem Mangel entgegenzuwirken. Schon jetzt setzen auch kleine Betriebe auf…
    www.tagesschau.de


    Bei uns ist ja ein gewisser Teil der Büroarbeit zum KI-Outsourcen prädestiniert. Personalpläne, Materiallisten, Ladepläne, patchlisten, frequenz listen, ggf. kabelpläne und Aufteilung von stromverteilern, Gefährdungsanalyse und Beurteilung, Einweisungen und deren Dokumentation etc.

    Forecast/Nachbereitung für Defekt/Verlust und Nachliefermaterial nach Projektleiter/Baustelle/Location/Kunde.

    Unterstützung Einkauf/Nachkauf im mietbestand, stückelungspläne Traversen und kabelstrecken auch projektübergreifend aus dem Lagerbestand,

    Personalpläne mit Urlaub, Berufschule, Fähigkeiten, Gewerk, persönlichen Präferenzen, Überstunden etc optimieren, Logistikrouten anpassen etc.


    Und selbst wenn es nur das generieren eines Videos mit einer adretten digitalen Ansage-Lady für die Sicherheitsunterweisung ist statt dem Standard A4-Blatt das keiner liest und blind unterschreibt.

  • Ich glaube nicht, dass skyper sich dabei auf die allgegenwärtigen und kostenlosen Plaudertaschen-Pseudo-KIs bezieht, sondern eher auf dafür spezialisierte. Wenn denn der Markt dafür lukrativ genug ist…


    Der Vorteil gegenüber einem PL, der das nebenbei noch machen muss, wäre ja, dass die Software nicht schon mit etwaigen Interessenskonflikten an die Ausarbeitung gehen würde.

    Und, gerade bei jungen PLs, wäre das Hintergrundwissen ein ganz anderes - nicht nur die Theorie, sondern praktische „Erfahrungen“ in bestimmten Situationen (umgekippter Tower, Artistin deren Seilwinde versagt und aus dem Dach fällt, Helfer dem beim Truck laden ein Case auf den Kopf fällt (natürlich ohne Helm) usw.).


    Ich habe auch öfter mal mit jüngeren Projektleitern zu tun, die kennen viele dieser Geschichten gar nicht, geschweige denn, dass sie selber mal so‘n Sch… erlebt hätten.


    Es geht ja auch nicht darum, die Verantwortung einfach abzugeben (obwohl das viele gerne machen würden), sondern die unsägliche Schreibarbeit, Dokumentation etc. für einen selber zu reduzieren, sowie Denkanreize zu finden. Gerade bei den scheinbar harmlosen kleineren Projekten wie Stadtfeste etc.


    Ich habe jetzt auch öfter mal für irgendwelche Fachfragen ChatPGT oder deepseek bemüht - die Ergebnisse waren zwar meist falsch, aber oft hatte ich den positiven Nebeneffekt, dass ich an Dinge erinnert wurde, die mir gerade nicht präsent waren oder auch mal einen anderen Blickwinkel auf das Problem einnehmen konnte.

    3 Mal editiert, zuletzt von audiobo ()

  • ....also so Dinge, wie eine Gefährdungsbeurteilung oder Sicherheitsanalyse würde ich ungern an 'ne KI abgeben...


    Mein Reden. Vor kurzem gab es hier irgendwo doch eine KI-generierte "GBU" zu lesen. Die hatte leider nicht die Anforderungen an eine GBU erfüllt.

    War das auf Jahre hinweg komplett hoffnungslos,

    (DJ Sabbelbacke plant Rock am Ring und Park gleichzeitig),

    eher Themenverfehlung (LKW-Steiger im Bierzelt),

    Formfehler (weil Unterschriftenfelder oder Ansprechpartner fehlen )

    den Fokus falsch gesetzt (Prio auf Chlorgasvergiftung statt Rutschgefahr und Stromschlag im Hallenbad)

    Oder wichtige Sachen stumpf vergessen (wie es dem einen oder anderen vielleicht selbst schon passiert ist?)

    Wesen einer KI sollte ja sein zu lernen.

    Wenn das heute noch nicht perfekt ist dann vielleicht in ein paar Jahren?


    Eine KI kann ja das Grundgerüst erstellen, und aufgrund von Location, Personal- und Ladeliste Hinweise geben auf was man zusätzlich achten sollte, und die Mappe als Vorschlag zusammenstellen. Nach Freigabe kann sie daraus eine fertige Unterweisung formulieren oder als Video ausarbeiten und einen interaktiven Fragebogen oder Quiz für die Kontrolle der Unterweisung daraus erstellen, und ggf die unterschiedlichen Wissensstände oder Wiederholungsfristen berücksichtigen.


    Wenn Du schon 18 Punkte auf dem Zettel hast, und die KI noch einen 19. findet, ist das nicht zwangsweise ein Fehler. (Oder Du lässt Deine fertige Liste gegenprüfen, dann trainiert ihr beide).

    Beispiel wäre z.b. der Glasfaservorhang in der Festhalle, auf den einige Leute bei Berührung allergisch reagieren. Wenn die KI das Thema Brandschutzvorhänge/Verdunkelung auf dem Schirm hat, fragt sie zukünftig proaktiv bei den Hallen mit Verdunklungssystemen nach, und gibt dann Tips bei der Personalauswahl sofern Berührungsgefahr besteht.


    Am Ende sind die ganzen GBUs und Unterweisungen doch immer wieder ganz grob das gleiche Grundgerüst, ähnlich wie bei Arbeits- und Mietverträgen, AGBs etc, die auch mehr oder weniger Copy/Paste mit individuellen Anpassungen sind.

    (Und davon zehren dass man sich einmal richtig einen Kopf gemacht hat, und dann feinjustiert) Wenn eine KI schon mal den groben Rahmen vorgibt spart man sich zumindest viel Schreibkram.


    Manchmal ist es vielleicht auch gut wenn eine Maschine die "Ansagen" macht, ich denk nur an das nervige bimmeln im Auto wenn der Gurt nicht eingesteckt ist, oder Laster mit Waage in der Sattelplatte die nicht losfahren.

    Weniger zugedrückte Augen und so...


    Wenn sich eine KI hier einmal das Forum reinpfeift und dabei alle Beiträge von Falco auf Quellen zum Arbeitsschutz durchforstet, hätte man schon mal eine veritable Bibliothek an Sachen auf die man achten sollte, die man selbst aber ggf gar nicht im Blick hat.

    Insofern ist eine richtig eingesetzte KI sicher eine gute Unterstützung.

    (Nach Boxen oder Werdegang vielleicht lieber nicht fragen, dann hat man statistisch auf die Beiträge gemittelt urps gebaut, in den 80ern Bühnenbau gemacht und verwendet aktuell Coda 😜)


    Vielleicht wäre es auch hilfreich, wenn der Computer sich die Abläufe im Lager "neutral" ansieht - der sieht vielleicht wo die Zeit mit Laufwegen oder Warenkontrolle platt gemacht wird, welche Kistengrößen wirklich sinnvoll wären, oder ob alle 10 Meter Schukokabel in einer Gibo wohnen sollten, oder besser zwanzig Stück direkt neben den XLR-Strippen viele Laufmeter beim Packen einsparen würde.

    Oder wie man gemischte Trussdollies/Paletten/Gibos inklusive Ecken am effektivsten und sichersten stapelt etc.


    Oder das Thema Sonderbau Bühne, ist ja gerade an andere Stelle mit einem geplanten Konfigurator aufgepoppt.

    Ich glaub da geht richtig was wenn man sein Problem verbal umschreiben kann statt in feste "mechanische" Vorgaben zu packen.

  • ...falls Dein 3D-Drucker zu wenig zu tun hat und Du Zeit hast:

    T-800 skull working Jaw and eyes + more! by NWilly
    this is a t-800 skull that i modified to have a working jaw, eyes, cpu slot, and removeable cpu cover. the model is not to scale, REPEAT ITS NOT TO SCALE... to…
    www.thingiverse.com


    iron



    ...so eine Diskussion über KI ist wie Republikaner und Demokraten in den USA - kommt selten zu einem Konsens, und selten zu Überschneidungen in der Meinung...


    Ich klink' mich hiermit aus ^^

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • Kleiner Erfahrungsbericht: Open AI bietet ja mittlerweile das Modell Chat-GPT 5 an.

    Man merkt deutlich dass es probiert sich viel mehr wie ein echter Mensch zu verhalten im Bezug auf die Kommunikation.

    Ich nutze besagte KI in meinem Chemie-Studium um z.B. Themenrelevante Abschnitte in mehreren Büchern zu finden oder zum raussuchen passender Paper. Außerdem ist auch die Foto-Analyse Echt mittlerweile sehr sehr gut (z.B. Benennung von Molekülen o.ä..

    Ich muss auch immer mal wieder bestimmte Spektren analysieren und ChatGpT 5 kann da mittlerweile sehr sehr gute Vorhersagen treffen.


    Aber wie immer: wenn man nicht eh schon weiß was man tut, bringt einem das auch Nix!

  • ...so eine Diskussion über KI ist wie Republikaner und Demokraten in den USA - kommt selten zu einem Konsens, und selten zu Überschneidungen in der Meinung...

    also so extrem würde ich das jetzt wirklich nicht sehen.

    ich halte die diskussion hier durchaus für hilfreich für die eigene meinungsbilduung

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Das ist gerade wenn man fachfremd ist aber ein Problem.
    Denn die schöne Antwort kann komplett falsch sein, man kann es aber nicht erkennen. Also muß man sie überprüfen, wenn es um was geht. Dann macht man die Arbeit, die man sich eigentlich abnehmen lassen wollte, am Ende doch selbst.

  • Das sehe ich etwas differenzierter:


    Natürlich muss man bei wichtigen Dingen die Quellen überprüfen.

    Und natürlich spielt es auch eine Rolle, wie fachfremd man überhaupt ist.


    Wenn ich nicht weiss, ob man zum Haarschneiden eine Schere oder ein Messer benutzt, dann brauche ich die KI auch nicht fragen, wie ich meinen Kindern am besten die Haare schneide.

    Genauso wie einem das gucken von DIY-YouTube Videos kein handwerkliches Geschick antrainieren kann.


    Aber gerade bei dem Thema „Produktinformationen“ habe ich hier den Vorteil, dass zig Seiten von Herstellern, Händlern, öffentlichen Foren und teilweise richtigen Testberichten in Sekundenschnelle durchforstet werden.


    An der Stelle muss die Maschine nicht mal sonderlich intelligent sein, da sie nichts berechnen oder schlussfolgern soll.


    Wie gesagt, die etablierte Alternative „Fachmarktverkäufer“ liefert da nicht besser ab, ganz im Gegenteil.

    Da versuche ich aus eigenen Erfahrungen mittlerweile seit 30 Jahren einen Bogen drum zu machen. Autohändler sind auch so ein Beispiel: Wenn die z.B. nicht mal eine Antriebsschlupfregelung von einer Differentialsperre unterscheiden können.


    Und manchmal stellt uns ja sogar unser eigenes „Wissen“, oft aus 2. oder 3. Hand, ein Bein.

    Mir sind eben spontan ein paar Beispiele in den Sinn gekommen, bei denen ich aus vermeintlichem Wissen um etwas einfach blind gekauft habe.

  • nobody is perfect 😁

    erkenntnisse nach dem motto: “oh, dashab ich ja bisher echt falsch gemacht…“ kennen wir ja sicherlich alle. das gehört zum „reifeprozess“ ;)


    schlussendlich werden wir jetzt eben lernen müssen, wie wir mit den neuen technischen möglichkeiten umgehen müssen, um sinnvolle ergebnisse zu bekommen.


    so hatte ich gestern tatsächlich ein erfolgsgefühl, in dem ich das KI tool in DuckDuckGo fragte, welches bildbearbeitungsprogramm mir eine spezielle sortierfunktion bietet. und schwupps, hatte ich 6 vorschläge - und gleich der zweite hat meine idee voll getroffen.

    ohne dieses KI tool hätte ich deutlich mehr zeit in die suche investieren müssen…


    trotzdem sehe ich nach wie vor ein problem mit diesen tools - aber vor allem hauptsächlich auf der anwenderseite!!

    man weiß ja: „a fool with a tool is still a fool“

    man muss einfach immer wieder betonen, dass nicht alle ergebnisse korrekt sind.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • so hatte ich gestern tatsächlich ein erfolgsgefühl, in dem ich das KI tool in DuckDuckGo fragte, welches bildbearbeitungsprogramm mir eine spezielle sortierfunktion bietet. und schwupps, hatte ich 6 vorschläge - und gleich der zweite hat meine idee voll getroffen.

    ohne dieses KI tool hätte ich deutlich mehr zeit in die suche investieren müssen…

    Sorry, aber dazu braucht es keine KI - das kann jeder normale Suchalgorithmus heute schon.


    Zudem - Glück gehabt. Gerade in dem Bereich "Wo gibt es Feature X" halluzinieren die Dinger immer noch massiv rum.

  • Sorry, aber dazu braucht es keine KI - das kann jeder normale Suchalgorithmus heute schon.

    ok, ich kann dafür natürlich auch mit normalen suchmaschinen arbeiten. das machen wir ja schon seit einem viertel jahhundert so.

    aber ich habe dafür eben diese „KI“ lösung benutzt. da bekam ich, im unterschied zu einer normalen suchmaschine, aber tatsächlich NUR das angezeigt, was ich suchte 😁

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang