Signalproblem beim Submixer

  • Hallo und Frohe Weihnachten an alle!


    Ich hatte vor kurzem eine Band auf der Bühne deren Sound ich mischen durfte. Bei der Veranstaltung ergab sich folgendes Problem:

    Der Drummer hatte einen kleinen XENYX Mixer fürs In Ear dabei. Hier hatte er seinen Klick und ein Mono- In Ear Signal von mir per XLR Kabel drauf. Auf seinem Mix wollte er lediglich die Lead-Gitarre, Kick und Snare. Das Problem war, dass sein Signal welches er von mir bekommen hat entweder zu leise oder komplett übersteuert bei ihm ankam.


    Für die Abnahme der Kick hatte ich ein Beta 91A und ein Audix D6, die Gitarre war via DI Out direkt an der Stagebox. Die Stagebox ist ein S32 das Pult ein X32.

    Den Sub-Mix hatte ich PreFader auf den Bus gelegt, der Bus war trocken, also keine Kompression / EQ, und hatte den Mix dann direkt via XLR zum Drummer geschickt.

    Ich hatte mir den Bus auch über die Solo-Funktion auf den Kopfhörern am Pult angehört und da war noch alles in bester Ordnung und ich konnte alles klar hören.


    Was ich an dem Abend versucht hatte:

    -XLR Kabel zwischen Stagebox und XENYX tauschen

    -Low Cut und diverse EQing / Kompressions- Versuche auf dem Mix Bus vom In Ear

    -Gain am XENYX auf ein Minimum runter

    -EQing Versuche am XENYX


    Letzten Endes hat er über den vorhandenen Monitor gespielt und hatte lediglich seinen Klick auf dem Ohr.


    Habt ihr Ideen wie ich dem Problem Abhilfe schaffen kann und woran das liegen könnte?


    Während ich schreibe kam mir noch die Idee eventuell eine DI-Box in die Kette zwischen Stagebox und XENYX zu klemmen. Könnte das was bringen?


    Bin ratlos... Vielleicht weiß einer von euch schlauen Köpfen Rat und Abhilfe.


    An dem Abend war noch ein weiterer Drummer auf der Bühne der ein ähnliches Setup hatte. Ich habe ihn gefragt ob er auch Probleme hatte. Dieser meinte der Mix wäre manchmal übersteuert gewesen aber er konnte so spielen. Also ein anderes Pult in der sonst gleichen Kette hatte auch das Problem.


    Im Voraus vielen Dank!

    Grüßle

    Conner

  • guma

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Die meisten kleinen Mixer vertragen keinen Line Pegel auf dem XLR. Also DI ist sicher kein Fehler. Allerdings, wenn du die Wahl zwischen zu leise und überteuert hast, würde das ja auf einen zu unempfindlichen Eingang hindeuten. Also, eher das Gegenteil. Wenn du keinen kompletten Bock geschossen hast, liegt das Problem vermutlich außerhalb deines Pults.

    Ich nehme mal an, die Gainstruktur in deinem Pult stimmt? Also nominal um - 18dB und niemals nie 0dB.

  • XLR mit Linepegel direkt in den Xenyx rein geht nicht. Also entweder DI-Box oder symmetrischen Adapter auf Klinke und dann einen der Line-Eingänge am Xenyx nutzen. Input-Gain am Xenyx korrekt einstellen, und dann wird das auch.

  • Die meisten kleinen Mixer vertragen keinen Line Pegel auf dem XLR. Also DI ist sicher kein Fehler. Allerdings, wenn du die Wahl zwischen zu leise und überteuert hast, würde das ja auf einen zu unempfindlichen Eingang hindeuten. Also, eher das Gegenteil. Wenn du keinen kompletten Bock geschossen hast, liegt das Problem vermutlich außerhalb deines Pults.

    Ich nehme mal an, die Gainstruktur in deinem Pult stimmt? Also nominal um - 18dB und niemals nie 0dB.

    Der war passend. Hatte ja keine Probleme beim Hören aber dann häng ich da das nächste mal eine DI Box dazwischen.

  • XLR mit Linepegel direkt in den Xenyx rein geht nicht. Also entweder DI-Box oder symmetrischen Adapter auf Klinke und dann einen der Line-Eingänge am Xenyx nutzen. Input-Gain am Xenyx korrekt einstellen, und dann wird das auch.

    Check ich mal! Danke dir!

  • Ich hab mal geschaut und bin auf die Neutrik NA 2 F-J-TX gestoßen.

    Könnte die Box die Lösung meines Problems darstellen?

    Mich haben die Lösungsansätze doch sehr ans Re-Amping erinnert.

  • dieses ganze Xenyx Gezoxe ist nicht gerade für hatlbarheit bekannt. Nach ca. 2 Jahren fangen die Fader und Schalter an zu spinnen.


    Also.... während des Betriebes kräftig an den Fadern und Schaltern fummeln/wackeln/schieben und auf Lautstärkeschwankungen/Aussetzern/Zerrungen achten.

  • Ich hab mal geschaut und bin auf die Neutrik NA 2 F-J-TX gestoßen.

    Könnte die Box die Lösung meines Problems darstellen?

    Mich haben die Lösungsansätze doch sehr ans Re-Amping erinnert.

    Wozu? Du hast einen symmetrischen Line-Ausgang (XLR-Out der X32-Stagebox) und willst dieses Signal an einen Mixer übergeben. Bei den gängigen Kleinmixern à la Xenyx hast du zwei sinnvolle Möglichkeiten. Entweder du benutzt auch einen Line-Eingang oder aber einen Mikrofoneingang.


    Nimmst du einen Mikrofoneingang, brauchst du eine DI-Box, die Impedanz und Pegel auf ein für diesen verträgliches Maß bringt. Sollte die DI-Box keinen XLR-Eingang haben, brauchst du dafür einen Adapter XLR female auf unsymmetrische Klinke.


    Nimmst du einen Line-Input, brauchst du erst mal keine DI. Da die Line-Inputs bei diesen Kleinmixern aber meistens als symmetrische Klinke vorliegen, brauchst du einen Adapter XLR female auf symmetrische Klinke.


    Für den Fall, dass du einen XLR-Eingang als Line In verwenden kannst (oft möglich, wenn der Mixer ein 20dB-Pad im Eingang hat - haben diese Kleinmixer aber in den seltensten Fällen), brauchst du nur das Kabel.


    Die Massetrennung, die ein Übertrager ermöglicht, brauchst du nur, wenn es brummt. Der Übertrager ermöglicht es dir aber nicht, das Line-Signal der Stagebox in einen Mikrofoneingang einzuspeisen. Der Pegel wäre immer noch viel zu hoch.


    Dein Problem war deiner Beschreibung nach aber ein Pegelproblem. Also sorge erst mal dafür, dass du den korrekten Eingang benutzt. Sollte es dann noch Probleme geben, kommen DI-Box oder Line-Übertrager ins Spiel.

  • War das ein Funk-In Ear, oder ein InEar per Kabel am Kopfhöhrer-Out des Behringer Mixers?

    Bei letzterem könnte es ja sein, dass der Kopfhöhrer Out einfach gar nicht die notwendige Spannung bereit stellen kann um am InEar adequaten Pegel zu erzeugen.

    Das gabs ja früher an den günstigeren Livepulten am Kopfhöhrer-Out auch reihenweise, dass der Pegel der dort rauskam maximal für einen wirkungsgradstarken Sennheiser HD25 reichte, oder sogar noch bei diesem echt wirkungsgradstarken/niederohmigen Kopfhöhrer zu gering war um Live da irgendetwas herauszuhöhren.

    Viele Grüße,
    Fux

  • Die meisten IEM hörer haben doch ohnehin einen so guten Wirkungsgrad, dass so gut wie jeder Kopfhörerausgang funktioniert oder?

    Einige IE Hörer haben eine Impedanz von 20 Ohm und tiefer!

    Die meisten günstigen Kopfhörer Verstärker wollen aber min. 25 Ohm oder mehr. Das könnte hier auch der Fall gewesen sein.


    Ich würde wie schon geschrieben auf Klinke Symmetrisch adaptieren.

    Damit benötigt man keine DI Box und man umschifft das Problem der +48V bei Fehlbedienung.

    Bei z.B. zusätzlichen Kondensator Atmos auf dem IE Pult wird die ja benötigt und lässt sich auf den kleinen Pulten meist nur für alle Kanäle Gesamt schalten.


    Wenn das nicht hilft einfach mal nen HD25 ausprobieren.


    Viel Erfolg