Umfrage Errichterprüfung 2025

  • Wir haben ein Messgerät, prüfen aber nicht so häufig wie wir sollten. Bei bekannten Aufbauten mit unserer eigenen Verkabelung machen wir hin und wieder Stichproben. Die Hausinstallation wird durch externe Firmen geprüft. Der neuere Elektrofachbetrieb dafür ist da zum Glück auch nicht so schludrig wie seine ganzen Vorgänger - die meisten Unterverteilungen sind letztes Jahr nämlich durchgefallen. Aus verschiedensten Gründen, die meisten hätten seit mindestens 10 Jahren behoben gehört. So hat man aber jetzt wenigstens endlich einen Grund zur Sanierung, und damit zum Einbau von RCDs. Von denen gibt es nämlich fast keine im ganzen Haus (Eröffnung 1987) und wir behelfen uns mit einem Case voll Einsteck-RCDs für CEE und Schuko.

    Protokollieren tun wir aber auch selten - im Sinne von - nur für das Azubiprojekt.


    Selber bin ich keine Elektrofachkraft, ich hatte noch die alte Prüfungsordnung und sehe für mein tägliches Arbeiten kein Grund darin, die SQQ für mich nachzuholen. Dafür haben wir zwei Elektrofachkräfte, einer mit Elektrikerausbildung, der andere FfVT nach neuer Prüfungsordnung.

    Wie ich messe und wie ich die Werte zu interpretieren habe weiß ich deswegen genauso. Ich kann halt keine selbsthaltende Schützschaltung aus dem FF selber verdrahten und müsste mich erst wieder einlesen... Da das aber nicht zu meinen Tätigkeitsfeldern zählt dürfen das gerne die dafür bestellten Fachkräfte.


    Noch nie habe ich von einer externen Produktion bei uns eine Errichterbescheinigung bekommen, dafür hat ja auch niemand Zeit.

  • Naja das spielt sich bei uns in die Hände:

    Bei euch ist aber halt nicht überall ;)


    Kurze Antwort: Du hast Gerät mit Strom? --> Ja --> Du brauchst Elektrofachkraft!

    Danke. Mit dem Satz hast du meine Wahrnehmung des Ganzen zu 100% bestätigt.


    Meine weiteren Gedanken und Kommentare dazu bzgl. Klein(st)unternehmerfreundlichkeit erspare ich euch jetzt mal an der Stelle...

  • schade das keien mehrfachauswahl möglich ist.


    bei großen fliegenden Bauten wird lückenlos gemessen. sonst nach Lust und Zeit. wenn der Kunde das will, so wie so, aber dann zahlt der auch andere Stundensätze. auch wenn ich "wenig" messe, so messe ich doch gefühlt mehr als die meisten. Und ich den Installationstester eigentlich immer im Auto. wenn also eine Grenzsituation abzusehen ist oder das optisch schon alles schlimm ist, wird gemessen.

    Gemessen wird: der Netzinnenwiederstand und der Schleifenwiederstand über PE und dann noch die Auslösezeit der FI.

  • Bei euch ist aber halt nicht überall ;)

    Mit "uns" meinte ich die Veranstaltungstechnik , also doch :S

    Meine weiteren Gedanken und Kommentare dazu bzgl. Klein(st)unternehmerfreundlichkeit erspare ich euch jetzt mal an der Stelle...

    Ja das ist vielleicht ein neues Thema, allerdings verstehe ich den Ansatz im Sinne von "Kleinstunternehmerfeindlichkeit" nicht. Das was dahinter steht ist ja das Menschen die Lebenszeit gegen Geld tauschen sich während dieser Tauschdauer(aka Arbeitszeit) nicht Verletzten oder gar Sterben nur weil ein Unternehmer zu geizig war sie richtig zu Schützen.

    Gruß

    Felix


    Unbefugte sind nicht befugt Unfug zu treiben.

    Der Befugte

  • Mir fehlt die Option "Ich lasse messen" (mir persönlich fehlt die Qualifikation)

    Aber das sagt ja nichts über die Häufigkeit aus. Ich lasse messen kann ja auch "bei jedem aubau" oder "wenn der Kunde es fordert" sein.


    Inhaltlich ist mir in dieser Umfrage egal wer misst.

    Gruß

    Felix


    Unbefugte sind nicht befugt Unfug zu treiben.

    Der Befugte

  • Ja das ist vielleicht ein neues Thema, allerdings verstehe ich den Ansatz im Sinne von "Kleinstunternehmerfeindlichkeit" nicht. Das was dahinter steht ist ja das Menschen die Lebenszeit gegen Geld tauschen sich während dieser Tauschdauer(aka Arbeitszeit) nicht Verletzten oder gar Sterben nur weil ein Unternehmer zu geizig war sie richtig zu Schützen.

    Mitarbeitende und Unbeteiligte vor Stromunfällen zu schützen ist ja durchaus richtig. Ob die Maßnahmen und Vorgaben, die dafür teilweise herangezogen werden, aber zu einer signifikanten Erhöhung der Sicherheit führen, ist fraglich. Hier sind ganz viele Interessen im Spiel, die über die reine Sicherheit hinausgehen.

  • Wissenswert dabei: Durch die Schaffung der SQ Q1 und der neuen Ausbildungsordnung hat man erst die Anforderungen des VDE erfüllt und nur dadurch dürfen wir in der VT überhaupt den Elektrikern regulatorisch gesehen "Arbeit wegnehmen"

    Und besser noch, wenn den Vortrag des VPLT auf der Huss Expo noch richtig in Erinnerung habe, seit letztem Jahr sind wir Veranstaltungstechniker für unseren Bereich elektrotechnisch selbstreguliert - sprich der VDE funkt nicht mehr bei jeder Normung dazwischen, solange sie nur unseren Bereich betrifft.


    Das hat man sich durch die Fokussierung auf die Elektrofachkraft in der Ausbildung geschaffen.

    Dass das für mindestens 50% unseres Berufsbildes vollkommen irrelevant und nur Mittel zum Zweck ist ist aber die andere Wahrheit.

  • Mitarbeitende und Unbeteiligte vor Stromunfällen zu schützen ist ja durchaus richtig. Ob die Maßnahmen und Vorgaben, die dafür teilweise herangezogen werden, aber zu einer signifikanten Erhöhung der Sicherheit führen, ist fraglich. Hier sind ganz viele Interessen im Spiel, die über die reine Sicherheit hinausgehen.

    So Funktioniert Normung eben, dort sitzen in den Gremien auch Interessenvertreter der Hersteller.


    Noch ein Punkt für die Fachkraft. Diese kennt alle Einschlägigen Normen, allerdings verbietet niemand von diesem Abzuweichen wenn das Schutzziel auch durch andere Maßnahmen erreicht wird. Deshalb gibt es ja das Mittel der Gefährdungsbeurteilung.

    Aber das wichtigste ist Verantwortung übernehmen für das was man tut und es entsprechend begründen können!

    Das ist was für mich eine Fachkraft ausmacht, sie entscheidet selbst wie sie die ihr übertragenen Aufgaben umsetzt. Dafür muss man aber die Einflussfaktoren kennen und das sind eben auch die anerkannten Regeln der Technik zu denen auch Normen Zählen. Warum wird das so verteufelt? Die Normen geben uns das Grundgerüst zum handeln.

    Gruß

    Felix


    Unbefugte sind nicht befugt Unfug zu treiben.

    Der Befugte

  • Ich verstehe auch ehrlich gesagt gar nicht warum das hier eine Grundsatzdiskussion angestoßen hat?!


    Also ich finds interessant keine Frage, hab damit aber nicht gerechnet. corn*

    Gruß

    Felix


    Unbefugte sind nicht befugt Unfug zu treiben.

    Der Befugte

  • Felix Z


    1) Nicht jeder Gewerbetreibende hat so viel mit E-Technik zu tun wie wir VAT-Heinis. „Geräte“ hat aber jeder.

    2) Solche Infos bekommt man ja nicht gerade bei der Gewerbeanmeldung frei Haus geliefert, sondern wird - wenn man Glück hat - irgendwo mal vermittelt oder man muss es sich proaktiv erarbeiten.

    Ausserhalb dieses Forums habe ich z.B. noch nie davon gehört. (Ist ja diesbezüglich auch nur wie der Tropfen auf den heissen Stein - im Moment sind sehr viele Gewerbetreibende recht angepisst vom aktuellen bürokratischen Aufwand der an allen Ecken anfällt.)

    3) Sehe ich einfach ein Problem in der Verhältnismässigkeit: Ich behaupte mal als Kleingewerbler mit minimalen Verantwortungssinn kann man schon alleine per Sichtprüfung die wichtigen Klopper* aus dem Verkehr ziehen.

    Und solange jeder Dubbel schlechte CEE-Verteiler und Schuko-Verlängerungskabel, die ohne Aderendhülsen konfektioniert wurden, im Baumarkt kaufen kann wirkt das alles eher scheinheilig.



    *die ich im übrigen vor allem von folgenden 3 Nutzergruppen kenne: grosse Rentalcompanys , Vereine/Private und Elektriker

  • (Ist ja diesbezüglich auch nur wie der Tropfen auf den heissen Stein - im Moment sind sehr viele Gewerbetreibende recht angepisst vom aktuellen bürokratischen Aufwand der an allen Ecken anfällt.)

    Wie so häufig wenn vom aktuellen bürokratischen Aufwand geredet wird ist das aber alles nichts Neues, es hat sich jahrzehntelang nur niemand drum geschert.

    Vor 40 Jahren wurde man womöglich noch schief angeschaut, wenn man Sicherungsseile und PSAgA wollte, vor 20 Jahren wenn das Sicherungsseil auch noch möglichst kurz, ohne Schäden, mit Kettenmitglied sein sollte, vor 15 Jahren wenn das Seil nicht mehr Kunststoffummantelt sein dürfte, vor 10 Jahren wenn eine Plakette drauf sein musste usw.

    In unserer Branche lernt man grundlegende Dinge nicht durch Unfälle, sondern durch Zwang - die Location zwingt, die abnehmende Person zwingt, der Techniker der Band oder sonst wer.


    Ich als Hallentechniker stecke immer in einer Zwickmühle. Ich bin anderen Firmen gegenüber nicht direkt weisungsbefugt, trage aber trotzdem die Verantwortung mit. Also muss man es auf die menschliche Schiene fahren und manchmal auch den gesunden Menschenverstand walten lassen.

    Ich habe einige Produktionen, denen sage ich vor Ort das geht so nicht, biete Ihnen meistens gratis Ersatz an wenn Gefahr in Verzug ist. Oder ich weise gleich drauf hin wenn eine vertretbare Gefährdung entsteht, beim nächsten Mal so nicht mehr und notiere mir das zu den Akten. Dann gibt's in der Kommunikation beim nächsten Mal gleich von uns den Hinweis, bitte den Makel vom letzten Mal nicht wieder machen, diesmal wird's nicht durchgewunken.

    Dann funktioniert das meistens auch.

  • 1) Nicht jeder Gewerbetreibende hat so viel mit E-Technik zu tun wie wir VAT-Heinis. „Geräte“ hat aber jeder.

    Dafür gibt es ja Dienstleister die die Prüfungen für dich Übernehmen?

    Absetzbare Betriebsausgaben.

    2) Solche Infos bekommt man ja nicht gerade bei der Gewerbeanmeldung frei Haus geliefert, sondern wird - wenn man Glück hat - irgendwo mal vermittelt oder man muss es sich proaktiv erarbeiten.

    Wilkommen in der Welt der Verantwortung. Natürlich muss man sich selbst mit den Themen auseinandersetzen die einen betreffen. Man kann sich aber natürlich entsprechend Hilfe holen, z.b. bei der IHK, den Berufsgenossenschaften, Vereinen, e.t.c. .

    Oder man hat gewisse Dinge in seiner Berufsausbildung oder einer Weiterbildung gelernt. Was erwartest du denn? Das jemand kommt und dich an die Hand nimmt?


    Kaufst du dir auch ein Handy und beschwerst dich das keiner kommt und dir die Funkionen und wie man es lädt erklärt?


    Und solange jeder Dubbel schlechte CEE-Verteiler und Schuko-Verlängerungskabel, die ohne Aderendhülsen konfektioniert wurden, im Baumarkt kaufen kann wirkt das alles eher scheinheilig.

    Verstehe die Aussage nicht?

    Diese Fehler würden ja bei einer Prüfung auffallen? Und außerdem sind diese Baumarktartikel selten für den gewerblichen Einsatz geeignet, was dann ebenfalls bei der Prüfung auffallen würde.


    die wichtigen Klopper*

    die ich im übrigen vor allem von folgenden 3 Nutzergruppen kenne: grosse Rentalcompanys , Vereine/Private und Elektriker

    Was meinst du damit?

    Gruß

    Felix


    Unbefugte sind nicht befugt Unfug zu treiben.

    Der Befugte

  • Wir haben eigene Messgeräte, und nutzen diese überwiegend bei größeren Veranstaltungen, also im Prinzip dort, wo das Gefahrenpotential größer ist. Traversen mit Splinten, das mögeb Kabel nicht so gerne und gererell sind bei größeren Sachen die Kabelwege länger und die höhre Anzahl an Kabeln ist erhöht natürlich die Fehlermöglichkeit. Also RCD messen, Schutzleiterwiderstand, Schleifenimpedancemessung... Mal ehrlich.. So ewig lange dauert das mit den passenden Geräten ja nunmal auch nicht. selbst ne kleine Iso-Messung von Verteiler zur Unterverteilung ist da noch drin...


    Bei Kleinkram wie 2 DJ-Türmchen oder eine Truss auf Lift machen wir das nicht...

    Aber zumindest haben wir genügend PE-Auf Schuko Adapter dabei für so kleine Sachen...

    Alles andere bekommt eh direkt 25mm² und fertig.



  • Ich möchte ja ungerne was gegen Aderendhülsen sagen, benutzt habe ich die aber auch schon ewig nicht mehr, CEE ist mit Federklemme, Schuko ist mit Schraubklemme (Metallplättchen das die Adern klemmt, nicht die schraube), Powercon TR ebenfalls.



    Also Aderendhülsen bitte nicht als Maßstab nehmen, in vielen fällen darf man diese nichtmal verwenden.

  • Dafür gibt es ja Dienstleister die die Prüfungen für dich Übernehmen?

    Absetzbare Betriebsausgaben.

    In diesem Faden geht es doch immer noch um das "Errichten von elektrischen Anlagen", oder nicht?


    Ich habe ja nicht mal was gegen die Betriebsmittelprüfung gesagt - aber was, wenn ich mir noch eine (womöglich ungeprüfte) Steckdosenleiste ausleihen muss?

    Gilt in dem Moment wieder das hier?

    Kurze Antwort: Du hast Gerät mit Strom? --> Ja --> Du brauchst Elektrofachkraft!



    Natürlich muss man sich selbst mit den Themen auseinandersetzen die einen betreffen. Man kann sich aber natürlich entsprechend Hilfe holen, z.b. bei der IHK, den Berufsgenossenschaften, Vereinen, e.t.c. .

    Oder man hat gewisse Dinge in seiner Berufsausbildung oder einer Weiterbildung gelernt.

    Bist du selbstständig bzw. selber Unternehmer? Weisst du abschliessend über wie viele Themen du dich als solcher informieren musst? Ich nicht, ich mach das jetzt seit >20Jahren und es kommt immer wieder was hinzu, nicht alles davon ist neu.

    Als ich angefangen habe, wurde man z.B. noch an allen Ecken gefragt, ob man mal eben den 7.5tonner auf die andere Seite der Stadt fahren kann. Klar, der Führerschein dafür ist ja da, warum sollte ich das nicht dürfen...? Der (auch selbstständige) Kollege, der den Job schon seit 15 Jahren macht, macht das ja ebenfalls... (In beiden Fällen weder eigener LKW, noch eigenes Material). Ist dann erst bei Einführung der digitalen Fahrtenschreiber bei allen angekommen, dass das gar keine so tolle Idee ist.



    Nochmal, es geht nicht nur um Geschäftsfelder welche direkt mit Elektrik (so viel zum Thema Berufsausbildung) zu haben aber grundsätzlich von solchen Bestimmungen/Normen etc. in dieser Formulierung ebenfalls betroffen sind. (Und da wird auch munter im Baumarkt eingekauft.)


    Ich behaupte mal, dass man sich dieser Problematik durchaus bewusst ist und die "Dunkelziffer" der non-konformen Anwendungen im Kleinanwenderbereich einfach hinnimmt. Aber wenn mal was ist, dann hat man es wenigstens aufgeschrieben um selber als Normierungsinstitut oder wer auch immer die Texte fabriziert hat nicht in Erklärungsnot zu geraten.




    Wilkommen in der Welt der Verantwortung.

    ...

    Was erwartest du denn? Das jemand kommt und dich an die Hand nimmt?

    Kaufst du dir auch ein Handy und beschwerst dich das keiner kommt und dir die Funkionen und wie man es lädt erklärt?

    Mit polemischen Kommentaren kommen wir nicht weiter.

    Beim Handy beispielsweise muss man vor allem wissen, dass man Elektronik nicht im Hausmüll entsorgen darf. Das gilt aber für jeden, auch privat, und ist deshalb als Grundwissen verankert. Ach und auf der Verpackung hat es sogar ein extra Symbol dafür. In welchen Kübel genau das reinkommt, da hilft dann das Personal des örtlichen Entsorgungshofes gerne mit einem entsprechenden Hinweis.

    Na gut, in der Anwendung kommen wir dann schnell zu solchen Punkten wie der DSGVO, aber das Thema ist insgesamt auf einer viel breiteren Ebene relevant und somit bekannt, weil man sich auch abseits eines bestimmten Fachbereiches darüber unterhält.



    Also Aderendhülsen bitte nicht als Maßstab nehmen, in vielen fällen darf man diese nichtmal verwenden.

    Das Beispiel ist schon ein paar Tage alt (hier gibt's keine Schukokabel im Baumarkt), die wären damals aber bei dem angebrachten Stecker tatsächlich ratsam gewesen. Ich hab den schliesslich nicht zum Spass aufgeschraubt (übrigens rein privat - formell darf ich das ja gar nicht).

  • ich hoffe ja sehr, dass die kommende regierung ihre versprechen einhält, und die regulierungen wieder auf ein erträgliches maß zurückfährt. stichtwort: bürokratieabbau - das haben ja ausnahmslos alle parteien versprochen! ;)


    und dann hoffe ich, dass wieder der verstand mehr zum tragen kommt: also nicht stur nach irgendwelchen kryptischen DIN vorgaben, sondern nach maß und verstand arbeiten. so wie in den jahrzehnten zuvor - in meinem umfeld ist es z.b. in 40 jahren noch nie zu einem elektrischen problem gekommen, bei dem menschenleben gefährdet waren.

    schwarze schafe, die mit ausgefransten kabeln und halb-defekten steckdosen hantieren, wird es weiterhin geben! die gibt es auch trotz DIN.


    aber die anderen, die verantwortungsvoll mit ihrem material umgehen und das technische grundwissen besitzen, was strom ist und was er bei fehlbehandlung anrichtn kann, die dürfen einfach nicht weiter mit solchen regelwerken belastet werden.

    verantwortung kann auch getragen werden, wenn es gerade keine DIN norm dafür gibt.


    meine meinung dazu.



    zusatz:

    ich prüfe meine geräte und kabel jährlich mit meinem Benning 725 testgerät - für meine eigenen geräte. in den hallen, in denen ich fest angestellt bin, macht das ein kollege mit einem großen testgerät (typ weiß ich gerade nicht). der ist dann zwei wochen beschäftigt, bis er mit allem durch ist.

    aber vor ort, nachdem ich eine anlage aufgebaut habe, mache ich nur noch sichtprüfungen - und vor dem einstecken in eine fremde steckdose, die ich nicht kenne, nutze ich ein normales messgerät zur überprüfung der spannungen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • In diesem Faden geht es doch immer noch um das "Errichten von elektrischen Anlagen", oder nicht?

    Tut es das? iron



    aber was, wenn ich mir noch eine (womöglich ungeprüfte) Steckdosenleiste ausleihen muss?

    Gilt in dem Moment wieder das hier?

    Dann gilt wie immer das du als Unternehmer für deine genutzen Arbeitsmittel eine Gefährdungsbeuurteilung erstellen musst. Genau so wenn du dir z.B. eine Leiter leihst. Das ist ja aber Theorie und Praxis.


    Bist du selbstständig bzw. selber Unternehmer? Weisst du abschliessend über wie viele Themen du dich als solcher informieren musst? Ich nicht, ich mach das jetzt seit >20Jahren und es kommt immer wieder was hinzu, nicht alles davon ist neu.

    Ich bin neben meinem Hauptjob als Festangestellter Techniker in einer kleinen 5000er Mehrzweckhalle noch als Kleinunternehmer unterwegs, ja. Ich bin mir also der Herausforderungen durchaus bewusst und habe mich z.B. zuletzt mit dem Thema E-Rechnung auseinandergesetzt.

    Und ich kann für mich behaupten das ich ganz gut über die mich betreffenden Themen Bescheid weiß. Zum Teil tatsächlich durch die Fachkraft-, bzw. Meisterausbildung (beides VT, der "neue" Meister) aber auch durch meine IHK, die hat sehr gute Infomaterialien und bietet auch teils Kostenfreie Seminare an. Außerdem Newsletter von denen und von der DGUV um auf dem neusten Stand zu bleiben. Kann ich wirklich nur empfehlen. Was ich nicht selber kann wie die E-Rechnung vergebe ich halt fremd, sprich ein Programm kaufen das das kann. Diese Betriebskosten muss man halt entsprechend umlegen, ist doch kein Hexenwerk.


    Ich kann deine Ausführungen sehr wohl nachvollziehen, teile, bzw. Verstehe diese Unternehmer-Opferolle aber absolut nicht. Wenn ich in Deutschland und Europa Unternehmer sein will habe ich Rechte und vor allem Pflichten. Im Zweifel kosten die Pflichten halt immer Geld. Wem das nicht passt und das ändern möchte muss sich eben selber politisch engagieren, in Verbände eintreten oder im Ausland seine Geschäfte verrichten (Pun intended) .


    Als ich angefangen habe, wurde man z.B. noch an allen Ecken gefragt, ob man mal eben den 7.5tonner auf die andere Seite der Stadt fahren kann. Klar, der Führerschein dafür ist ja da, warum sollte ich das nicht dürfen...? usw. Der (auch selbstständige) Kollege, der den Job schon seit 15 Jahren macht, macht das ja ebenfalls... (In beiden Fällen weder eigener LKW, noch eigenes Material). Ist dann erst bei Einführung der digitalen Fahrtenschreiber bei allen angekommen, dass das gar keine so tolle Idee ist.

    Achtung Polemik:

    Und wenn alle von der Brücke springen springst du hinterher?


    Sorry aber das Beispiel ist genau das was ich mit Verantwortung meine, nicht nur einfach tun weil das machen alle so sondern eigene Entscheidungen treffen aufgrund von Wissen und Erfahrung, abgestimmt auf die eigene Situation und das Arbeitsumfeld.

    Für "das machen alle so", also Entscheidungen von anderen deren Einflussfaktoren ich nicht kenne, kann ich als Mensch, bzw. Unternehmer mit gesundem Verstand doch nicht ernsthaft Verantwortung übernehmen? Womöglich noch zu Lasten von Mitarbeitenden die auf mich angewiesen sind. Also ja kann ich schon machen, ist halt nur scheiße und nicht wirklich Verantwortubgsbewusst.

    Meine Meinung.

    Mit polemischen Kommentaren kommen wir nicht weiter.

    Doch, die sind super um Reaktionen zu provozieren. :P


    Nochmal, es geht nicht nur um Geschäftsfelder welche direkt mit Elektrik (so viel zum Thema Berufsausbildung) zu haben aber grundsätzlich von solchen Bestimmungen/Normen etc. in dieser Formulierung ebenfalls betroffen sind.

    Das Geräte nach DGUV V3 geprüft werden müssen ist durchaus auch in anderen Branchen bekannt.

    Gruß

    Felix


    Unbefugte sind nicht befugt Unfug zu treiben.

    Der Befugte