Produktionsmitarbeiter aus großer Höhe tödlich verunglückt

  • Und dann wird man wieder blöd angemacht wenn man was sagt.


    Letzte Woche erst wieder zwei Messebauer aus dem Steiger geworfen nachdem da ohne Sicherung auf dem Geländer rumgetanzt wurde.


    Übermenschenrigger die meinen das geht auch ohne Gurt.

    Oder fliegende Motoren, weil man das ja allein, einhändig in 25m Höhe kann.


    Oder eben Lifte ohne ausreichende Abstützung, am besten noch manipuliert.


    Wenig bis kein Mitleid.

  • [...]

    Ein 53-jähriger Produktionsmitarbeiter stürzte am Vormittag bei Aufbauarbeiten mehrere Meter in die Tiefe und erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen.

    Gegen 9 Uhr ereignete sich der Unfall: Der Mann war nach Angaben der Polizei mit Arbeiten auf einem Hubsteiger beschäftigt. Ersten Erkenntnissen zufolge waren nur drei der vier Stützarme des Geräts ausgefahren. Als sich der Steiger drehte, kippte er um – der Arbeiter stürzte sieben Meter in die Tiefe. Experten der Landesdirektion Sachsen untersuchten bis zum Nachmittag die Unfallstelle, um die genaue Ursache zu klären.

    [...]

    Ich kenne drehbare Hubarbeitsbühnen mit vier Stützen eigentlich nur als Anhänger-Arbeitsbühnen. So etwas habe ich auf noch keiner Indoor-Produktion gesehen.

    Oder der Artikel ist falsch...

  • Ich kenne drehbare Hubarbeitsbühnen mit vier Stützen eigentlich nur als Anhänger-Arbeitsbühnen. So etwas habe ich auf noch keiner Indoor-Produktion gesehen.

    Oder der Artikel ist falsch...

    Jeder Lkw-Steiger hat vier Stützen, auch die hat man schon Indoor gesehen.


    Egal wer da Bockmist gebaut hat - es ist eine Scheißnummer für die Hinterbliebenen und die Kollegen vor Ort. Mein Beileid.

  • wenn da nicht alle stützen ausgefahren wurden

    fährt das Ding eigentlich auch nicht bis in 7m Höhe. Also wurde manipuliert. Einen Defekt würde ich als Branchenkenner mal als recht unwahrscheinlich erachten (gerade die Einmann Lifte Genie / Böcker mit manipulierten Kontakten ... man kennt sie), zumal da ohnehin die Hydraulik versagen müsste, was durch eine massive Sauerei auffallen würde. Eine Abstützung fällt nicht einfach ab. Außerdem werden die Geräte (außer bei Mateco ... ) regelmäßig überprüft und sind in der Regel in gutem Zustand.

  • Ich kenne drehbare Hubarbeitsbühnen mit vier Stützen eigentlich nur als Anhänger-Arbeitsbühnen. So etwas habe ich auf noch keiner Indoor-Produktion gesehen.

    Auch Raupenbühnen sind, bei eingeschränkter Bodenbelastbarkeit i.V.m. Lastverteilerplatte oder bei schmalen Zugängen, Indoor immer wieder anzutreffen.


    Wobei jede nahezu jede halbwegs aktuelle Arbeitsbühne mit Stützen eine ziemlich restriktive Unterlasterkennung an den stützen hat und eher zu früh als zu spät abschaltet. Manchmal ziemlich nervig, aber gut so


    Bei der Höhe kommt auch ein Personenlift, der ausgefahren und mit lose gekurbelten Füßen oder herausgenommenem Ausleger rumgeschoben wurde in Frage.


    Kategorie "ich muss aber noch etwas näher in die Ecke, nimm mal den Fuß raus und schieb mich. Wo wills denn hin?"

    Nur zwei Dinge sind unendlich, das Weltall und die Dummheit der Menschen, beim Weltall bin ich mir jedoch nicht sicher. (Albert Einstein)

  • Da steht "Stützarm nicht ausgefahren", deswegen kann der Steiger ggf. trotzdem aufgestempelt gewesen sein. Hält dann nur in dieser Ausrichtung weniger.

    Dann sagt aber jedes halbwegs moderne Gerät: Nö, hier nicht mehr. Habe 2024 mit einigen Bühnen Weihnachtsbeleuchtung installiert, die waren alle intelligent genug um das zu verhindern, wenn es eine entsprechende variable Abstützung gab.


    Die Anhängerbühnen mit fixer Spinne haben Sensoren. Wenn nicht abgestützt, dann fährt da nix.

  • Es war keiner von uns dabei. Damit ist das hier alles Kaffeesatz leserei.

    Wir wissen nicht mal ob der Journalist alles verstanden hat und es dann korrekt wiedergegeben hat.

    Mein Beileid an die Hinterbliebenen




    wir sollten insgesamt hier mal aufhören, bei solchen dingen rumzuspekulieren. das ist dem Opfer in keinem fall angemessen.

    ... und dieses Attitüde das man bestimmte dinge ja nie tun würde ist auch eine völlig sinn freie Floskel!

  • Oh je, ich bin ja hauptberuflich Elektroinstallatuer.

    Arbeiten mit einem Steiger hatte ich öfter.

    Im Steiger ohne Höhensicherung...hat mir mal einen schönen anschiß vom Sicherheitsmann der Firma eingebracht.

  • ich habe vorgestern die größte giraffe meines Lebens gesehen. die hatte einen massiven kranarm, der mehrfach ausfahrbar war und dann konnte man die Gondel noch zusätzlich sicher 10m zur seite ausfahren. da haben 2 mann mobilfunkantennen geseviced. der einzige mit Sicherung war person nr 3, das war der Bediener. zu allem Überfluss hatten die dann auch noch was längliches dabei, so das der Korb an einer seite offen war.

  • Meinen Schein habe ich auf 'ner 18Meter Giraffe gemacht - da gehört schon Respekt und Vertrauen in die Technik mit rein :)


    ...und natürlich die PSAgA

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • eben. die ganzen mutmaßungen, die es hier in solchen fällen ja oft gibt, bringen ja niemanden weiter.

    was am ende nur zählt, sind fakten. und die haben wir meistens ja gar nicht, oder nur sehr rudimentäre infos.


    trotzdem sollte man solche vorfälle natürlich nicht gleich ignorieren.

    denn etwas positives kann man daraus immer ziehen: mehr auf die sicherheit zu achten!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • was am ende nur zählt, sind fakten. und die haben wir meistens ja gar nicht, oder nur sehr rudimentäre infos.


    trotzdem sollte man solche vorfälle natürlich nicht gleich ignorieren.

    es geht hier nicht ums ignorieren. da wir eben nichts konkretes wissen, haben wir letztlich wenig nutzen von der ganzen Geschichte. auch auf das persönliche verhalten hat das deswegen eben wenig Veränderung !

  • eben. die ganzen mutmaßungen, die es hier in solchen fällen ja oft gibt, bringen ja niemanden weiter.

    was am ende nur zählt, sind fakten. und die haben wir meistens ja gar nicht, oder nur sehr rudimentäre infos.

    Was ein ganz großer Verlust für alle ist. Arbeitsunfälle sollten aufgearbeitet und die Erkenntnisse veröffentlicht werden. Und ich meine nicht im Sinne des Findens eine schuldigen Person, sondern im Sinne des Findens der Ursachen und wie solche Dinge vermieden werden können. Und dann merkt man oftmals, dass sich solche Unfälle nicht einfach auf "vorsätzliches, grobes Fehlverhalten" reduzieren lassen.