B&C Sub18 mit 18NBX100 anstatt 18SW100?

  • Hallo zusammen,


    ich spiele gerade mit dem Gedanken den B&C Sub18 nachzubauen, welcher bereits relativ weit verbreitet ist.

    Bauplan


    Am weitesten verbreitet ist der Bau mit dem 18SW100. Ich würde jedoch gerne den 18NBX100 verbauen, da dieser bei weitem günstiger ist. (Dafür minimale Abstriche in der Belastbarkeit)

    Laut Simu sollte dieser fast identisch spielen.


    Hat jemand schon Erfahrungswerte in diesem Gehäuse?


    Viele Grüße

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  • hell&dunkel

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    Hier die Simulation:


    schwarz = 18SW100

    rot = 18NBX100



    Fazit:

    Für eher höhere Trennung zum Top ist der 18NBX100 etwas besser geeignet.

    im Bereich von gut 50 Hz erreichen beide Chassis Ihr X-max vor dem Erreichen der elektrischen Belastbarkeit.

    Hierbei kann der 18SW100 bei knapp über 50 Hz um etwa 2 dB lauter, als der 18NBX100 und kommt hier am Boden stehend auf ca. 127 dB bei etwa 1,4 kW Leistung.

    Der 18NBX100 kommt bei knapp über 50 Hz auf ca. 125 dB bei etwa 800 W.


    Auf der Tuningfrequenz können beide Chassis natürlich lauter, da dort der Membranhub ja maximal bedämpft ist. Hier können sie bei voller Ausnutzung ihrer elektrischen Belastbarkeit (sofern überhaupt so viel Endstufenleistung vorhanden) beide etwa 130 dB.


    Wichtig ist natürlich wie bei allen Bassreflexkonstruktionen einen Hochpass als Subsonicfilter knapp unterhalb des Tunings zu setzen, da dort die Bedämpfung der Membran durch das Bassreflextuning rapide abnimmt.



    Viele Grüße,

    Viele Grüße,
    Fux

  • Nur als Anmerkung, nicht als Kritik:


    Mir wäre das Gehäuse mit 183 L netto zu unhandlich.


    Ich würde eher den B&C 18DS100 in 110L sperren und etwas höher auf ca. 40Hz tunen.

    Das sähe dann so aus:




    Gerät bis 3 kW in seinem Nutzbereich nirgends über das X-max und hat so ohne Einbrüche im Maximalpegel am Boden stehend max. 130 dB, bei für einen 18"er sehr kompaktem Gehäuse.



    Viele Grüße

    Viele Grüße,
    Fux

  • Hallo Fux,


    vorerst vielen Dank für die Mühe die du dir gemacht hast. Selbstverständlich werde ich einen Subsonic filter einsetzen, um die Treiber zu entlasten. Dass beide Treiber an ihrer mechanischen Grenze geraten, bevor die elektrische Belastbarkeit nicht mal ansatzweise erreicht wird, ist natürlich doof.


    Ich finde deine zweite Simu mit dem 18DS100 sehr interessant, vorallem, dass dieser viel Headroom hat. Existiert für dieses Gehäuse zufälligerweise ein Bauvorschlag? Ich schmeiße auch gerne irgendwo etwas in die Kaffeekasse :)

    Oder vielleicht das B&C Gehäuse nehmen, den Port verkürzen und das Gehäuse durch die Tiefe auf 110L abgrenzen.



  • kazesl

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  • Betreff Bauvorschlag:

    Die Abmessungen Breite, Höhe & Tiefe sollten sinnvollerweise weder gleich sein noch vielfache voneinander bilden, sondern in möglichst "krummen" Verhältnissen zueinander stehen, um die stehenden Wellen im Gehäuse sich nicht in allen drei Richtungen auf den selben Frequenzen überlagern zu lassen. (bei einem reinen Subwoofer auf Grund der großen Wellenlängen noch nicht so wild)

    Den Port von der Fläche her so grob auf ein Drittel der Membranfläche dimensionieren (wenn größer wird der Port halt sehr lang).

    Bei einem Port der an drei Seiten ans Gehäuse angrenzt, wie bei Deinem Bauvorschlag, verlängert sich der Port akustisch. Sprich er muß mechanisch kürzer ausgeführt werden als bei einem freistehendem Port. Um wie viel kürzer läßt sich nicht pauschal sagen, aber je mehr des Umfangs an Wänden/Boden anliegt um so mehr muss der Port gegenüber einem freistehenden Port verkürzt ausgeführt werden.

    Das ist aber alles nicht so wild und auch völlig ohne Messtechnik mit einem einfachen Prototypengehäuse feststellbar.

    Bei der Abstimmfrequenz des Bassreflexgehäuses bewegt sich die Lautsprechermembran praktisch gar nicht.

    Also einfach im Bereich der gewünschten Abstimmfrequenz (in meinem Beispiel des 110L Gehäuses 40 Hz) z.B. in 1 Hz Schritten mit einem Funktionsgenerator (gibt's auch online) durchstimmen, eine Hand auf die Membran legen, und bei der Frequenz wo die Membran am wenigsten vibriert ist die aktuelle Tuningfrequenz des Gehäuses.

    Am Besten am Prototypen den Brettertunnel in mehreren Segmenten (dicht!) anstückelbar machen um die Länge (wenn das Chassis zwischendurch rausgebaut wird) verlängerbar zu machen.

    In meinem Beitrag

    Baubericht 1x 15“ BR compact


    habe ich das Vorgehen hier auch schon mal beschrieben.


    Für eine einfache Bassreflexbox braucht es also keinen "Gehäusebauvorschlag".


    P.S.

    Durch auf den Wänden angebrachte Dämmwatte vergrößert sich das Nettovolumen virtuell um ein paar Liter. In etwa um das was an Verstrebungen etc. wieder weg geht. Tunnel & Chassisvolumen sollten aber von den reinen Innenmaßen schon abgezogen werden, um das Nettovolumen zu ermitteln. Aber auf ein paar einzelne Liter kommt es dann bei 110 LNettovolumen auch nicht an.


    Viel Spaß beim Entwerfen und Basteln.


    Bei Fragen, einfach fragen. Kostet ja nix! ;)

    Viele Grüße,
    Fux

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  • Hallo Fux,


    ich habe mal etwas versucht:
    Ich habe das B&C Gehäuse genommen (mir gefällt die Frontmaße) und das Gehäuse verkürzt. Meine Musik ist sehr 808 lastig, wodurch ich mir unsicher bin, ob der "Spaßbuckel" bei 40Hz, welcher zwar bei elektronischer Musik vorteilhaft ist, hier nicht nachteilig sein könnte. Wenn ich das tiefe Tuning von 35Hz einbehalte, verliere ich zwar den Spaßbuckel und 1-2 dB, jedoch würde das Gehäuse linear und tief spielen. (Kompromiss aus beiden Bauvorschlägen)


    Bei großer Leistung spielt das Gehäuse sogar bei identischem Tiefgang linearer als der ursprüngliche Bauvorschlag mit dem 18SW100, da der Frequenzeinbruch durch die limitierte mechanische Membranauslenkung vom Ursprungsdesign entfällt.


    Folgende Simus habe ich gemacht:
    Grün: 18DS100 mit 470 x 610 x 500 (125,66 Netto Volumen)

    Türkis: 18DS100 mit 110L und 40Hz Tuning

    Rot: B&C Sub18 18SW100 mit 183Litern und 35Hz Tuning als Referenz


    6iaEkXf.png


    Hier sieht mein Vorschlag relativ ineffizient aus.

    Bei 1W spielen beide Vorschläge, meinen Vorschlag um 1,5dB aus:

    Xp0GjpS.png


    FrAhIgW.png


    Beim Max SPL spielt der Vorschlag jedoch Linear und tief.


    Pro:

    - Kompaktes Gehäuse

    - Tiefgang

    - Linear

    - Potenzial in Reserven


    Konta:

    - Pegelverlust von 1,5dB


    Hättest du noch einen Ratschlag oder Kritiken? Auf dem Papier siehts für mich i.O aus, sodass ich mich an einen Prototypen wagen würde.


    Viele Grüße :)

  • Hallo kazesl,


    ja, solange Du beim max. SPL keinen "Durchhänger" wie mit der roten Kurve bekommts und auch keine starke Überhöhung in der Nähe des Tunings durch zu viel Volumen und zugleich hohem Tuning ist alles o.k.

    Im Nutzbassbereioch verschenkst Du halt 1,5 dB Wirkungsgrad (nicht nur Maximalpegel) zugunsten von etwas mehr Tiefgang.

    Ist aber sicher auch ein gangbarer Weg.

    Viele Grüße,
    Fux