FREE one – Ein Nahfeldmonitor?
Aufgabenstellung/Lastenheft
Ich hätte nicht das selbe Musikstück in kurzer Folge zuerst über die alten Control 1 am PC und dann über die kleinen Genelec am Schnittplatz hören sollen...
Danach stand fest: Es musste Ersatz für die Control 1 her, da diese in den Mitten nicht auflösen und unter 100Hz eigentlich gar nichts mehr heraus kommt, aber nicht zum Preis der kleinen Genelec Monitore, sondern deutlich günstiger.
Das Ganze als Passivbox, denn der vorhandene kleine PWM Verstärker sollte weiter verwendet werden.
Halten wir fest:
Größe ähnlich der Control 1
vernünftige Auflösung
brauchbare Basswiedergabe
passiv an jedem Verstärker betreibbar
4 Ohm, um auch mit kleinen Verstärkern adäquaten Schalldruck zu erzeugen
Auswahl der Chassis
Die Gehäusegröße gab eigentlich schon vor, dass das Basschassis nur etwa 5“ haben kann.
Da es günstig werden sollte und ich schon öfter im Produktportfolio von SB-Acoustics geblättert hatte, aber noch nie ein Chassis dieses Herstellers, der nach eigenen Angaben in Dänemark entwickelt und in Indonesien fertigt, in der Hand hatte, fing ich dort mit meiner Suche an.
Das Chassis sollte ein 5“er sein, 4 Ohm Nennimpedanz haben, eine bassreflextaugliche Gesamtgüte Qts von kleiner 0,40, eine Resonanzfrequenz von nicht über 50 Hz, kein all zu großes Volumen benötigen, gut Hub können und doch noch ein bisschen Wirkungsgrad haben.
Was diese Kriterien erfüllte sortierte ich noch nach dem Preis und so bewarb sich das recht preisgünstige Chassis SB13PFC25-4 für die Stelle als Tieftöner in meinem Nahfeldmonitor mit folgenden Qualifikationen:
Nominalimpedanz = 4 Ohm
QTS = 0,29
Fs = 44 Hz
Vas = 13,4 L
eine 14 mm hohe Schwingspule bei einem 5 mm hohem Luftspalt
Empfindlichkeit 89 dB (allerdings bei 2,83V / 1m gemessen, was an 4 Ohm dann 2 Watt entspricht bzw. 86 dB bei 1W/1m)
Zum Vergleich: Eine JBL Control 1 hat Empfindlichkeit von 89 dB bei 1W / 1m und ist somit 3 dB lauter bei gleicher Leistung. Da es aber nichts umsonst gibt, geht die Control 1 dafür kaum unter 100 Hz runter, hat also mehr Wirkungsgrad, dafür weniger Tiefgang.
Schön fand ich, dass der Hersteller den Frequenzgang nicht nur auf Achse, sondern auch unter 20° Grad angibt, so kann man direkt ohne rechnen zu müssen sehen, dass eine Einschnürung der Abstrahlung erst bei über 3 kHz beginnt.
Im nächsten Bild kann man schön den großen Schwingspulenüberhang erkennen.