2-3 Mikrofone, Monitore & Mischpult für Sprachanwendungen - Ideen?

  • Moin,


    bei uns finden vermehrt Comedy-Veranstaltungen statt. Das sind quasi Sprachanwendungen, mit vereinzelten Toneinspielern und Hintergrundmusik. Bislang wird jedesmal ein Tontechniker engagiert, der auf der Bühne 1-3 Mikrofone aufstellt, entsprechende Monitore und ein Mischpult mitbringt, und alle Einstellungen vornimmt, inkl. Soundcheck und am Abend auch das programm überwacht/abmischt. Der kostet natürlich den entsprechenden "Tagessatz".


    Nun die ketzerische Idee: Kann man da Geld sparen?


    Wir haben die Sprach-PA im Haus, müssten also in Mikros/Stative, Monitore (aktiv?)!, Mischpult und Verkabelung investieren.

    Was nimmt man da am besten? Die Bühne ist 8m breit und der Saal bestuhlt ca. 11x11m.


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  • [...] entsprechende Monitore und ein Mischpult mitbringt [...]

    "sinnvoll" sparen könnte man, indem der Techniker das nicht mitbringen muss (und vermutlich berechnet?) sondern das Material vor Ort ist und ggf. auch schon aufgebaut.


    Ob und ab wann das "Geld spart" hängt natürlich von der Häufigkeit ab, die das Material im Einsatz ist - und um wie viel der Dienstleister-Lohn dann entsprechend niedriger wird.

  • Naja, ein Hexenwerk ist das nun ja nicht - für drei Mics Gesabbel und nen gelegentlichen Einspieler braucht man nicht zwangsweise einen Tonler...

    ...zumindest nicht, wenn man die Ansprüche auch runterschrauben kann. ;)

    Wenn die Hausanlage ausreicht, würde ich tatsächlich in 2-4 aktive Wedges investieren. Warum kein Pult vorhanden ist, was 2-3 Mikros kann, versteh ich zwar nicht, aber da kostet ein XR/X Air/UI ja nahezu nix mehr und ein Tablet findet sich meisst.


    Braucht dann halt einen ambitionierten Hausmeister, der das bedienen will. Das ist der Ankerpunkt, der die Sache für den Betreiber finanziell attraktiv macht.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Als Pult würde sich da ein QU5 anbieten, gerade mit dem Auto-Gain und Feedback-assistenten ist es sehr gut für Anfänger geeignet.

    Monitore etc. würde ich auch eher auf passiv gehen, das reduziert den aufwand in der Verkabelung und es gibt weniger Einstellmöglichkeiten für Laien ;)

  • Nimmste einen festen Deal für x Jobs im Jahr und hoffst dass das für beide Seiten okay ist.


    Ansonsten investieren, das ist fast egal. Ab Yamaha MG aufwärts :P und Mikros eines nahmhaften Herstellers. Die Aufgabe geht doch quasi mit allem, wird aber mit kundiger Betreuung am meisten gewinnen.

    Wenn Du beim Personal sparen willst, bleibt Festanstellung - das drückt Preise am ehesten in Richtung Mindestlohn. (Bufti, Ehrenamt, Verein, etc. außen vor gelassen).

    Oder gleich Künstler die noch Freunde und Equipment für den Job mitbringen...

  • Midas M32R als Mischgerät. Sieht nett aus, ist eher kompakt und dank "Midas" auch ziemlich weit akzeptiert, kann alles, was es für Comedy braucht.


    Ausserdem:


    - zwei Funkstrecken mit je einer Handgurke und einem Headset

    - zwei Rode M2

    - zwei passive Monitore (ca. 8" oder 10"), die 4-polig durchverkabelt sind

    - eine Stereoendstufe für die Monitore

    - ein +/-2 auf +/-1 Kabel, um ggf. einen zweiten Monitorweg auf den zweiten Monitor zu geben, ohne eine extra Leitung



    Erfahrungsgemäss gibt es dann hin und wieder ein Comedian, der dann doch etwas mehr PA haben möchte, weil er zwischendurch Musik und/oder Effekte einspielen will.

    Der Ton macht die Musik.

  • Moin,


    das QU5 und das 32er Midas sind wohl schon reichlich oversized, bei VAs die so etwas benötigen kommt grundsätzlich ein externer Tonler. Hier geht es tatsächlich eher um die ehrenamtichen VAs, Kinder & Jungendsachen die wir dann halt günstig "in-House" anbieten möchten. Dieses Flow8 Pültchen mit dem Smartphone zum Konfigurieren kingt nach einer tollen Idee.


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  • Moin,


    das QU5 und das 32er Midas sind wohl schon reichlich oversized, bei VAs die so etwas benötigen kommt grundsätzlich ein externer Tonler. Hier geht es tatsächlich eher um die ehrenamtichen VAs, Kinder & Jungendsachen die wir dann halt günstig "in-House" anbieten möchten. Dieses Flow8 Pültchen mit dem Smartphone zum Konfigurieren kingt nach einer tollen Idee.


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    In solchen Anwendungen ist es in meinen Augen egal was das Pult alles kann, wichtiger ist das die Bedienung für Laien durchführbar ist.

    Zudem sind beides Pulte die nichts kosten ;)

    Und so gut wie jeder Techniker sollte sich im Ernstfall zumindest in den Grundfunktionen mit A&H sowie Behridas Pulten auskennen.

  • Erfahrung aus einem Gebetsraum, in dem Laien bis Profis alles (von einfach Musik anmachen bis zur 5-köpfigen Band mischen) selbst bedienen:


    Pult ist ein QU16, DIs/Mikros sind alle fest gepatcht.

    Wichtigste Funktion: Softbutton 1 lädt eine Standard-Szene (alle Fader unten, Master oben, EQs grob zu den fest gepatchten Quellen passend). Gains sind so eingestellt, dass man die Fader der verwendeten Kanäle auf +-0dB schiebt und damit klingt's schon ziemlich gut.

    Vielen reicht das bereits. Wer mehr will kann auch mit dem iPad in den Raum gehen (denn das Pult steht zwischen den Musikern, macht dort tatsächlich am meisten Sinn) und nachregeln.

    Damit arbeiten Leute aus allen Generationen (Laien bis Profis) und das funktioniert nach einer kurzen Einweisung wirklich gut.

    ... Und das nächste Team drückt wieder den (zusätzlich farbig markierten) Soft1 und startet so von der bekannten Basis aus.


    Vorteil vom Qu: Custom Layer, vor allem ist so auch ein Fader für nen Stereokanal möglich (was IMHO für Laien verständlicher ist) - das kann ein M32R beispielsweise nicht. Aber bei Pulten ist die Auswahl natürlich groß.


    --> Was ich machen würde: QU16 oder ähnliches Pult mit Fadern. Quellen alle fest gepatcht und beschriftet: 2-4 Funkstrecken je nach Budget, Miniklinke+CD-Spieler+Bluetooth-Empfänger am Pult, auf der Bühne 1-2 Stereo DIs und 2 Mono-DIs fest verortet und durchgängig beschriftet (Keys, Einspieler, Git1/2 - die Beschriftung beschreibt die "Voreinstellung"). Monitore passiv weil weniger Fehlerquellen.

    Für die Funkstrecken direkt direkt die passenden Ladeschalen à la L2015 mit anschaffen, dann sieht man auch gleich ob alles noch da ist. Und spart das Akku wechseln.

    Dazu stabiles WLAN + Tablet, falls das Pult nicht optimal steht. Und 1-2x CAT für Fremdtechniker mit eigenem Pult nicht vergessen ;)


    +1 wenn Du bei der HDMI Verbindung zum Beamer (den es sicherlich auch gibt) den Ton abgreifst und fest aufs Pult gesteckt hast. Spart nämlich auch wieder einen Handgriff oder zwei, und die Fehlersuche bei fremden Laptops.

  • Das Prinzip von Felix_ würde ich auch empfehlen und so ähnlich umsetzen. Man kann den Leuten evtl. auch ein Tablet mit dem Editor in die Hand drücken (bei denen, die es können).


    Qu16 würde ich nicht machen. Das Pult erfüllt einfach nicht die tiefsten Standards, die man sich wünschen würde (RTA, Scribble Strips, ...)


    Wenn günstig: X32 Compact

    Wenn günstig und mehr Akzeptanz: M32R

    Wenn günstig und modern: Wing Compact


    X und M sind auch zahlreich gebraucht zu Preisen zu bekommen, wo man sich über das Flow keine Gedanken mehr machen muss.


    Und sonst gibt's nich das neue kleine Digico, wenn Budget kein Thema ist 😜.



    (Alternativ gibt es ja auch noch das kleine Yamaha DM3)

    Der Ton macht die Musik.

  • Bei Festinstallation für Sprachanwendungen würde ich einen Rackmixer (bestenfalls OSC-tauglich) und eine Tablet-Software mit anpassbarer Oberfläche nehmen. Ob das nun Mixing-Station oder Touch OSC ist, spielt keine Rolle. Eine handvoll Bedienelemente auf die Oberfläche und dann alles so voreinstellen, dass mit diesen Bedienelementen kein grober Unfug mehr entstehen kann.


    "Physische" Fader ist ein Luxus, den niemand braucht, wenn kein Geld für Techniker*innen da ist. *finger

  • Moin,


    das QU5 und das 32er Midas sind wohl schon reichlich oversized, bei VAs die so etwas benötigen kommt grundsätzlich ein externer Tonler. Hier geht es tatsächlich eher um die ehrenamtichen VAs, Kinder & Jungendsachen die wir dann halt günstig "in-House" anbieten möchten. Dieses Flow8 Pültchen mit dem Smartphone zum Konfigurieren kingt nach einer tollen Idee.


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    In dieser Liga würd' ich sowas wie den QU-Vorgänger MixWizard (gebraucht), 3-4 SM58 und 2-3 LD MON 101A nutzen. Das ist ne recht brauchbare Mischung aus günstig, robust und brauchbar klingend; Gesamtbudget so 1000-1500, wenn man ein wenig sucht & gute Gebrauchtware erhascht.


    Bei der aktiven Variante der Wedges gibt es wenigstens rudimentäre Schutzschaltungen gegen Mißbrauch. Klar kann man das auch per DSP-Amp umsetzen - aber: wer macht das und was kostet es? ;)

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.