Der Ablaufregisseur neulich bei einem großen Automobilhersteller hat es geschafft, dass aus heiterem Himmel mitten in der PK das gesamte Team laut lachen und prusten musste ... Ich stelle das Intercom inzwischen auch lieber ab ...
Warum macht Ihr (immer noch) Veranstaltungstechnik?
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...Lagerhaltung...

Dein Kalender geht ein halbes Jahr vor...
Bin grad in Island, dann kann sowas passieren
. Vielleicht habe ich mich auch ein halbes Jahr nicht getraut zu registrieren und nur mitgelesen. Waren ja alles die Profis hier (oder so). -
Warum macht ihr (immer noch) Veranstaltungstechnik?
Also bei mir ist das so, das ich jetzt seit etwa 5 oder 6 Jahren die Jugendband in unserer Kirchgemeinde betreue/abmische. Manchmal den Chor oder einzelne Konzerte oder Veranstaltungen in den Kirchen unserer Gegend. Im Gegensatz zu den vielen Profis und Semiprofis ist die Tontechnik für mich reines Hobby. Ich mach das, weils mir (meistens) Spaß macht.
Die Anlage ist eher klein. dennoch bekomm ich hin und wieder zu hören, ob der Aufwand denn sein muss. Ja muss er!
Und es macht ja, wie gesagt, Spaß die Regler zu bedienen und Sachen wie Effekte oder verschiedene Anordnungen von Mikros, Lautsprechern und Instrumenten auszuprobieren. Ich lern dabei ständig dazu.
Ist schon eine coole Sache.
Gruß Flint
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"Warum macht Ihr (immer noch) Veranstaltungstechnik?"
...und in ruhe Kuchen essen kannst

YMMD

Der Ablaufregisseur neulich bei einem großen Automobilhersteller hat es geschafft, dass aus heiterem Himmel mitten in der PK das gesamte Team laut lachen und prusten musste ...
Für mich zeigt dieser Gesprächsverlauf einen wichtigen Teil auf:
In dem Job trifft man alle Sorten Mensch, vom grössten Choleriker bis zu den lustigsten Kollegen.
An einem Tag reiht sich eine Pacepalm-Situation an die nächste, 2 Tage später verdienen sich Crew und Stimmung einen Orden mit Sternchen und dazu noch den Comedy Award.
Dann noch Kunden aus allen Bereichen die man sich vorstellen kann - Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Kunst, Kultur, Politik... nicht immer das, mit dem man sich selbst identifizierten kann/möchte, aber durchaus interessant zu sehen hinter welchen Positionen was für Menschen stehen. Und auch inhaltlich gibt es immer wieder Highlights.
Dazu kommen die verrücktesten Ideen, für deren Umsetzung die meisten Menschen nicht die Spur einer Idee hätten, noch ohne dass man die gewerkeinternen Fachkompetenzen erwähnen müsste.
Und für manche von uns hat das Jobleben Geschichten parat, dafür müssen andere den Fernseher einschalten...
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Der Staat hat es mir nicht einfach gemacht. Begonnen 1982 in Kassel habe ich zunächst vorrangig Backline gehabt.
Später Umzug & 2003 dann ein Einschnitt. Betriebsprüfung. Der Prüferin erschien wohl Einiges komisch & ich vermute, diese hat die Steuerfahndung herbeigerufen.
Es erschienen 6 Steuerfahnder bei mir in der 35 m² Wohnung mit Durchsuchungsbeschluß mit Verdacht auf Steuer- bzw. Umsatzsteuerhinterziehung. Darüber habe ich wohl schon einmal berichtet.
4 Wochen konnte ich nicht arbeiten. Beschlagnahme von Laptops, PCs etc sowie Unterlagen, die ich mir dann später selbst abholen durfte.
Mit Hilfe eines Fachanwalts für Steuerstrafrecht, der auch Steuerberater ist, wurde das Verfahren eingestellt. Da zielt man mit Atombomben auf Spatzen.
Abmeldung des Gewerbes. Das Inventar habe ich hoch bewertet, um keinen Ärger zu bekommen. Rückzahlung der Umsatzsteuer & somit der damals auch gezogenen Vorsteuer. Dann ging das in mein Privateigentum über.
Ich habe mich jahrelang als Zeitarbeiter verdingt mit bescheidenen Bedingungen, bis ich von einem Kunden in Festanstellung übernommen wurde.
Dann wieder Anmeldung des Gewerbes als Kleinunternehmer. Mittlerweile mit höherem Gehalt habe ich dann neu investiert. Midas Pro 1 (gebraucht). Westlab Audio, DAS Audio, SE Audio.
Die alten Geräte werde ich kaum noch los. Funktionieren noch tadellos. Martin CX 2 etc., noch ältere Backline.
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Ich bin in der glücklichen Lage, dass Ganze als angemeldete Nebentägigkeit mit Gewinnerzielung neben einem auskömmlichen Hauptberuf machen zu können. So rein technisch beschrieben.
Neben dem Büro-Job ab und an mal auf dem Boden kriechen und sich auch dreckige Finger zu machen erdet (mich) auch.
Ich habe seit Jahren keinen Preis für meine Tätigkeit am Pult verlangt. Ich nehme einen Job an, wenn ich Lust drauf habe und es mir neben der Familie zeitlich in den Kram passt. Dass ich mittlerweile aus meiner Sicht sehr ordentliche Tagessätze bzw. Stundensätze habe, freut mich natürlich. Ich mache auch nur noch Bands, die mir gefallen; Musikalisch und auch menschlich.
So gesehen ist das für mich offen gestanden eine sehr komfortable Situation.
Ich habe mit 14/15 so angefangen, dass ich bei der ersten Generation mit Ausbildung dabei gewesen wäre. Habe mich seinerzeit dagegen entschieden. Es war aus heutiger Sicht die richtige Wahl; primär ökonomisch und mit Blick auf die Familie.
Mich fasziniert die Branche weiterhin und ich mag es, mich auch nach 30 Jahren immer noch weiter zu entwickeln. Und dazu trägt auch auch über 20 Jahren dieses Forum bei.
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moin ,
Am Anfang war die eigene Band in den späten 80ern.
Durch Zufall kam ich auch mal an Hand Jobs.
Mit 4 und später 8SpurKassettenrekorder und einfachem Höhen Mitte Bass EQ am Pult, billigsten Mikrofonen zuerst alles falsch gemacht was geht und durch probieren viel begriffen.
Einfach mal machen, ausprobieren und testen ist mein Weg!
Die Richtige Aufstellung von Mikros ist wichtiger, als deren Preis, ist mir dabei sehr deutlich aufgefallen.
Beim Licht fing ich mit Baustrahlern und viel selbstgebauten an und habe erste Erfahrungen gesammelt.
Später auch als LJ in einer Disco lernte ich das Pulsar Masterpiece 108 kennen und lieben.
Irgendwann hat dann mal ein Entertainer meine 8SPUR Aufnahmen gehört und einen Beschaller angerufen, weil der ja immer gute Leute sucht. Termin auf einem Stadtfest abgemacht. "Du kannst Mischen? Also da ist die Band, da Ständer , Kabel und Mikros." Das war auch gleich meine erste Begegnung mit einen halbparametrischem EQ am Soundcraft LIVE 8. Man, war ich nervös und erstaunt wie geil so ein EQ ist. Er hat aber nichts gemerkt, ich kam wohl schnell genug auf den Trichter, wie das geht. UND es war das erste mal, dass ich mit richtig geilem Zeug arbeiten durfte, jedenfalls mit deutlich besserem, als ich selbst hatte.
Nach 15 - 20 Minuten war er überzeugt " ich sehe das funktioniert gut, dann kann ich ja zu der anderen Bühne" und ließ mich mit Ridern für das Tagesprogramm alleine .
Kurz danach hab ich dann für ihn gearbeitet und hab besseres Equipment dann regelmäßig bedienen dürfen.
Viel Zufall und Glück auf dem Weg, ich arbeitete für den Beschaller, wurde voll selbstständig und hab in Hamburg im Delphi Showpallast für Musicals das Licht programmiert und gefahren, aber als mein Hauptkunde Insolvent ging, kam ich auf den normalen Arbeitsmarkt zurück.
Im Delphi stand ein gemieteter M.A. Lightcomander, mit dem hab ich mich zwar ausgiebig befasst, aber nie angefreundet. Da die Möglichkeiten im Vergleich zum Masterpiece einfach zu eingeschränkt waren, kam dann auch schnell das Pulsar Pult dort in den Laden. Beliebig viele Chaser mit beliebigen Fadezeiten, beliebig viele Geschwindigkeiten, AB Fader, Stepprogrammierung, und noch einiges mehr haben einfach mehr mehr. Damit konnte ich dann also "Zaubern", die Kollegen dort nannten mich auch die Lichtgöttin.
Ganz klar, mir fehlt deutlich die Theaterluft.
Glücklicherweise habe ich jetzt bei den Stammkunden ein paar VAs in der Richtung.
Mein Weg ist fast nur Autodidaktisch, ich muss gestehen, es gibt viel Theorie die mir nichts sagt. Hier schrieb mal einer " Mensch, das weiß doch jeder Azubi im Drittem Jahr", dem wurde höchstwahrscheinlich alles vorgekaut, ich hatte aber keine Quelle. Woher sollte ich?
Praktisch erziele ich allerdings Ergebnisse, die immer wieder Namenhaften Profis gut gefallen haben.
Dennoch:
Ich bin FROH nur noch nebenbei Jobs zu haben, ein paar Gründe:
... man muss sich nicht fragen, ob man genug Jobs hat, um die Miete zu bezahlen.
... man bekommt sogar bezahlten Urlaub.
UND Sogar in die Rente wird eingezahlt.
Man kann viel leichter sagen, für so günstig mach ich es nicht.
Und wenn man keine Lust dazu hat, die Nase nicht passt, etwas mt Freunden unternehmen möchte oder was auch immer, sagt man einfach: "Sorry, der TERMIN ist schon vergeben"
Ich bin ich Ansruchsvoll und kritisch auf die Ergebnisse, egal ob Ton oder Licht. Mein bestreben ist, dass auch kleine Bühnen wie große Wirken. Ich habe gelernt auch mit günstigem Equipment gute Ergebnisse zu erzielen.
Meine Arbeitsweise ist Intuition, geh auf die Musik ein.
Mein Weg zu Mischen ist die Ohren zu nutzen. Wenn das Live wie zu Hause auf der Marantz Anlage klingt, bin ich zufrieden.
Egal ob Ton oder Licht: Ich fühle mich ein und bringe meine Musikalität und Creativität zum Ausdruck. Wenn alles gut ist, Endorphine... und ich bin mir Sicher, auch beim Publikum. Und das ist auch der Grund, warum dieser Job das geilste ist, was ich je beruflich gemacht habe.
Warum aber nicht vollselbstständig:?
ein paar Gründe hatte ich ja schon weiter oben, was noch dazu kommt:
Glücklicherweise war es dann schon als Nebengewerbe. Beispiel: Ich hatte viele meiner Sachen zu fairen Konditionen fest vermietet an eine Disco, also eine regelmäßige Einnahmequelle. Dann kam ein Typ ohne Ahnung, der geerbt hat, irgendein Zeug gekauft und mich mit extremen Dumpingpreisen rausgedrängt. So ein Loch sollst du erstmal verkraften können, wenn du darauf angewiesen bist.
Das kann und wird immer wieder mal passieren.
Meistens kamen die Kunden später auf mich zurück, aber die Ausfälle können üble Löcher reißen.
Mein größter Tipp:
Lerne dein Equipment gut kennen, es gibt NICHT dieses EINE Gerät und dann bist du gut.
LG Rebecca
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Wenn ich inklusive Haus & Hof mal alles verkauft oder weggeschmissen habe; stellt sich für mich nur noch eine Frage:
Thailand oder Philippinen.
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stellt sich für mich nur noch eine Frage:
Thailand oder Philippinen.
ich gehe ziemlich regelmäßig zum Vietnamesen zum Essen. Im September war ein Teil der Familie in Urlaub in ihrer alten Heimat. Und als sie zurück kamen, berichteten sie, dass man es dort nur noch schwer aushalten kann. Extrem warm und sehr hohe Luftfeuchtigkeit!
Laut Klimaprognosen wird es für den Menschen in diesen Teilen der Welt bei steigenden Temperaturen irgendwann unmöglich, weiter zu überleben. Dafür ist unser Organismus einfach nicht mehr geeignet, mit schwitzen kann man seine Körpertemperatur unter solchen Bedingungen nicht mehr regulieren. Es ist also vorprogrammiert, dass es aus diesen Klimazonen irgendwann ein paar Milliarden Klimaflüchtlinge geben wird...Ob wir älteren die Konsequenzen daraus noch erleben müssen, ist natürlich fraglich... das Dauert ja noch ein bisschen, bis es zu schlimm wird. Aber ich würde mir echt überlegen, ob ich meinen Lebensabend wirklich dort verbringen würde. Andererseits: am Meer kann es natürlich noch etwas angenehmer sein, is klar.
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Irgendwann ist gar nicht mehr so weit weg ... die nächsten 50 Jahre werden wir Massenfluchten erleben, dann haben wir hier schon Klima wie aktuell um die Adria ... es wird spannend.
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Und Zeitgleich schafft es die Politik nicht sich um Klimaschutz zu kümmern, die CDU Rudert ja gerade überall zurück, die USA ebenfalls.
China und Indien geben aber immerhin richtig Gas

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Auch unsere Regierung schert sich ‘n feuchten Dreck um Klima irgendwas 🙄
Der Zug ist aber inzwischen eh abgefahren, wir können nur noch mildern, nicht umkehren oder verhindern.
Für Retirement wären die pazifischen Inseln noch ein Ding… da kann‘s auch mal fast kühl werden. Also ich habe auf Neu Kaledonien schon mit Pulli da gesessen.
BTT - ich wollte noch sagen dass ich mich in der Veranstaltungswirtschaft einfach auch sicher und zu Hause fühle. Das sind meine Leute, die sprechen meine Sprache. Warum sollte ich irgend wo anders hingegen wo ich mich fehl am Platz fühle?
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Wobei man fairerweise sagen muß , daß die Zerstörung der Umwelt
ein Teil unserer aller Lebensweise ist , auf die wir uns geeinigt haben .
Eine auch nur annähernde Entropie kann es dabei nicht geben .
Immerhin ist die Veranstaltungstechnik kein wesentlicher Treiber .
Da fallen mir ganz andere Sachen ein .
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Wobei man fairerweise sagen muß , daß die Zerstörung der Umwelt
ein Teil unserer aller Lebensweise ist , auf die wir uns geeinigt haben .
Eine auch nur annähernde Entropie kann es dabei nicht geben .
Immerhin ist die Veranstaltungstechnik kein wesentlicher Treiber .
Da fallen mir ganz andere Sachen ein .
Kein wesentlicher Treiber mehr.
Denk mal 10-15 Jahre zurück, da hat ein Konzert gefühlt mehr Strom verbraucht als ein ganzes Dorf.
Und nein, mit den heutigen Technologien ist es kein teil der Lebensweise mehr sondern ein Problem der Rückständigkeit der deutschen...
Beispiel: Elektroauto statt Verbrenner, Wärmepumpe statt Gas oder Ölheizung.
Wind und Solar statt Kohle und Gas.
und so weiter...
Funktioniert an sehr vielen Orten, teils auch in welchen die deutlich härtere Winter haben, bei uns soll es aber laut der Meinung einiger Steinzeitmenschen nicht funktionieren..
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Als unsere Vorfahren die Vorzüge des Feuers entdeckten, war das Ding im Prinzip gelaufen...
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Ob man uns wohl vorher Bescheid sagte; wenn ein riesiger Asteroid auf die Erde zurasen würde?
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Wenn man damit Geld verdienen kann (z.B. durch den Verkauf von Asteroiden-Schaden-Versicherungen) dann sicher.

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Na ich meinte eher die Größe "Alles kaputt & tot"
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warum sollte dann jemand nicht trotzdem noch versuchen, da was zu verdienen? Die komplette Menschheit scheint gerade nach dem Konzept zu verfahren...
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Ich denke trotzdem würde noch irgend jemand versuchen damit Geld zu verdienen auch wenn ihm selbst nur noch kurze Zeit bliebe dies auszugeben.
Oder anders geagt: Wenn es irgendjemand (wenn auch nur kurzfristig) nützt, würde dieser sicher die Information weitergeben.
Da Mensch is guat, aber de Leut san schlecht. (Karl Valentin)
Aber das ist jetzt alles zu offtopic für den Thread.