Wie viele PCs braucht man am FOH

  • Hallo in die Runde,


    es gibt ja immer mehr Stuff den man so am FOH macht:


    - Funküberwachung & Systemsteuerung (z.B d&b R1)

    - Smaart

    - Waves (Superrack / LV1 Host)

    - Multitrack-Recording


    mir ist bewusst, dass bei größere Shows das Ganze von unterschiedlichen Leuten gemacht wird und die dann auch selber die PCs hinstellen.


    Wenn ich bei kleineren Sachen aber viel selber mache: Welche Dinge würdet ihr guten Gewissens kombinieren, wo zwingend seperierrn & warum? Welche Erfahrungen hinsichtlich Parallelbetrirb gibt‘s konkret?


    Meine Tendenz aktuell:

    1x Überwachung, Steuerung & Smaart in Kombi

    1x Waves separat

    1x Recordibg separat


    Freu mich auf euren Input.

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  • Läuft das am Ende nicht auf die Frage hinaus, wieviel Redundanz man haben will?


    Was ist denn so am Start:


    Audio

    - Einspieler Audio (z.B. Qlab

    - Fernsteuerung Mixer

    - Tools für Audio

    - Recording

    - Dante-Controller

    - DSP-Controller, Überwachung des Systems


    Video / Bild

    - Einspieler Video / Bild

    - Streaming-Tools


    Licht

    - Lichtsteuerung / Lichtsteuerung Backup

    - Fernsteuerung Licht


    Sonstige Tools

    - Interne Kommunikation



    Das mal vollständig, mal gar nicht. Ich denke nicht, dass es hier eine allgemeingültige Antwort geben kann.

    Der Ton macht die Musik.

  • Sollte die Frage eigentlich nicht lauten: Wieviele Bildschirme brauche ich?


    Ganz ehrlich? So langsam sehen manche FoHs dem Arbeitsplatz eines Brokers ähnlicher als dem eines Tontechnikers.

    Ganz ehrlich ehrlich? Irgendwie wünsche ich mir die Zeiten einer MH3/MH4 zurück mit 1-2 Sideracks. Das war nicht nur übersichtlicher sondern vor allem auch direkter im Zugriff. Man wusste genau wo was ist.

    Sicher, heutige Digitalpulte wie ne dLive sind schon geil. Alles drin in der Kiste oder auch X32, SQx oder DMx. Man spart sich die Sideracks und alles ist in der Mischkiste drin. Und dann fängt man wieder von vorne an: FXe extern über zusätzlichen Rechner. Fernsteuerung für dies und jenes. Gerade im Hobbybereich explodiert das ja. Der Profi lässt diesen Unsinn und besinnt sich auf das Wesentliche.


    Also: Muss ich wirklich bei einem Event, bei dem sowieso am Budget gespart wird und das eine One-Man-Show ist, wirklich jeden Funkkanal, jeden Amp, jeden DSP überwachen und muss ich da dann wirklich FXe über irgendwelche PlugIns einbinden nur weil der eingebaute FX im Pult ein wenig schlechter klingt?


    Ansonsten. Kauf zwei 19" Server und mach da Proxmox drauf. Cluster den Kram und installiere entsprechende VMs, welche man dann per RDP am FoH sichtbar macht. Damit reduziert man die Anzahl der Rechner im Idealfall auf 3. 2 Hosts und ein Client an dem dann 8 Bildschirme hängen.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • Also bei mir findest du einen Laptop der zuständig ist für SMAART, Überwachung Amping und Funken.

    Einspieler kommen über ein Ipad (das einzige Apple gerät das ich anfasse und auch das nur wegen QLab).

    Mehr gibt es nicht, FX etc. kommt alles direkt aus der Avantis

  • Sicher, heutige Digitalpulte wie ne dLive sind schon geil. Alles drin in der Kiste oder auch X32, SQx oder DMx. Man spart sich die Sideracks und alles ist in der Mischkiste drin. Und dann fängt man wieder von vorne an: FXe extern über zusätzlichen Rechner. Fernsteuerung für dies und jenes. Gerade im Hobbybereich explodiert das ja. Der Profi lässt diesen Unsinn und besinnt sich auf das Wesentliche.

    Ähem, wenn ich sehe wie viele Profis auch mit ihrer DLive, Digico, CL / DM, Avid usw. draussen unterwegs sind und meist noch analoges Outboard in Sideracks mitschleifen wäre ich mir da nicht so sicher.


    Edit: Die Liste von zegi ist gut. Fragt sich halt nur wie viel man davon zusammenfassen möchte um mit möglichst wenigen Computern arbeiten zu müssen. Darum ging es wohl dem Threadstarter. Und dann kommt es wohl noch auf die Art der Gigs an was wie redundant und immer am Start sein muss.

  • Der Profi lässt diesen Unsinn und besinnt sich auf das Wesentliche.

    Wo genau hast du denn die Erfahrung gemacht?


    Ich erlebe im Alltag täglich das Gegenteil, wobei der Profi tendenziell weiß, warum er etwas tut und es nicht nur bei jemand anderes gesehen hat.

    Es spricht ja nichts dagegen, adäquates Werkzeug zu verwenden, wenn man die Möglichkeit dazu hat.

    Wer nicht will, der hat schon.

  • "Wie viele PCs braucht man am FOH"


    FoH ist ein viel umfassender Begriff - schlimmer noch ist "Regie", da waren es letzte Woche so um die 20 Laptops nebst Video-Servern, Pulten etc.

    Für ein relativ einfaches Corporate-Streaming.


    Dazu kam noch eine Art Backoffice.


    Die Antwort lautet wie immer: "Kommt drauf an".

    Recording bekommt optimalerweise einen eigenen Rechner, braucht aber nicht unbedingt einen eigenen Bildschirm.

    Habe ich eine anspruchsvolle Show mit viel Pultarbeit kann ich den Monitor mit den Funkstrecken eigentlich nicht brauchen. Schaut man da mal drauf, zack, Cue verpasst.

    Bin ich in einem festen Haus oder auf Tour? Wie sind die bisherigen Erfahrungen mit den Funkstrecken?

    Spielt man nur etwas Pausenmusik ab oder hat man eine richtige Playlist mit wichtigen Einsätzen? Geht das auf Zuruf oder streng nach Liste?


    usw usw

  • So wenige und so viele wie nötig!


    Kenne Dein(e) Werkzeuge und es hängt sehr vom Job und Aufgabe ab. Und wieviele Gewerke man hat bzw. mit welchen Tools und Programmen man arbeitet. Und was man an Pulten in Hardware hat.

    Es gibt Produktionen da komme ich ohne einen aus. Und es gibt welche da brauche ich zum konfigueren das erste halbe dutzend und für die Videoregie die nächsten zehn.


    Eine Frage von Luxus, Geldbeutel, Platz am FOH, Reisegepäck, Truckspace, etc.


    Die Antwort hast Du fast selbst gegeben: Fasse zusammen was sinnvoll ist, performance-mäßig geht und doppele auf, was parallel gebraucht wird, wodurch im Zweifel Redundanz kommt.

  • ….FXe extern über zusätzlichen Rechner. Fernsteuerung für dies und jenes. Gerade im Hobbybereich explodiert das ja. Der Profi lässt diesen Unsinn und besinnt sich auf das Wesentliche.

    Ich habe mal einen aus einer Yamaha-Postille passend zum Pseudonym rausgesucht:



    So wie‘s aussieht ein typischer Hobbytonkutscher. :)

  • Alle. Es gibt die Tendenz zum Einmann-FoH auch auf Jobs bei denen das noch vor 5 Jahren für komplett unmöglich gehalten wurde, es gibt die Möglichkeit das mit Werkzeugen wie Bitfocus Companion auch tatsächlich umzusetzen - und es gibt wenig übleres als Probleme die sich auf dem dritten Tab der gerade nicht im Vordergrund befindlichen App ankündigten zu übersehen und dann 5 Cues später ins offene Messer zu laufen.

    Wann gibt's endlich praktikable Virtualisierungslösungen mit flexibler Multiview-Konfiguration um den ganzen Sums wieder auf einen dicken Rechner mit grossem Bildschirm einzudampfen? Wenn's sein muss mit heisser Redundanz. KVM´s kosten ja nix mehr.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • So wie‘s aussieht ein typischer Hobbytonkutscher. :)

    Wobei man davon ausgehen kann, das der Kollege ordentlichen Support am Start hat und im Zweifel jemand zur Stelle ist und hilft, wenn es klemmt. Zudem dürften Transport und Aufbau nicht sein Problem sein. Taugt also wenig für den toninteressierten Hobbyisten, dem nachzueifern.

    Gruß
    Marcus

  • Ein Denkansatz vom ITler: Einen (Mini)PC mit richtig Dampf und je nach Einsatz so viele Monitore wie du möchtest oder brauchst. Und dann noch einen baugleichen als Backup.

    Und vom "virtuelle Desktops" Feature Gebrauch machen (unter Windows Win-Tab)

  • Persönlich finde ich ja die Idee von fox gut. Das wäre auch mein Ansatz. Inkl. dem baugleichen PC für die Redundanz falls notwendig.

    Ein Denkansatz vom ITler: Einen (Mini)PC mit richtig Dampf und je nach Einsatz so viele Monitore wie du möchtest oder brauchst. Und dann noch einen baugleichen als Backup.

    Und vom "virtuelle Desktops" Feature Gebrauch machen (unter Windows Win-Tab)

    Bin übrigens immernoch ohne PC und Bildschirme unterwegs...max. ein Wischgerät kommt zum Anlage einstellen (Controllerzugriff) und fürs Intro mal zum Vorschein. Oder gaaaanz selten um mal aufs Pult zugreifen zu können. Dafür bin ich ab und an mit Siderack unterwegs um externe Hardware FXe nutzen zu können ;)

  • Was man interessanterweise - gerade bei den grossen Pultplätzen - eher selten sieht sind zusätzliche Screens/Rechner für pultinterne Funktionen.

    Dabei könnte man gerade so den optimalen Kompromiss aus Übersicht, Möglichkeiten und Betriebssicherheit erzielen.


    Da müssten aber die Hersteller noch mal ran. Was es meines Wissens nach immer noch in keinem Pult gibt ist eine Custom-Meteringseite, die einem auch GR u.ä. aus den FX-Slots anzeigt.

    Optimalerweise wäre das auf einem Touchscreen, bei dem sich durch darauf tippen der dazugehörige Effekt öffnet.

    Dazu noch ein paar Customknobs, die man sich über eine einfache Learn-Funktion auf einen MIDI-Controller ala MIDI-FighterTwister legen, so wie es manche Softwarelösungen schon seit Jahrzehnten können.


    Beim Studiomanager/CL-/QL-Editor konnte man noch wenigstens mehrere FX-Fenster parallel anzeigen lassen. War nur irgendwann nervig als mehrere verschiedene Firmwareversionen hier unterwegs waren.

  • Moin,


    Mac ist für die DJs ;) corn*

    -skippa-

    Ich habe mir ja letztens nach knapp 10 Jahren zum ersten Mal wieder einen neuen Win-Laptop gekauft. Meine Fr...e, kann der sich gut mit sich selbst beschäftigen... || Witzig ist, dass mein alter Win7-Laptop ähnlicher Preis-/Leistungkategorie mit HDD dagegen ne Rakete ist. Leider aber schwer und mit Internetverbot.


    guma hatte ja mal gefragt wie man das so macht als Kofferjob-Freelancer mit nur einem Rechner... :D