Drahtlose shure Handmikros für Distanzmikrofonie?

  • In unserer großen Kirche wurde eine hochwertige Beschallungsanlage installiert, die natürlich bei jedem Gottesdienst im Einsatz ist. Die Kirchenmusikerin will nun ihre zahlreichen Konzerte mit unterschiedlichen Kombinationen von Chor, Orchester, Solisten in die ungünstigen Hörzonen beschallen lassen. Ziel ist nicht die Verstärkung sondern die Verdeutlichung . Da solche Einsätze möglichst ohne Riesenaufwand zur Routine werden sollen, überlege ich, ob der Einsatz von bis zu 6 QLXD24/Beta87C den gewünschten Erfolg bringen könnten. Hat jemand Erfahrung, wie sich dieses Handmikro bei Distanzmikrofonierung verhält? Gibt es eine geeignetere Kapsel?

  • guma

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Ist die Anlage wirklich hochwertig oder nur hochpreisig? (Da erlebt man, gerade von den 'Fachfirmen' oftmals interessante Dinge). Lässt sie sich (von der Kirchenmusikerin) so konfigurieren, dass nur die 'Problemzonen' beschallt werden?


    Persönlich würde ich Handfunkmikrofone für diesen Zweck nur sehr ungern einsetzen. Zum einen sind sie (fast immer) für Gesang optimiert. Dann sollte man, gerade für solche Zwecke, die Gain im Sender je nach Einsatzort (vor dem Posauenchor oder zwei Meter vor einem singenden Kind) anpassen. Das ist macht halt Arbeit und sollte, gerade in Zusammenhang mit 'einknopfbedienten' Beschallungsanlagen mit Vorsicht gemacht werden.

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  • Bei sehr unterschiedlichem Eingangpegel und Personal, dass vielleicht nicht so geschult ist, würde ich eine digitale Strecke mit Weitbereichs-AD-Wandler nehmen (z.B. Sennheiser EW-DX). So ist es nicht so schlimm, wenn man nicht immer den optimalen Gain im Sender einstellt, sondern man kann einfach etwas am Mischpult nachregeln ohne sich zu großes Rauschen oder Compander-Artefakte einzufangen. Dazu dann eine schöne Kondensatorkapsel wie eine DPA4018 oder auch 2028 (die Kapsel gibt es ja in sehr sehr ähnlicher Form als normales Stäbchen) und man hat den besten Kompromiss, wenn mobile Funkmikros ohne große Änderungen pro Auftritt gesetzt sind.

  • Leiht Euch das Material und probiert es einfach aus...

    Aber wenn die Wiedergabe für Sprache gut ist, muss sie das nicht für Musik sein.

    Habt ihr überhaupt die Chance unterschiedliche Zonen unterschiedlich anzusteuern? Um.zwar unabhängig vom Gottestdienst-Setup. Sonst kann man das eher ziemlich gleich vergessen!


    Und ob mehr offene Mikros und Kombi mit Verstärkung in einer Kirche "Verdeutlichung" bringen, wage ich anzuzweifeln. Da hilft es schon dicht an die Quelle zu kommen, statt allen Krempel einzufangen.

  • Es sind JBL CBT und AC Lautsprecher an sinnvollen Stellen installiert und eingemessen, einzeln ansteuerbar über ein A&H Pult. Die Ein-Knopf-Lösung wird es sicher nicht geben, die Mischung kann man dem Küster auch nicht überlassen. Nun gut, ich werde mich mal langsam herantasten mit drahtgebundenen Kondensern und hören, mit wie wenigen Mikros ich überhaupt auskomme. QLXD soll der Ersatz für eine analoge AKG Anlage werden. Mal sehen, ob die Gemeinde beim Sichten des Angebots erstmal einen Schock bekommt. Und dann ist Testen durch Anmietung vielleicht auch keine schlechte Idee...

  • Und ob mehr offene Mikros und Kombi mit Verstärkung in einer Kirche "Verdeutlichung" bringen, wage ich anzuzweifeln. Da hilft es schon dicht an die Quelle zu kommen, statt allen Krempel einzufangen.

    Das geht, wenn die Anlage und das Konzept passen, schon. Ich mache das öfters mit einer X/Y Anordnung vor dem Chor. Da kriegt man im Bereich der Delayline schon eine deutliche 'Verdeutlichung' hin.

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  • Zunächst stellt sich die Frage, ob SLXD nicht auch reicht. Deutlich günstiger und kann im Prinzip auch alles, was hier benötigt wird, denke ich.


    Das kann schon funktionieren und mit Funkstrecken ist man sehr flexibel, kann auch mal was zu einem Solo hinstellen, und sich an die jeweilige Besetzung anpassen.


    Alternativ dazu könnten auch ein paar fix abgehängte supernieren Kleinmembraner reichen? Ist natürlich wenn man es unscheinbar haben will auch nicht günstig und den Funk kann man ja mannigfaltig verwenden.

    music is the best - Zappa

  • QLXD soll der Ersatz für eine analoge AKG Anlage werden.


    Zunächst stellt sich die Frage, ob SLXD nicht auch reicht.

    Genau deshalb meine Frage zu Beginn. Rein qualitativ finde ich die SLXD völlig ausreichend, für den Preis von 6 QLXD bekommt man so ca. 10 Strecken SLXD und die SLXD bietet auch die Möglichkeit, Aufstecksender zu nutzen, die auch Phantom können. Damit liese sich dann, wie auch oben schon erwähnt/angedacht/vorgeschlagen, eine schnelle Kleinmembranerlösung realisieren.