• In letzter Zeit haben unsere Pulte Probleme beim finden der Rios - einmal Yamaha Cl5 (da dachte ich der Fehler liegt am Pult) und gestern unser nigelnagelneues DM7. Erst als ich das Cat Kabel mehrmals ein- und aussteckte, wurde die Rio erkannt. Ich hatte leider kein zweites Kabel dabei um zu checken, woran es liegt. Das Kabel ist ein Klotz Ramcat mit Neutrik Steckern, ist aber mittlerweile um die 13 Jahre alt.


    Kann es sein, dass die Stecker abgenutzt sind?

    Kaum macht man es richtig schon funktioniert es…

  • die Kontakte sind schon recht fein - wenn da bissi Oxidat oder feiner Dreck drauf ist, kann's schon mal nicht sauber kontaktieren... (gilt für beide Seiten - also IM Pult und AM Stecker)

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • Wenn die Kontakte ehemals vergoldet waren, das weiche Gold durch das Nutzen aber abgeschabt wurde...bleibt drunter eine für Oxidation anfälligere Metallschicht zurück.

    Irgendwann muss der Stecker ersetzt werden...

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • ich empfehle bei diesen computersteckern im veranstaltungsgewerbe generell, diese beim transport und beim verlegen mit staubschutzkappen zu versehen.

    bei kurzen leitungen erspare ich mir das auch, aber die teuren, langen leitungen sollte man generell damit versehen. vor allem, wenn sie beim abbau über den boden gezogen werden müssen...

    auch die buchsen an den pulten haben bei mir staubschutzdeckel.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Das hatte ich vor ein paar Wochen mit der dLive auch. Ab und zu ist der Sync abgerissen. Ethercon-Stecker incl. RJ45 getauscht und gut war. Kabel war 12 Jahre im Einsatz. -> Passt


    PS: Die Kontakte sahen auch entsprechend aus.

  • Tja, RJ45 war diesbezüglich eigentlich die schlechteste Wahl, die man treffen konnte - die Dinger sind sowohl mechanisch wie elektrisch alles andere als optimal für das, was sie heute leisten müssen.

  • Es gibt auch Stecker-Buchse Kombinationen, die nicht kompatibel sind. Egal ob ethercon oder Standard-RJ45, wenn die verriegelt sind gibt es noch etwas spiel - der Stecker kann tiefer oder weniger tief in der Buchse stecken.

    Damit konnte ich selber ein Steckerhersteller vor Ort von überzeugen, der nach meiner Reklamation sich das selber anschauen wollte

  • Tja, RJ45 war diesbezüglich eigentlich die schlechteste Wahl, die man treffen konnte - die Dinger sind sowohl mechanisch wie elektrisch alles andere als optimal für das, was sie heute leisten müssen.

    ich glaube, diese diskussion hatten wir hier auch schon vor 20 jahren. damals hätte es noch die option gegeben, die besseren steckverbindungen in der VA technik zu etablieren. aber die meisten nutzer (wir nutzer) haben damals die problematik verdrängt - und die hersteller bauten dann eben auch lieber die billigeren RJ45 buchsen ein.


    zur ehrenrettung dieses steckersystems muss man aber auch sagen, dass sie bei ordentlicher pflege viel länger durchhalten, als wir das damals befürchtet hatten.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • welchen würdet ihr empfehlen?

    Hicon/Sommer RJ45C6XL mit dem feldkonfektionierbaren Hirose/Telegärtner/Metz Stecker - je nach Charge immer mal wechselnd - als Innenleben.

    Nur zwei Dinge sind unendlich, das Weltall und die Dummheit der Menschen, beim Weltall bin ich mir jedoch nicht sicher. (Albert Einstein)

  • Das ist die Industrielösung, hat sich leider nicht wirklich durchgesetzt:


    https://www.te.com/de/products…ectors.html?tab=pgp-story


    Mal schauen wann SPE in die VT einzug hält.

    Erinnert verdächtig an Firewire400. Wenn der auch mechanisch so "stabil" ist dann gute Nacht.

    Die Industrieversion von RJ45 für Ethernet bis 10 GBit (Cat.6A) ist M12: https://www.phoenixcontact.com…ernet-steckverbinder-1592

    Leider teuer und mal so überhaupt nicht feldkonfektionierbar.

    Auf der anderen Seite sind teure lange (Multi-)Kabeltrommeln mit RJ45 auch in unserer Branche ein Auslaufmodell. Glasfaser ist inzwischen zumindest ab einer Jobgrösse die zwingend mehrere RJ45-Leitungen zwischen FoH und Bühne braucht unter dem Strich billiger. Die relativ kurzen RJ45 Patches die es an den jeweiligen Enden vom Switch zum Pult bzw. der Stagebox noch braucht müssen dann auch keine 13 Jahre mehr halten; das ist schlicht Verbrauchsmaterial.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

    Einmal editiert, zuletzt von niggles ()

  • Die relativ kurzen RJ45 Patches die es an den jeweiligen Enden vom Switch zum Pult bzw. der Stagebox noch braucht müssen dann auch keine 13 Jahre mehr halten; das ist schlicht Verbrauchsmaterial.

    Das mag für die Kabel / Stecker gelten - aber leider gibt's auch immer noch die zugehörigen Buchsen in den Geräten und wenn da dann was im Argen ist ist's doof...

  • Soll man für Verringerung der Anzahl der Steckvorgänge und damit des Verschleißes an der Geräteseitigen Verbindung den Nachteil einer zusätzlichen Steckverbindung in Kauf nehmen und das Stecken auf einen Adapter oder eine Rackblendenbuchse verlagern, die man dann leicht tauschen kann?

    Ich weiß nicht, was besser ist?

  • Zum einen finde ich, dass sich der RJ45 in der Praxis deutlich besser bewährt als es viele (inkl. mir) bei seiner Einführung in die PA Technik gedacht haben.
    Ich vermute, dass der für eine geringe Anzahl von Steckzyklen entwickelt wurde, weil sein ursprüngliches Einsatzgebiet ja ein 'quasi stationärer' Betrieb war (was man auch an der Konstruktion der Verriegelung sieht). Man darf da dann halt nicht die Steckhäufigkeit eines Neutrik 3 Pol XLR erwarten).
    Daher mach ihn wohl die Anzahl der Steckzyklen und eventueller Dreck sehr zu schaffen.
    Bei mir laufen alle RJ45 Verkabelungen in den Racks über Neutrik-Einbaubuchsen, so dass die Verbindungen an den Geräte nicht durchs viele Stecken belastet werden.

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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