Optogate, welche Variante?

  • Der letzte Optogate-Thread ist schon wieder sehr alt, sodass ich mich an keinen dran hängen wollte.


    Inzwischen gibt es ja verschiedene Varianten, unter anderem eine Version, die den Pegel um etwa 42 dB abschwächt und eine, die nur um etwa 16 dB abschwächt.


    Welche verwendet ihr und habt ihr beide Varianten im Praxiseinsatz schon einmal verglichen?

  • Ich verwende PB-05 und PB-05E, die ich von einem Kollegen gebraucht erworben habe.

    - Die Verarbeitung des PB-05E ist deutlich einfacher gehalten, was auch den geringeren Preis ermöglicht. Ist aus meiner Sicht aber kein Problem, denn ich verpacke sowas ordentlich. Auf der Bühne macht es keinen Unterschied.

    - der PB-05E hat auch nicht den Taster zum deaktivieren der Schaltung. Das hat Vor- und Nachteile.


    Meine machen 42dB Absenkung. Wenn ich mir welche neu kaufen würde, wären es aber die mit 16dB. Zum einen reicht mir die geringere Absenkung für das, was ich damit erreichen will, zum anderen halte ich 16dB für sinnvoller bei Verwendung von InEar, um den Protagonisten nicht den Ein/Aus Effekt aufs Ohr zu geben. InEar gibt's bei den betroffenen Bands aber aktuell nicht, deswegen kein Problem.

  • Danke schon einmal für die ersten Eindrücke. Für Live auf kleinen Bühnen mit lautem Schlagzeug und teilweise Inear tendiere ich auch eher zu der 16 dB Variante.


    Auch nach nach vorne ist es ja verwunderlich, wenn die ungewollten Overhead-Mikros (Background-Gesangsmikros) auf einmal fast aus sind.


    Meine Überlegung geht in die Richtung, wie viel "Abschattung" eine Person/ein Kopf zwischen Schlagzeug und Mikrofon so bringt. Ich habe das nie genau gemessen und das hängt auch stark von der Location/Reflexionen etc. ab, aber vom Gefühl her würde ich sagen: Definitiv nicht mehr als 16 dB.

    Ich denke ich werde mal die 16 dB-Variante probieren.

  • Ich habe die PB-05 D Variante mit -16dB Bedämpfung. Das war für meine Anwendungen im Livebereich stets vollkommen ausreichend und macht genau was es soll sowohl auf kleinen als auch auf großen Bühnen. Wie bereits erwähnt ist mit InEar die Version mit 42dB Absenkung zumindest mit meinen Künstlern nicht benutzbar und auch am FOH waren die Pegelsprünge damit deutlich zu krass. Die Abschattung eines Körpers zwischen Drums und Mikrofon sind deutlich weniger als 16dB, selbst mit Plexiglas sind diese Werte schwer zu erreichen. Bedenke außerdem, dass diese physischen Abschattungseffekte nie frequenzlinear sind, was in der Praxis einen riesengroßen Unterschied zur reinen Pegelabsenkung eines Optogates darstellt! Außerdem ist der Vorteil eines Optogates ja eben genau dann die Absenkung zu schalten, wenn sich der Körper nicht mehr direkt vor dem Mic befindet ...

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  • von den alten habe ich noch welche im bestand, habe sie aber schon einige jahre nicht mehr eingesetzt.

    dass es jetzt eine variante mit geringerer absenkung gibt, halte ich für sinnvoll.

    leztendlich würde ich mir heute auch die mit der geringeren absenkung zulegen. 16dB weniger ist ja auch schon ne ganze menge.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Darüber habe ich noch garnicht nachgedacht. Habe vor kurzem 2 D Adderio gekauft und benutzt. Allerdings normal mit Wedges in einem kleinen Club. Die beschreiben den Pegelverlust als Mute. Da muss ich mal die Multitracks anhören und schauen wieviel das ist. Es ist mir aber nicht negativ aufgefallen.

    Ich denke aber 42db ist auch eigentlich Mute.

    Also das ist auch da nicht ganz aus. Aber auch eher sonin der 40dB range.

    Gefällt mir aber so.

    Practice, Practice, Practice

  • Es kommt sehr auf die Umgebungsvariablen an. Bei Musik der eher härteren Gangart und / oder dichten Arrangements, sowie mit lauter Stimme, die eher wenig Gain braucht funktioniert die Absenkung mit ~40db wunderbar. Das ist dann vorne nicht störend bemerkbar wenn das Gate auf und zu geht, weil der Rest der Musik das zudeckt. Sobald es etwas feiner wird und auch wenn die Stimme viel Gain braucht ist dieser 40dB Pegelsprung beim Öffnen/Schliessen schon sehr deutlich hörbar und fällt ggf. störend auf. Da funktioniert die 16dB Variante dann einfach unauffälliger. wir hatten mit einer meiner Bands vor ein paar Jahren beide Varianten ausprobiert und sind dann bei der 16dB Variante hängengeblieben. Dabei war aber vor allen Dingen das InEar Argument ausschlaggebend. Hier ist mE wie immer bei InEar Sound auch die psychologische Komponente bzw. das "sich-dran-Gewöhnen" ausschlaggebend. Da ist die Bereitschaft der KünsterInnen, sich mit einem erstmal ungewohnten Sound anzufreunden bekanntlich sehr unterschiedlich hoch...

  • ich sehe das Optogate hautsächlich in unbetreuten Installation,wir verwenden live immer Waves PSE bei unseren Vi Pulten und bei unseren Wings ist ja die wunderbare Kombi PSE+La2 Compressor( Kopie) pro Kanal verfügbar.

  • Sorry, aber das Optogate arbeitet anders. Es ist kein Signalprozessor im eigentlichen Sinne.
    Das hat nichts mit dem Signal zu tun.

    Jemand steht vor dem Mikro, Optogate geht auf. Egal ob gesungen wird oder nicht.

  • steffen r das ist richtig. Es wird über eine IR Diode (wie bei einer Fernbedienung) ein Signal gesendet. Wird dies durch das Gesicht, Sänger steht unmittelbar vor den Mikro, reflektiert, dann gelangt dieses Signal in die Fotodioden. Das dient zur Freischaltung des Signalweges des Mikrosignales. Die dort verbauten Widerstände entscheiden den Dämpfungsfaktor. Sind diese einstellbar, kann die Dämpfung entsprechend eingestellt werden. An dieser Stelle könnte man einen Schalter einfügen um zwischen 16 und 40 dB umzuschalten.

  • Wenn ich wieder zu Hause bin, kann ich mal schauen welche Ausführung ich habe (glaube die von Monacor) und ob die sich leicht umbauen lassen. Dann könnte ein Schalter zwischen 16 und 40 dB Dämpfung umschalten. Das sollte bei anderen Ausführungen ähnlich sein.