Moin,
mich treibt regelmäßig der Gedanke um, was ich machen könnte um meinen Live-Mix weiter zu verbessern. Dabei geht es mir um Equipment/Tools aber natürlich auch um Methoden/Konzepte die man einsetzen könnte. In der Praxis merke ich an mir selbst, dass ich manche neuen Tools/Konzepte erstmal gut finde, dann aber wieder zum Status quo zurück kehre.
Lies Dir die Vorschläge durch und überlege selbst, was Du übernehmen möchtest.
Probiere viel aus und sammle Erfahrung. Bleib hungrig nach Verbesserungen und versuche neue Wege. Auch aus negativen Erfahrungen kann man viel lernen.
Von den Vorschlägen oben gibt es einige, die ich genau NICHT so machen würde. Ich sage aber auch nicht, dass meine Lösungsansätze die besten/einzig richtigen
Ein Sammelsurium für entsprechenden Input stellt natürlich Social Media und insbesondere Youtube dar. Da habe ich auch das eine oder andere aufgenommen, getestet, verworfen, umgesetzt etc. Gerade Social Media ist natürlich auch nicht frei von Werbung. Ob die gezeigten Darstellungen und Meinungen daher so wirklich der Realität entsprechen ist in der Regel kritisch zu hinterfragen.
Ich dachte man könnte hier einen Sammelthread aufmachen und in der Richtung bewährte Tools/Konzepte oder neue Ideen sammeln.
Um dazu den Einstieg zu machen würde ich erstmal drei Punkte nennen, die meinen Live-Mix aus meiner Sicht besser gemacht haben:
Lautstärke-Messung, Lautstärke-Ziel und Lautstärke-Spannungsbogen
Meint für mich: Ich habe je nach Veranstaltung (alles Coverband-Rock) für mich ein gewisses Ziel (abhängig von Location, PA, Publikum, Art der Veranstaltung etc) innerhalb des rechtlichen Rahmens, welches ich zunächst einmal durchgehend einhalten will. Dabei nutze ich den technisch und rechtlichen Rahmen nie aus. Alleine das bringt mir regelmäßig als Feedback, dass es gut klinge aber auch angenehm laut sei. Es bleibt offen gesagt aber nicht aus, dass manche Personen es sich sogar lauter wünschen. Was dann noch dazu kommt: Ich schaue mit Blick auf die Setlist, dass ich über den Abend bzw. über ein Set auch einen gewissen Lautstärke Höhepunkt habe und damit den musikalischen Spannungsbogen etwas unterstütze. Ich bezweifle, dass der "Lautstärke-Spannungsbogen" im Publikum konkret wahrgenommen wird. Aber ich sehe es als kleinen Teil meines Live-Mixes, der aus meiner Sicht einen Effekt auf den Gesamtsound hat. Und das alles funktioniert natürlich nur, wenn man das Equipment dazu einsetzt um die Lautstärke beurteilen zu können.
FX: Predelay, Decay, Delay passend zu jedem Song
Früher hatte ich mir regelmäßig die FX Parameter in den Schnellzugriff gelegt und Delays getappt sowie die Decays der Reverbs grob angepasst. Offen gestanden habe ich Predelays fast nie geändert. Ich bin dann dazu übergegangen mir die alle Songs im Programm "meiner" Band die BPM zu erfassen und auf der Basis dann Predelay, Decay und Delay anzupassen und pro Song zu speichern. Darüber hinaus werden auch weitere Parameter gespeichert wie unterschiedliche Reverb-Arten aber das ist hier an der Stelle nicht im Fokus. Ich habe für mich festgestellt und bekomme das von den Musikern, die die FXse dezent auf dem IEM haben auch zurückgespielt, dass es "sauberer" klingt. Ich kann gefühlt nun auch mehr FX fahren, ohne dass die FX aus dem Sound "herausstechen". So ist das Predelay des Snare FX nun für jeden Song sauber so bemessen, dass die Fahne eine 1/32 oder eine 1/16 nach dem Snareschlag beginnt und eben nicht "irgendwann so grob 15-20 ms".
Gitarrenmikrofon: Audio Technica AE 3000
Auch aufgrund der Berichte hier im Forum bin ich vor ein paar Jahren von SM 57 und E609 auf das AE3000 umgestiegen und damit sehr zufrieden bei der Abnahme von Gitarren-Amps.
So viel von mir für den Start.