Ich habe überlegt, ob es Sinn ergibt, wenn man von anderen bereits genannte Punkte nochmal nennt. So könnte man sich durchaus ein Bild machen, welche Punkte eher in der Breite und welche eher von einzelnen genannt werden. Ich habe auch überlegt, ob ich in den Einstiegspost eine Umfrage einhänge, wo ich die im Thread genannten Punkte zur Auswahl stelle und jeder mal kreuzen kann. Ich befürchte hier nur, dass uns die Obergrenze von 20 Antwortmöglichkeiten zu sehr limitiert.
Ansonsten noch ein paar weitere Punkte von meiner Seite, die zum Teil schon genannt wurden:
Sidechain-Compression
Kick drückt Bass (Früher mit normalem Kompressor, mittlerweile mit dynamischem EQ nur im Bassbereich)
Vocals drückt Melody-Instrument-Gruppe (Früher mit normalem Kompressor, mittlerweile mit dynamischem EQ nur im Mittenbereich)
Vocals drückt Vocal-Reverb
Komprimieren in mehreren Schritten/Stages
Bei den Vocals: Kurze Attack und Release Zeiten um kurze Peaks wegzubügeln (Meist 1176 Emulation), Mittlere Attack und Release zum "Smoothen"(Meist LA2A Emulation) und dann nochmal alle Vocals in einer Gruppen etwas "zusammendrücken" (Meist Buscompressor Emulation).
Mischen in Relationen
Mir ist dazu kein guter Begriff eingefallen. Ich beschreibe mal was ich mache. Es gibt (hoffentlich nicht nur bei mir) bessere und schlechtere Tag am Pult. An schlechteren Tagen höre ich meinen Mix und bin (sehr) unzufrieden, weiß aber erstmal gar nicht wo ich ansetzen soll. Dann helfe ich mir damit, dass ich mir immer "kleine Lautstärkerelationen" raussuche und diese anpasse. Ist die Relation zwischen Lead Stimme und dem Rest in Ordnung? Ist die Relation von Bassdrum und Bass in Ordnung? Ist die Relation von Bassdrum und Snaredrum in Ordnung? Ist die Relation der beiden Gitarren in Ordnung? Ist die Relation von Gitarren und Keys in Ordnung? Wenn ich an schlechten Tagen nicht direkt den Gesamtmix analysiert bekomme, dann hilft es mir, wenn ich mich auf solche Relationen fokussiere/konzentrieren und diese grade schiebe.
Multitrack-Mitschneiden und Stereo mitschneiden
Stereosumme aufnehmen und sich danach anhören. Und Multitrack-Aufnahmen nutzen, um im heimischen Keller zu basteln. Das geht natürlich nur, wenn man ein eigenes Pult hat oder die Möglichkeit, ein entsprechendes Pult zu nutzen.
Pult vorbereiten im Lager oder zu Hause
Ich stecke viel Zeit in Vorbereitungen des Pults zu Hause oder im Lager. Zumindest viel mehr als früher. Aber die Zeit habe ich dann vor Ort um mich um andere Sachen zu kümmern, bzw. Probleme zu lösen, die kurzfristig auftreten. Es entspannt zumindest mich mental wenn ich weiß, dass schonmal alles was ich brauche angelegt und geroutet ist. Und mit freiem Kopf, ohne Stress und ohne zeitlichen Druck beim Soundcheck mische ich einfach besser.