Moin.
Was ist eigentlich mit der Firma Soundhouse passiert?
Bin grade über die Versteigerung gestolpert.
Holz und hochwertiges PA / Licht hat offensichtlich schon die Leasing-Firma eingesackt?
Gruß M.
Moin.
Was ist eigentlich mit der Firma Soundhouse passiert?
Bin grade über die Versteigerung gestolpert.
Holz und hochwertiges PA / Licht hat offensichtlich schon die Leasing-Firma eingesackt?
Gruß M.
Und die Kunden sind unter anderem bei Clair gelandet. Und da ist von bis dabei, aktuell läuft zum Beispiel der Helene Prep.
Ob das die Leasingfirma war weiß ich nicht, Revental hat wohl mindestens einen Teil übernommen / vermarktet.
wenn ich das richtig gefunden habe, war der inhaber baujahr 60.
Die Firma ist einfach zu schnell zu groß geworden (haben bisher mehrere gemeint mit denen ich gesprochen habe) und dann kam Corona (vermute ich).
Die haben wohl viele "ein Trailer braucht man eigentlich nicht wirklich Touren" gemacht mit denen sich jetzt andere rumplagen dürfen. Ich darf hier nicht zu viel erzählen von dem was ich mitbekomme, das sind Produktionen die braucht man nicht.
Als ehemaliger Mitarbeiter kann ich hier vielleicht ein paar Infos beitragen, die etwas schärfer sind als der Blick in die Kristallkugel.
Die Firma befand sich seit Mitte Juli 2025 im vorläufigen Insolvenzverfahren. Mitte November 2025 wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet und Masseunzulänglichkeit fest gestellt.
Im kompletten Jahr 2025 wurde aber schon so gut wie keine Aufträge mehr abgearbeitet, weil keine Rechnungen mehr gezahlt wurde bzw. auch keine Gehälter.
Aus meiner Sicht wurde was die Produktionen angeht, gut gewirtschaftet und es gab über das Jahr gemittelt immer genug Aufträge (monatliche Schwankungen hat wahrscheinlich jeder).
Es fehlte aber viel Geld, das der Geschäftsführer wo auch immer (angeblich USA), anderweitig verwendet hat.
Von den unzähligen Aussage zu dem fehlenden Geld bzw. dessen heilbringenden Rückkehr (vervielfacht) hat sich meines Wissens nach keine einzige als wahr erwiesen.
Ich persönlich wünsche meinem ehemaligem Arbeitgeber und Chef, dass er für jede einzelne Straftat -sofern er sie begangen hat- ausreichend lange in einer vergitterten Gemeinschaftsunterkunft verbringen darf.
Ich gehe davon aus, dass sich das Insolvezverfahren noch ein paar Jahre hin zieht. Meine Hoffnung, hier als Gläubiger noch einen schönen Batzen aus der Veräußerung der nicht geringen Werte der Technik zu erhalten, geht mittlerweile gegen Null. Ich wünsche niemendem hier mal in ein Insolvenzverfahren verwieckelt zu werden - das läuft komplett anderes als man sich das so vorstellt. (bitte hier keine neuen Diskussion aufmachen)
Es fehlte aber viel Geld, das der Geschäftsführer wo auch immer (angeblich USA), anderweitig verwendet hat.
Von den unzähligen Aussage zu dem fehlenden Geld bzw. dessen heilbringenden Rückkehr (vervielfacht) hat sich meines Wissens nach keine einzige als wahr erwiesen.
Das mit der in USA verzockten Kohle (wie kann man nur so blöd sein, zu glauben, dass die Amis irgendeinen Europäer an einem Business teilhaben lassen, an dem es noch irgendwas zu verdienen gibt
) kenne ich aus der selbst miterlebten Insolvenz eines ehemaligen Arbeitgebers.
Glücklicherweise ist das so früh aktenkundig geworden, dass mein Gehalt, den Anwälten der Gewerkschaft sei Dank Vorfahrt vor anderen Gläubigern hatte und bis zu Ende bezahlt wurde.
Danke für die Aufklärung. Kenne da noch einen der mit dem Geld lieber gespielt hat statt ein Unternehmen ordentlich zu führen.
ich wills mal so sagen:
in unserer branche gab es schon immer viele, die zwar gute techniker waren, aber leider eher schlechte geschäftsleute.
mich eingeschlossen ![]()
zum glück hatte ich aber nie so viel geld in der hinterhand (z.b. durch reichen papi/mami/opa oder erbschaften), dass ich einfach nie in versuchung kam, irgendwie größenwahnsinnig zu werden und weit über meine einkommensgrenzen zu wirtschaften. ![]()
eigentlich macht man ja auch erst richtig kasse, wenn man aufhört und das mat zu geld macht. vorher ist das eine ewige geldumschichterei, da man immer das falsche mat gerade im lager hat.sicher wir das umgeschichte immer größer, aber am ende ist dann die frage ob man wen findet der alles kauft. sonst kann der verkauf ein paar jahre dauern. alternativ kann man das dann natürlich so wie hier abwickeln.
Ich vermute, dass gerade größere Firmen sehr oft Material leasen (müssen?), so dass am Ende der Geschäftstätigkeit nicht mehr viel da ist, was sich noch in Geld umwandeln lässt (wenn ich es richtig verstehen, dann war ja auch in dem hier betrachteten Fall, 'nix mehr zu holen').
Ich vermute, dass gerade größere Firmen sehr oft Material leasen (müssen?)
Das ist glaube ich je nach Philosophie unterschiedlich.
Ich habe mich mal mit einem meiner Kunden unterhalten, da war die Aussage dann, " wir legen dauerhaft eine viertel Millionen Euro Techniker Rechnungen aus bis die Kunden mal zahlen, da können wir und auch 24 Elemente CCL mit Subs und Amping in Bar bezahlen.
Das mit der in USA verzockten Kohle (wie kann man nur so blöd sein, zu glauben, dass die Amis irgendeinen Europäer an einem Business teilhaben lassen, an dem es noch irgendwas zu verdienen gibt
Auch da sollte man nicht alle über einen Kamm scheren.
(Aber die Wahrscheinlichkeit, nur als "stupid german money" betrachtet zu werden, ist schon gegeben.)
Leasing ist ab einer gewissen Größenordnung sicher sinnvoll und üblich.
Bei Soundhouse stand aber das Lager komplett mit Material voll. Davon wurde bestimmt auch die ein oder andere Anschaffung finanziert, was ich aber nicht konkret nachvollziehen kann.
Aber trotz großer Werte im Lager (ich schätze mal alleine ca. 400 braune Boxen inkl. Amping, Zubehör...) wird da am Ende nicht viel übrig bleiben. Ich bin gespannt wie viel das wirklkich ist, wenn mal die Zahlen offen liegen bzw. wie viel da für den Insolvenzverwalter weg geht. Mehrere Quellen haben mir da was von 60% berichtet.
Das Material von Soundhouse wurde komplett im Paket an eine (höchstbietende) Firma verkauft. Dort wird es wahrscheinlich auch in die Vermietung gehen bzw. weiter verkauft werden. Diverse Positionen habe ich schon auf GVT gesehen. Das was in der Autktion aufgetaucht ist, waren aus meiner Sicht die uninteressanten Reste. Die Autktion hatte also auch direkt nichts mit der Insolvenz zu tun.
Da ich mir nicht sicher bin, welche Details aus meinem letzten Angestelltenverhältnis jetzt noch unter die Verschwiegenheitspflicht fallen, werde ich dazu lieber keine konkreten Aussagen machen.
Allerdings kann ich gerne meine persönlichen Ansichten zu möglichen allgemeinen Fehlern in der Geschäftsführung kund tun:
-ich stimme WORA zu und gehe sogar noch weiter. Es gibt sogar Geschäftsführer, die von der Technik keine Ahnung haben und von kaufmännischen Regeln noch weniger!
-Es gibt immer noch Leute, die ohne Plan nach dem Schneeball System wirtschaften. Ein Loch stopft das andere. Probleme, Schulden, Finanzen.... wander von der rechten in die linke Tasche.
-Es gibt Leute, die sich an keinerlei Regeln, Vorschriften, Gesetze.... halten wollen.
-Es gibt aus meiner Sicht kein System, dass diese Leute rechtzeitig stoppt.
-Alle Mechanismen, die einem helfen können sich in einem Fall gegen solche unseriöse Gebaren zu wehren sind viel zu träge, weshalb ihre Wirksamkeit verpufft.
Interessant.
Also schon irgendwie mehr als eine "gewöhnliche" Insolvenz.
In der Versteigerung war weitestgehend nur der "Rest".
Abgesehen von vielen Zentnern Kupfer.
Man sollte sich mal eine Entmantelungsmaschine bauen.. 😅
Ansonsten olle Peripherie, abgerockte Stromverteiler, Bürokram, paar Vis ohne Case (hat man die verheizt? 🤔), 'ne kaputte Oma..
Man sollte sich mal eine Entmantelungsmaschine bauen.. 😅
...bekommste sogar bei Kaufland ![]()