Schlaufe Kabelmikrofon

  • Welchen tieferen Sinn hat denn die vor allem früher recht häufig gesehene Schlaufe am Kabelmikrofon?


    In der gleichen Sendung hat Mary Roos hier die Schlaufe ordentlich gehalten, Katja Ebstein hat dagegen sogar eher ordentlich an der Strippe gezogen. Mit einer schlechten Zugentlastung der Cannon XLR Stecker scheint es also nichts zu tun zu haben. Heute sieht man die Schlaufe kaum noch.


    (Nur noch sechs Tage online) https://www.ardmediathek.de/vi…yLWJhZWMtNDFjOGZkNzU3MTk3

  • Es war schon eine Art Zugentlastung. Aber nicht nur um die Kabeleinführung in den Steckverbinden zu schonen, sondern auch: Wenn das Kabel bei der Bühnenperformance hängen blieb, dann wurde nicht sofort das Mikrofon vom Mund weggerissen, sondern es rutsche erst das Kabel in der Hand etwas nach.

    Ich habe die Katja Ebstein Stelle nicht gesucht. Aber sie hat es dann wahrscheinlich nicht so gemacht, wie man es von ihr erwartet hat.

  • Manche führten/zogen auch das Kabel mit der anderen Hand immer wieder ein Stück zu sich - mehr, oder weniger elegant.

    Immerhin konnte damit auch die zweite Hand "etwas sinnvoll beschäftigt" werden...

    Da waren einige Künstler dann einigermaßen "lost", als die ersten VHF-Handfunken Einzug hielten und man nicht mehr ersatzweise mit der Strippe rumspielen konnte 8o

    Es gab eine Zeit, wo man in den TV-Shows wohl mit vergleichsweise winzigen Mikrofonen experimentierte (mehr Poppschutz, als Korpus...) vermutlich Kondenser/Elektrete, die manche mit 3 Fingern hielten, weil die Faust zu groß war - sah lustig aus ^^


    Ich muss schmunzeln, wenn ich Mario Barth's Show angucke und er immer wieder die Bühnenbreite - das ewig lange Kabel hinter sich herziehend - abschreitet. Die Zugentlastung muss bei ihm schon hart arbeiten iron

    Eine Hand ist am Mikro (was er auch grandios für seine Stimm-Effekte einzusetzen weiß), die andere Hand macht Gesten.

    Ihn könnte ich mir im Solo-Programm kaum mit Headset vorstellen, das Kabelmikro "gehört" einfach zur Show :thumbup:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Ich muss schmunzeln, wenn ich Mario Barth's Show angucke und er immer wieder die Bühnenbreite - das ewig lange Kabel hinter sich herziehend - abschreitet. Die Zugentlastung muss bei ihm schon hart arbeiten

    Ganz zu schweigen von Udo Lindenberg, der es gern mal im Kreis rumschleuderte...

    ...shown wir mal! :)

  • Es gab eine Zeit, wo man in den TV-Shows wohl mit vergleichsweise winzigen Mikrofonen experimentierte (mehr Poppschutz, als Korpus...) vermutlich Kondenser/Elektrete, die manche mit 3 Fingern hielten, weil die Faust zu groß war

    Ach das ist Retro und eine Reminszenz an alte Zeiten... Und ich dachte das wären Möchtegern-Influencer die mal was mit besserem Ton probieren wollen und denen niemand gezeigt hat wie es richtig geht...

  • Böse Zungen behaupteten, die Größe der Schlaufe sage etwas aus über den Schmalzgehalt...

    Ah, ich dachte immer, der Schmalzgehalt wäre proportional zur Weite der Armbewegung (des Arms, der kein Mikro halten muss).

    Dumm nur, wenn während scheinbar voller Inbrunst tönendem Gesang die Mikrofon-Hand ebenfalls Fuchtel-Bewegungen andeutet und gleich klar ist - das Mikro ist nur Requisite, weil Voll-Playback frech*


    Da konnte ich als Kind schon meine Eltern foppen, wenn sie meinten: "Oh, der singt aber schön...", "Äh...NEIN!" *finger

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Komisch, bei dem Bild mit der Kabelschlaufe muß ich unweigerlich an ein aktuelles Unterhaltungsmusikereignis denken. Eigentlich hat sich kaum was geändert:

    Die Mucke ist immer noch genau so unerträglicher Dünnschiss nur die Veranstaltungstechnik dafür ist seit damals 1000 Mal protziger geworden und es wurde eine aufwändige Dünschissbewachung etabliert.

  • Ganz zu schweigen von Udo Lindenberg, der es gern mal im Kreis rumschleuderte...

    der weltweit bekannteste "Mikrofonschwinger" war eindeutig Roger Daltrey von The Who!

    Es kann natürlich sein, dass der Name bei vielen heutigen Kollegen nicht mehr so geläufig ist...


    Aber die Kabelschlaufe an der Hand hatte definitiv nur einen Grund:
    es war einfach ein Schutz gegen unabsichliches hängenbleiben des Kabels.

    Wenn das mal passierte, zog es lediglich die Schlinge zu, aber das Mikro wurde nicht gleich aus der Hand gerissen.

    that´s all.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Hilft auch, wenn das XLR Kabel am Mikro Stecker unter der Show anfängt zu krachen. Erfahrene Personen am Mic erkennt man dann daran, dass sie die Schlaufe machen. ☺️


    Besser ist natürlich Kabel tauschen.

    music is the best - Zappa

  • Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

  • Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Na der meints aber ernst :D Schönes Tattoo auf der Schulter, meins ist größer.

  • Das war eines der ersten Dinge, die ich als "Techniker" beim Karneval im ehemaligen Osten eingebläut bekommen habe: die Sänger sollen ja eine Schlaufe halten und das haben sie auch immer brav getan nach alljährlicher Erinnerung.

    Ich habe mir das schlicht so zusammen gereimt, dass Mikrofone, Kabel und Stecker (Großtuchel) im Osten rar und teuer waren und man hat das Equipment gehegt und gepflegt, so gut es ging. Tritt man auf das Kabel mit Schlaufe, dann reißt das Kabel nicht ab oder das Mikrofon fliegt nicht gleich davon. Das erschien mir schon sinnvoll. :*