Mithöre Drahtlos

  • Mal wieder eine komische Frage von einem Lichtdesigner. ;)

    In unseren Büros über dem Veranstaltungssaal für Klassische Musik benötigen wir 4 Mithören. Leider gibt es keine Möglichkeit ein Kabel zu ziehen.

    Kennt jemand eine kostengünstige Mithörlösung um Ton vom Saal drahtlos in 4 Büros zu übertragen?

    Klang ist nicht sooo wichtig.

    Viele Grüße

    Alexander

  • Latenz?


    Existiert eine Netzwerkinfrastruktur? (kann auch WLAN-basiert sein, solange es taugt)


    In letzterem Fall könnte man einen kleinen/alten Computer mit Audiointerface im Konzertsaal einrichten und das Signal sehr einfach z.B. über Sonobus verteilen/abhören. Gibt es auch als Mobile App. Ginge sogar über mobiles Internet, dann sind die Latenzen aber wirklich recht hoch anzusetzen und Dropouts trotzdem möglich.

  • Existiert eine Netzwerkinfrastruktur?

    Das wäre mein erster Ansatz. Hier gäbe es einige preiswerte Lösunge, die nicht unbedingt DANTE heißen müssen.


    Wie schon vorgeschlagen ginge das auch über das Internet. Aus dem Saal streamen und in den Büros (ich gehe davon aus, dass im Büro mit Computern gearbeitet wird) mit hören.

    ...Holz ist braun!

  • Du kaufst:

    4 kleine aktive Studiomonitore

    1 IEM-Sender

    4 IEM-Empfänger

    2 Paddel für den IEM-Sender

    paar Kabel (XLR) und Adapter (IEM-Empfänger-Ausgang auf Eingang-Studiomonitor)


    Du routest:

    Im Pult Stereo-Out auf ein Mono-Signal (oder 'nen Mono-Mixdown im Pult) auf Output [freie Wahl]

    Output [freie Wahl] via Kabel zu Input IEM-Sender


    fertig.

    (Geräte AN schalten nicht vergessen - ach ja - gleiche, freie Frequenz einstellen bei Sender und Empfänger)



    Nachtrag:

    Wenn du jetzt noch 'ne schöne, alte analoge Strecke gebraucht findest, nimm die - dann wirst Du wohl noch vor dem Eintreffen des Schalles aus der PA das Signal im kleinen Studiomonitor haben, da Du "schneller, als der Schall" übertragen hast ^^

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • Wir haben für unsere Gastspiele eine ähnliche Problemstellung, da nicht alle unsere regelmäßig bespielten Örtlichkeiten über eine vollwertige Inspizientenanlage (Einrufe, Mithöre, Lichtzeichen, etc) verfügen.

    Gelöst ist das aktuell mit einem "System" von Mipro, da gibts stationäre Sender und entsprechend Empfänger für einen halbwegs schmalen Taler mit ausreichend Funkleistung.


    Ich weiß, dass es bei Sennheiser analog und bei Audio Technica analog geht, von Sender stationär auf Empfänger stationär zu senden. Da spart man sich das ganze Adaptieren von und zu XLR.

  • Wieso Du 2 Paddel für einen IEM Sender brauchst verstehe ich allerding nicht.

    wegen der Abstrahlcharakteristik eines Paddel.

    ...da hab' ich's lieber 'n RF-Splitter und 2 Paddel (und die 3dB Verlust wegen passiv-Splitt), dafür aber zielgerichtet in 2 Richtungen Senden ;)


    Zugegeben: muß man nicht machen und machen wohl auch die Wenigsten

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • Gelöst ist das aktuell mit einem "System" von Mipro, da gibts stationäre Sender und entsprechend Empfänger für einen halbwegs schmalen Taler mit ausreichend Funkleistung.

    Es gibt doch auch relativ günstige Systeme in etwas dickeren XLR-Steckern. Wäre hier vielleicht die einfachste Lösung. Größter Nachteil ist halt die Versorgung über USB.

  • Es gibt doch auch relativ günstige Systeme in etwas dickeren XLR-Steckern. Wäre hier vielleicht die einfachste Lösung. Größter Nachteil ist halt die Versorgung über USB.

    Ja, gibts auch, z.B. Shure SLXD.


    Wir haben uns für das Miprosystem entschieden wegen Rackmount, Zubehör und der Lösung, die es vor dem Mipromaterial gab.


    Im Grunde hängt der Preis bzw. die Materialauswahl ja so ein bisschen dran, durch wieviele Wände/Decken/Böden das Signal muss und mit wieviel Leistung gefunkt werden darf.

  • Vielen Dank für die vielen nützlichen Denkanstöße.

    Sonobus scheidet leider aus, da wir städtisch sind. Da ist das Netzwerk zu und Ports auch.

    Unser Gebäude ist alt. Vieleicht finde ich eine undokumentierte Klingeldrahtleitung zwischen Saal und darüberliegenden Büros.

    Der Saal ist ca. 9m hoch mit abgehängter Decke. Und Lochbohren ist nicht da unter der Farbe Asbest lauert.

    Zur Zeit sehe ich zwei Lösungswege.

    Eventuell ist das Stadtinterne Videokonfernzsystem ohne Zeitlimit. Dann könte man dieses für die Audioübertragung nutzen.

    Oder ich bekomme Zugriff auf eine Passive Netzwerkleitung zwischen den Stockwerken. Dann wäre alles (zu) einfach.

    Oder gibt es eine noch einfachere alternative zu Sonobus ohne das Portgefummel?

    Oder.....?

    Ich befürchte eine Funklösung wie Mipro wäre für uns zu "komplex" und zu "teuer"

    Viele Grüße

    Alexander

  • Sonobus scheidet leider aus, da wir städtisch sind. Da ist das Netzwerk zu und Ports auch.

    ...

    Oder gibt es eine noch einfachere alternative zu Sonobus ohne das Portgefummel?

    Habt ihr es denn schon ausprobiert? Habt ihr vllt. ein Technik-WiFi?


    "Gefummel" ist es eigentlich nur wenn man direkt zur Rohadresse verbindet, dann braucht man aber auch keinen Internetzugang.

    Es reicht wenn, man Empfängerseitig auf den "Sender" verbindet:



    Bei mir laufen gerade Macbook -> Thinkpad im selben Wifi mit 24ms, davon gehen alleine 5ms auf's Konto des Thinkpad-Ausgangs.


    Reaper hat noch was mit drin, braucht aber schon knapp 1 Sekunde.

    Auf geschlossene Netze dürfte aber aber alles ähnlich reagieren.

  • Sonobus scheidet leider aus, da wir städtisch sind. Da ist das Netzwerk zu und Ports auch.

    Solche Netzwerkadapter, die aus einem Gigabit-Port zwei 100/10MBit Ports machen, wären keine Option? Das "klaut" dir zwar Bandbreite, wäre dann aber parallel zum städtischen Netzwerk möglich.