USV für FOH bzw. für das Lichtpult

  • ich bin ja ein großer fan von multicores. da ist dann stom und daten in einem kabel. das reduziert den usv aufwand. eine reicht für pult und pult und stage box, artnet wandler :)

    Spielt meiner Erfahrung nach gar nicht gut. Die meisten USV haben keine echten Sinuswandler, die kommen mit grösseren Kabellängen am Ausgang oft nicht wirklich klar und schalten dann einfach grundlos ab.

    In reinen Glasfaserinfrastrukturen ist das eh nicht sinnvoll. Da haben FoH und Bühne komplett getrennte Stromanschlüsse und auch entsprechende USV. Gern auch für die Switches selber noch mal extra weil es sich a) relativ problemlos in einer 2 HE Zarge mit einbauen lässt und b) die Verkabelung vereinfacht. Und ja, das sind dann auch auf relativ übersichtlichen Jobs schon mal 4-5 USV insgesamt.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

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  • die usv ist mit sinuswelle angegeben. ich habe es noch nicht mit dem oszi kontrolliert.

    mit glasfaser hatte ich noch nicht zu tun. kann ja noch kommen.

    Was mich bei der Sammlung an usv befällt wäre die Frage: was passiert wenn der Strom nach 10min wieder da wäre, stimmen die phaselagen noch?

    Wenn ich eine usv mit 3kw Leistung habe, kann ich eigentlich jeden foh, Monitor Platz und ein bisschen sonder geraffel, sicher mit Strom versorgen. Der Abgang von einem zentralen Punkt bietetmir auch den Vorteil das ich nicht 3 Stellen anlaufen muss wenn was nicht geht. 2kwh Akku Leistung sollten für 10min auch locker reichen. Dauert der Stromausfall länger, sind eh alle auf dem Heimweg 😁

  • Wow, das ist ja mal sehr viel hilfreicher Input von euch allen, ich werde mich dann mal bei Power Walker umschauen, mein Ziel ist es die Pulte am Laufen zu erhalten wenn der Strom weg ist. Als kleiner Dienstleister hat man dann eh genug Stress.... dann brauche ich mich zumindest um Booten der Pulte nicht kümmern.


    In meiner Veranstaltungsgröße ist ein " akzeptiere ich so nicht" schwer umzusetzen. Und ich kann nicht jedem der vielen Kabel hinterherlaufen wo es am Ende angesteckt ist. Ich bin froh wenn ich meinen 32A Anschluss bekomme. Ich hatte jetzt 4 Jahre keine Stromausfälle auf meinen Veranstaltungen, quasi Glück gehabt. Nur diesmal war es nervig. Und auch wenn man nichts dafür kann, erstmal schauen dich alle böse an und fragen was los ist.


    Danke & LG Thomas

  • Spannend ist ja, wo der RCD im 32A sitzt... Vermutlich hat der Betreiber vorher keine Lust etwas umzustricken und ob man einen ohne bekommt? (Und je nachdem ob man legal selber die Unterverteilung dran hängen kann. Stört die meisten Zeltbaustellen wohl nicht).

    Zumal die neueren Forderungen ja dahin gehen, bis 32A den Einbau zu fordern, gleichzeitig man aber erkennt, dass die Anlagenverfügbarkeit höher sein soll und daher weniger Endstromkreise darüber abzusichern sind bzw. mehrere RCDs vorzusehen sind. Ich sehe hier ein gewisses praktisches Spannungsfeld und das Veranstaltungen da nur bedingt Pate standen.

    Das wird sicher noch spannend, gleichzeitig sollte dann aber auch jeder 32A seinen eigenen RCD haben.

    Mhm, wenn man USVen analog zu Generatoren sieht: Anzahl RCDs/Geräten, Netzform...? (Duck und weg).

  • Wenn Du mal erlebt hast das Dein hübsches Digitalpult (in dem Fall ein DiGiCo SD9) nach einem solchen Stromausfall zwar wieder gebootet hat, und auch auf den ersten Blick wieder korrekt funktionierte, aber sich dann im späteren Verlauf der Show herausstellte, das intern offenbar Parametersätze subtil verbogen waren

    Bekanntes Digico-Problem. Ja, dagegen hilft eine USV im Pultcase aber eigentlich darf das nicht passieren. Warum bauen die nicht gleich wie z.B. MA bei den grossen Konsolen eine Batterieversorgung direkt mit ins Pult ein?

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  • Moin,


    die Profikonsolen von ChamSys haben dann aber trotzdem alle eine USV integriert ;) Muss sowas dann verschifft werden? Oder gilt das Verbot nur für USV auf Li-Ion-Technogie? Die kleine 70er passt ja vielleicht noch ins Handgepäck...


    -skippa-

  • Bei mir ist auch eine Eaton aus der 3S Serie (Typ weiß ich net aus dem Kopf, war aber net die kleine) öfters mal dabei und liegt dann unterm Pultplatz, um den FoH zu puffern - zumindest wenn dort irgendwas ab Chimp, MQ o.ä. dabei steht oder bei VA, wo das Bauchgefühl das generell ganz gut findet.
    Die von einem Musiker im Changeover einfach mal gezogene Zuleitung ans FOH (anstatt seiner Verlängerung zum Pedal, die direkt in der Rackleiste statt im gezeigten Bühnenstrom-Dreifachstecker eingesteckt war) war damit dann glücklicherweise an dem Tag z.B. kein echter zusätzlicher Streßfaktor...

  • Die von einem Musiker im Changeover einfach mal gezogene Zuleitung ans FOH (anstatt seiner Verlängerung zum Pedal, die direkt in der Rackleiste statt im gezeigten Bühnenstrom-Dreifachstecker eingesteckt war) war damit dann glücklicherweise an dem Tag z.B. kein echter zusätzlicher Streßfaktor...

    Solange Du das direkt mit bekommst, weil die USV z.B. das Piepen anfängt...


    Wenn Du es aber erst mit bekommst, weil nach 30m der Akku leer ist (und der nächste Act da schon 15m am Spielen ist...) wär's doof...


    -> IDN: USV mit defektem oder deaktiviertem "bin-offline-Piepser".

  • In dem geschilderten Fall war es zum Glück so, dass ich gerade erst vom FoH zur Bühne gehen wollte und das Piepen begann. Daher war auch der Fehler sofort auffindbar.
    Oft habe ich bei den kleinen Baustellen in unserem Universum das Glück, dass Wege eh nicht so weit sind und ggf. so ein Piepen auffällt oder gar jemand aufmerksam ist und es meldet.

  • Wenn Du es aber erst mit bekommst, weil nach 30m der Akku leer ist (und der nächste Act da schon 15m am Spielen ist...) wär's doof...

    das ist ein wichtiger Punkt!


    Damit ich Stromausfälle sofort bemerke, habe ich bestimmte Dinge nicht auf dem USV Strom liegen.


    Das ist z.B. am FOH mein Zusatzbildschirm: wenn der Bildschirm plötzlich aus geht, dann muss der Strom weg sein. Das kann ich nicht übersehen. Das Pult und der PC laufen aber weiter, damit ich die Kontrolle über die Mutes behalte und bei Stromwiederkehr sofort wieder alles steuern kann.


    Und auf der Bühne sind einfach die Amps nicht Batteriegepuffert. Wenn dort der Strom weg ist, merkt man das also auch sofort.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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    Nachdem ich die Diskussionen über den Sinnvollen Einsatz von USV schon vor 10 Jahren mit den Kollegen geführt habe und auch in der letzten Firma (als Fachplaner) immer mal wieder unterschiedliche Ansätze zum Einsatz auf dem Tisch hatte, mal meine grundlegenden Regln:

    -Wenn der Strom ausfällt, ist eine Unterbrechung zu 99,9% sicher - mit oder ohne USV

    -Eine Unterbrechung kann nur bei "Mikro - Stromunterbrechungen" im bereich von ms (externe Netzumschaltung) durch USV verhindert werden, die man nur Findet, wenn man eine Netzüberwachung mit Datenlogger eingebaut hat

    -USV Geräte sollten immer direkt vor dem zu puffernden Gerät sein (keine großen Verteiler bzw. langen Kabel)

    -Zu puffern sind geräte die nicht hart abeschaltet werde sollten bzw. bei denen man vor dem Abschalten speichern würde und das Gerät dann herunter fahren (Mischpulte)

    -Außerdem macht es für die Show Sinn, alle Geräte zu puffern, die lange booten oder lange brauchen, bis sie weider da sind (Stage Boxen, DSPs, Rechner, Switche)
    -Auch eine USV kann defekt sein. Deshalb sollte der Einsatz immer hinterfragt werden

    -folglich macht der Einsatz für professionelle Geräte Sinn, bei denen der Hersteller schobn den Einsatz von USV vorgesehen hat: Geräte mit 2 (oder mehr) Netzteilen bzw. Anschlüssen (1x Netz, 1 x USV)

    -beim Puffern dieser Geäte bzw. der Dimensionierung der USV muss man darauf achten, dass sich die beiden Netzteile die Last teilen. Beim Netzausfall übernimmt dann das Netzteil, das auf der USV hängt die ganze Arbeit, zieht also den doppelten Strom. Wenn die USV im Normalbetrieb z.B. eine Auslastung von 60% anzeigt, kann es bei Netzausfall sein, dass sie überlastet ist und einfach Abschaltet. Damit hat man nichts gewonnen. Also nach dem Einrichten immer mal den Stecker ziehen und auf die USV schauen.

    -Man muss nicht jeden Scheiß puffern. Funkempfänger und noch wichtiger, InEar Sender haben auf der USV nichts veren. Die Band darf gerne wissen, dass das Publikum nichts mehr hört und muss nicht noch weiter spielen und sich über die komischen Reaktionen wundern.

    (-es gibt Künstler (aus Deutschland), die explizit auch bei Stromausfall mit dem Publikum kommunizieren wollen. Natürlich gibt es USVs auch im kW Bereich bzw. im Drehstromrack bis hin zum Container. Darum geht es hier wohl nicht)

    -Wie oben schon geschrieben, sollte auch der Techniker merken, dass was passiert ist. Bei mir ist nur das Pult und maximal die Kommunikation auf der USV.

    -Natürlich muss eine USV nach Gebrauch abgeschaltet werden. Geräte, die das nur aufwendig über Menüführung realisieren sind weniger praxistauglich

    -Auch die Akkus müsse getestet (vielleicht im Rahmen der VDE Prüfung) bzw. auch mal getauscht werden. Ist aber z.B bei APC kein Problem.

    -Bei längerer Lagerung macht eine Erhaltungsladung Sinn. Wir hatten die USVs im Regal immer Verkabelt und gelegentlich eingeschaltet

    -ONLINE USVs, sind nur nötig, wenn eine dreckige Spannung mit zerhacktem Sinus zu erwarten sind. Sie sind sehr schweer und können v.a. auch sehr viel Strom ziehen. Ich bin mal günstig an eine 3 KW online USV gekommen. Hatte aber max. 500W angeschlossen. Nach 30 min Arbeit auf Akku hatte ich dann endlich wieder Netz worauf sich die USV dann wohl zum Laden gleich mal die 3KW geholt hat. Hätte ich wissen können.

  • wora

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