Shockmount Rollbrett

  • Hallo zusammen,


    Ich habe da so eine Idee.

    Prinzipiell haben wir recht viele Sachen im Thoman Systemracks untergebracht. Der Transport erfolgt entweder einzeln mit den Deckeln teils auch mit Rollbrett oder in den passenden Hauben.


    Nun hab ich beim Einzeltransport immer irgendwie ein schlechtes Gewissen wenn das Zeug wieder mit übers Kopfsteinpflaster gezogen wird und die Vibrationen ungehindert auf das Equipment übertragen werden. Bisher ging dabei auch nichts kaputt, aber vielleicht haben wir einfach nur Glück gehabt. Ein bisschen was kann das Zeug ja ab.


    Nun überlege ich ob es nicht sinnvoll wäre ein Rollbrett zu konstruieren das eine gefederte Auflagefläche hat. Also quasi das eigentliche Rollbrett, dann Puffer, Federn oder Schaum und dann die eigentliche „Ladefläche“.


    Was haltet ihr davon? Hirngespinst oder sinnvoller Gedanke? Welches Federungssystem würdet ihr probieren?


    Vielen dank schon mal.

  • Eine Federung funktioniert nur ordentlich, wenn die Steifigkeit zur Last passt. Im Rack geht das noch halbwegs, weil die Steifigkeit einfach mit den HE skaliert. Bei einem Rollbrett stelle ich mir das schwieriger vor.

    Zweites Problem: Mechanik. Du willst eine Stoßdämpfung in Z-Richtung erreichen, brauchst also auch Federelemente und vor allem eine Linearführung in Z-Richtung. Wahrscheinlich kann man einfach ein Sandwich aus Holzbrett - Schaum - Holzbrett machen, wobei man die Holzplatten mit einem Gurtband an den Rändern verbindet und sichert. Schön ist auch anders. Und das große Problem wird hier Schieflast sein. Sobald eine Seite mehr belastet ist als die andere, sieht der Case-Stapel aus wie der schiefe Turm von Pisa und wird sich auch genauso beschissen von A nach B fahren lassen, insbesondere auf unebenen Grund.


    Mein Vorschlag wären luftbereifte Lenkrollen (Suchbegriff "Lenkrolle luftbereift"), am besten in Kombination mit zwei Bockrollen, damit der Turm bei der Größe eines Rollbretts nicht bei jeder blöden Stellung der Lenkrollen sofort umkippt. Die brauchen aber Platz am Rollbrett (in der Regel D > 200 mm), funktionieren dafür aber auch zuverlässig.

    Hinweis: Alle Fehler in diesem Beitrag sind KI-generiert.

  • Danke für den Input


    Die Federung in der Haube ist ja auch nichts anderes als zwei Schaumstoffstreifen. Das ist wohl bei den meisten Racksystemen dieser Bauweise so. Bei den neueren haben die sogar noch mal eine Holzplatte oben drauf gesetzt damit man die Streifen nicht vernudelt mit der Zeit.


    Eine Sackkarre hab ich natürlich auch Für Treppen sogar einen Cargomaster cc200.

    Aber ein Rollbrett mit vier Lenkrollen ist dann doch flexibler.

  • Eine Federung funktioniert nur ordentlich, wenn die Steifigkeit zur Last passt. Im Rack geht das noch halbwegs, weil die Steifigkeit einfach mit den HE skaliert. Bei einem Rollbrett stelle ich mir das schwieriger vor.

    Zweites Problem: Mechanik. Du willst eine Stoßdämpfung in Z-Richtung erreichen, brauchst also auch Federelemente und vor allem eine Linearführung in Z-Richtung. Wahrscheinlich kann man einfach ein Sandwich aus Holzbrett - Schaum - Holzbrett machen, wobei man die Holzplatten mit einem Gurtband an den Rändern verbindet und sichert. Schön ist auch anders. Und das große Problem wird hier Schieflast sein. Sobald eine Seite mehr belastet ist als die andere, sieht der Case-Stapel aus wie der schiefe Turm von Pisa und wird sich auch genauso beschissen von A nach B fahren lassen, insbesondere auf unebenen Grund.


    Mein Vorschlag wären luftbereifte Lenkrollen (Suchbegriff "Lenkrolle luftbereift"), am besten in Kombination mit zwei Bockrollen, damit der Turm bei der Größe eines Rollbretts nicht bei jeder blöden Stellung der Lenkrollen sofort umkippt. Die brauchen aber Platz am Rollbrett (in der Regel D > 200 mm), funktionieren dafür aber auch zuverlässig.

    Das ist echt mal ne fundierte Betrachtung!


    +1 für Luftbereifung. Für Kopfsteinpflaster sowieso.

  • "das klassische Rollbrett" eignet sich dafür gefühlt nicht - Luftbereifung ist meist wesentlich größer als die Standard-Rollen - und damit wird im "Worst-Case" die relevante Fläche, die die Räder abbilden noch kleiner als das bei Rollbrettern eh schon der Fall ist und das gesamte Konstrukt wir noch instabiler, als es eh schon ist.

  • Das mit der Luftbereifung war auch so die erste Idee, aber das fällt dann um sobald das kleinste Hindernis kommt. Von daher werden es schon 100er oder vlt maximal 150er Standardrollen sein müssen und die Federung muss wo anders her kommen.


    Bei extremen Pflaster hilft eh nur die Sackkarre oder ein Lader.


    Wie machen das andere Modulrackuser? Augen zu um durch? Bzw notfalls Sackkarre oder tragen?

  • Im Wesentlichen geht es doch darum die harten Stöße zu entschärfen. Da könnte Moosgummi auf dem Rollbrett schon viel ausmachen. Hab das mal ChatGPT rechnen lassen (die Langversion erspare ich uns):


    Beispielsweise könnte ein harter Stoß, der am Rollbrett kurzzeitig 5 g erzeugt, an der Kiste ungefähr folgende Größenordnung ergeben:

    • ohne Moosgummi: etwa 4–5 g
    • mit 10 mm Moosgummi: bei einer harten Fuge eventuell nur 0,5–1,5 g

    Das entspricht grob einer Stoßreduzierung um Faktor 3–10.

  • Wie machen das andere Modulrackuser? Augen zu um durch? Bzw notfalls Sackkarre oder tragen?

    Lösung bei uns war - je nach dem -

    * tragen

    * sehr langsam und vorsichtig rollern

    * Wegstrecke mit Gummimatte auslegen

    * Augen zu und durch


    jede Lösung skaliert leider nur recht eingeschränkt.


    mit am besten war gefühlt aber die Variante mit der Gummimatte - wobei bis zu 50m von den Dingern transportieren, ausrollen und hinterher wieder einsammeln auch nicht lustig ist.

    • mit 10 mm Moosgummi: bei einer harten Fuge eventuell nur 0,5–1,5 g

    (ok, eine vollflächige Platte muss auf jeden Fall sein) - aber wie reagiert 10mm Moosgummi denn, wenn da ~100kg Material drauf stehen? Wie viel von den 10mm sind dann da noch übrig?


    (100kg - sindgeschätzt grob 5-7 bestückte Modulracks mit 3HE Innenhöhe)

  • Hab das mal ChatGPT rechnen lassen (die Langversion erspare ich uns):

    da ich bisher bei deutlich mehr als 50% aller "KI" Abfragen, markant falsche Antworten erhielt, merke ich mir das erstmal nicht.

    Soll nicht heissen dass es falsch sein muss, aber ich sehe daher berechtigte Zweifel ob

    1. Die "KI"-Berechnung generell so stimmt.

    2. Ob bei diesem theoretischen Konstrukt (xx mm Moosgummi, großflächig?) i.d.P. dann evtl. doch noch andere Punkte relevant sind.

  • Um wie viel Meter Kopfsteinpflaster geht es denn?

    Ich habe keine Lust irgendwas über 100m zu schieben. Bei 2m würde ich was drunter legen. Ein dicker Teppich ist einfacher ausgelegt als alles was hier vorgeschlagen wurde

    Ansonsten gibt es die faltbaren kinderbollerwagen für den Strand. Da passen locker 3-4 19“ cases rein

  • da ich bisher bei deutlich mehr als 50% aller "KI" Abfragen, markant falsche Antworten erhielt, merke ich mir das erstmal nicht.

    Soll nicht heissen dass es falsch sein muss, aber ich sehe daher berechtigte Zweifel ob

    1. Die "KI"-Berechnung generell so stimmt.

    2. Ob bei diesem theoretischen Konstrukt (xx mm Moosgummi, großflächig?) i.d.P. dann evtl. doch noch andere Punkte relevant sind.

    Zweifel sind schon berechtigt, hab aber die Berechnung grob geprüft, sollte in der Größenordnung passen. Moosgummi auf Rollbrett ist halt mal schnell eben gemacht und braucht keine großen Investitionen. Wenn aber die ganze Last nur auf den Ecken eines Cases am Rollbrett aufliegt und das Moosgummi dort komplett zusammendrückt dämpft halt nix mehr. Dem rauen Alltag hält es auch nicht lange stand. Ist eine günstige Ab- und Zu Lösung und besser als nix. Ersetzt definitiv keine Schock-Mount Racks.

  • wenn da 100kg mat transportiert werden sollen, dann sollte auch das geld drinn sein, sich ein entsprechendes Schwingmetall rank zu bauen. man kann sich ja gewissermaßen eine transpflex in hochkant denken, die dann unten eben ein passendes Rollbrett drunter bekommt. was mir bei sowas mehr sorgen macht, ist das kipp Moment auf dem Pflaster.

    aber nochmal: um wie viele meter geht es denn?


    es gibt doch offensichtlich eine location die da betreut wird. name ist eher egal, aber der weg bleibt ja der gleiche !

  • Grundsätzlich ist ja das Budget da für die passenden Haubencases. Die sind auch im Lager. Die sind auch klasse, da alles schön vorverkabelt werden kann und auf der Baustelle keine Rackdeckelwald rumsteht.


    Manchmal macht es halt einfach wenig Sinn mit diesen auszurücken, z.B. wenn eine Kleine Veranstaltung mit dem PKW abgefrühstückt wird, oder man alleine unterwegs ist, da ist man ja froh um jedes eingesparte kg. Auch bei vielen Treppen tut man sich ohne Haubencase leichter.

    Modulracks haben ja genau den Vorteil das sie seperat oder im Verbund transportiert werden können.


    Der Hof vorm Lager ist auch mit Kleinsteinpflaster gepflastert.


    Typischerweise sind das dann z.b. 100kg für Wing Rack, 1-2 Vadas 12k4d, Router, Funkstrecken.

    Also die typische Konferenz, Hochzeit, Firmenfeier o.ä.


    Ich mach mal einen Versuch mit Verbundschaumstoff, da liegt bestimmt irgendwo was rum.

  • Sinnvoller wäre vermutlich, konsequent auf Shock-Mount-Racks zu setzen.

    Ich hab mir da auch schon überlegt. Z.B. die bagax von srv gefallen mir recht gut. Allerdings schneide ich gern mal für z.B. Antennen an den teilen rum oder schraube innen irgendwelche Switches, Netzteile und was sonst so rumfliegt an das Gehäuse der Modulrack. Da stört der rahmen dann wieder. Da sind die relativ günstigen Dinger vom Thomann grad recht.

  • Wir schieben die Modulracks damit rum:

    Thon Multiflex Racklid I 8U MK II
    Thon Multiflex Haubencase I (max. 8 HE), 9mm Multiplex, schwarz PVC beschichtet, 30 x 30 mm Alukanten, mind. 2 cm Schaumstoffpolsterung, große Stahlkugelecken,…
    www.thomann.de

    Thon Multiflex 4U Extension MK II
    Thon Multiflex 4HE Erweiterungsring, aus 9 mm Multiplex schwarz, passend für 476547 und 476548 Racks, 30 x 30mm Alukante, 2cm Schaumstoffpolsterung, 4…
    www.thomann.de


    Auch mal in einer Multiflex. Aber eben auch mal mit Front und Heckdeckel seperat. Dafür hätte ich einfach eine schöne Lösung außerhalb von einer Sackkarre


    Bei dem normalen Rollbrett:

    Thon Wheelboard w/Brakes Multiflex
    Thon Rollenbrett passend für Thon Multiflex Modulracks, aus 18mm Multiplex schwarz lackiert, Vertiefungen eingefräst für Multiflex System Racks, Montagelaschen…
    www.thomann.de

    habe ich immer etwas Mitleid mit den Geräten. Vlt. Ist aber mein bedenken einfach unbegründet.

    Andererseits frage ich mich dann für was es Shockmountracks gibt.