FOH Zelte

  • Vor allem gibt es bei z.B. Mastertent auch so schöne vierfüßige Pavilions mit 4x6m.

    Da bringt man schon so einiges unter.

    Eine Nummer kleiner 3x4 und 3x3 hab ich auch noch. Die Dinger sind super Praktisch und auch mal für auf oder Abbau als Lagerzelt gut zu gebrauchen damit es nicht unnötig in die Kisten rein regnet.

    Aufbauzeit 1 min. Mit Seitenplanen vlt. Fünf.

    Klar kostet das schon mal ordentlich Geld. Dafür halten die gefühlt ewig wenn man nur ein bisschen darauf aufpasst.

  • Da ich gerade überlege, ob ich mir ein typisches Faltzelt (=> LINK) oder das von maccaldres bzw. e-on hier erwähnte Steckzelt (=> LINK) kaufe,

    Was soll denn da drunter stehen und wie viel ist das wert?


    Ich stelle mir folgendes Szenario vor: FOH bei einer mittelgroßen Veranstaltung, es kommt schlecht Wetter auf (Wind und Regen), irgendwann wird die Entscheidung zum Abbruch getroffen. Den FOH brauchst Du wahrscheinlich noch, um die Leute geordnet vom Gelände runter zu bekommen, Du kannst also nicht bereits das Mischpult abstecken und den Case-Deckel drauf. Bis Du das kannst, hat der Wind das Zelt (das eine wie das andere) entweder weg geweht oder - wenn es gut angebunden war, zerlegt. Danach ist innerhalb von Sekunden das Pult klitschnass - selbst wenn Du dann den Deckel drauf bekommst, ist da erst einmal viel Wasser im Case...


    Darum die Frage, wie viel das Zeugs wert ist: Wenn wir da über einen dreistelligen Betrag reden, kann man an diese Frage anders ran gehen, als wenn das ein fünfstelliger Betrag ist - und die Chance eines wirtschaftlichen Totalschadens steht da tatsächlich im Raum.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Deine Bedenken sind nachvollziehbar und betreffen insofern viele hier im Thread vorgeschlagenen Lösungen gleichermaßén. Weil dabei die ganz interessant aussehende Steckzeltlösung angesprochen wurde, hab ich mich mal drangehängt, auch wenn das hier der Profi-Bereich ist und ich selbst im Hobby-Bereich unterwegs bin. Sturmfeste Konstruktionen erwarte ich jedenfalls nicht und die Möglichkeiten und Grenzen sind mir bewusst.


    Zur Einordnung: Das Zeug unter dem Zelt kostet in meinem Fall je nach Setup vermulich irgendwas zwischen 1-1,5k (Wireless-Lösung mit Pult auf der Bühne / FOH Mit Fader-Controller, ein paar Tablets, IEM-System für Monitor + Funkmikro für Talkback) bis hin zu um die 3k (mit Behringer Wing). Also durchaus gemäßigt.


    Die Zeit die man da beim typischen FoH-Zelt spart weil man die Seitenwände nicht einbauen muss geht für die Suche nach und das sortieren von Einzelteilen wieder drauf.

    Da hast du den Nagel wohl auf den Kopf getroffen. ^^

  • Mein Lieblingszelt ist definit das, was jemand anders aufbaut! (Und verantwortlich dafür ist - „Du, ähm, es tropft auf mein Pult, kannst Du da mal“)


    Ansonsten sind EZ Ups (Faltzelt) super. Einer meiner Kunden hat mehrere 3x3m Zelte, lassen sich prima zu zweit hinstellen (notfalls alleine, am besten zu viert), und sind relativ windfest mit guten Zeltnägeln oder Gewichten. Mit Alter oder mangelnder Pflege werden die kleinen Löcher im Dach immer mehr, und die original Wände mit Reisverschluß sind alle verschütt gegangen, würden aber durch Wände mit guten Klettbändern ersetzt.


    Sound kannste vergessen. IdR laufe ich bei meinen paar FOH gigs alle paar Songs nach draußen, bei einem ist die Ops Position eh schon so unterirdisch, dass ich drauf angewisen bin dass mir die Kollegen ehrliches Feedback geben. Da arbeite ich aber auch mit einem Monitor (Lautsprecher).

  • Zur Einordnung: Das Zeug unter dem Zelt kostet in meinem Fall je nach Setup vermulich irgendwas zwischen 1-1,5k (Wireless-Lösung mit Pult auf der Bühne / FOH Mit Fader-Controller, ein paar Tablets, IEM-System für Monitor + Funkmikro für Talkback) bis hin zu um die 3k (mit Behringer Wing). Also durchaus gemäßigt.

    Unter der Annahme, dass das FOH-Zelt vielleicht nicht mehr kosten soll als die Technik darunter sind die verlinkten Lösungen vertretbar. Zumal man wenig und kleine Technik einfacher mit einer Plane schützen kann.


    Bitte dann noch gut "festbinden", damit Personenschäden unwahrscheinlich werden.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Anders Szenario: Für eine Absage duch den Veranstalter ist das Wetter noch nicht schlecht genug. Die Band spielt auf einer überdachten Bühne, Bier- und Rosterstände machen es sich in ihren Buden gemütlich. Für den gelegendlichen mittelstarken Nieselregen will ich was über dem Kopf und der FOH-Technik haben. Das sollte, wenn ich es 3–4x im Jahr verwende, so 6–10 Jahre halten. Unter der Plane ist Material für 5k€ bis 10k€.

    Was würdet ihr für eine sinnvolle Preisspanne halten?


    Gruß Mock

  • Ich würde einfach keinen Kompromiss eingehen - und die Einsatztage sind ja nicht nur die, wo es regnet sondern wo man generell "selbst" sich ein FOH-Zelt aufbaut, einfach, weil man ein outdoor-VA hat.


    Zudem - für ein Pultcase gibt man ja auch Geld aus - und das, obwohl man es evtl. sogar noch seltener brauchen würde, weil man ja das Pult im Auto problemlos auf die Rückbank legen kann (ok, unfairer Vergleich)


    so oder so - wenn ich ein eigenes Zelt anschaffe würde ich es unterhalb von sowas wie Protent 2000 nicht machen. Und ja, dann kostet das Ding halt auch grob 1.5k. Dafür tut's dann aber auch seinen Job.

  • Wenn ich bei einer VA ein eigenes Zelt benötige, dann habe ich diese Variante. Ist kostengünstig und schnell aufgebaut.



    In der Rückwand hab ich mir noch eine Tür eingebaut. Für den Transport finde ich es ganz handlich.



    Wenn es natürlich jedes WE im Einsatz wäre, dann würde ich auch ein qualitativ besseres Teil empfehlen.

  • Ein Mastertent 4,50 x 3m kostet mich 2500€ plus Steuern. Wert ist es das bestimmt – aber tuts nicht auch ne Nummer kleiner? Ich möchte keine Bilobaumarktwegwerfqualität, aber muss es der Mercedes unter den Zelten sein? Mich interessiert vor allem die (Langzeit-) Erfahrung in der Praxis. Was würdet ihr empfehlen?


    Gruß Mock

  • Dancover, die Serie mit den Stahlgestellen (Alu taugt in der Klasse nix), ohne Fenster (reissen leicht) und möglichst klein. Ab 3x3m ist mir bei denen das Verhältnis zwischen Windangriffsfläche und geschätzter Belastbarkeit der Profile und Kunststoffverbinder zu ungünstig. Da muss dann Mastertent her.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Ich hab für den heimischen Garten von Toolport einen Faltpavillon. Das ist schon etwas anderes als diese gesteckten Dinger aus dem Baumarkt. Wiegt in der Premium Version aus Stahl bei 3x4,5 Meter knapp 50 Kilo. Bekomme ich zur Not auch alleine aufgebaut. Die Premium Line aus Aluminium liegt dann bei knapp unter 40 Kilo in der Größe. Preislich irgendwo zwischen 300 und 800 EUR je nach Variante.

  • Ein Mastertent 4,50 x 3m kostet mich 2500€ plus Steuern. Wert ist es das bestimmt – aber tuts nicht auch ne Nummer kleiner? Ich möchte keine Bilobaumarktwegwerfqualität, aber muss es der Mercedes unter den Zelten sein? Mich interessiert vor allem die (Langzeit-) Erfahrung in der Praxis. Was würdet ihr empfehlen?


    Gruß Mock

    schau mal bei Dancover:

    Die gibt's in der Steel-Variante (4-eckige Füße - leichter, günstiger) und in der SteelPRO-Variante (6-eckige Füße, stabiler, Gewicht immer noch Handlebar).

    Preis / Leistung TipTop ! Schon einige im Einsatz (sowohl die normale, als auch die Pro-Variante) seit Jahren. Nach paar Jahren draußen lohnt es sich mal 'n neues Dach zu holen. Würde mal behaupten, daß nach 500 Sonnentagen das ganze ausbleicht und leicht brüchig wird (Schwarzes Dach). Absolut Regendicht sind die Zelte ebenfalls, was bei vielen "gegen Wasser imprägnierten Stoffe" nicht wirklich der Fall ist. Aufbau alleine 5 Minuten [10min mit Seitenteilen] (3x3m² Flextent - für ein 4,5x3m²-Zelt sollte man zu zweit sein - Aufbautipp: Gestänge auf etwa 2x2m aufklappen, Dachplane drüber, in der Mitte drunter stehen und das Mittlere Kreuz nach oben drücken - dann kommen die 4 Füße automatisch durch das Eigengewicht nach außen. Füße einzeln die letzten paar cm bis zum Einrasten hochschieben, dann einen Fuß auf die erste Höhe bringen, danach die anderen 3 im oder gegen den Uhrzeigersinn ausfahren, Seitenplanen einkletten und Reißverschlüsse schließen, dann auf gewünschte Höhe fahren).

    Seitenteile gibt's verschiedene (am Stück, mit Fenster, mit Reißverschluß (Eingang) mittig)


    Hab' mir auch 'n Flextent von Dancover 3x3 geholt [die jahrelange positive Erfahrung damit hat mich davon überzeugt eines selber zu holen]. Ersatzteile und einzelne Planen gibt's bei denen ebenfalls. Transporttasche mit Rollen ist bei der PRO-Variante dabei. die "normale" Variante hat 'ne Tasche ohne Rollen.


    ...und bei Dancover ist man sehr weit unter dem Preis, den Du genannt hast ;)

    (aktuell 40% Frühlings-Rabatt ! ;) )

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • Schaue Dir mal das Decathlon Arpanaz Fresh an. So ein Zelt stand vom 29. Dezember 2025 bis Ende April bei uns im Garten als Abdeckung für unseren SPA. Das Ding hat tatsächlich über manchen Sturm gehalten - wir haben gestaunt, dass es nach dem Abbauen aussah wie neu. Es stand ungeschützt in der Westwind-Drift. Aufbau in 10 Minuten problemlos möglich. Allerdings müssten halt schon vielleicht ein paar Bodenplatten gesetzt werden, damit das Zelt etwas abgespannt werden kann.


    https://www.decathlon.ch/de/p/aufenthaltszelt-stangenzelt-arpenaz-base-fresh-grosse-l/308178/m8554912?utm_source=google&utm_medium=cpx&utm_campaign=ch_t-perf_ct-pmax_n-mountain-top_ts-gen_f-cv_o-roas_spu-hik_pnl-ecom_l-de_pp-gads_bm-roa_pr-cpc_&gad_source=1&gad_campaignid=23601235144&gbraid=0AAAAABUWyCP2_hGq_VAbF-Y_5AJbqSlRp&gclid=Cj0KCQjwk_bPBhDXARIsACiq8R1LeZDT8oOIj_YVZ6Pu4J9q5YRBDDU7FZEM6cN6rKf_TDk5dGR3ebcaAiFREALw_wcB

  • secluded: Bei Dancover finde ich die Preise der Ersatzteile im Verhältnis zum Produktpreis schon echt gesalzen. Aber immerhin gibt es welche...


    Seven: Bei Toolport finde ich die günstigste Lösung mit allem Anschein nach robuster Konstruktion (40mm Sechskant Stahl 1,2mm pulverbeschichtet, Fußplatten-Dreiecke 100mm, Erdanker und Abspannseile im Lieferumfang, Plane PE mit PVC-Beschichtung oder PVC-Plane, Transporttasche mit Rollen). Bist du auch nach längerer Zeit noch zufrieden mit dem Zelt und welche Plane hast du gewählt?


    ERICH: Wo hast du dir dieses günstige NoName-Zelt gekauft? Im unübersichtlichen Markt der Billig-Angebote wäre ein Tipp ganz brauchbar, auch weil die kleinen Maße interessant sind.

  • ebenfalls Dancover - das kleine 2x2m Steel (ohne Pro) ist auch ganz gut.

    secluded: Bei Dancover finde ich die Preise der Ersatzteile im Verhältnis zum Produktpreis schon echt gesalzen. Aber immerhin gibt es welche...

    geht eigentlich, finde ich. Besser als gar keine, wie Du schon erwähntest, definitiv. Aber ich muß sagen, daß da echt nur bei 8 BFT mit schlechter Abspannung oder Grober Fahrlässigkeit etwas kaputt geht bei der Pro-Serie.

    "geht nicht" ? - gibt's nicht !

    ...ja, das war schon immer mein Avatar :evil:

    "Mit der Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens" (Friedrich Schiller, "Jungfrau von Orleans" )

  • secluded: Bei Dancover finde ich die Preise der Ersatzteile im Verhältnis zum Produktpreis schon echt gesalzen. Aber immerhin gibt es welche...


    Seven: Bei Toolport finde ich die günstigste Lösung mit allem Anschein nach robuster Konstruktion (40mm Sechskant Stahl 1,2mm pulverbeschichtet, Fußplatten-Dreiecke 100mm, Erdanker und Abspannseile im Lieferumfang, Plane PE mit PVC-Beschichtung oder PVC-Plane, Transporttasche mit Rollen). Bist du auch nach längerer Zeit noch zufrieden mit dem Zelt und welche Plane hast du gewählt?


    ERICH: Wo hast du dir dieses günstige NoName-Zelt gekauft? Im unübersichtlichen Markt der Billig-Angebote wäre ein Tipp ganz brauchbar, auch weil die kleinen Maße interessant sind. Dachplane ist aus PVC-beschichtetem Polyester.

    Ich habe das ganze ohne Seitenteile. Habe das Ding jetzt 5 Jahre oder so und es kommt pro Jahr vielleicht 3-5x zum Einsatz. Abnutzung sehe ich keine. Beim letzten Kita-Fest gab es ein Sammelsurium an Pavillons. Aber ich wurde quasi von allen anderen Eltern gefragt, wo ich denn diesen Pavillon her hätte. Es ist halt - wie gesagt - was anderes als diese Steck-Dinger. Man hat es fix aufgebaut. Man braucht kein Werkzeug. Man hat keine losen Teile. Das Ganze passt gut in den Trolley und rollte mit diesem auch elegant zum Auto. Also: Bin sehr zufrieden damit. Angenehm finde ich auch, dass man 2,12 Höhe hinbekommt. Aber ich habe es eben auch nicht als FOH-Pavillon im Einsatz und die Anzahl der Nutzungstage ist überschaubar bislang. Am FOH bin ich froh, dass die Dinge immer gestellt werden und dann auch ballastiert werden.

  • ebenfalls Dancover - das kleine 2x2m Steel (ohne Pro) ist auch ganz gut.

    Haben wir 2 davon, und die sind regelmässig unterwegs.


    Vorteil:

    - passen auf 2 Standardpodeste wenn der Untergrund mal wieder so gar nix taugt oder die Abwasserströme vom Ausschank nebenan sonst direkt ins FoH-Zelt laufen würden.

    - Für den Preis insgesamt echt robust und gewichtsmässig noch allein zu handeln.

    - Der Erweiterungssatz der 3x3-Zelte der gleichen Serie (Regenrinne und Verbinder für die Seitenplanen) passt, damit kann man die auch als 4x2 aufbauen.


    Nachteile:

    - 2x2m sind echt klein. Wenn man wegen Regen noch etwas Abstand zur vorderen Zeltöffnung halten möchte passen da grade so eine DM7EX und eine GMA3 Compact XT auf Cases und 2 Leute stehend rein. Das war's dann aber auch.

    - Die Kunststoffecken und die Auszugsverriegelungen der Beine brechen bei grober Behandlung auch mal. Am besten beizeiten Ersatz auf Lager legen.

    - Die Reissverschluss-Schiffchen brechen gern, sind aber auswechselbar. Auch hier am besten gleich Ersatz mit bestellen.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • Hab gerade ein paar Seiten mit - wie ich finde - richtig guten Hinweisen zu Faltzelten gefunden. Leider hat der Inhaber den Shop vor gut 2 Wochen geschlossen. Dennoch finde ich die Praxisberichte und Tipps sehr brauchbar:

    EDIT: Der Anbieter hatte ein "Compact"-Faltzelt mit nur rund 1m Packmaß im Angebot, welches sich wohl auch in der Vermietung sehr bewährt hat. Ein vergleichbares Modell gibt es von Duratent: Duratent Hexa Compact. Das scheint eine qualitativ gute Lösung zu sein - und das kleine Packmaß finde ich super. Die sonst üblichen 1,6m Packmaß passen, wenn es nur um "kleines Besteck" geht, nicht so einfach in jedes Fahrzeug.

    Einmal editiert, zuletzt von Hanseat ()