I don't need that, 2.0

  • - Veranstaltungsorte, die es konsistent nicht hinbekommen, einem verbindlich Termine und zugehörige Künstleranforderungen nebst Zeiten zu liefern... trotz diverser Hinweise und Bitten ..


    - Ehrenamtliche Vereine, die bei Veranstaltungen scheinbar nur aus einer Person (und einem Aufbauhelfer) bestehen .. aber wehe es gibt Gratis-Weihnachtsessen ...


    IDN2:

    Hobby-Theater-Truppe

    Oder: wie verscherze ich es mir am einfachsten mit dem örtlichen Techniker


    -der vorhandene Rider wird im Vorfeld einfach mal mit Bleistift zusammengestrichen und unleserlich "modifiziert" ..

    - schon um 12h Get-In ankündigen, dann aber nur mit 2 Leute aufschlagen, die "Band" erst um 14h bestellen. Und um 16h zum Soundcheck sind von 9 Schauspieler 4 immer noch nicht da ...

    - dafür stehen und sitzen alle anderen Beteiligten grundsätzlich mitten im Weg, quatschen laut, laufen über die Bühne und durch den Saal, stören den Soundcheck - anstatt einfach mal im Nebenraum oder der Garderobe zu warten

    - später taucht bei der Band spontan noch ne Sängerin auf, die nicht auf dem Rider stand. Dafür versteckt sie sich dann im Schatten des Front-Lautsprechers ..

    - Die "Theater-Leitung" paritätisch besetzen.

    - Die beiden haben komplett unterschiedliche Ablaufpläne.

    - nach Besprechen des Ablaufs noch 5x den Ablauf ändern

    - Die schwere Deko-Kiste einfach mal mitten auf das hinter der Bühne geparkte Mischpult stellen ..

    - Bühnedeko an den hauseigenen Samt-Backdrop antackern

    - Musiker philosophiert ausschweifend über die Mikrofonie des Akkordeons des immer noch abwesenden Kollegen: .. ja, da brauchen wir noch ein Mikro. So ein Chor Mikro .. so ein HiHat Mikro ... sowas hier .. und greift ungefragt ein SM57 aus meinem Koffer.

    - ein E-Piano taucht auf. Ich mit der DI Box in der Hand: "Sollen wir das nicht vielleicht an die Anlage... ?" Nee, nee, das geht so ... *seufz*

    - 17h geplanter Einlass, 16:45 Soundcheck Ende. Durchatmen. 16:55 betritt ein Chor die Bühne (WTF? Welcher Chor ??)

    - 17:05: Ansage: wir verschieben den Einlass, wir brauchen noch ein bißchen ...

    - einen "Funkmikrofon- und Einspielerbeauftragten" bestellen, der nicht in der Lage ist, ein Funkmikrofonempfänger an eine Stagebox anzuschließen bzw. selbstständig abzubauen, die Batterien in der Pause zu überprüfen und panisch wird, als man ihm mitteilt, er solle doch bitte seinem Ablaufplan nach die zugehörigen Mute-Tasten der Mikros drücken.

    Ich hab's dann selbst gemacht.

    Aber falsche Ansagen bekommen.

    Dafür haben einige "Künstler" nach der Pause erst gar kein Headset mehr aufgesetzt.


    Am Ende haben sich alle artig bedankt und auch den guten Monitorsound gelobt .. seufz ...


    Vielleicht hätte ich besser Kindergärtner werden sollen ... Herzlichen 3ten Advent...

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  • "Vielleicht hätte ich besser Kindergärtner werden sollen ..."


    Das erinnert mich an eine Tourleiterin, mit der ich mal unterwegs war: "Ach weißt du, Schätzchen, hab ich frieher gemacht Ausbildung als Opärnsängarin, da war meine ungarische Akzent im Weg, dann hab ich gemacht Ballett, da war bald meine Figur im Weg. Bin ich danach ausgestiegen aus die Kinstlerwelt und hab gemacht Kindergärtnerin, war aber auch bläd mit die ungezogenen Fratzen. Dann hab ich gemacht Bardame in Puff, und damit bin ich jetzt bästens qualifiziert für Tourneeleitung."

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • Ich habe das LTS Thema abgetrennt. Aus meiner Sicht ist das keine ungerechtfertigte Anklage, sondern ein interessantes Phänomen, dem Du ja dank Oliver auf die Spur gehst. Der Lautsprecher selber ist hier ja nun wirklich genug und lobend erwähnt worden. Am Speaker selber wird es nicht liegen, höchstens an dessen Anwendung.


    Ich finde es als sehr legitim, dem Fehler auf den Grund zu gehen und aus Gründen der Transparenz auch Typ und Marke zu nennen...

  • ha ha, ja, sowas kenne ich auch noch. da hätte ich noch was:


    - als wir damals beim bühnenbau in 12m höhe mit turnschuhen und ohne sicherung die dachplatten auf die obersten träger auflegten - natürlich bei wind! ;-)
    wir haben es überlebt, weil wir einfach nicht runterfallen WOLLTEN.


    und wer zur hölle brauchte damals schon einen staplerschein. wer es schaffte, ganz zum schluss noch mit einer eleganten drehung die dachplatten oben in den trailer reinzubringen, der hatte den job.


    das ist nun schon ein paar jahrzehnte her... und ich bin irgendwie doch froh, dass wir heute bessere regeln - und vor allem ein besseres risikoverständnis! - haben.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von wora ()

  • ...als wir damals noch zum Einleuchten am Kabelbaum ins Rigg hochgeklettert sind...

    Jaja, der Strang HAN16-Lastcores machte es möglich.

    Versuch das mal heutzutage bei einer ömmeligen Schuko + CAT5.

    Entweder du reisst das Bindfädchen in Zwei, oder der Operator zieht dich am Hals mit der (mittlerweile mehradrig gebrochenen) Datenleitung persönlich ins Rigg!

  • IDN: Künstler kommt 1h vor Beginn zum Event, drückt mir eine DVD in die Hand und fragt mich, ob wir die spielen können. Gut, ein Laptop des Kunden steht eh da und ist mit dem Beamer verbunden. Da lässt sich aber das CD Laufwerk nicht mehr öffnen. Gut, schnell meinen Laptop geholt, DVD gerippt und auf einen Stick kopiert. Läuft. Super! Jetzt noch eine Audioleitung vom Laptop zum Mischpult bauen - läuft. Es brummt zwar wie Sau, aber da lässt sich nix mehr machen und wenn der Film läuft, ist es nicht mehr zu hören.


    Zufrieden, dass das Problem gelöst werden konnte, obwohl ich offiziell gar kein Equipment vor Ort hatte, setzte ich mich wieder ans FOH. 15 Minuten bis Einlass.


    Kommt der Künstler mit einer ausgedruckten Grafik zu mir. "Können Sie das mit dem Beamer zeigen?"


    WTF?!


    Ich hab' dann mit dem Smartphone ein Foto davon gemacht und es per Mail auf den Laptop geschickt. Läuft und sieht erstaunlich gut aus.


    Kunde: "Kann man da die Farben noch intensiver machen?"


    ...ich hätte zwar sogar auf dem Laptop noch ein Grafikprogramm gehabt, mit dem ich das geschafft hätte. Ich hab dann aber nein gesagt...

  • sehr gut gemacht.

    auch das mit dem „nein“ :-)


    so hätte ich das gar nicht machen können, weil ich auf meinem produktionslaptop keine internetverbindung habe (niemals nie) und auch kein DVD laufwerk ;-)

    ausserdem hab ich in meinem leben noch nie eine DVD gerippt. ich hätte mich da erstmal einarbeiten müssen.

    mit diesem unabgesprochenen sonderservice wäre also bei mir deutlich früher schluss gewesen.8)

  • "muss dann nachberechnet werden, weil das so weder bestellt noch vorbereitet war. Klären sie das mit $Auftraggeber und wir bekommen das hin" - Diese zwei Sätze lösen viele Probleme. Selbst wenn $Auftraggeber das später nicht nachzahlen will oder man es garnicht in Rechnung stellt schafft das ein Grundverständnis dafür, dass manche Dinge entweder ordentlich abgesprochen gehören oder eben Geld kosten.