I don't need that, 2.0

  • Allerdings kann ich per eMail alles mögliche Anhängen, egal ob nun ein PDF, ein Worddokument, ein Excelfile oder sonst was. Mach das mal mit wart's ab.

    Da spricht der Profi. ;)


    Noch mal: Es geht nicht darum, dass ein Instant Messenger irgendwie andere Kommunikationsmittel ersetzt, sondern ergänzt.

    Und der Versuch eine komplett andere Funktionalität auf ein anderes Medium zu übertragen, bspw. einen Gruppenchat per Mail, ist komplett bescheuert. Man kann mit Sprachnachrichten im Sekundentakt auch einen Anruf mit sehr langer Latenz simulieren, auch bescheuert. Genauso wie die Korrespondenz mit dem Kunden über WhatsApp anstatt einer E-Mail abzuwickeln.

    Es gibt für jede Anwendung, das richtige Mittel. Als schnelles Hilfsmittel zur Kommunikation im Team vor Ort oder um mal kurz bei einem Kollegen nachzufragen, ob er an einem Termin noch Zeit hat, ist nun einmal eine legitime Nutzung eines IMs. Muss man nicht so machen, kann man aber so machen.

  • Muss man nicht so machen, kann man aber so machen.

    Korrekt und ich mach das eben anders.

    Wenn ich auf dem Parkplatz stehe und "idle" um meine Fahrzeitunterbrechung einzuhalten, warum nicht?

    Dann bist du aber nicht "arbeiten" sondern Freizeit. Bitte nicht verwechseln, sofern du mir an dieser Stelle folgen kannst.


    Oder ich höre zu und lese nebenbei mit dem gleichen Effekt.

    Du solltest dringend deine Arbeitseinstellung überdenken.

    Ich frage mal anders: Darf der LKW Fahrer mit dem vollen 48 Tonner auch nebenbei Zeitung lesen oder nach der Kaffemaschine sehen? Ich meine er fährt ja eh nur 80 und das hauptsächlich gerade aus. Da macht ein bisschen Nebenbeschäftigung sicher nix aus, oder? Fühlst du dich dann auf der Straße sicher oder willst du das?

    Und nein, das ist nix anderes. Es ist exakt die Arbeitsbedingung, welche auch du inne hast, wenn du am Pult sitzt.


    Oder man hat etwas richtig gemacht, wenn man so entspannt ist und die Technik so im Griff hat, dass man weiß, dass nichts passieren kann

    Weißt du das im Voraus? Wo hast du deine Kristallkugel her?



    und wenn doch etwas unvorhergesehenes passiert, man direkt eingreifen kann.

    Sicher, aber erst nachdem das Handy irgendwie in der dann vorhandenen Stresssituation irgendwohin abgelegt wurde und man sich erst mal besinnen muss. In der Zeit piept es kräftig und/oder dem Künstler auf der Bühne fällt der Arm ab, weil er mit dem Aufzeigen, dass er etwas von dir braucht, nicht mehr nachkommt. Super!

  • gegenfrage:

    Karel, wie konnten wir bisher nur überleben ... ohne whatsapp?? ;)

    Überleben kann ich vor allem nicht ohne Kaffee 😬

    Genau darum geht es mir eben: ein neues Werkzeug sinnvoll nutzen. Wobei neu ja nun relativ ist.


    Ich hänge gerade auf einem stadtfest, sammelparkplatz ist hinter einer Bühne, und heute morgen kam dann wieder Mal genau so ein Fall: Techniker einer der anderen Bühnen schreibt in die Gruppe „wer als nächstes vom Parkplatz zu mir hoch kommt bitte von dort die Tom Mirkos mitbringen die gestern da hin gewandert sind“.


    Weder von dem Techniker noch von der Hälfte der antwortenden Leute hatte ich die tel. Nr. Bzw. Die E-Mail Adresse, trotzdem sind wir gemeinsam in der Gruppe und können bequem kommunizieren.


    Klar geht das auch auf anderen wegen, aber so ist es unschlagbar praktisch.


    Und daher wieder die Frage: wie kann man genau solche Dinge handhaben ohne zurück in die Steinzeit zu müssen oder Komfort Verlust zu haben?

  • Wenn man so deppert ist und das Zeug vergisst, dann muss man eben

    a) selbst dafür sorgen dass das Material vor Ort ist, sprich seinen Hintern in Bewegung setzen

    b) man ruft (TELEFON, SPRACHE!!!!!) jemanden an, von dem man weiß, dass er auf dem Weg ist. Da bin ich mir dann auch sicher und weiß direkt was Sache ist.


    Bis ich so eine Nachricht in das Smartphone getippert habe, habe ich schon 5 Leute angerufen und weiß dann eben direkt, ob die das Übernehmen oder nicht und muss nicht auf die Nachricht warten, von der ich nicht mal weiß ob sie denn gelesen wurde.


    Und nein das Argument von wegen man erreiche damit ja gleichtzeit viele ist unerheblich, denn der Kollege weiß ja anscheinend genau wer da auf dem Weg ist und falls nicht pP.


    Also immer noch kein Mehrwert gegenüber einer altmodischen Kommunkation wie Telefon.

  • Du hast den Umstand ignoriert das derjenige genau wie ich

    A: nicht weiß wer gerade auf dem Weg ist

    B: er gar nicht alle Nummern hatte, und selbst wenn es im Vorfeld eine Liste gegeben hätte wären da niemals alle Vertretungen, Praktikanten oder sonstige spontane Zugänge bei gewesen, bei WhatsApp wurden die sukzessive zugefügt von diversen anderen.

    C: die Mikros nicht vergessen wurden sondern aufgrund einer spontanen Änderung bei einer Band wandern mussten also nichts was man im Vorfeld planen konnte

    D: es schlicht nicht wahr ist das das tippen dieser zehn Worte länger dauern würde als auf gut Glück verschiedene Leute anzurufen.

  • A-C implizieren daher Version a) Hinterteil in Bewegung setzen.

    D ist bei mir so. Ich bin im Umgang mit kleinen, fummeligen und unzuverlässigen weil nicht spotan reagierenden Dingen recht fuchtig. Für mich ist daher der altmodische Anruf zuverlässiger und schneller.

  • Und daher wieder die Frage: wie kann man genau solche Dinge handhaben ohne zurück in die Steinzeit zu müssen oder Komfort Verlust zu haben?

    das hatten wir doch schon mehrfach angesprochen: es gibt seit jahren funktionierende konkurrenz zu whatsapp, die man tatsächlich auch legal in der arbeitsumgebung nutzen könnte.

    aber dem mainstream blind zu folgen war schon immer die einfachste variante. 8o

  • Einspruch, euer Ähren.

    Der große Vorteil von wApp ist: das hat eh schon jeder aufm Wisch-o-Fon und kann damit um! (Zumindest in groben Zügen)


    Ist wie bei den eMails, wo die Agenturpraktikantin entweder alle in CC setzt, weil sie den Unterschied zu BCC nicht kennt, oder dort wo mal ein CC schön wäre, den BCC nutzt und sich selbst als Hauptempfänger einträgt.


    Im Übrigen ist die Datenschutzrechtliche Einordnung von wApp und dem Fratzenbuch eine relative - zumindest in Zeiten, wo Datenschützer ganz andere Felder beackern...


    -

    https://www.ndr.de/nachrichten…rtal-der-AfD,afd2390.html


    - vor fast genau einem Jahr:

    https://m.spiegel.de/lebenundl…diktaturen-a-1232775.html



    Die große Diskussion, wem die eigenen Daten nun gehören, will ich hier garnicht lostreten. Dann müsste man nämlich auch irgendwann nochmal hinterfragen, wie die Menschheit überhaupt zu ‚Eigentum‘, ‚Grundbesitz‘ oder ‚Reichtum‘ gekommen ist...

  • Einspruch, euer Ähren.

    Der große Vorteil von wApp ist: das hat eh schon jeder aufm Wisch-o-Fon und kann damit um! (Zumindest in groben Zügen)

    wie man an den vergangenen antworten bemerkt hat, scheint das eben nicht so zu sein. die meisten rennen dem mainstream nach, ohne frage, aber eben lange nicht alle.

    ich habe mich vor zwei vor drei jahren von dieser app verabschiedet, nachdem mich die app aufgefordert hatte, mein damaliges blackberry gegen etwas auszutauschen, von dem sie meine daten einfacher abrufen können. das war kurz nachdem facebook Whatsapp aufgekauft hatte. ab da war mir klar, das ich da nicht mehr mitmachen werde. und ehrlich gesagt vermisse ich es überhaupt nicht.

    mittlerweile habe ich auch einen einwöchigen schnellkurs in sachen Datenschutzverordnung hinter mir- deshalb weise ich ja auch auf die rechtlichen probleme von whatsapp hin.

    und auf eine tiefere diskussion über die rechte habe ich an dieser stelle ebenfalls keine lust. das ist eine sache, mit der sich in den nächsten jahren garantiert noch viele gerichte beschäftigen werden ;-)

  • ich habe mich vor zwei vor drei jahren von dieser app verabschiedet, nachdem mich die app aufgefordert hatte, mein damaliges blackberry gegen etwas auszutauschen, von dem sie meine daten einfacher abrufen können. das war kurz nachdem facebook Whatsapp aufgekauft hatte. ab da war mir klar, das ich da nicht mehr mitmachen werde.

    Ich denke, du verwechselst hier Kausalität mit Korrelation. Auch auf meinem alten Nokia N8 lief eines Tages WhatsApp nicht mehr, weil einfach der Support eingestellt wurde. Das ist übrigens auch einer der Punkte, die WhatsApp zur aktuellen Verbreitung verholfen haben: In Zeiten, in denen es nicht nur zwei Mobil-Betriebssysteme gab und in denen SMS noch richtig teuer waren (zumindest in größeren Mengen), gab es eine plattformübergreifende Chat-Lösung.


    Apropos Datenschutz: Wer nutzt denn hier eigentlich für seine E-Mail-Korrespondenz Ende-Zu-Ende-Verschlüsselung?

  • S/MIME oder PGP z.B. ist eine asymmetrische Verschlüsselungsmethode, bei der beide Seiten (Sender und Empfänger) jeweils das gleiche Programm und den selber (vorher ausgetauschten) Schlüssel nutzen müssen.

    tutanota z.B. nutzt eine symmetrische Verschlüsselung, bei der die e-mail via Passwort verschlüsselt wird, welches jedesmal neu festgelegt werden kann. Der Empfänge kann mithilfe des Passwortes die e-mail nun entschlüsseln und lesen; die Verschlüsselung und der Austausch des Schlüssels/Passwortes findet anonymisiert direkt über den mail-Server statt.


    Beidesmal eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, jedoch einmal End-User-Software-abhängig und (in meinen Augen) kompliziert, das andere 'Mal simpel und ebenfalls sicher für jeden zu nutzen.



    sec

  • asymmetrische Verschlüsselungsmethode, bei der beide Seiten (Sender und Empfänger) jeweils ... den selber (vorher ausgetauschten) Schlüssel nutzen müssen.

    Nicht ganz, denn beim asymetrischen Verschlüsselungsverfahren sind die Schlüssel unterschiedlich, public und private. Der Publicschlüssel muss gar frei zugänglich sein, damit man jemanden Nachrichten entsprechend schicken kann. Der Private Schlüssel ist eben privat und darf prinzipiell nicht rausgegeben werden.

    Siehe auch RSA Verschlüsselung oder elliptische Kurvenverschlüsselung.


    Beim symetrischen Verschlüsselungsverfahren wird nur ein Schlüssel genutzt und dieser muss eben auf eine sichere Art und Weise beiden Parteien zugänglich und/oder bekannt sein, Bsp. AES, DES u.a.

  • das hatten wir doch schon mehrfach angesprochen: es gibt seit jahren funktionierende konkurrenz zu whatsapp, die man tatsächlich auch legal in der arbeitsumgebung nutzen könnte.

    aber dem mainstream blind zu folgen war schon immer die einfachste variante. 8o

    Ok, ja, es gibt diverse Messenger Dienste, ich könnte z.b. Auch den Facebook Messenger nehmen 🤪


    Aber mit welchem komme ich denn jetzt morgens auf eine Baustelle und habe ca. 5 Minuten später alle notwendigen Personen in einem Gruppenchat vereint?


    Die E-Mail ist wie andere auch schon erwähnt haben nicht praktikabel, da fehlt mir die Option das andere sich gegenseitig hinzu fügen können.