3 kanal IEM - Gibt es das? Macht das Sinn?

  • Ich wundere mich in letzter Zeit darüber das es keine 3 Kanal IEM Strecken gibt.


    Die meisten Musiker die ich kenne bevorzugen Stereo und
    Die meisten Musiker die ich kenne bevorzugen die regelmögkichkeit des eigenen "more me" Pegels am beltpack.


    Leider schließt sich das bei den mir bekannten Systemen aus, entweder oder.


    Gibt es Systeme die das können? Hat von euch schon mal jemand mit einem Hersteller über das Thema gesprochen?

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

  • Hm, und wenn "ME" dann auch Stereo ist, sinds schon 4 Kanäle...
    Die Anzahl der Auxwege würde vermutlich alle analogen Konsolen aus dem Rennen schmeißen und in iDings/personsal Monitor-Zeiten gibts Alternativen.
    Also ich bräucht das nicht :D


    Grüße

  • Zitat

    Hm, und wenn "ME" dann auch Stereo ist, sinds schon 4 Kanäle...


    oder wenn "ME" Gesang + Instrument ist?


    Zitat

    Die meisten Musiker die ich kenne bevorzugen die regelmögkichkeit des eigenen "more me" Pegels am beltpack


    da seh ich auch die Mixing-Apps / Personal-Monitoring als brauchbare alternative

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
    aktuelle Gebrauchtgeräte

  • Gibt es, ich komm nicht mehr auf das Modell, vielleicht Lectrosonics. Allerdings nicht latenzfrei, weil Digital.


    Und ich fände es extrem sinnvoll, solche Strecken zu benutzen. Das jeweilige "Me" kann nach meiner Erfahrung oft Moni sein, unter dem Strich fände ich
    1x stereo Mix
    2x mono "Me"
    Und als i-Tüpfelchen 1x stereo Ambience
    toll.

  • das ist zwar jetzt keine Lösung über mehr Funkstreckenwege, aber über viele "Personal-Mix Apps" lässt sich das doch schon heute ganz gut über Smartphones lösen. Die Musiker bekommen dann einen Stereoaux mit einem N-1 Mix, und einen Monoweg mit sich selbst .. ist von der Bedienung zwar etwas komplexer, aber geht. Allerdings ist die "More Me" Bedienung an einem IEM Beltpack natürlich schöner.

  • Zitat von "oton"

    das ist zwar jetzt keine Lösung über mehr Funkstreckenwege, aber über viele "Personal-Mix Apps" lässt sich das doch schon heute ganz gut über Smartphones lösen. Die Musiker bekommen dann einen Stereoaux mit einem N-1 Mix, und einen Monoweg mit sich selbst .. ist von der Bedienung zwar etwas komplexer, aber geht. Allerdings ist die "More Me" Bedienung an einem IEM Beltpack natürlich schöner.


    Man muß auch fairerweise sagen, daß eine Übertragung von mehr als einem Stereo-Kanal über eine analoge Funkstrecke nicht gut möglich ist. Schon 2 Mono-Signale sind mit Pilotton-Stereo kaum zu übertragen. Man würde also mehr als einen Träger benötigen.


    Wahrscheinlich ist eine personal mixing Anwendung praktischer. Allerdings ist die Bedienung dann wieder problematisch. Ein Poti ist halt auf der Bühne wesentlich schneller zu bedienen.

  • Zitat von "simonstpauli"


    tja, ohne kompromisse geht es nicht.


    die preis- und ressourcenschonendste lösung ist eine stereo-funkstrecke für die signalübertragung zum ohrhörer - mit einem davor geschalteten mischer.
    für feste musikerpositionen gibt es ja schon lange tolle lösungen á la Aviom oder A&H ME.
    wenn sich der künstler allerdings frei bewegen will, dann wird es schwieriger ;-) das liegt einfach in der natur der sache...

  • Die ganzen Personal mix Geschichten sind mir geläufig, egal ob Hardware oder App basiert,
    Aber das ist eben nicht das selbe.


    Ich sehe auch ein das es die ausgangskapazitäten der meisten Pulte ziemlich belastet, aber oft reicht dann doch als drittes Signal ein Y-Split der eigenen Funke.
    Und wenn dann in hoffentlich nicht all zu Berner Zeit die Verbindung Pult-IEM Rack per Dante läuft sollte es überhaupt kein Problem mehr sein :)


    simonstpauli: Ist das denn bei den zu erwartenden öfter aufkomenden digitalen Strecken einfacher umzusetzen? Ich würde vermuten ja oder?
    Und da ich in Sachen funkübertragung nicht wirklich Spezialist bin, was macht es in diesem Fall so schwer zwei oder drei Signale sicher zu übertragen?

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

  • obwohl du die frage an christian stelltest, möchte ich kurz drauf antworten:
    beim senden von signalen gibt es immer zwei grosse themen: bandbreite und latenz
    digitale funkstrecken wären sicher prädestiniert für multikanal-übertragung, aber diese haben gerade für inEar anwendungen eindeutig den latenznachteil. es gibt einfach musiker, die damit ein grosses problem haben. ä
    es geht also weniger um die anzahl an mixerausgängen, sondern eher um das problem der funkübertragung

  • Zitat von "wora"

    obwohl du die frage an christian stelltest, möchte ich kurz drauf antworten:
    beim senden von signalen gibt es immer zwei grosse themen: bandbreite und latenz
    digitale funkstrecken wären sicher prädestiniert für multikanal-übertragung, aber diese haben gerade für inEar anwendungen eindeutig den latenznachteil. es gibt einfach musiker, die damit ein grosses problem haben. ä
    es geht also weniger um die anzahl an mixerausgängen, sondern eher um das problem der funkübertragung


    So richtig.


    Analog kann man auf einem Träger super einen Kanal übertragen, schon bei stereo wird es haarig. Soll heißen, manchmal klappt es nicht, weil durch Reflexionen der Pilotton platt gemacht wird.
    Analog müsste man also mindestens 2 Träger benutzen, was sich auf die Empfänger-Größe und die Batterielaufzeit auswirkt.


    Richtig ist auch, daß Latenz problematisch bei In Ears ist. Die Grenze ist bei jedem Musiker unterschiedlich.


    Kommen wir zu digitaler Übertragung: hier ist es möglich, eine höhere Anzahl an Kanälen zu übertragen, die Codierung und Decodierung nimmt allerdings Zeit in Anspruch.

  • Interessant wäre es, wenn man mehrere DECT Kanäle bündeln würde und so mehrere Signale gleichzeitig zu übertragen:
    http://www.elektronik-kompendium.de/sites/kom/0505231.htm


    Bei drahtlosen Intercoms wie Clearcom wird das genutzt, da können bis zu sechs? Teilnehmer gleichzeitig kommunizieren und ein erweitertes Band lässt bis zu 1,152 MBit zu:
    http://www.itwissen.info/defin…andard-DECT-standard.html


    Die Frage ist natürlich, wie hoch ist die Latenz, ein paar ms stören beim Telefonieren nicht, bei InEar wäre das nicht tolerabel.

    Machen Sie das hauptberuflich oder verdient die Frau dazu?

  • Spontane andere Idee:
    Ich gehe mal davon aus, dass die gute alte Analog-Pilotton-Stereovariante aus funktechnischer Sicht (Latenz!) erst mal das Optimum für In-Ear darstellt.


    Also muss das Signal irgendwie vorher auf Stereo zusammengemischt werden. Da wäre es doch eine Marktlücke, wenn ein Hersteller ein System anbieten würde mit mehreren Inputs am Sender, die dort zusammengemischt werden *und* - und das wäre der Trick daran - diese Mischung vom Beltpack aus kontrollierbar macht. Quasi ein Rückkanal zur Steuerung vom In-Ear-Empfänger zum Sender. So ähnlich, wie Shure das bei seinen Axient Systemen macht, um die Sender vom Empfängerrack aus fernzusteuern.


    Konkret würde das so aussehen: Beltpack mit 4 Potis: Stereomix 1 (Main), Stereomix 2 (Aux, z. B. für Ambience), ME, Master. Das dürfte von jedem zu bedienen sein, und man hats immer "am Mann".


    Alternative Idee (macht aber nur bei Sängern mit Funkstrecke Sinn): Beltpack hat zwei Empfänger. Einen, der das Signal In-Ear-Senders empfängt, und einer, der das eigene Funkmikro empfängt. Da müßte man allerdings wohl bei einem Hersteller für beides bleiben wegen Compander, Hub etc.


    Und auf der Funkseite braucht man auch nur einen Träger. Den Rückkanal könnte man ja z. B. per WLAN realisieren. Der bräuchte auch kaum Bandbreite, und ein paar ms Latenz wären da auch eher unkritisch.

  • Die Idee von Robert Müller wäre auch eine gute Alternative, clever gelöst wäre es einfach eine drahtlose Steuerung bestehender Systeme wie Aviom oder ME, aber auf Basis von Potis die ein Sänger auch am Beltpack blind bedienen kann.


    Den Artikel zum Pilotton und dem dritten Kanal werde ich morgen mal durchlesen.


    Unabhängig von der technischen Machbarkeit Frage ich mich gerade ob diese Forderung von Musikern schon mal bei einem von euch aufgekommen ist?!

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

  • Zuerst mal danke an die Moderation für das umsortieren, spannend mal auf diese Weise wieder auf alte threads zu stoßen.

    Dieser ist noch nicht so alt, daher erlaube ich mir ihn zu reaktivieren.



    Wenn ich das richtig sehe hat sich im Bereich Funk nicht viel getan, was aber neu und toll ist, ist das die neue Generation der personal Monitor Systeme voll bidirektional ist.


    So wie das beim dp48 und, wenn ich das richtig überblicke, auch beim neuen Klang:kontroller gelöst ist kommt das einer Lösung schon recht nahe.

    Ich kann die Controller dezentral auf der Bühne stehen haben, eben dort wo der Zugriff für den Musiker sinnvoll ist, ich kann als Monitor Techniker aus der Ferne eingreifen und das funk rack steht trotzdem an der Seite der Bühne.


    Mal sehen wann eine beltpack Variante des Klang:Kontrollers von den Jungs kommt :P

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr