monitorrack mit split einrichten

  • Ja.


    Ein 1:1 Trafo(split) dient der galvanischen Trennung. Die ist für diese Anwendung überflüssig.
    Weswegen dann also Trafos? Nur weil man die in Einfachausführung billig irgendwo kaufen kann?

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Habe mehrere Racks davon geschraubt und es kommt immer drauf an was da geht.


    Eine Band hat einen Plan,er 3 Fach Split drin. Die haben halt immer wechselnde FOH Pulte etc.


    Eine ander Band hat einfach ne Manikürte im X rack und schiebt da nen Stream an die auch teilweise wechselnde FOH Konsole. Wobei der FOH Typ immer der gleiche ist.


    Der Analog Split kommt meiner Meinung nach besser an weil auch Patchbar etc.


    Habe das auch schon abgesetzt gesehen oder in einer sehr tiefen Case mit beschriftetem Chor z.B.


    Der Analog Split über Trafo ist halt eine gute Sache

  • Ich würde,weil vorhanden, passiv splitten direkt im Case des X32Rack, einmal eben über eine Stagebox XLR Blende auf das X32 Rack und einmal auf Harting und dann eine Harting->XLR Peitsche dazu mit 5-10m


    In deinem Fall, da die Harting-Peripherie nicht vorhanden ist, würde ich digital splitten und noch ein FOH Pult kaufen, inkl 50m eigenem FOH CAT Core


    MIKE alles ok???????? ;-) Du sprichst heute so undeutlich....

  • Zitat von "Leitwolfi"

    ... würde ich digital splitten und noch ein FOH Pult kaufen, inkl 50m eigenem FOH CAT Core


    Oder auch nicht. Solange es nicht zufriedenstellend geloest ist dass 2 Pulte auf einen Preamp zugreifen koennen ohne sich gegenseitig zu beeinflussen wuerde ich auf eine Digitalsplit Loesung verzichten. Trim hin und her.
    (Oder habe ich hier eine Entwicklung verpasst?)

  • :roll: Digitalsplit?


    Gefragt ist nach einer praktikablen, stressfreien, musikerfesten Monitorlösung.
    Die Band möchte auf der Bühne unabhängig sein.
    Es gibt mehr FOH- als Monitorkanäle.
    Wenn ein solches Setup 'fertigentwickelt' ist, gibt’s erfahrungsgemäß dann gerne auch mal unterschiedliche Kanäle/ Mics für Monitor (In Ear!) und FOH.
    Eigener Band- FOH ist (anders als eigenes Bühnensetup) im gemischten Tour-/ Festivalgeschehen oftmals nicht möglich/ erwünscht/ praktikabel/ realistisch/ sinnvoll. Zumindest wenn man nicht gerade Bon Jovi oder AC/DC heißt.
    Jede tourende Band, die ihrem Personal kein fettes Festgehalt zahlt, wird in der Praxis immer wieder mit Ersatzleuten/ Wechselcrew/ Zweitbesetzungen/ notfalls auch mal dem örtlichen Tonler leben und arbeiten müssen.


    :roll: Digitalsplit? Also die unflexibelste aller vorstellbaren Lösungen? Die selbst von 'richtig großen' Acts (also solchen, deren BAs tatsächlich manchmal gelesen werden) aus guten Gründen nach wie vor kategorisch ausgeschlossen wird?


    Ganz vorsichtig ausgedrückt: Aufgabenstellung nicht verstanden. Thema verfehlt. Setzen, sechs. :wink:


    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Zitat von "lisa f."


    Oder auch nicht. Solange es nicht zufriedenstellend geloest ist dass 2 Pulte auf einen Preamp zugreifen koennen ohne sich gegenseitig zu beeinflussen wuerde ich auf eine Digitalsplit Loesung verzichten. Trim hin und her.
    (Oder habe ich hier eine Entwicklung verpasst?)


    Das sehe ich genauso.


    Es ist ja physikalisch nicht möglich, daß 2 Pulte sinnvoll auf einen Preamp zugreifen. Daher wird es die Probleme, die daraus entstehen, immer geben und nur mehr oder weniger zufriedenstellende Software-Lösungen, die diese Probleme verringern. Für ein festes Tour-Setup meinetwegen, eine flexible Lösung für wechselnde Situationen ist es nicht. Was ist z.B., wenn man den eigenen FOH aus Platzgründen nicht nutzen kann?

  • seit jahren (im grunde genommen seit es die digitalplit-lösung überhaupt gibt) kommen die meisten hier zum immer gleichen ergebnis:
    analog split ist trumpf, weil nur diese lösung extrem flexibel und unter allen bedingungen funktional ist.


    und dem schliesse ich mich, wie immer, gerne an! :wink:

  • Zitat von "billbo"

    :roll: Digitalsplit?


    :roll: Digitalsplit? Also die unflexibelste aller vorstellbaren Lösungen? Die selbst von 'richtig großen' Acts (also solchen, deren BAs tatsächlich manchmal gelesen werden) aus guten Gründen nach wie vor kategorisch ausgeschlossen wird?


    Mit freundlichem Gruß
    BillBo


    Ich verstehe die digital Splitt Allergie einiger nicht. Dafür gibt es sehr wohl Anwendungen.


    Etwas Zutrauen zum Kollegen, der den echten Gain steuert vorausgesetzt, kann man damit super arbeiten. Zumindest mit einigen Systemen.


    Die Helene Fischer Crew machte das so. Ist nur ein Beispiel... Wenn Ihr wollt nenne ich noch mehr.

  • ok, es gibt tatsächlich eine grosse ausnahme: feste setups mit fester crew. also z.b. toursituationen.
    das darf man wirklich nicht vergessen!


    dennoch bleibt diese situation doch eher die ausnahme.
    und wenn ein festes monitorsystem flexibel für wechselnde FOH pulte sein soll (wie vom threadstarter offenbar angedacht), dann ist der analogsplitt nach wie vor die allerbeste wahl.


    jpedder:
    da die frage aus dem frühjahr stammt, mit ziel für die sommersaison eine lösung zu finden, und es jetzt längst herbst ist, würde mich interessieren wie ihr diese problemstellung gelöst habt.


  • Die feste Touranwendung mit bekannten Kollegen und festen Pulten ist ja nun eine der wenigen Anwendungen, bei denen ein Digitalsplit gut funktioniert.
    Eine weitere ist ein Festeinbau in einem Theater.


    Für den TS ist er dann sinnvoll, wenn er ein festes FOH-Pult hat, welches fast immer benutzt werden kann.


    Die teilweise erheblichen Nachteile in anderen Situationen kann auch Namedropping nicht wettmachen.

  • Zitat

    Ich verstehe die digital Splitt Allergie einiger nicht. Dafür gibt es sehr wohl Anwendungen.


    Etwas Zutrauen zum Kollegen, der den echten Gain steuert vorausgesetzt, kann man damit super arbeiten. Zumindest mit einigen Systemen.


    Die Helene Fischer Crew machte das so. Ist nur ein Beispiel... Wenn Ihr wollt nenne ich noch mehr.


    Ja.
    Bzw. nein, muss nicht.


    In diesem Thread geht es stattdessen darum, wie man ein autarkes Band- Bühnensetup aus Mikrofonierung/ Verkabelung/ In Ear Rack erstellt; mit dem Ziel, dieses auf möglichst intelligente, flexible, universell verwendbare Art und Weise an wechselnden Einsatzorten unterschiedlichster technischer Ausstattung betreiben und an die örtliche Technik anbinden zu können. Also irgendwo zwischen Punkhöhle und Rock am Ring.
    Ich glaube (bzw. weiß das sogar aus berufener Quelle :wink: ), dass solches auf der Prioritätenliste von Frau Fischer derzeit nicht besonders weit oben steht.


    Solche Setups sieht man im Livegeschäft mittlerweile fast täglich. Neben vielem anderem bewirken sie übrigens ganz nebenbei, dass uneinsichtige Geiz-ist-geil- Dienstleister außer ihrem nicht vorhandenen (weil lästigen) analogen Bühnenverteilsystem auch gleich ihre Monitoranlage und die günstige, aber für sich allein nutzlose '2. Bedienoberfläche' im Lager stehen lassen können. Fast bin ich geneigt, in diesem Zusammenhang von so etwas wie 'intelligenter Notwehr' zu sprechen.


    Wer täglich auf wechselnden Livebaustellen arbeitet beurteilt die Kompetenz von PA- Buden schon längst nicht mehr anhand von Schriftzügen auf Mischpulten und tönenden Sperrholzschachteln. Sondern u. a. daran, wie intelligent, aufwändig und praxisgerecht bei dieser Company das Bühnenpatching konzipiert ist bzw. beherrscht/ gehandhabt wird.


    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Zitat von "billbo"

    ...
    Wer täglich auf wechselnden Livebaustellen arbeitet beurteilt die Kompetenz von PA- Buden schon längst nicht mehr anhand von Schriftzügen auf Mischpulten und tönenden Sperrholzschachteln. Sondern u. a. daran, wie intelligent, aufwändig und praxisgerecht bei dieser Company das Bühnenpatching konzipiert ist bzw. beherrscht/ gehandhabt wird.

    das stimmt zwar zu 100%, ist aber ein gaaanz anderes thema 8)

  • Finde ich eigentlich nicht.
    In diesem Fred geht es doch um die Erstellung eines möglichst gut durchdachten und solide gemachte Bühnenpatch- und Splitsystems, wenn auch in eher kleinem Rahmen und auf die besonderen Bedürfnisse einer einzelnen Band zugeschnitten. Wenn eine Truppe mit so etwas bei mir aufschlägt (und das ist wie gesagt mittlerweile wirklich häufig der Fall) sehe ich mit einem Blick, ob da Sachverstand und solide Handwerkskunst hinter stehen. Oder ob Dilettanten am Werk waren, die konzeptlos von allem das Billigste in ein Billigstrack gebastelt haben, weil das schöne Geld ja sonst nicht für den richtigen Schriftzug auf dem Gitarrenamp gereicht hätte.
    Das Gleiche gilt natürlich erst recht für größere Systeme. Da gibt es ja nun sehr unterschiedliche Lösungen; von den vergleichsweise simplen (aber sehr effektiven) kaskadierbaren 32er Plugboxen mit mehreren Hartings dran bis hin zum ausgewachsenen Festival- Subcoresystem mit echtem Mastersteckfeld und großem Aktivsplitter mit Abgängen für FOH/ Festivalmonitor/ Gastmonitor/ Ü-Wagen/ Liverecording/ was weiß ich noch alles, ist vieles möglich. Wie überlegt und hochwertig das ausgeführt ist (bzw. ob es überhaupt ausgeführt ist :roll: ) – das gibt nicht selten einen entscheidenden Hinweis darauf, ob man es mit einer erfahrenen Live- Proficompany oder einer Bastelbude zu tun hat. Und so ganz nebenbei erübrigt sich dann auch die unselige Diskussion um 'Digitalsplit' – warum potentielle Scherereien in Kauf nehmen, wenn die Grundausstattung eh ganz selbstverständlich genügend Abgänge für mehrere Arbeitsplätze vorsieht?


    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • BillBo,


    Du triffst mal wieder ins Schwarze.


    Wirst mir langsam unheimlich.


    Ich finde auch, daß man an der Verkabelung eine Verleih-Firma bzw. eine durchreisende Kapelle ziemlich gut einschätzen kann, die Fehlerquote ist sehr gering. Wer dort saubere Systeme einsetzt (und dafür auch nennenswert Geld bezahlt und sich Gedanken macht), arbeitet meist auch professionell.


    Es gibt z.B. eine Dry-Hire-Bude, bei denen man Pultplätze selbstverständlich mit eingebautem Passivsplit bekommt. Und das Multicore beinhaltet selbstverständlich Strom, Redundanz und dezidierte Analogwege für Intercom und Tie-Lines. Da muß man sich also überhaupt keine Gedanken machen, welches Zumietpult man jetzt wie am Besten in die Infrastruktur einbindet, es passt einfach immer.


    Bei meiner letzten Club-Tour wurde z.B. jeweils das lokale FOH-Pult genutzt, die Minimalanforderung war dann Mikrofonie, In-Ear-Strecken, Subsnakes, Split (fest in der Monitor-Stagebox verbaut) und Monitorpult. So kommt man einigermaßen schnell und streßfrei auf die Bühne und steht vor der Local Crew nicht da wie der letzte Depp. Und kann darauf aufbauend andere täglich wechselnde Baustellen beackern. Und als Krönung auch noch das Catering genießen.

  • Moin, lange nicht hier gewesen, scheinbar bekomm ich keine Mails mehr, wenn in den threads was gepostet wird.. Wie auch immer...
    Update:
    wir haben die vergangene saison noch mit splits der lokalen verleiher gemacht, das Rack ist aber inzwischen geklöppelt und zusammengebaut..
    Wir haben uns eine "multilink" stagebox von klotz mit rmp multipin angeschafft, 1:1 split..
    Die hat die Möglichkeit, ne trafo option nachzurüsten, falls man doch feststellt, das es nötig wird..
    Im Dezember machen wir ne woche tour.. Ich werd berichten!

  • Ja, macht einen guten Eindruck: Metallarmaturen, Verschraubung statt Blindnieten, 3. und sogar 4. Abgang (Sub-D) für optionale Erweiterungen. Offenbar weiß man dort bestens, worauf es in Sachen Zuverlässigkeit/ Langlebigkeit/ Flexibilität bei so was ankommt. Und auch die Sache mit den 8 parallelen Männchen ist in manchen Situationen Gold wert; ziemlich genau so sehen meine mittlerweile 25++ Jahre alten Standardstageboxen auch aus.


    Mitsamt Rack, den nötigen Auflösungen und ggfs. Multipinverlängerung für die 'örtliche' Seite sicherlich eine Anschaffung im vierstelligen Eurobereich (OHNE das eigentliche Multicore, versteht sich). Aber gemessen daran, dass so was bei halbwegs pfleglicher Behandlung auch im mobilen Einsatz jahrzehntelang problemlos funktioniert und dabei vermutlich die eine oder andere Generation der daran anzudockenden Mischrechner locker überlebt, dennoch und im echten Wortsinn preiswert.


    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."