Eierlegende Wollmilchsau Lautsprecher Management/Controller

  • Was die Einmessfunktion vom dbx angeht: ein Kollege (wahrlich kein Newbie und schon nicht ganz ohne Reputation) verwendet so einen Controller genau dafür, um die Anlage vor allem für Sprachbeschallungen zu linearisieren; geht richtig schnell, komfortabel und in den meisten Fällen dank Mittelung sogar richtig gut - natürlich nie ohne Kontrolle der automatisch gesetzten Filter.


    Klar hat alles seine Grenzen, aber mit Laptop messen und anschliessender, manueller Übertragung brauche ich definitiv länger.

  • Also die Einmessfunktion solcher Geräte mag ich nicht nutzen, den Feedback-Killer einzusetzen scheue ich mich allerdings nicht. Man kann ansonsten mit einem Pad oder Smartphone, einem MicW und klein bissel Software dazu für ca. 120 Euro schon Klasse 2 Messungen machen - und das an jedem gewünschten Punkt im Raum und zu jeder Zeit (z.B. während der Show immer noch).
    GA! Ralf

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  • Hi,


    auch wenn ihr mich schlagt, würde ich vorschlagen mit dem DCX vom Ohr anzufangen. Der kann schon richtig viel, tut und kostet nicht die Welt. Das gesparte Geld könnte man gut in Messtechnik (ich wüsste da (m)eine Software ) und ggf. eine Schulung investieren.
    Wenn man dann Erfahrung hat, dann kann man über einen anderen Controller nachdenken.
    Ansonsten hat Monacor auch was im Katalog, was gut aussieht.


    Tomy

  • Hi Tomy!


    Es geht doch um die Ausstattung - also Geräte die alles an Bord haben, was man evtl. braucht oder auch nicht (Zitat einiger User). Da ist der DCX (der hier übrigens auch rumliegt) einfach zu rudimentär. Ich wollte ursprünglich ein Dynacord DSP 600 holen (hat einen top Dynamikumfang und soll klanglich 1. Sahne sein), aber dann brauch ich wieder extra etwas zum quick & dirty Einmessen für den Raum. Daher ja die Idee alle Funktionen in 1 He zu bündeln.


    Ich kenne diese Funktionen von Heim-Surround-Anlagen. Da wird durchweg durch alle Foren gesagt, dass man wirklich eine brauchbare Grundeinstellung für den jeweiligen Raum bekommt - um Längen besser als früher mit dem manuellen messen und einstellen. Um Mehr geht es nicht. Klar kann es sein, dass ein Toningenieur dazu nur eine Test CD samt parametrischen EQ braucht (nix anderes macht die Technik), aber wenn die Auto EQ das auch so hin bekommt, sehe ich die Notwenigkeit, da selbst Zeit zu investieren, bei Konservenbeschallung nicht. Zumal es in einem Bruchteil der Zeit geht.


    Blöderweise gehen die Kommentare hier weit auseinander - von guten und brauchbaren Ergebnis der Funktion, bis zum beschissensten Sound war leider alles dabei. Daher bin ich nicht weiter als vorher.


    Kennt denn einer von euch den Unterschied der Einmessfunktion in den kleinen Geräten (DBX PA2) und den doppelt so teuren Kisten (DBX 260)? Gibt es da überhaupt einen? Funktionstechnisch erschließt sich mir das nicht.

  • Hi,


    was fehlt denn deiner Meinung nach dem DCX?


    Eine Automatische Raumeinmessung funktioniert leider nicht. Im Sourround Bereich geht es hauptsächlich um Delayzeiten, und (auch ganz wichtig) man hat nur einen Hörerplatz und die Latenz spielt auch keine Rolle.


    Tomy

  • Ganz Konkret:


    Auto-EQ
    Analyzer mit Messmikro-Eingang
    Netter Gimmick: Auto-Gain


    Dafür brauchste dann mind. wieder eine Ultracurve (im Lager steht noch ein DSP8024) mit 2 He. Zumal das Rauschverhalten mit jedem Gerät auch wieder steigt, gerade bei Behringer und die Auto-EQ funktioniert beim 8024 auch nicht, nur manuelles Messen geht da.


    Es geht um das schnelle auffinden von Koppelfrequenzen und dem zügigen linearisieren des Systems. Meistens werden je nach Raum 2-3 Filter gesetzt.


    Was ich bei jeder Kiste vermisse, ist ein integrierter Pegelmesser über das angeschlossene Messmikro. So könnte man das Mikro einfach über die Tanzfläche hängen um den ganzen Abend über den durchschnittlichen Pegel zu ermitteln/dokumentieren. Dies allerdings rein aus Fürsorgegründen dem Publikum gegenüber. Das damit keine amtliche Messung ersetzt werden kann ist klar. Aktuell liegt dafür wieder ein Pegelmesser am DJ-Platz. Wieder ein Gerät mehr bzw. weniger, wenn es die Funktion so gäbe.

  • Hi,


    imho kann der DCX automatisch messen, bunte Bildchen (auf einem Display in einem 1He Rack Gerät) sind, genauso wie Pink-Noise / Analyzer zum Einmessen einer PA relativ ungeeignet.
    Raumanpasungen gehören meiner Meinung nach auch nicht unbedingt in den Controller (speziell im mobilen Einsatz).
    Der DEQ2496 könnte das alles, aber eigentlich auch (fast) jedes Digitalpult.


    Tomy

  • Die beschriebene Anwendung soll allerdings eine schlichte DJ Veranstaltung mit Konservenmusik sein. Da kommt kein digitalpult zum Einsatz, sondern im Regelfall eine Pioneer DJ Console. Dass der 2496 das alles beherrscht, lässt sich anhand der Bedienungsanleitung nachvollziehen. Allerdings ist es eben wieder ein weiteres Gerät. Und wenn ich den 2496 mit dem Lautsprechermanagementsystem kombiniere liege ich preislich auch deutlich über dem PA2 von dbx. Er soll ja vornehmlich keine Preisdiskussionen sein, sondern möglichst viele Funktionen qualitativ brauchbar kompakt auf möglichst wenig Raum zu vereinen.


    Beispielsweise der Feedback Eliminator wäre für einen DJ Mikrofon ideal. So etwas besitzt keine Konsole. Allerdings macht es wenig Sinn für ein DJ Mic extra eine Digitalpult zusätzlich zu nutzen.

  • Dein Ziel ist also eine lineare Wiedergabe des DJ Mics. Da bin ich auf das Resultat gespannt, speziell da ja die DJ - Pulte meist keinen LowCut auf dem Mikrokanal besitzen....

  • Nein ich denke das hast Du falsch verstanden. Mein Ziel ist die gute Wiedergabe der Musik und das möglichst linear in jeder Räumlichkeit. Beim Mikrofon ging es um den Feedback Eliminator. Viele DJs sind einfach relativ unwissend was Moderation angeht und wedeln auch gerne mal mit dem Mikrofon vor dem Monitor oder der PA. So schnell kann keiner einen Fader ziehen wie es brummt und pfeift.


    Ich arbeite wieder für die Firma dbx noch habe ich ein derartiges Gerät hier liegen. ich habe einfach nur bei diversen Online-Händlern alle Controller miteinander verglichen und festgestellt dass der dbx einfach am meisten bietet und im Grunde keine negativen Rezession bisher zu finden waren. Deswegen hier die Frage im Forum ob er taugt.

  • "TomyN" schrieb:

    Hi,


    was fehlt denn deiner Meinung nach dem DCX?


    Eine Automatische Raumeinmessung funktioniert leider nicht. Im Sourround Bereich geht es hauptsächlich um Delayzeiten, und (auch ganz wichtig) man hat nur einen Hörerplatz und die Latenz spielt auch keine Rolle.


    Hallo Tomy.


    Da muss ich dich leider korrigieren, es geht auch um Frequenzgänge, die meisten Surround-Receiver über die ich mich (aufgrund privaten Interesses) in letzter Zeit erkundigt habe arbeiten auch durchaus mit der Mittelung mehrerer Messpositionen. Eine Fensterung findet vermutlich nicht statt, da dies in kleinen Räumen eh eher schwierig bzw. für die Wahrnehmung bei so kurzen Reflexionen teils unerheblich ist, wie du ja selber weisst.


    Der dbx arbeitet ebenfalls mit mehreren Messpunkten, genau wie bei den meisten ernstzunehmenden Beschallungsmessungen. Fensterung weiss ich nicht.
    Allerdings bin ich bei der Optimierung einfacher Anlagen für Sprachbeschallung mit Headsets (bei überschaubaren Grössenverhältnissen) dazu übergegangen, die Fensterung auch mal auszuschalten.


    "TomyN" schrieb:

    ...bunte Bildchen (auf einem Display in einem 1He Rack Gerät) sind, genauso wie Pink-Noise / Analyzer zum Einmessen einer PA relativ ungeeignet.


    Auch da muss ich dem dbx zugute halten - die Bedienung ist mega komfortabel und gut dargestellt. Dadurch dass man mit Wlan-Router und ipad Zugriff darauf hat, eine gute grafische Oberfläche und die Möglichkeit nach der Messung manuelle Korrekturen vornehmen und im A/B-Vergleich beurteilen zu können.


    Blade :


    Ich glaube das könnte für deine Aufgabenstellung das Richtige sein. Versichs doch einfach mal.


    Aber lass uns bitte wissen, wie's ausgegangen ist. :wink:

  • Hi,


    danke für die Infos. Weißt Du zufällig, welches Messverfahren der dbx anwendet?


    Wenn wLan und iPhone/iPad hab ich erstmal ausgeklammert, weil das dem Threadstarter, so wie es verstanden habe, ja um eine reine 1HE Lösung geht. Wenn Computer ins Spiel kommen, dann gibt's ja inzwischen auch schon Lösungen, die eine Kontrolle und Anzeige im Browser ermöglichen.


    Tomy

  • Leider nicht genau, ich kann dir nur sagen dass da ein Gleitsinus verwendet wird.


    Was die Sache mit den 1HE angeht - einen Router und ein ipad (mini) bekommt man überall noch untergebracht (letzteres haben die meisten ja heutzutage sowieso immer dabei).


    Ein zusätzlicher PC/Laptop plus Soundkarte sowie der zusätzliche Verkabelungsaufwand kostet mehr Platz und Zeit, ausserdem müssen die Daten idR noch händisch in den zur Entzerrung vorgesehenen Prozessor übertragen werden.

  • "audiobo" schrieb:

    Leider nicht genau, ich kann dir nur sagen dass da ein Gleitsinus verwendet wird.


    Was die Sache mit den 1HE angeht - einen Router und ein ipad (mini) bekommt man überall noch untergebracht (letzteres haben die meisten ja heutzutage sowieso immer dabei).


    Ein zusätzlicher PC/Laptop plus Soundkarte sowie der zusätzliche Verkabelungsaufwand kostet mehr Platz und Zeit, ausserdem müssen die Daten idR noch händisch in den zur Entzerrung vorgesehenen Prozessor übertragen werden.


    Ich finde es ganz gut, daß Daten händisch in einen Controller übertragen werden müssen, das sorgt für den nötigen Reality Check. Einen Laptop habe ich sowieso dabei, die Soundkarte ist jetzt nicht so der mega-Zusatzaufwand, finde ich.

  • An der Stelle möchte ich noch auf einen Link hinweisen, den du die Tage mal gepostet hast :wink: :
    http://www.bennettprescott.com/downloads/TwoProcessors.pdf


    Also, auch wenn ich ein Programm habe mit dem ich direkt die Korrekturwerte ermitteln kann, heisst das nicht, dass der verwendete Controller aus den Werten die entsprechende Korrekturkurve erstellt.
    Im schlimmsten Fall bedeudet dies, dass nach jeder Anpassung eine Kontrollmessung gemacht werden muss. Was je nach Aufwand in ziemlicher Arbeit ausarten kann...


    Den "RealityCheck" habe ich auch schon durch die grafisch sehr gute Darstellung und die Möglichkeit des A/B-Vergleiches.


    Was den Verkabelungsaufwand angeht: Wenn das Gerät eh als Controller im Signalweg liegt, beträgt der zusätzliche Aufwand abgesehen von Messmikrofon und Wlan-Router gleich Null. D.h. keine zusätzlichen Mischpultroutings, keine Umverkabelung o.ä.


    Ich möchte damit übrigens ausdrücklich NICHT sagen dass damit jegliche Messsoftware, Schulung oder gar Messtechniker überflüssig werden. Komplexe Systeme lassen sich so nicht erfassen, da braucht es nach wie vor die Flexibilität und Erfahrung entsprechenden Personals.


    Auch definitiv nicht geeignet (aufgrund des 19"-Formates) ist das Ding für Kofferjobs - was auch der Grund dafür ist dass ich mir das Ding z.B. nicht kaufen werde :D

  • Hallo



    Woher bekomme ich die Software zur DSM 48 ? habe die CD leider nicht dazu bekommen und würde es gern Steuern über nen Alten Lapi mit Windoof XP.



    Usb kabel bzw lan kabel habe ich da. Ist es dan einfach Plug and Pley oder muss ich iwas umstellen an weiche oder Laptop ?



    mfg