Was neues für den Dance-Floor...

  • "andariel" schrieb:

    Alle von dir aufgezählten Programme sind analytische Simulationstools und setzen konzentrierte Bauelemente voraus.
    Spannend wie du alles zerpflückst, schlecht machst und das eigene Know How bisher doch überschaubar ausfällt. Technisch verwertbarer Input fehlt bisher.


    Zur Aufklärung: Nummerische Simulation ist woran du dich versuchst, also z.b. eine BEM.


    Analytisch ist vielleicht ein CB, Bassreflex oder BP4.
    Aber alles, was mit Strahlungswiderstand und komplexeren Konturen daherkommt, ist numerisch (und wenn es analytisch versucht wird leidet die Genauigkeit stark...)


    Nachdem von den Lambda-Labs Fanboys in diesem Thread BEM schon als Untergebiet der FEM bezeichnet wurde, muss ich dazu wohl nichts sagen, oder?


    "andariel" schrieb:

    Warum ist ein Waveguide dieser Art oder generell ein Waveguide nicht mit FIR Filtern korrigierbar? Wo liegen die Bedingungen für Korrigierbarkeit?


    FIR Filter sind toll, um zu trennen und Frequenzgänge zu korrigieren ohne eine Phasenverschiebung hinnehmen zu müssen. Sie können keinen schlecht abstrahlenden Waveguide zu einem CD Waveguide machen.
    Korrigieren kann man Fehler im Frequenzgang, aber beim einzelnen Waveguide nicht die Abstrahlung.
    Bei mehreren Waveguides kann man mit Shading und Allpässen etwas tricksen, aber das bekämpft das Problem und nicht die Ursache.

    "andariel" schrieb:

    * Was ist am diesem Waveguide schlecht? Was könnte man besser machen? Noch immer nicht dargelegte schon längst getätigte Simulationen untermauern deine Aussage.


    Dieser Waveguide nutzt wieder diese komische Multi-Weg Technik, die, wenn man sich die Patente anschaut, nur mäßig funktioniert.
    Die einzigen Waveguides, die tatsächlich sehr Optimal Funktionieren und tatsächlich identische Pfadlängen entlang des Waveguides/Wellenformers sind das vom Dr. Heil, Herrn Hughes und der Elliptische von Norton


    Der MBH-118 ist ein halbierter EV MTL 1X ohne das horizontale Brett.
    Was das ist, kann man sehen wie man will, Aber es geht in Richtung kurzes Tapped Horn (Denn niemand hat eine Mindestlänge bei Tapped Hörnern festgelegt oder festzulegen).

  • "albrecht89" schrieb:

    Der Name Digitalhorn erklärt sehr schön das Funktionsprinzip eines Back Loaded Horns [...]


    Schade, daß daran leider so rein garnichts digital ist.

  • "Dosenfutter" schrieb:


    Schade, daß daran leider so rein garnichts digital ist.


    Meine Rede.
    Wurde wohl am Computer entworfen... Also sind in Zukunft wohl nahezu alle Boxen digital, denn gezeichnet wird ja heute oftmals am PC.

  • "java4ever" schrieb:


    Analytisch ist vielleicht ein CB, Bassreflex oder BP4.
    Aber alles, was mit Strahlungswiderstand und komplexeren Konturen daherkommt, ist numerisch (und wenn es analytisch versucht wird leidet die Genauigkeit stark...)


    Darf ich dich weiter zerpflücken? So viel Input, du macht mir Freude :)


    Hornresp als ideales Beispiel hat ausschließlich ein analytische Modell als Grundlage!!!
    Auch der Strahlungswiderstand wird ausschließlich als konzentriertes Element behandelt.
    Die Genauigkeit leidet dann, wenn diese Voraussetzung nicht erfüllt ist. Das tritt vor allem dann ein, wenn die Wellenlänge in den Bereich der mechanischen Abmessungen gerät. Hornresp versagt deshalb bei höheren Frequenzen und großen Hörnern relativ schnell, wohingegen das Modell unten rum hinlänglich gut funktioniert.


    "java4ever" schrieb:


    Nachdem von den Lambda-Labs Fanboys in diesem Thread BEM schon als Untergebiet der FEM bezeichnet wurde, muss ich dazu wohl nichts sagen, oder?


    Leidest du an Legasthenie?
    Aus BMS machst du ein BMW...
    Ich habe FEA geschrieben. Du dichtest dir daraus ein FEM.
    (Update: Diese beiden Abkürzungen sind fast austauschbar - FEA etwas allgemeiner, jedoch nicht so allgemein, dass die BEM mit darunter fallen würde)


    Ein buntes Bildchen ist schnell erstellt. Regenbogenfarben kommen immer gut, nicht? Aussagekräftig ist wenn man dieses Modell dann in der Praxis mit Messungen verifizieren kann.
    Die zeitabhängige Darstellung lässt sich meistens mit einer FEM einfacher oder effizienter darstellen, darum meine Frage. Sie hat keineswegs nur Nachteile.


    "java4ever" schrieb:



    FIR Filter sind toll, um zu trennen und Frequenzgänge zu korrigieren ohne eine Phasenverschiebung hinnehmen zu müssen. Sie können keinen schlecht abstrahlenden Waveguide zu einem CD Waveguide machen.
    Korrigieren kann man Fehler im Frequenzgang, aber beim einzelnen Waveguide nicht die Abstrahlung.
    Bei mehreren Waveguides kann man mit Shading und Allpässen etwas tricksen, aber das bekämpft das Problem und nicht die Ursache.


    Trennen (nicht jedoch hoch- oder tiefpassfiltern alleine) geht selbst mit rekursiven Filtern ohne Phasenverschiebung und nebenher ohne Latenz.
    Exakt das ist der Punkt. Daumen hoch gut aufgepasst. Man kann das Abstrahlverhalten (eines einzelnen Waveguides) nicht verändern und auch nicht das des Horns davor. Sehrwohl kann man aber Anpassungsprobleme (Reflexionen) im Hornweg kompensieren.
    Shading und Allpässe helfen nicht wirklich selbst wenn man komplett getrennt ansteuert. Verändern kann man damit zwar etwas, aber nicht allgemein verbessern. Denn die Bedingung für einen Linienstrahler muss vom Waveguide erfüllt sein um zu funktionieren.


    Was ist ein CD Waveguide, bzw. was willst du damit erreichen? Sprichst du über die lange oder die kurze Seite üblicher Waveguides?
    Die lange Seite hat eine frequenzabhängige Directivity. Die kurze sollte meistens nicht zu groß sein, denn sonst tritt bei hohen Frequenzen Beaming auf. D.h. man möchte selbst bei hohen Frequenzen noch keine Directivity. Technisch formuliert als Faustformel: Nicht mehr als l/2 bei 16kHz (1cm), wenn man etwa 90grad Abstrahlwinkel erreichen will.


    "java4ever" schrieb:


    Der MBH-118 ist ein halbierter EV MTL 1X ohne das horizontale Brett.
    Was das ist, kann man sehen wie man will, Aber es geht in Richtung kurzes Tapped Horn (Denn niemand hat eine Mindestlänge bei Tapped Hörnern festgelegt oder festzulegen).


    No Sir.
    Thomas J. Danley spricht selbst die Hornlänge für die Theorie seines Tapped Horns an. Alles deutlich unter einer Viertelwellenlänge Hornweg ist aufgrund seiner eigenen Definition KEIN Tapped Horn.
    Jetzt wird es aber trotzdem lustig. Möchtest du diesen MBH-118 simulieren... verwendet man eigentlich exakt die gleiche Grundlage wie man das für ein Tapped Horn tut.
    Zusammengefasst: Praktische Konstrukte sind sehr sehr häufig Mischformen die man nicht absolut einordnen kann. Um den Weg zu Ende zu gehen. ARLS Subwoofer. Das Brettchen etwas weniger steil, der Treiber etwas weiter im Freien. Schwierig? Nicht zu simulieren, nicht zu messen, aber zu definieren in welche Gehäuseform Schublade er fällt auf jeden Fall.


    "java4ever" schrieb:



    Dieser Waveguide nutzt wieder diese komische Multi-Weg Technik, die, wenn man sich die Patente anschaut, nur mäßig funktioniert.
    Die einzigen Waveguides, die tatsächlich sehr Optimal Funktionieren und tatsächlich identische Pfadlängen entlang des Waveguides/Wellenformers sind das vom Dr. Heil, Herrn Hughes und der Elliptische von Norton


    Wie sieht diese Multi-Weg Technik im Inneren aus, woher resultieren die Probleme konkret technisch beschrieben?
    Welche Bedingungen sollte ein ideales Waveguide für dich erfüllen?
    Hast du jetzt nur Patente angeschaut und ins Blaue geschätzt, oder wie behauptet jetzt endlich wirklich etwas simuliert?

  • "andariel" schrieb:

    Darf ich dich weiter zerpflücken? So viel Input, du macht mir Freude


    Du mich? Mach mal. Wenn dir sonst nichts eine Freude bereiten kann, sei es dir gegönnt, es zu versuchen.

    "andariel" schrieb:

    konzentriertes Element


    Muss das "Element" angestrengt nachdenken? Lumped Elements nennt man das.

    "andariel" schrieb:

    Grundlage!!!


    Satzzeichen sind keine Rudeltiere.

    "andariel" schrieb:

    Hornresp als ideales Beispiel hat ausschließlich ein analytische Modell als Grundlage!!!
    Auch der Strahlungswiderstand wird ausschließlich als konzentriertes Element behandelt.
    Die Genauigkeit leidet dann, wenn diese Voraussetzung nicht erfüllt ist. Das tritt vor allem dann ein, wenn die Wellenlänge in den Bereich der mechanischen Abmessungen gerät. Hornresp versagt deshalb bei höheren Frequenzen und großen Hörnern relativ schnell, wohingegen das Modell unten rum hinlänglich gut funktioniert.


    Ach, was hab ich denn anderes geschrieben? Du schreibst ja selbst, dass es bei höheren Frequenzen versagt. Jetzt mittel mal den Bereich, in dem es hinreichend funktioniert, mit dem Bereich, in dem es versagt. Da kommt ganz schnell, selbst bei exponentieller Mittelung ein vernichtendes Ergebnis raus.

    "andariel" schrieb:

    Leidest du an Legasthenie?
    Aus BMS machst du ein BMW...


    Nach den Fähigkeiten mein Geschriebenes zu interpretieren und zu verstehen ist das schon ein starkes Stück.
    Bei dem Preis der BMS Treiber und der Position der der Buchstaben "S" und "W" auf einer normalen QWERTZ-Tastatur, kann das schon mal passieren.

    "andariel" schrieb:

    Ich habe FEA geschrieben. Du dichtest dir daraus ein FEM.
    (Update: Diese beiden Abkürzungen sind fast austauschbar - FEA etwas allgemeiner, jedoch nicht so allgemein, dass die BEM mit darunter fallen würde)


    Eben. Als Referenz dafür ist z.B. das Buch "Fundamentals of
    Finite Element Analysis", geschrieben von David V. Hutton, ISBN 978-0072922363, veröffentlicht im Jahr 2003, McGraw-Hill Higher Education, zu sehen.
    Anschließend die Seite 489 ansehen, den Querverweis von "Finite element analysis (FEA)" zu "Finite element method (FEM)" verfolgen, Seite 1 aufschlagen und dort den ersten Satz lesen.

    "andariel" schrieb:

    Trennen (nicht jedoch hoch- oder tiefpassfiltern alleine) geht selbst mit rekursiven Filtern ohne Phasenverschiebung und nebenher ohne Latenz.


    Dem würde ich jetzt spontan mal widersprechen.
    Ohne Latenz? Heureka! Den DSP würde ich gerne mal sehen (und per Definition sind rekursive Filter IIR Filter).
    Auch an den Gleichungen für diese Filter-Systeme wäre ich interessiert.
    Man könnte natürlich jetzt Approximieren und tricksen und sich folgende Arbeit anschauen:

    Zitat

    S.R. Powell, P.M.Chau, A Technique for Realizing Linear-Phase IIR Filters, IEEE Trans. Signal Processing, Vol 39, No 11, Nov 1991, pp 2425-2435.


    "andariel" schrieb:

    Trennen (nicht jedoch hoch- oder tiefpassfiltern alleine) geht selbst mit rekursiven Filtern ohne Phasenverschiebung und nebenher ohne Latenz.
    Exakt das ist der Punkt. Daumen hoch gut aufgepasst. Man kann das Abstrahlverhalten (eines einzelnen Waveguides) nicht verändern und auch nicht das des Horns davor. Sehrwohl kann man aber Anpassungsprobleme (Reflexionen) im Hornweg kompensieren.
    Shading und Allpässe helfen nicht wirklich selbst wenn man komplett getrennt ansteuert. Verändern kann man damit zwar etwas, aber nicht allgemein verbessern. Denn die Bedingung für einen Linienstrahler muss vom Waveguide erfüllt sein um zu funktionieren.


    Das ist so ungefähr das, was ich gesagt habe. Man kann die Auswirkungen der Konstruktion mildern und teilweise bekämpfen, aber nicht das Problem an sich vollständig lösen, denn dafür müsste man den Waveguide anders konstruieren.
    Was jetzt ein Linienstrahler mit einem Waveguide zu tun hat erschließt sich mir nicht ganz, denn das sind zwei verschiedene paar Schuhe.

    "andariel" schrieb:

    No Sir.
    Thomas J. Danley spricht selbst die Hornlänge für die Theorie seines Tapped Horns an. Alles deutlich unter einer Viertelwellenlänge Hornweg ist aufgrund seiner eigenen Definition KEIN Tapped Horn.
    Jetzt wird es aber trotzdem lustig. Möchtest du diesen MBH-118 simulieren... verwendet man eigentlich exakt die gleiche Grundlage wie man das für ein Tapped Horn tut.


    Richtig, seines Tapped Horns. Es besteht soweit ich weiß kein Schutz der Wortmarke "Tapped Horn", auch das Patent trägt nicht den Titel "Tapped Horn". Seine Definition ist also nicht allgemein gültig.

    "andariel" schrieb:

    Zusammengefasst: Praktische Konstrukte sind sehr sehr häufig Mischformen die man nicht absolut einordnen kann. Um den Weg zu Ende zu gehen. ARLS Subwoofer. Das Brettchen etwas weniger steil, der Treiber etwas weiter im Freien. Schwierig? Nicht zu simulieren, nicht zu messen, aber zu definieren in welche Gehäuseform Schublade er fällt auf jeden Fall.


    Es ist nicht unüblich, dass ein Gehäuse nicht nur in eine Kategorie fällt.
    Um Missverständnisse zu vermeiden, bitte ich um eine Zeichnung.


    "andariel" schrieb:

    Wie sieht diese Multi-Weg Technik im Inneren aus, woher resultieren die Probleme konkret technisch beschrieben?
    Welche Bedingungen sollte ein ideales Waveguide für dich erfüllen?
    Hast du jetzt nur Patente angeschaut und ins Blaue geschätzt, oder wie behauptet jetzt endlich wirklich etwas simuliert?


    Die Probleme resultieren aus ungleichen Pfadlängen. Wie diese Multi-Weg Technik im Inneren aussieht lässt sich ergoogeln.
    Das wird obenraum nicht wirklich sauber, siehe Limmer 288.


    Ich kann nur nochmal betonen, dass FEM für Akustik ungünstig ist, denn hier muss ich vorher festlegen, an welchen Orten ich den Schalldruck errechnet haben möchte, bei der BEM bin ich frei.


    Aber da das ja eh nur bunte Bildchen sind, warum bist du dann so scharf drauf?

  • "schlecksn" schrieb:


    Dass das DH-18 mein Lieblingsprodukt ist, habe ich nie behauptet. Es gibt nur aktuell aus meiner Sicht nichts sinnvolleres für mich.


    Wogegen hast du verglichen? Und wenn es für dich sinnvoll ist, wäre es gut zu wissen was davon die Anforderungen sind.


    Wie viele Subs hast du im Einsatz und kannst du eine Messung machen? Mich würde das Ausschwingverhalten interessieren. Über 100Hz dürfte schon das ein oder andere Problem auftauchen.

  • Hier ist ja Stimmung :D .


    @ Blancblue
    Um die alten Zeiten endgültig aufleben zu lassen müsste man nur noch schreiben, das Mitnutzer linearrys Stummelhorn-Urps
    noch viel besser ist, da er mit einer Luftfeder hinter dem Lautsprecher arbeitet und mehr Mundfläche zum ankoppeln hat...

  • tolle Diskussion! aber warum werden wir denn gleich so digital?
    und kein Grund beleidigend zu werden! wann gibts PopCorn und KartoffelSalat?

    Danke @ andariel für die Bildchen. die erklären zumindest plausibel, was da in Sachen BassBox experimentiert wurde, und welcher Frequenzgang dabei rauskommt.


    Warum der Hersteller dieser DH18 Kiste sein Produkt "digital" nennt, ist sogar irgendwo erklärt. Diese Betitelung hat nix mit Computer, CAD, DSP, SPS, Class-D, usw. zu tun, sondern soll lediglich die Treppenartige Konstruktion des Horns beschreiben. Jedoch klingt "TreppenHörnchen" halt nicht so sexy wie "digital Horn".


    Ansonsten gibt es Glaubenskriege wegen verschiedenen SubwooferKonstruktionen, hier und andernorts, solange ich denken kann. Am Ende zählt immer nur was rauskommt, in ein GesamtSystem paßt, praktikabel und wirtschaftlich ist, und das alles im Verhältnis zur Anwendung usw.


    äh, was war doch gleich nochmal die Frage?

    --------------------------------------------------------------
    there's nothing important like headroom - exempt from more headroom
    Sound is no matter of taste - but an issue of education and recognition

  • Rege Diskussion hier, stellenweise durchaus amüsant, andererseits auch ein wenig müßig...


    Ein ganz anderer Aspekt, der für mich interessant ist, sind die Beweggründe und die Motivation, mit der solche Produkte "für den Dance-Floor" entstehen und installiert werden. Dieser "Club-Bereich" liegt ja in einem recht eigenwilligen Spannungsfeld: Einerseits müssen in der großen Mehrheit der Lokalitäten entweder alte, abgerockte Markensysteme ihre Gnadenfrist abarbeiten, oder es kommt billiger Fernostkram zum Einsatz. Am anderen Ende kommen solche optisch auffälligen Monsterstacks zum Einsatz wo Geld scheinbar keine Rolle spielt. Dazwischen klafft ein Loch.


    Das kuriose ist, dass im zweiten Falle oft Produkte von Anbietern verwandt und propagiert werden, welche sonst am PA-Markt keine große Rolle spielen. Kurios ist das deshalb, weil das suggeriert, dass für diese Anwendung spezielle Produkte nötig wären, mit Eigenschaften die alle anderen Hersteller nicht anbieten würden.


    Zumindest aus akustischer Sicht ist das aber nicht der Fall und es gibt eine große Auswahl passender Produkte. Und wenn man den Laden mal dichtmachen muss (soll ja vorkommen) bekommt man sogar noch was dafür. Auf den meisten Festivals (quer über den ganzen Planeten) stehen übrigens auch keine "Bunten Kisten" und es wird dennoch die gleiche Musik zufriedenstellend wiedergegeben...


    Was übrig bleibt - und damit ist auch egal wie und ob der Waveformer funktioniert oder man den Bass mag oder nicht - die Optik. Oder was meint Ihr?

  • "AlphaC" schrieb:

    Das kuriose ist, dass im zweiten Falle oft Produkte von Anbietern verwandt und propagiert werden, welche sonst am PA-Markt keine große Rolle spielen. Kurios ist das deshalb, weil das suggeriert, dass für diese Anwendung spezielle Produkte nötig wären, mit Eigenschaften die alle anderen Hersteller nicht anbieten würden.


    Das ist eigentlich nicht so kurios. So spektakuläre Optik ist doch der ideale Aufhänger, was gibt es besseres um Aufmerksamkeit auf die Marke zu lenken als solche gesponsorten Events? Scheint hier ja ganz gut funktioniert zu haben. :-D

  • Hallo,


    Zitat

    Trennen (nicht jedoch hoch- oder tiefpassfiltern alleine) geht selbst mit rekursiven Filtern ohne Phasenverschiebung und nebenher ohne Latenz.


    Kannst du dafür ne Quelle rausrücken? Sollte es das "Nubert-Patent" sein, da wäre mir die Steilflankigkeit nicht ausreichend.


    Oder das gute alte "Subtraktionsprinzip", z.B. HP aufbauen, Eingangssignal - Ausgangssignal HP => Tiefpass (hat auch seine Probleme)


    Grüße
    Mattias

  • Zitat

    ... Kurios ist das deshalb, weil das suggeriert, dass für diese Anwendung spezielle Produkte nötig wären, mit Eigenschaften die alle anderen Hersteller nicht anbieten würden.

    Die 'Dancefloorspezialisten' haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber gewöhnlich- sterblichen Beschallern: es gibt keine Referenz. Das Original fehlt.
    Während wir Beschallungshandwerker unendlich viel Hirnschmalz und Sorgfalt für den Versuch aufwenden müssen, ein elektroakustisch verstärktes Signal trotz aller damit verbundenen Tücken nach Möglichkeit gerade nicht nach Elektroakustik, sondern im Idealfall eben genau wie das Original klingen zu lassen, genießen die Lautmacher elektronischer Musik diesbezüglich deshalb Narrenfreiheit. Im Prinzip können sie damit auch einen Presslufthammer triggern und behaupten "Geil! Genau so muss das klingen!".
    Niemand wird es je widerlegen können. Mal lila, mal weiß, mal schwarzrot gestreift - erlaubt ist, was gefällt und cool ist.


    Gönnen wir ihnen ihre kleine künstlerische Freiheit, und genießen wir die damit gelegentlich einhergehenden ebenso sinnlosen wie wortgewaltig- saftigen Forenduelle. :wink:


    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • "java4ever" schrieb:

    Lumped Elements nennt man das.


    Nachdem das hier ein deutsches Forum ist bleibe ich bei konzentrierten Elementen.


    "java4ever" schrieb:

    Es ist nicht unüblich, dass ein Gehäuse nicht nur in eine Kategorie fällt.
    Um Missverständnisse zu vermeiden, bitte ich um eine Zeichnung.


    ARLS und eine Weiterführung. Die Grenzen verschwimmen hier sehr stark.



    "mattias bost" schrieb:

    Kannst du dafür ne Quelle rausrücken?


    Ein rekursiver oder IIR Filter hat keine Latenz! Auch nicht in der digitalen Domäne. Dass ein DSP der analog in und out besitzt gerne je Conversion 1ms frisst hat damit nicht zu tun.
    Dass ein Trennen ohne Phasenverzerrungen geschehen kann ist einfach im Selbstversuch durchzuführen:
    Man erstellt ein Kronecker Delta, filtert dieses mit einem Hochpass und mit einem Tiefpass jeweils gleicher Frequenz. Verwendet man ein ideales Filter mit idealen Summationskurven kommt nach dem Addieren beider Frequenzwege wieder ein Konecker Delta zustande. Das in den Frequenzbereich transformiert übrigens natürlich bedeutet linearer Frequenzgang und linearer Phasengang. Verwendet man Butterworth Filter die sich nicht ganz überlappen kann man immer noch gute Ergebnisse erreichen. Maßgeblich in der Akustik ist die Summenkurve akustisch, nicht die Filterfunktion alleine.


    "java4ever" schrieb:

    Die Probleme resultieren aus ungleichen Pfadlängen. Wie diese Multi-Weg Technik im Inneren aussieht lässt sich ergoogeln.
    Das wird obenraum nicht wirklich sauber, siehe Limmer 288.


    Ich weiß leider nicht wie das Limmer innen exakt aussieht. Dennoch halte ich diese Aussage und Beweisführung für allgemein falsch und unlogisch. Ein nicht funktionieren (bzw. vielleicht nicht ganz so toll) ist KEIN Beweis, dass alle Multiweg Waveguides per se schlecht sind.


    "java4ever" schrieb:

    Ich kann nur nochmal betonen, dass FEM für Akustik ungünstig ist, denn hier muss ich vorher festlegen, an welchen Orten ich den Schalldruck errechnet haben möchte, bei der BEM bin ich frei.
    Aber da das ja eh nur bunte Bildchen sind, warum bist du dann so scharf drauf?


    Die FEM ist für dich als User mehr Arbeit in der Definition. Oder wolltest du sagen ABEC kann das nicht und du deshalb auch nicht?
    Warum ich auf das bunte Bildchen so scharf bin?
    Weil ich sehen möchte wie das Lambda Labs Waveguide innen aufgebaut ist. Und weil du große Behauptungen aufstellst.


    "java4ever" schrieb:


    Natürlich habe ich das nachsimuliert (ABEC und andere Tools) und bin zu dem schluss gekommen, dass das maximal unter die Kategorie "primitiver Wellenformer" fällt und imho selbst mit FIR kaum glatt gezogen werden kann. Das davor gesetzte Diffraktionshorn hilft da auch nicht wirklich.


    Ich postuliere: Du hast bisher nichts simuliert und die obige Aussage ist eine Vermutung, Geschwätz oder aus einem Vergleich mit dem Limmer Waveguide. Jetzt bist du (hoffentlich) eifrig dran, da ich dir ein wenig einheize und nachdem das alles nicht mal schnell kurz gemacht ist bist du im Verzug.
    Conclusio: Dein argumentatives Gesicht hast du schon verloren. Jetzt darfst du zumindest zeigen, dass du es technisch trotzdem kannst


    - auch wenn es etwas länger dauert und dann anständige Ergebnisse liefert :)


    Wenn du mit den Aufbau sendest als Skizze versuche ich mich auch daran.

  • "billbo" schrieb:



    Nachweislich klingen die F1 System aber auch ohne Presslufthammer tadellos. Selbst mit Klassischer Musik und wenn ich mich am Linearray Test erinnere versagten dabei mehr oder weniger alle Systeme im Vergleich.


    Das Problem ist aber er ein anderes, Sound ist eine Marke für einen Club. Da F1 schon sehr viel vertreten ist klingt es quasi in den Clubs relativ gleich. Naja ich kann mich noch an die Messungen vom Föön F1 erinnern, recht Beratungsresistent war das Ergebnis er Peinlich.


    Da werkeln Teilweise Jung Dynamische Firmen herum die von Elektroakustik,Elektronik,Physik wenig Ahnung haben.

  • Nu,


    hab ich da was verpasst ?!?


    Also wenn ich mir aktuelle Messungen der neuen F1 Evo Serie anschaue wundert "mir" nicht das F1 "klingt" wie es halt klingt ...
    Von akustischer Perfektion doch Meilen weit weg bei den ganzen eingebauten physikalischen Fehlern des Grundkonstruktes die alle durchaus hörbar sind.


    :wink: Schotte

    Klangart-Servicecenter , Immer im Dienst für den guten Ton !
    Wir machen das einfach ... Warum ? Weil wir es können.