Was neues für den Dance-Floor...

  • "F.A.Bi.A.N." schrieb:

    wann darf man eigentlich mit den angekündigten simulationen und/oder messungen rechnen? ( :D )


    Sorry, hast ja Recht, aber bei der letzten Gelegenheit hatte ich ne Holzbühne und ne große Holzscheune direkt nebenan, da habe ich mir den Aufwand einer Messung lieber gleich gespart... Ich hole das baldmöglichst nach und poste die Ergebnisse dann hier, versprochen ;-)

  • "F.A.Bi.A.N." schrieb:

    achso, und der bodenabstand war hierbei nicht die (spiegelpunktbezogene) zeitfensterbeschränkende größe?


    Ich kann's schon hören - "Nee, die Scheune hat keine Fenster" :lol:

  • Ich messe am Boden. Wenn ich dort messe, dann messe ich in der Symmetrie der Spiegelquelle. Dort sind keine störenden Reflexionen vorhanden.
    Die Scheune hatte übrigens keine Fenster. Das hätte das Ganze ja völlig unmöglich gemacht :shock: :D

  • GP-Messung? Das wiederum wirft weitere Fragen auf. Der Meßabstand muß größer als 3x der Durchmesser der Schallquelle sein, bei Doppel 18ern mit Schallführung kann man da von etwa 1m (x3) ausgehen. Weiterhin muß bei einer GP Messung der Abstand zur nächsten festen Begrenzungsfläche mindestens 5x dem Meßabstand betragen, also mit anderen Worten, man braucht eine Fläche von 31m Breite. Da stellt sich mir die Frage, ob diese Bedingungen eingehalten werden können. Aber noch viel wichtiger: Die Holzbühne erlaubt in dem Meßbereich für eine GPM keine verwertbare Messung, da a. im Bass- bis Subbassbereich das Holz (selbst mit Dämmung und Dämpfung) nicht schallundurchlässig ist und man vom Boden eben doch die Reflektionen erhält. Erde, Beton o.ä. sind dafür geeignet, eine Bühne leider nicht. Und Davon abgesehen b. verfälschen die Resonanzen der Bühne sowieso die Messung (auch wenn das schon vorher die Ausschlußkriterien gefallen sind). Selbst mit einer gefensterten Messung ist das so nicht möglich, da die Schall- bzw. Impulsausbreitung im Holz deutlich schneller ist als in der Luft, in Holz etwa 3400m/s - was wiederum bedeutet, daß sich der Schall bzw. die Impulse in dem Material ~10x schneller als in Luft fortbewegen. Und nein, auch ein verschobenes Fenster blendet das nicht aus, weil es in der Longitudinal- wie auch Transversalwelle an der Kante reflektiert wird und zurückkehrt.


    Oder kurz: Eine Groundplane-Messung ist nur möglich mit einem festen Boden.

  • So, am Wochenende bin ich nun endlich dazu gekommen, die angekündigten Messungen zu machen.
    Aufgestellt habe ich 4 DH-18 im Spacemodus direkt nebeneinanderstehend. Der Spacemodus ist etwas tiefer, dafür auch etwa 2dB leiser, als der Directivity Modus. Das Messmikro war etwa 2 Meter von der Gehäusekante entfernt, die nächsten größeren Flächen waren ca. 10-12 Meter entfernt. Ich habe mit 10V gemessen, da bei 1W für das gesamte Stack durch etwas Wind unten herum ziemlich viel verfälscht wurde und jede Messung anders aussah. Die Empfindlichkeit ist auf eine 1w/1m Kurve ohne Setup kalibiriert, wenn man also auf einen Sub zurück rechnet und damit 6dB abzieht, stimmen die Werte recht gut mit den Angaben des Herstellers überein. Gemessen wurde natürlich im Freien auf einer Wiese.



    Hier zum Vergleich mit dem DSP Setup ohne High-Cut, dafür mit Low-Cut bei 28Hz:



    Die Messung des Ausschwingverhaltens war etwas tricky, aber ARTA hat glücklicherweise ein gutes Manual, danke an Albrecht89 für den Tip!



    Sieht eigentlich recht sauber aus, wenn ich das richtig sehe.



    Edit: Bilderlinks korrigiert

  • hi,


    für die darstellung des ausschwingverhaltens im bassbereich würde ich dir ein downsampling empfehlen. zudem hast du bis 50 perioden anzeigen lassen - da sieht man ja kaum was. ich empfehle 20 perioden und -30 dB. oder du schickst mir die impulsantwortdateien, dann mache ich schnell.



    mfg,
    fabian

  • Horizontale Rasterlinien wären schön :)
    Irgendwo zwischen zumindest 5 und etwas weniger als 10 Perioden wenn ich ein geistiges Hilfslineal anlege.


    Spannend wäre ein Vergleich. Sieht ziemlich gut aus, aber ich kann das so schwer beurteilen. Jedenfalls scheint es bis 200Hz keine bösen Resonanzen zu geben und das sieht man jedenfalls im Frequenzgang bestätigt.


    Vielen Dank für die Messungen von den Subs.
    Jetzt wären die Wellenformer Simulationsergebnisse noch fällig von Java4ever?

  • also, ohne jetzt der noch ausstehenden auswertung vorweggreifen zu wollen: nach einer recht ausführlichen hörsitzung unter nahezu idealen bedingungen im reflexionsarmen raum der TUB...



    ...darf ich mal hemmungslos subjektiv beitragen: die DH18 fand ich richtig gut :) .

  • "Albrecht89" schrieb:


    schlecksn : Du kannst das Ausschwingverhalten mit ARTA messen. Arta ist im Demo-Mode kostenlos und hat trotzdem alle Funktionen. Nur das Speichern und Laden von Messungen ist nicht möglich ... mach einfach ein Screenshot der Messung.


    Leider konnte ich nicht speichern, deswegen ist keine andere Skalierung möglich. Ich hab euch aber mal ne Linie bei 5 und 10 Perioden eingesetzt. :)