Beiträge von Ansch

    Genau, deswegen stand das ja dabei, dass es Linux (Ubuntu Studio) ist. Nur wegen der formalen Korrektheit: Wine ist keine Emulation. Es stellt die Windows Schnittstellen dem Linux Betriebssystem zur Verfügung, so dass Windowsanwendungen nativ laufen.


    Aber das tut nichts zur Sache, da ja festgestellt wurde, dass das so unter Windows eben wohl doch nicht funktioniert.

    Mixing Station ist aber wirklich gut (habe ich auf Android mobilem Endgerät)

    gerade mal mit SQ Mix Pad unter Windows SW unter Wine auf Linux ausprobiert mit angeschlossener SQ6 (habe hier kein Windowws): Man kann mehrere Instanzen öffnen und in jedem Fenster Änderungen vornehmen, die zeigen sich dann entsprechend im anderen.

    Die Kommunikation läuft über Multicast, daher wohl kein Problem.

    Aah, das ist ja interessant...


    So wie ich den ASC gemessen habe sind die Güten (Q nicht als Bandbreite in oct) zu verdoppeln und bei den Shelving-Filtern bezieht sich die eingestellte Frequenz bei Anhebungen größer 6 dB auf den -3 dB Punkt. Bis einschließlich 6 dB ist es die Frequenz bei der mittlere Anhebung oder Absenkung erreicht wird.


    Das scheint aber noch nicht alles zu sein. In der Kombination mehrerer Filter ergaben sich noch Abweichungen zu den bekannten (generischen) ÜF.

    So sehe ich das auch. Anzupassen wäre die Berechnung der Q's. Die Übertragungsfunktion selbst müsste wohl nicht angepasst werden.

    Ggf. kann man durch Messungen Re-engineeren.


    Btw. und OT, da ich Vituixcad selbst nutze, fände ich eine Implementierung für den Linea Research ASC48 interessant, dort unterscheiden sich die Güten auch etwas (auch durch Vergleichsmessungen festgestellt, die LIR Filter lassen sich hinreichend mit normalen linearphasigen Filtern in Vituixcad nachbilden) ...

    ich würde mal mit seeburg anfangen und dann mal director oder acces angehen. tw audio wäre sicher auch interessant, da nciht so alt.

    Den Tip sich fertige Tops anzuschauen finde ich gut.

    Wenn dabei Hornsysteme untersucht werden gilt das wohl eher dem persönlichen Erkenntnisgewinn, denn als Vorlage für ein eigenes System. Wenn ich das richtig sehe ist das das Erstprojekt des TE.

    An der GLZ kann man wohl nicht viel drehen. Geschlossen kriegt man aus der Kiste vermutlich keinen tiefen Bass mehr raus. Gibt zwar noch andere Bauformen, aber durchgesetzt haben die sich soweit ich weiß alle nicht, oder?

    Ja, es gibt noch andere Bauformen und es geht besser und ja, kommerziell unter betriebswirtschaftlichen Aspekten hat sich BR durchgesetzt. Aber die Diskussion dazu sollte hier möglicherweise nicht geführt werden. Ich denke im Forum findet man mit der Suche genug dazu.


    Zitat

    Bei der Phase wundert es mich das der erste Impuls nach unten geht ist. Der war sonst immer positiv. Da weiß ich nicht ob ich das Delay richtig bestimmt habe oder den Anfang vom Impuls richtig finde.

    Außerdem wundert es mich das die Phasen der beiden Messungen so unterschiedlich sind.

    Ja, da ist vermutlich die Polarität irgendwo gedreht. Aber für eine Einzelmessung ohne Systemkontext ist das irrelevant. Du kannst in Arta ja die Polarität drehen (invert impulse response).

    Zitat

    Beim absoluten Pegel war ich mir eigentlich relativ sicher alles richtig gemacht zu haben. Aber so wie es aussieht habe ich zumindest bei dem Vergleich mit der alten Messung versehentlich die Messung aus 1m Abstand hochgeladen. Bei der ersten Messung wundert es mich aber. Habe die Ausgangsspannung mit einem 8Ohm (100W) Widerstand bei 400Hz auf 2,83V eingestellt und den Gainregler seit dem nicht mehr berührt. Habe zwischendrin auch noch mal nachgemessen. Ausgangsspannung der Soundkarte war mit über 500mA diesmal auch besser zu messen. Mikrofon mit passendem Pegelkalibrator kalibriert. Was könnte da falsch gelaufen sein?

    OK, GP-Messung in 1m Abstand, d.h. 6 dB abziehen.

    Die Messungen sehen stimmig aus (bis auf die absoluten Pegel). Die Phase ist plausibel. Was findest Du verdächtig?


    Mich persönlich würde eine GLZ von 35 ms stören. Aber das liegt eben am BR-Prinzip mit den großen langen Ports. Die große schwingende Luftmasse ist ein Energiespeicher, d.h. die Güte des BR-Anteils ist sehr hoch und schwingt entsprechend lange nach.

    Außerdem hast Du die Portresonanzen ja schon unter 200 Hz. D.h. Du müsstest bei Filtern 4.O. bei unter 100 Hz zum Top trennen.

    Ach so, das ist ja praktisch. Ist das auch in der Praxis so, oder ist das eher bei theoretischen, optimalen Systemen?

    Für direkt strahlende Lautsprecher trifft das i.d.R. zu. Solange Du keine Energiespeicher (können auch großvolumige BR-Ports sein) hast, ist das Verhalten minimalphasig und das o.g. stimmt. Probier es doch einfach aus.


    Übrigens, zur Phase: jedes HP oder TP-Filter dreht die Phase um 90° pro Filterordnung. Ein Filter 1.O. hat eine Flankensteilheit von 6 dB/oct oder 20 dB/dec. Bei einem LR24 wären das also 360°.


    Aber sich eingehender mit Filtern (bzw. Signaltheorie) zu befassen ist in jedem Fall sinnvoll.

    Hallo Rainer_Zufall,


    gesundes neues Jahr wünsche ich.


    Naja, zumindest für klassische analoge Filter und deren digitale Entsprechung (Infinite Impulse Response, IIR-Filter) gilt, dass Amplitude und Phase fest zusammengehören.


    Wenn Du die Amplitude linearisierst, linearisierst Du automatisch die Phase mit. Im Gesamtverhalten kannst Du so das 'Lehrbuchverhaten' der Filter erzeugen.


    Zu beachten gibt es doch schon einiges: z.B. die Treiberbelastbarkeiten, das Abstrahlverhalten usw. Insbesondere im Hinblick auf das Abstrahlverhalten lässt sich mit den Filtern einiges beeinflussen.


    Mit Finite Impulse Response, FIR-Filtern lassen sich Phase und Amplitude getrennt behandeln - aber zu Lasten einer Grundlaufzeit, da die gesamte Impulsantwort auf einmal behandelt wird. Und bei linearphasigen Filtern (symmetrische Impulsantwort) muss u.U. das Pre-Ringing beachtet werden. Auf Achse hebt sich das meist auf wenn Hoch-und Mitteltöner zusammen laufen. Das muss aber nicht zwangsläufig unter Winkeln der Fall sein.


    Ich empfehle Dir mal Vituixcad (https://kimmosaunisto.net) zu installieren. Damit kannst das Verhalten schön simulieren. Um aber genaue Aussagen zu erhalten wirst Du für das Topteil die Winkelfrequenzgänge der Treiber aufnehmen müssen.


    Viele Grüße

    André

    Wenn Du durch die Begradigung eine saubere Filterfunktion erhälst, erhälst Du auch den dazugehörigen Phasenverlauf (weitestgehend). Man kann Filter und Treiber-FG nicht losgelöst voneinander betrachten. In Näherung ist es ja ein lineares-zeitinvariantes System und es gilt das Superpositionsprinzip. Also immer den Systemzusammenhang betrachten!

    Du stellst die richtige Frage.


    Hängt vom Controller ab - wie viel Gainreserve vorhanden ist und immer im Systemkontext betrachten.


    i.d.R. unkritisch: mit Low-Q PEQ auf die Frequenz des Maximums begradigen und gg. mit Hifǵh Shelv etwas nachhelfen.

    Übrigens: Klassische Auslegung ist den Frequenzgang bei Filter 4. Ordnung bis eine Oktave unter angestrebte Trennfrequenz zu begradigen (bei geringerer Steilheit entsprechen mehr - bei höherer Ordnung entsprechend weniger). Hintergrund ist eine saubere (lehrbuchmäßige) Filterfunktion zu ermöglichen.

    Nur am Rande, gerade Hörner sind gut in Leichtbau zu machen. Auch ohne Faserverbund, nur mit Holz, lässt sich die Schichtstärke ja anpassen und eben nur dort wo erforderlich (z.B. Rückkammer, Krafteinleitungs- und -durchleitungsbereiche) erhöhen. Ggf. mit Schaum (geht auch Bauschaum) an abgetrennten Stellen, die als Volumen für die Chassis nicht benötigt werden, ruhigstellen.

    Zum Thema BMS vs. B&C Coax: Das wichtige BMS Patent ist ausgelaufen Ringmembran Koax mit geschickter Schallführung, phasenkohärent,...echt schön).

    Daher kann B&C nach der Methode einen MHT Treiber anbieten.


    Zum Thema Gewicht: möchte man deutlich leichter werden muss man auf Faserverbund gehen: Glas ist ggü. Multiplex Faktor 1:3, mit Kohle lässt sich das bei gleicher Festigkeit nochmal ca. um ein Drittel ggü. Glas senken.


    Um das aber zu erreichen braucht man Knoff Hoff, Ausrüstung und die Fähigkeiten. Außerdem ist das teuer.

    Also wohl eher nix für den Wald und Wiesen Selbstbauer. Das Thema ist nicht nur die pure Verarbeitung sondern eben auch die Konstruktion, so dass es nicht nur hält, sondern akustisch tauglich ist.

    Persönlich nehme ich hier eigentlich nur Glas. Bei Kohle würde ich wohl zusätzlich mit Aramid arbeiten. Also die 30% ggü. Glas sind dann eher sportlich...In jedem Fall kann man ggü. Multiplex die Hälfte einsparen.


    Achso: Jede Kombination dazwischen ist denkbar: z. B dünne Multiplexlagen kombiniert mit Faserverbund und Füllstof (Styrodur + Baumwollflockenharz)


    Achso und noch ein Nachtrag: Falls für jemanden aufgrund schwierigen Beschallungsumfelds erforderlich: Kohle/Aramid geht in Richtung "kugelsicher". 8)

    Btw. nur der Vollständigkeit halber: Die BMS MHT-Koaxe finde ich für so eine Anwendung durchaus interessant. Man umgeht eben den Kompromiss der Blechdeckel mit Pampe (oder dem jeweiligen Marketingnamen der Beschichtung) oberhalb von 8 kHz. Dafür handelt man sich natürlich zusätzliche Komplexität ein.


    Wie war das: '...irgendeinen Tod muß man sterben"?