Beiträge von TasteBerlin

    Unternehmer, die jetzt keine Verantwortung für das eigene Geschäftsrisiko übernehmen und laut nach Entschädigungen schreien, merke ich mir die Tage ganz genau und werde meine zukünftigen Käufe klar danach richten.

    Du betrachtest eine Pandemie als "eigenes Geschäftsrisiko"? Oder wolltest Du nur auf die Notwendigkeit eines Sparstrumpfes hinweisen? Das wäre für ein Unternehmen eine Rücklage; allerdings ist die nicht dazu gedacht und geeignet, einen Totalausfall aller Einnahmen über Monate zu kompensieren. Insbesondere ist das für Unternehmen mit Arbeitnehmern sehr schwierig, da hier die laufenden Kosten besonders hoch sind. Abgesehen davon ist es buchhalterisch nicht ganz einfach, flüssiges Geld - aus dem Gewinn! - abzuzweigen und "herumliegen" zu lassen. Das wird weder von den eigenen Arbeitnehmern noch vom Finanzamt mit Beifall vergolten.

    Im übrigen höre ich landauf, landab niemanden nach "Entschädigungen" schreien. Das wäre auch der völlig falsche Begriff. Für diejenigen, die dessen bedürfen, geht es um Überbrückung und ggf. Beihilfe.

    Privat sieht das ein wenig anders aus. Jeder sollte nach Möglichkeit vorsorgen und einige Wochen über die Runden kommen, ggf. auch länger, ohne die Solidargemeinschaft in Anspruch nehmen zu müssen. Das hat aber mit Unternehmensliquidität und -substanz nichts zu tun.

    Das lass dir von Anwälten erklären... Das ist wie bei Medizinern, man hört unterschiedliche Meinungen...

    Man kann davon ausgehen das solche Fragen noch Gerichte beschäftigen werden...


    Was auch bei kleinen Unternehmen typisch ist das sie keine Vertreterreglung haben... Ich kann euch nur raten das jetzt zu Regeln ! Ich wünsche es keinen das er erkrankt und das Unternehmen führungslos den Bach herunter geht....

    So ganz ohne weiteres kann man Recht nicht "nach Meinung" sprechen.

    Es kommt darauf an, welche Steuern man zahlt und welche nicht. Beim Einzelunternehmer ist es durchaus mal möglich, dass zwar Umsatz- und Gewerbesteuer gezahlt wird, nicht aber Einkommenssteuer (weil das Einkommen letztendlich zu niedrig dafür war). Sollte natürlich nicht auf Dauer so sein.

    Ist der Vorsteuerbetrag mehrere Jahre lang höher als die Umsatzsteuer, wird das Finanzamt ganz schnell zickig. Hingegen ist ein einzelnes Jahr mit Vorsteuerüberschuss nicht problematisch, sofern es z.B. durch große Anschaffungen (Transporter, Technik, Werkstatt) begründbar ist.

    Zitat

    so eine ein mann fa. kann dann im schlimmsten fall einfach den Gürtel enger schnallen. das kann man mit festem Personal nicht.


    Das ist im Grunde richtig. Eine "Ein-Mann-Firma" (nehmen wir das mal als Synonym, können natürlich auch 3-4 Leute sein), die im Idealfall nicht mit Leasing- und Finanzierungskosten belastet ist, überlebt im physischen Sinne natürlich leichter. Bei Auftragslage "Null" bleibt z.B. der Weg zum Arbeitsamt oder ein kleinerer Überbrückungskredit.

    Eine große Firma wird i.d.R. hohe Finanzierungskosten haben, zudem laufende Kosten durch Angestellte. Während letztere im Ernstfall "zum Amt" pilgern bzw. pilgern müssen, dadurch aber auch am Leben erhalten werden, ist bei einer Insolvenz die Firma eben einfach weg. Verschwunden. Nitschewo.

    Deshalb - so meine Ahnung - wird die Rettung von größeren Firmen sehr viel stärker auf der Agenda der Wirtschaftspolitik stehen als das Befassen mit Einzelschicksalen.

    In Berlin werden mit dem heutigen Tag die Theater geschlossen, bzw. die Saalvorstellungen abgesagt bis in den April hinein. Das sind nicht unbedingt alles Häuser mit mehr als 1.000 Plätzen, aber die Ansteckungsgefahr im geschlossenen Raum wird wohl als relevant betrachtet.


    Nun gut, das sind öffentliche Häuser und der Senat wird sie nicht nur stützen, sondern auch dazu beitragen, dass vorverkaufte Karten zurückerstattet werden.


    Jetzt schauen alle auf PRIVATE Veranstalter, also z.B. auf das große "Rock meets Classic". Hier würde eine Absage m.E. zur sofortigen Insolvenz des Veranstalters führen, denn die Kosten (z.B. Gagen für die Weltstars, Hotelbuchungen etc.) sind ja zu einem großen Teil bereits im Vorfeld angefallen. Gleiches gilt für große Veranstaltungen und Konferenzen, z.B. im riesigen Estrel-Hotel (woran dann auch Hunderte Zimmerbuchungen hängen). Cash Flow ist in solchen Unternehmen einfach mal die entscheidende Kennziffer.

    Bislang gibt es keine sinnvolle Äußerung von politische Seite (also z.B. Wirtschaftsministerium), wie die besonders betroffene Veranstaltungsbranche unterstützt werden soll. Es gibt eine lasche "Ausweitung des Kurzarbeitergeldes". Aber wem soll das helfen? Wie viele von uns - und mehr noch von den Künstlern - sind denn fest angestellt bei einem Arbeitgeber, der sich das Durchschleppen der Mitarbeiter auch noch leisten können muss?

    Allein schon die fehlende Datenlage über die entfallenden Einkommen Tausender Freiberufler und Gewerbetreibender dürfte ein Problem darstellen. Und ja, es kann sehr kleinteilig werden: der Pubmusiker, der jetzt 2 Monate lang seine Samstag-Abend-Gigs nicht mehr machen kann; der kleine Beschaller, dem jetzt Wochen ohne Einkommen (aber natürlich trotzdem laufenden Kosten) bevorstehen; die studentischen Helfer, die ihr Nebeneinkommen als Helfer oder Host/essen für ihren Lebensunterhalt brauchen - sie gehören alle dazu.

    Wie weit ist denn die PANIK!!!!

    Wie könnt ihr das beobachten?

    Lassen die Leute Karten verfallen und bleiben weg?

    Bleibt die Abendkasse leer?

    Hatte gestern ein Konzert, welches hauptsächlich im Vorverkauf gefüllt wurde. Es sind wohl einige Gäste weggeblieben, ich würde schätzen 10%. Aber immerhin haben sie vorher bezahlt.... Abendkasse war nicht ganz so doll, entsprach aber den üblichen Erwartungen.

    Egal wo ich in den letzten Tagen einkaufen war (Edeka, Aldi, Kaufland): es gab immer alles. Bei Edeka sogar Sagrotan-Seife im Spender. Dem Berliner ist Panikmache vielleicht egaler als anderen?

    Lautsprecherbau als Lottoersatz (kein PA):


    https://www.augeundohr-berlin.…tsprecherboxen-weltklasse

    Das ist so in etwa der lächerlichste Shop, den ich seit langem gesehen habe. Tatsächlich haben es mir - abgesehen von dem technischen Unfug - die Texte auf der Seite besonders angetan. Denn: "Daher ist diese Homepage nüchtern, sachlich und informativ gehalten in Text und Bild."

    Daher auch die sachliche Feststellung: "...Menschen wie ich, sind nicht nur überdurchschnittlich intelligente und kreative Nonkonformisten, sondern auch außerordentlich optimistische und idealistische Menschen..."

    Meint ihr das Teil von Thomann (the t.racks VM-100) für 50€ taugt was? Da steht dabei das es vor Spannungsspitzen schützt.

    Das Ding ist kein Power Conditioner, sondern lediglich eine zusätzliche 10A-Sicherung. Zudem eine dimmbare Arbeitsplatzbeleuchtung und ein Stromverteiler für den FOH-Platz. Die hübschen bunten LEDs zeigen - wenn auch ungeeicht - die anliegende Spannung an.


    Die Schutzwirkung geht gegen Null, aber ich habe bei Festivals auf der grünen Wiese so etwas am FOH zu stehen. Wenn die Spannung laut Anzeige zu weit absinkt, weiß ich, dass sich mal wieder ein Bierwagen oder Friteusen-Heini heimlich ans (oft schwache) Netz gehangen hat. Nicht alle Geräte auf und an der Bühne kommen damit gut zurecht.

    Ich hatte letztes Jahr das Vergnügen - nicht eines Abbruchs, aber zumindest einer Unterbrechung. Es spielte Rockband + Sinfonieorchester in einem mittelgroßen Theater; die Lichtcrew hatte ein nagelneues System bekommen und sich mit viel Zeit und Ruhe einer sehr sorgfältigen Programmierung gewidmet. War auch super in der ersten Konzerthälfte. Nach der Pause ging aber nüscht mehr... Pult abgestürzt und nach dem Neustart praktisch leer.


    Der Intendant selbst hat dann - als das Publikum eingeklingelt und endlos wartend wieder drin saß - seine Ansage zur Verzögerung gemacht, während die Lichtkollegen ziemlich fit händisch ein Grundlicht zurechtgebastelt haben.

    Positiv war die Entscheidungsfreudigkeit der Lichtler, die nach dem ersten Schreck gar nicht groß an ihrem Platz herumgerätselt haben, sondern sich flugs nach alle Himmelsrichtungen verteilten, um Scheinwerfer usw. einzurichten.

    Ich höre im Auto am ehesten Deutschlandfunk. Die senden aus verschiedenen über Deutschland verteilten Studios ihre Quasselrunden. Manchmal ist der Ton kaum erträglich, vor allem wenn in einer reinen Gesprächsrunde die Bässe so aufgeziegelt werden, dass es mir im Auto (ohne Subwoofer!) unangenehm wird. Hochpassfilter scheinen da unbekannt zu sein. Das gilt an manchen Tagen übrigens auch für die Nachrichten. Da versuchen die wohl, eine "warme" Stimme hinzubekommen, suchen aber an der falschen Stelle.


    Außerdem könnten sich die Studiotechniker ruhig mehr Mühe geben beim Aufbereiten des Tons anrufender Hörer.

    Der Symptomatik nach könnten es digitale Sender sein, welche die analogen Funkstrecken "wegdrücken". 734 MHz ist auch sehr nahe am LTE-Uplink, für diese Funkstrecke sollte also auf jeden Fall noch mal eine neue Frequenz vergeben werden. Die anderen beiden befinden sich zwar weiter "drin" in der LTE-Mittenlücke, aber eine echte Garantie ist das auch nicht. Wer weiß, was in der Umgebung noch verbaut ist?
    Hier würde ein Frequenzscan helfen (z.B. mit der Shure Wireless Workbench).