Fux
Wenn ich das so lese, gehe ich grundsätzlich ähnlich vor wie Du das beschreibst:
1. mal die theoretisch perfekte Weiche berechnen (mit den korrekten Re und Le der Treiber, welche Flankensteilheit auch immer) und aufbauen
2. Wege getrennt messen (also schon mit LS in der Box)
3. HT Zweig durch Spannungsteiler passend absenken
4. unterschiedlich gepolt anschließen um zu schauen, was grundsätzlich besser passt
5. falls der TT einen "Mittenbuckel" zeigt, Saugkreis berechnen und "probierend / simulierend optimieren" oder vielleicht mal die Trennfrequenz etwas nach unten schieben, falls der Buckel schon in der Gegend der Trennfrequenz liegt
6. Trennfrequenzen vielleicht etwas verschieben, falls man im Übergangsbereich eine Überhöhung oder einen Einbruch hat (dabei auch immer mal abseits der Achse messen um zu sehen, ob man da nichts verschlimmbessert)
7. CD Hornentzerrung (meistens über Parallekondesnator zum Serienwiderstand oder manchmal auch über "gezielte Fehlanpassung" der Weiche im HT Zweig, wobei man dann auch den Spannungsteiler wieder anpassen muss)
8. Wenns nichts ist zurück zu 1. 
Bei dem konkreten Fall, über den ich mir gerade Gedanken mache, geht es um eine kleine 8/2 Box (Frontfill / Nearfill / Mini-Topteil) mit Precision Devices PDN.8BM31 (ist halt schon da) und XT-120 (ist das größte was reinpasst) und als Treiber B&C DE12 oder Celestion CDX1-1445.
Noch zu meinem Höreindruck bzgl. 12dB Weichen / 18dB Weichen ganz allgemein; die 12dB Varianten kommen mir meistens "direkter" vor.
Und zur Bündelung der Höhen; ich versuche es meistens, auf der Achse so linear wie möglich hinzubekommen und habe dann bei den meisten Hörnern abseits der Achse einen leichten Rolloff, was dann m.E. ganz gut passt.
viele Grüße,
C.