Beiträge von KurtSchuster

    Klaro, den Denon gibts schon ewig. Seit locker einer Dekade in diversen Updates. Hinkte aber immer seiner Zeit hinterher.
    Die Arvus Leute bieten eigentlich das für den Profi Sektor an was die Trinnov Leute für Heimkino anbieten. Wieder astronomische Preise.


    Außer Spielereien können diese Arvus und Trinnovs nicht mehr als als eine Kombi aus PC/Windows, Interface und DSP.

    das S/PDIF Signal aus dem Bluray Player das Multichannelsurround Signale enthält kann man nicht auf einem normalen S/PDIF Wandler wiedergeben

    man braucht hier einen Decoder

    Korrekt

    diverse Softwareplayer können das Surroundsignal decodieren und als einzelne Kanäle über jede Soundkarte ausgeben, auch über z.B. Dante oder AVB (Mac)

    Auch richtig. Braucht es aber nicht.

    Hardware ist für rein digitale Anbindung nicht gerade billig, zumindest kenn ich nix preiswertes...

    Ich auch nicht. Entweder die orig. Dolbys oder sowas wie Trinnov. Zu astronomischen Preisen.

    habe selbst eine Decoderstation 5, geht prima.

    Ich hab auch ne Decoderstation. Der Umstand ist das sie keine HD Tonspuren wiedergeben kann. Nutze das Teil schon länger nicht mehr.

    Der ganze Sound wird durch die HD Tonspuren deutlich aufgewertet. Für lau, ist ja auch auf der DVD/BD.


    Ist halt Cinch Analog ausgang, dafür günstig....

    Eben. Wackelige Sache für Outdoor/Mobil. Spielt man auf ein Profi Interface hat man gleich XLR oder zumindest symetrische Klinken. Und man ist weg vom HiFi Pegel.


    Ums nochmal deutlich zu sagen, man braucht keine externe SW oder HW Decoder. Windows macht das.

    Mich hat es auch erstaunt das Win ( und sicher auch macOS) Dolby/DTS SR decodieren kann. Aber wenn man mal darüber nachdenkt ist es logisch. Denn könnte Win kein SR decodieren würde kein Spiel über die üblichen Logitech SR Brüllwürfel und die interne Soundkarte funktionieren.


    Also, warum das Geschenk von MS nicht nutzen?

    Eine Lösung wäre einen PC zu nutzen. Dazu PowerDVD wenn direkt von BD gespielt werden soll. Wer die Anschaffung von PowerDVD scheut kann die BD auch vorher in mkv rippen.

    Die mkv-Datei lässt sich dann per Kodi oder VLC abspielen. Auch die Suroundspur.


    HDMI Videosignal geht direkt an den Beamer. Also der HDMI Ausgang der Grafikkarte.

    Für den Ton braucht es ein mehrkanaliges (5.1=6, 7.1=8 Kanäle) Audiointerface. Evtl. kann man auch ein Pult als Soundkarte am PC nutzen. Ich nutze dazu ein Fireface.

    Nun muss man noch die Kanalzahl in den Windows-Settings des Audiointerface einstellen. Also Stereo, 5.1 oder 7.1.

    (Suround) Ton wird nun von Windows dekodiert und direkt digital an Interface bzw. Pult geschickt.

    Wenn ein kleiner PC ( nVidia610 langt schon, dazu ein 2Kerner) und ein Interface/entsprechendes Pult vorhanden sind lässt sich die Lösung für 0€ realisieren.

    Ton muss wahrscheinlich verzögert werden.

    Bei moderatem, sehr angenehmen Pegel und ohne, daß es irgendwo unangenehm wurde.

    Da haben wir wieder die moderaten Pegel. Es scheint sich ein Muster ab zu zeichnen. Wo moderate Pegel herrschen gibt es auch oft guten Sound. Dynamisch.

    Nach einer sehr leisen Passage etwa bei Floyd, fällt eine laute, basslastige natürlich viel mehr auf.

    Zudem spielen die Anlagen die Floyd, bzw. die unzähligen Tribute Bands, 3 mit Orig Besetzung ( Waters, Gilmore und neuerdings auch Nick Mason) immer sehr entspannt. Weils halt dicke Dinger sind.

    Bei manchen Bands passt es die Subwoofer sehr prägnant einzusetzen. Etwa "The Prodigy". Ein mehr als beeindruckendes Erlebnis mit GSL und seinen Woofern.


    Andere Bands brauchen das nicht. Oder es ist gar kontraproduktiv. Wie etwa bei Floyd. Trotzdem stehen diese extrem leistungsfähigen Subwoofer nun mal da ( z.B. bei einem Festival) rum, und manch Mischer lässt sich, wenn er keine andere Anweisung von der Band erhält, oder die gar sagt "Mach uns richtig fett", dazu verführen die Subwoofer im Übermaß zu nutzen.


    Ja man muss es neben dem können (vom Personal & Anlage) halt auch wollen...

    Genau, etwa "Black Rebel Motorcycle Club" war über GSL mehr als angenehm. Ein echtes Klangerlebnis. Und eben auch weil die Subwoofer nicht alles zugedröhnt haben.


    Vielleicht denkt manche Band bzw. deren Mischer das der (junge) Besucher des Konzerts/Festivals richtig beeindruckt werden muss. In Sachen PA. So das dieser Besucher anschließend seinen Freunden erzählen kann wie sehr doch die Hose geflattert hat. "War voll geil ey".

    Gute Bands haben so was nicht nötig. Ich sah Knopfler 2 Mal in der Kölnarena. Würde ihn gern ein 3tes Mal über ne L-ISA erleben. :)

    Ein Bericht zum Einsatz einer L-ISA Beschallung:

    https://www.l-acoustics.com/en…-at-forest-hills-stadium/


    Zu der von 4Art genannten Front mit 9 Hangs ( 7x Tops, 2x Subwoofer) kommen noch 16 Syva für Suroundeffekte hinzu. Scheinbar ist es gelungen durch Pegelanpassungen Interferenzen für die über die Fläche verteilten Hörer zu vermeiden. Zeitlich korrekte Werte kann es für alle Zuhörer nicht geben. Hmm, da steckt sicher noch mehr in der L-ISA Software....

    Ein Helikopter Fly-By für 12k Hörer. Also nicht nur von Links nach Rechts an der Front sondern auch von Hinten nach Vorne.

    Beeindruckend. Ebenso wie die Menge an eingesetztem Material.

    Aber selbst bei den KS CPD12 (3,5k€!) hört man ein Rauschen. Das liegt einfach daran, dass das Horn, das ja sehr effizient ist, bei Biamping direkt an der Endstufe hängt.

    Sicherlich spielt die hohe Effizienz eines Horn eine Rolle. Aber nicht die Entscheidende. Denn Rauschen ist eine Kette.


    Verursacht wird Rauschen vor allem von den AD/DA Konvertern im DSP. Die dahinter liegende Signalkette (Verstärker, Wirkungsgrad der LS) bestimmt dann die Hörbarkeit.
    Bei aktiven Boxen ist es nun oft so das ein gewisser maximaler Schallpegel erreicht werden soll.
    Nehmen wir mal 130db an. Doch kann das Konstrukt aus ( integriertem) DSP/AMP "nur" eine SNR von 115dB erreichen. Bleiben also 15db an Rauschen übrig.

    Der Gain im DSP einer Aktivbox ist meist voll aufgedreht. Das Poti an der Box schwächt nur den Eingangspegel ab.

    Bei einem externen DSP und Verstärker (mit passiver Box) sieht die Sache anders aus.

    Falls das noch nicht empfohlen wurde:


    Stell die 2 Subs direkt nebeneinander in die Mitte zwischen "VorneLinks" und "VorneRechts". Also im Normalfall mittig unterhalb des TV.

    Dann trennst du die Subs bei z.B.80Hz. Je nach Größe der Tops/Satelliten. Alles bis 80 Hz machen die Subs, alles über 80Hz die Tops.

    Lowcut setzen bei z.B. 35Hz. Will heißen das die Subs keine Signale bekommen die tiefer als 35Hz sind.

    Damit nervst du deine Nachbarn weniger.

    Das sollte sich in deinem AVR einstellen lassen. Vergiss den automatischen Einmesskram. Man weiß ja eh nie so genau was da passiert.

    Vorteil der mittigen Aufstellung beider Subs ist das sie sozusagen wie eine Box zusammen arbeiten. Keine Interferenzen wie bei räumlich getrennter Aufstellung.

    Zudem hast du in der Mitte, also da wo man sitzt, auch den meisten Bass.

    Dann die Entfernungen zu den Boxen mechanisch ausmessen. Per Zollstock oder Maßband oder Distometer.

    Diese Werte in den AVR eintragen.

    Anschließend Pegel anpassen.

    Dann sollte das ganze gut funktionieren.

    Bisschen Arbeit und Gehirnschmalz wirst du reinstecken

    müssen.

    Frohes Werkeln. ;)

    wenn sich der anhänger aufschwingt, ist er schlecht beladen und/oder es wird zu schnell gefahren.

    Stimmt und stimmt auch wieder nicht. Kopflastigkeit ist natürlich ein großes Problem. Aber jenseits der Probleme die man sich selbst einhandelt (z.B. schlecht beladen) gibt es Umstände die man selbst nicht beeinflussen kann. Etwa die genannten Fahrbahnrillen welche einen Hänger dazu bringen können um die vertikale Achse zu schwingen. Oder eben auch abrupte Lenkmanöver welche man z.B. ausführen muss weil sich ein Verkehrsteilnehmer "verirrt" hat. Bei zu hoher Geschwindigkeit potenzieren sich diese Probleme, das stimmt natürlich.


    viele anfänger machen den fehler, dass sie dann aufs gas stehen weil sie die hoffnung haben, dass die zugmaschine das gespann irgendwie gerade ziehen könnte. das verstärkt aber die resonanz und kann bis zum umkippen des hängers führen!

    Kann man so pauschal imho auch nicht sagen. Kommt auf die Situation an.

    Geht es bergab und der Hänger fängt an zu schlingern sieht es schlecht aus. Man kann eigentlich nur moderat bremsen. Wenn dann noch ne Kurve in Sicht kommt.... Da ist natürlich der Tenor "Selbst Schuld". Mit Hänger und ungeübt immer sehr defensiv fahren!


    Wie kommst du darauf das Gas geben die Resonanz verstärkt? Ok, dem System wird mehr Energie zugeführt. Aber es gibt eine Kraft (einen Vektor) mehr. Mit dem lässt sich das System beeinflussen. Der ist entweder nach Vorne oder nach Hinten gerichtet, oder auch seitlich wenn Zugfahrzeug und Hänger nicht in einer Linie stehen.

    Wenn man nun bremst wenn der Hänger schlingert ( bei ner geraden Linie von Hänger und Zugfahrzeug ) zeigt der Kraftvektor nach hinten. Drum drückt der Hänger auf die Kupplung. Er wird "leichter". Geringerer Bodenkontakt.

    Drum schlingert er nun noch mehr.

    Geht es hingegen bergauf ist ein sanfter Druck aufs Gaspedal meiner Erfahrung nach ein guter Weg den Hänger zu beruhigen.

    Es kommt ja auch darauf an wodurch der Hänger zum schwingen angeregt wurde. Ist das nur eine temporäre Sache (schlechter Fahrbahnbelag) gilt es schlicht aus der Situation ohne Umkipper raus zu kommen. Der Hänger beruhigt sich dann von selbst.

    Ein Tandemhänger mit gedämpften Achsen und evtl. gar noch Dämpfer ( gegen Schlingern) an der Deichsel leisten da ne sehr gute Arbeit.


    Besonders wissenschaftlich ist die Erklärung meiner Erfahrungen nicht.

    Wenn wer was zur Physik beitragen möchte, ich lerne gern dazu. :)

    Meiner Erfahrung nach laufen Tandemhänger stabiler als Hänger mit einer Achse. Sie geraten deutlich später ins Schlingern. Etwa bei Fahrbahnrillen, abrupten Lenkmanövern etc.. Besserer Geradeauslauf.


    Gerät ein Hänger erst mal ins Schlingern ist er für einen ungeübten Fahrer nur schwer wieder zu beruhigen. Das sieht man oft bei Campinganhängern die eigentlich viel zu groß sind für eine Achse.

    Nachteil ist das sich der Hänger viel schwerer drehen lässt wenn er abgekuppelt ist. Irgendwie logisch, daher kommt ja der deutlich bessere Geradeauslauf.

    Wenn das Geld da ist und die Kraft das Ding zu drehen sehe ich den Tandemhänger deutlich im Vorteil.

    Hey Marcel und nojunk und andere dB Jünger,


    mich würde mal interessieren bei welchen Pegeln ihr sagt "jetzt ist das ausreichend laut und kesselt ordentlich". Bei eurer heimischen SR Anlage.


    Etwa bei beisammen liest man oft davon das Leute weit jenseits 90dB hören. Angeblich gibt es einen THX Referenzpegel der bei 105dB liegt.

    Nach all meinen Optimierungen liege ich allerdings bei "Das ist jetzt fett und mächtig laut", bei etwa max. 60dB. Z.B. aktuell mit "Megadeath" in 5.1. Das fängt sogar an zu hupen bei den Gitarren.

    Nun fragt man sich gleich wie hab ich diese 60dB ermittelt?

    Es ist ne App für Android. Heißt Decibel Meter. Ist ohne Werbung und sonst irgendwelchen Scheiß. Braucht natürlich Zugriff aufs Micro.

    Scheinbar geht die App ziemlich geradeaus. Beispiel "Atmen" in nem stillen Raum, 10dB, angestrengtes Atmen 20 dB. Wird abgebildet.

    Tjo, zieht euch die App mal drauf und sagt mir was sie zeigt.


    Gruß,

    Kurt

    ist das nicht da gleiche🤔🤭😂

    Irgendwie schon. ;)


    Mein Gedanke war evtl. das nächste größere TV (muss nicht 100" sein) schwenkbar an die Decke zu hängen. Hab ich mal irgendwo gesehen. Das Teil verschwindet sozusagen unter der Decke.

    Mit ner LW wäre das imho nicht möglich. Denn in diesem High-End Heimkinobereich nutzt man keine RolloLWs. Denk ich mal....

    Ahoi,

    Schön, dass nicht nur ich diesen Basteltrieb habe

    Nein, nicht nur du hast Diesen. Was mich besonders fasziniert an der Bastelei und Learn to use your Gear ist, das es nichts kostet.

    Habe mir nämlich nachdem mein uralter Beamer langsam die Segel gestreckt hat tatsächlich in der Woche vor Heiligabend noch "eben" nen neuen Beamer eingesackt. Nuja bei nun ca. 2,5m Diagonale ist der Sprung gegenüber meiner alten Schraddel gigantisch

    Ich gratuliere zum neuen Beamer und LW. 2,5 Meter Diagonale ist schon der Hammer!

    Das hätte ich auch gerne. Allerdings ist mein Wohnzimmer dafür zu klein. Wäre als sitze man in der ersten Reihe eines normalen Kino.

    Sollte mein aktuelles TV (46") mal den Geist aufgeben würde ich eher ein 100" oder so TV wählen denn einen Beamer und LW. Wohlgemerkt in Jahren.

    Ich hab ein großes Problem damit den 46"er auf den Speicher/Schrott zu schieben. Funzt ja prima das Ding. Besonders toll ist das ich Zwischenbildberechnung machen kann ohne "Soap-Effekt". Das kam mit einem der Updates (Firmware) fürs TV.

    Hab hier grad mega Spass anne Backen beim Filme gucken jede Nacht. Und da ich frühestens wieder am 07.01. los muss gehen bis dahin auch noch ein paar Filme


    Schön das du Spaß hast mit deinem Heimkino. Dafür nimmt man den ganzen (finanziellen) Aufwand ja auf sich.

    Ich habe übrigens den Eindruck beim Vergleich DTS gegen DTS Master HD und Dolby Digital gegen Dolby True HD, dass die neueren Formate besonders "wenn viel los ist" auf den Kanälen noch sauberer klingen.


    Das ist sicher so. Denke der Unterschied liegt darin das das eine Format verlustbehaftet ist und das andere eben nicht. MP3 mit 256Kbit/s versus Lossless mit nem Mbit/s.

    Das ist schon bei Stereo ein gewaltiger Unterschied.

    In SR summiert sich das.


    Achja, mal noch ein allgemeiner Tipp.

    Es ist ja so das oft alte Knacker wie ich sich erst eine aufwändige SR Anlage leisten können. Man gucke nur mal bei beisammen rum.

    Das sind eher die Leute 40+. Was nun in diesen "Geldausgeborgien", die dort teilweise veranstaltet werden, überhaupt nicht thematisiert wird, sind Hörschwächen der User.

    Was nutzt es mir wenn ein Raum perfekt akustisch bearbeitet ( Absorber, Resonatoren etc.) wurde, eine Vorstufe für 24k€ am Start ist, ich aber Links ab 10kHz nen Hörfehler um z.B 3dB habe?


    Man wendet meinen Trick an. Und der kostet gar nix.

    Was ist das eigentliche Problem wenn man Links einen Hörfehler hat?

    Bei Stereo kann man das ausgleichen. Man macht Links einfach lauter oder Rechts leiser.

    Beim Center einer SR Anlage funzt dieser Ansatz leider nicht. Denn es gibt ja nur einen LS in der Mitte. Bei nem Hörfehler Links wird der Center immer Rechts lauter erscheinen. Egal wie man ihn verschiebt.

    Was könnte die Lösung sein?


    Die Lösung ist die Basis eines jeden SR Systems. Nämlich eine funktionierende Stereobasis an der Front. Also die Main.

    Man stellt also über die Main einen (fürs Gehör mit Hörschwäche Links) korrekten Pegel ein. Dafür bekommt die Main das übliche VL und VR Signal. Zudem geht man hin und schneidet Kanal 3 (Center) an und schickt sie auf VL und VR. Auspegeln, So das Stimmen etc. aus der virtuellen Mitte kommen.

    Ist das geschafft kann ich mich wieder daran begeben den bist jetzt abgeschalteten Center (eine TP-105) in Betrieb zu nehmen.

    Das Problem bei virtuellen Schallquellen ist gern mal das sie etwas indirekt klingen.

    Drum schalte ich wieder die Center TP-105 dazu und hab nun praktisch 3 Kisten die Center machen. Was sich ob meiner Vorarbeit bezüglich Delay und Pegel nun bezahlt macht.

    Die Center TP-105 eliminiert das Indirekte und die TX1 die auch Center machen, gleichen den Hörfehler aus.:)


    Guten Rutsch allerseits,

    Kurt


    P.S. Das ganze funktioniert auch wenn nicht das Gehör sondern die Räumlichkeiten Probleme machen.

    Ahoi,


    und noch ein kleines Update.

    Was ich noch gar nicht erwähnte ist das ich von der "heiligen Lehre" des maximalen Direktschalls abgewichen bin.

    Bis dato vertrat ich die Meinung je mehr Direktschall desto besser.

    Das sehe ich nun nicht mehr so.

    Konkret strahlt mich nun, ausgenommen die Subs, kein LS mehr direkt an.


    Die Main zeigt zu weit nach Außen. Will heißen das die Main-LS eigentlich zu weit nach außen gedreht sind.

    Ebenso verhält es sich nun mit den (Back) Surounds.

    Diese sind eigentlich zu weit nach innen gedreht.

    Der Center ist hinter das TV gewandert und strahlt nun ( ca.45° nach oben) halb gegen das TV und halb darunter hindurch.

    Ich hab die Glotze dafür um ca. 10cm aufgebockt. 2 PR Silberbände pro der 4 Füße. ;)

    Initiator der ganzen Diffusaktion war eigentlich das es mich nervte das der Center zu direkt klang. Er war zu stark ortbar. Das wollte nicht recht zum Bild passen.

    Noch 2 Schritte vorher merkte ich das ich mit den TX1 (Main) bei Stereo (2.1) erst eine richtig gute Stereoortung ( Bildung von Phantomschallquellen ( man beachte den Plural )) hin bekam wenn ich diese eben nicht "Face to Face" ausrichtete sondern sie ein wenig zu weit nach außen drehte. Ganz wichtig dabei ist das man das mit nem Laser ermittelt wie die Boxen gedreht sind.

    Hört sich erstmal vielleicht komisch an, warum Laser und so? Erstmal lassen sich damit die mechanischen Latenzen prima messen, zum 2ten kann man den Laser auch nutzen indem man ihn auf die Box legt um die vertikale Neigung zu bestimmen und natürlich die horizontale Einstellung indem man den Laser an die Seite der Box hält.

    Dabei peilt man jeweils den Referenzhörplatz an. Bzw. schießt man eben etwas daneben. 8o Der Diffustrick. Wichtig dabei ist das man "korrekt daneben schießt". Es ist bißchen verrückt, man nimmt ne perfekte Situation und macht sie kontrolliert ein wenig "kaputt".

    Bei Stereo kann ich sagen das sich nun etwa 80% der Musik zwischen den Main LS abspielt. Unabhängig davon welche Band/Musikrichtung.

    Ganz besonders stolz bin ich darauf das nun auch Klassik geht. Kein verschwurbeltes Stereobild mehr. Das Orchester und seine Mitglieder sind ziemlich gut ortbar in einem breiten Halbkreis. :)


    Zurück zu SR. Die Main macht also ein Stereobild bei Stereo. Der Center klingt auch nett so das ich das Gefühl habe die Stimmen etc. kommen mehr direkt "aus dem Bild".

    Die Main lebt imho auch davon das sie die Wände ( die LS stehen ca.15cm entfernt jeweils an den Längswänden ( ausgemessen, alles ausmessen mit dem Laser, ganz wichtig, Wandentfernung, Höhe, Neigung usw.)) etwas anstrahlt. Mehr als eigentlich nach der reinen Lehre sollte.


    Nun zu den Backsurounds welche eigentlich zu weit nach Innen gedreht sind. Dadurch ergeben sich Reflektionen an der Rückwand des Raumes. Der Raum erscheint mir akustisch nach hinten erweitert.
    Das ist bei mir besonders wichtig da ich nur ein kleines Wohnzimmerkino habe und das Sofa ( Referenzplatz) gleich an der Rückwand des Raumes steht.

    Nach all dem gabs nochmal ne Runde Pegelanpassung. Und ich hab nicht schlecht gestaunt.

    Um ein ausgewogenes Klangbild zu erzeugen musste ich die BackSR um 1,25dB senken.


    Vorher stimmte ich die ganze Anlage nochmal "andersrum durch", was die Pegel betrifft.

    Damit meine ich, was tut man wenn man ein Stereosetup hat und die linke Box, warum auch immer, leiser erscheint als die Rechte?

    Ich ging so vor das ich der linken Box mehr Pegel im Controller gab, bis es halt, mehr oder weniger, stimmte. Allerdings kann man das Pferd auch andersrum aufsatteln.

    Will heißen nicht mehr Pegel für die linke Box sondern weniger für die Rechte. Wenn man das auf die gesamte Anlage anwendet ergeben sich signifikante Unterschiede.

    Ich denke der größte Unterschied ist das ich in meinem ( akustisch nicht bearbeitetem Raum) weniger Energie in den Raum pumpe und drum Moden/Reflektionen weniger ( oder genau richtig ?!?) anrege.
    Ich konnte den Pegel insgesamt senken, ohne eine gefühlte Lautstärkeminderung.


    Was ist nun konkret besser als vorher?

    1. Weniger Energie

    2. Da muss ich bißchen weiter ausholen. Ich kann nun eigentlich vier Stereosituationen wiedergeben. Vorne, Links, Rechts und Hinten. Die jeweiligen Stereopärchen können eine Phantommitte und mehr erzeugen.

    Was zugegebenermaßen Vorne und Hinten noch besser funktioniert als Links und Rechts.

    3. Eine deutlich höhere Immersion. Nun sind die Kisten fast unortbar.

    4. Man geht seinen Mitmenschen weniger auf den Keks indem man weniger (nutzlose) Schallenergie erzeugt.:)

    5. Kraftwerk-Der Katalog ist einfach nur geil und ich hab einige ältere Filme raus gekramt um mal zu sehen/hören was so geht.....


    Leider schwächelt mein HTPC. Ne olle Dell Kiste, mag nur noch ne 610 betreiben. Drum kann ich gerade nur per PS3 und Teufel Decoderstation gucken. Also keine HD Tonspuren. ;(

    Anfang des Jahres werde ich den HTPC neu machen. Gerade wenig Zeit. Ein schickes 19" Gehäuse hab ich noch. Das Ding wandert dann ins Rack.


    Sodale, ist mal wieder etwas länger geworden.
    Ich wünsch euch ein frohes Fest und nen guten Rutsch,


    Kurt

    Hmm, ich mach mal ne grobe Abschätzung. 4 x MF15A + 2 x TX2A dürften so bei Liste 18-20k€ liegen.


    Was bekommt man von BS-Tek oder anderen Herstellern für dies Geld?

    Da fällt mir noch ein, das ganze im Kontext von ein wenig BWL zu betrachten.

    Es gibt das Minimal und das Maximal Prinzip. Und MiniMax gibt es nicht!

    Fall1: Ich hab ne gewisse Anforderung und will die erfüllen. Ich such mir also ne Anlage die möglichst wenig Geld kostet aber die Anforderungen erfüllt.

    Fall2: Ich hab einen gewissen Betrag Geld zur Verfügung und suche für dies Geld die beste Anlage.

    mache Live Music auf Hochzeiten mit 4 Mann

    Gäste zahl ungefähr 500

    Zu RCf 8004 weiss ich nicht ob ich die 56 Kg tragen will 🙈

    Da ist Lambda Labs Mf15A mit 30 Kg super leicht.

    Oder was könnt ihr mir empfehlen .

    30 kG allein schleppen macht keinen Spaß. Wenn ihr 4 Leute seid sind die 56 kG wiederum ein Klacks.

    Bei dieser Anfrage passt mal wieder einiges nicht zusammen.

    Ergo: Spaßanfrage

    Hi Marcel,


    es ist Zeit für ein kleines Update.


    Nachdem ich ziemlich gute Ergenisse mit meinem 5.1 Set erreichte ließ ich die ganze SR Sache einige Monate ruhen. Klappte ja schon gut.


    Doch irgendwie, ich weiß nicht ob du das kennst, entwickelt man irgendwann ne Antenne dafür wenn bei einem System was nicht stimmt.

    Ich fühl mich dann unwohl, kann nicht entspannen und den Film ( um den es eigentlich geht ) anschauen.


    Bei mir war es der Umstand das meine Main Boxen nicht die Latenz haben welche mir der Vertriebler mal sagte. Der Hersteller wollte dazu gar nix sagen.

    Das war ne üble Sache. Ich glaubte was der Vertriebler sagte. Und suchte über Monate an allen möglichen Ecken des Systems nach Fehlern.

    Aber so recht glücklich wurde ich nicht. Vor allem die Integration des Center ließ zu wünschen übrig.


    Nuja, lange Rede kurzer Sinn, die Main erzeugt nicht eine sondern 3 ms Verzögerung.


    Hört sich nach wenig an. Macht aber einen gewaltigen Unterschied. Denn nicht nur der Sub ( bei Stereo ( 2.1 ) ) sondern auch Center und ( Back ) Surounds müssen entsprechend verzögert werden.
    Nach dieser bedeutenden ( zeitlichen ) Verbesserung kam anschließend der Feinschliff.

    Was bedeutet die Pegel der LS ( in meinem Fall, nochmal zur Erinnerung, 2 x Commuity CSX 60 ( 4x15") + 2 x Lambda TX1A+ 3x The Box TP-105) per der 2 Xilica XP-4080 neu zu kallibrieren.

    Wenn ich mir das Ergebniss anhöre erscheint mir die richtige Einstellung der Pegel fast so wichtig wie die Einstellung der Delays.

    Wobei die Delays die Grundlage bilden. Krumme Pegeleinstellungen basieren imho oft auf falschen Delays.


    Will heißen, stimmen die Delays muss man an den Pegeln weniger/gar nicht rumdrehen.
    Trotzdem ist es natürlich wichtig bei heterogenen Umgebungen die Pegel an zu passen.

    Hat man unterschiedliche Boxen mit unterschiedlichem Wirkungsgrad muss man das anpassen.


    Bevor man das macht noch mal ein klares Wort. Sollten die unterschiedlichen Boxen vom Klang her gar nicht zueinander passen wird es wahrscheinlich kein gutes Ergebniss geben.

    Meine Prodipe Ribbon passen da z.B. gar nicht.

    Nur Bumm und Zisch, keine Mitten, geringe Sprachverständlichkeit.

    Kontrast dazu die TP-105. Fügt sich nahtlos ein bezüglich der Anbindung zum Rest vom System. So klein sie ist, ist sie doch eine echte PA Box. Will heißen das sie erstmal vom wichtigen Mittenbereich lebt. Hohe Sprachverständlichkeit, kein Bumm/Zisch.


    Pegel anpassen klappt bei SR prima mit "Kraftwerk-Der Katalog".

    Ich denke das Ziel der ganzen Surround Geschichte ist das die LS unsichtbar/unhörbar werden.

    Also ein Klangfeld ensteht das scheinbar nicht aus den Lautsprechern kommt.

    Dem habe ich mich nun ein gutes Stück weiter genähert.

    Ein neuer Grad der Immersion.

    Besonders wichtig dabei ist für mich das ich "los lassen kann". Den Film bzw. die Show einer Band genießen kann ohne ständig zu denken das da"irgendwas beim Sound", nicht stimmt.

    Soweit,


    Gruß,

    Kurt

    Ich kann hier nur als Zuschauer/Zuhörer sprechen.


    Ich hörte von Coda schon fast die ganze Palette an Material. Von der kleinen Clubinstallation bis zum Stadtfest mit 4 Bühnen.

    Das liegt wohl daran das Coda einen großen "Außenposten" nähe Siegen hat.


    Etwa Einweihung der "neuen Stadtmitte Siegens", vor 2 Jahren. Größte Bühne, fettes Teil, imho 30x15x10 Meter, auf der ehemaligen Siegplatte. Das hat sehr gut funktioniert obwohl schwierige Location.

    Brauchte sich in keinster Weise hinter Làccoustic oder d&b verstecken.


    Interessant ist das für kleinere Jobs hier eher kleinere Firmen genommen werden. Auch wenn sie von weiter her kommen. Welche auch sehr ordentliche Leistung abliefern. Ich bin nach wie vor begeistert davon was man mit 4 x SB18 und je 1 Arcs Wide/Focus pro Seite, ner Tailerbühne, nem LS9 und nem fähigen Mischer erreichen kann.:thumbup:


    Aber fürs Stadtfest setzt man auf den großen Anbieter. Was einmal an der Nähe des Anbieters liegt und 2tens an dessen ( überzeugendem ) Angebot so ein Stadtfest auch stemmen zu können. Siegen hat ca.100k Einwohner.


    Also, solltest du ein Komplettanbieter sein erreichst du mit dem Coda Material sehr gute Ergebnisse.

    Geht es um Dry-Hire wohl eher weniger.


    Gruß,

    Kurt

    Noch ein Wort zu "Stereomitte mit LA geht gar nicht".
    Ich fasse einfach mal die früheren Aussagen der Posts so zusammen.


    Sicher bin ich mir nicht ob man ein Array aus 6 Elementen ( pro Seite ) schon als LA bezeichnen darf.

    Doch ist es so das ich bei "Ministry" in der Essigfabrik zu Köln durchaus eine Stereomitte, logischerweise gleich vor dem FoH-Platz, hören konnte.

    Der Sound kam eindeutig teilweise aus der Mitte und nicht mehr strack aus den Boxen.

    Die 2 Bananen waren in Richtung Mitte leicht ( um die vertikale Achse ) gewinkelt. So das eine Überlappung entstand.

    Der Sound war insgesamt richtig gut. Fett und richtig laut. Bin 2 Mal raus um den Ohren ne kurze Pause zu gönnen. Hallensound halt. Schon ne ganz andere Nummer als Open-Air.

    Grauselig war mal wieder wie der Sound der Vorgruppe absichtlich verbogen wurde.....