Beiträge von mfk0815

    Nun ja, man kann es somit wohl durchaus als Glücksfall bezeichnen, dass der Standort Wien aufgelöst wurde (ich denke das ist noch durch Harman passiert). Somit konnten die "freigestellten" Mitarbeiter sich zusammen tun und das machen was sie schon früher sehr gut konnten, Mikros und Kopfhörer bauen. Nur halt ohne die Fesseln die ihnen die Betriebswirte der Eigner ständig angelegt haben.


    Übrigens gibt es mit Lewitt ein zweites österreichisches Unternehmen das aus der gleichen Quelle geboren wurde auch wenn deren Ansatz eher dem heute üblichen entspricht, Entwicklung in Europa, Produktion in China. Das ist bei Austrian.audio ja nicht der Fall.


    Mit etwas Patriotismus, aber nur ganz wenig;), sehe ich diese Entwicklung sehr positiv.

    Das „Problem“ ist eben dass es in der Kategorie Kompaktmischpulte bis 48 Kanäle de facto kein echter Konkurrent vorhanden ist. Lediglich das SQ von Allen&Heath kommt so langsam in die Gänge und holt auf, auch wenn es in vielen Punkten noch immer Nachholbedarf hat. Der Rest der Mitbewerber hinkt immer noch deutlich hinterher. Zudem punktet das X32 mit Preis und Robustheit. Also hat Behringer bzw der „Musik-Stamm“damit echt ein Luxusproblem, die müssen an sich nichts nachlegen und können sich auf andere Themen konzentrieren.

    Bei der Midas Pro Serie siehts, zumindest für mich, anders aus. Das mutet, liest man rein nur das Datenblatt, eher altbacken und überholt an. Ich persönlich habe noch nie damit gearbeitet und kann daher nicht aus der Praxis plaudern. Allerdings gibt es z.B mit der dLive schon einen deutlich moderner gestalteten Mitbewerb. Da erscheint es mir schon logisch, in diese Kerbe zu stoßen.

    Und wie haben wir es jetzt geschafft von "Schub für die dLive Entwicklung" auf "was macht jetzt wohl Soundcraft" zu kommen??(


    Nun gut, nach der kurzen Hype im einschlägigen Netz ist es wohl wieder etwas ruhiger geworden. Mal sehen wann das Teil dann 1) auf der Webpräsenz von Midas auftaucht und 2) auch verfügbar sein wird. Dann wird sich auch die Frage nach dem aufgerufenen Preis klären.

    Die "Marktbegleiter" haben aber zumindest noch etwas Zeit durch allfällige neue Features für ihre Produkte einem möglichen Umsatzeinbruch etwas entgegen zu setzen.

    Naja, schaumermal dann werden wir schon sehen.

    War trotzdem überrascht wie wenig Mikros es braucht um ein Schlagzeug klingen zu lassen.

    Nun ja, meist ist wie Wora gerade eben schon sagte:

    manchmal ist weniger einfach mehr

    Je nach Anforderungen reichen bei Jazz Kits oft schon die Overheads, oder eben auch nur mal eines davon. Kick hat gerade im klassischen Jazz ohnehin nicht den Stellenwert, den es im Rock, Pop und ähnlichem hat. Da kann man das auch schon mal vernachlässigen zumal ich schon einige, auch namhafte, Jazzdrummer erleben durfte/musste die einen derart grottigen Sound an der Bassdrum hatten, das will man eigentlich auch nicht mehr verstärken. Auch die Snare kann schon mal recht gut über die Overheads kommen, also reicht das für mich auch schon.


    Bei Weltmusik (mein derzeitiges Haupttätigkeitsgebiet) im weiteren Sinn kommt dann schon einiges an Mikrofonen zusammen da die Instrumente selbst in einer weiten dynamsichen Bandbreite gespielt werden und da will man dann auch die leisen Töne einer Udu gut hören können. Da sind dan Gates schon mal gar nicht brauchbar, auch Mutes gehen nicht da Musiker hier gerne spontan reagieren wollen. Das macht es dann schon etwas herausfordernd, vor allem in akustisch suboptimalen Umgebungen. Um die großen dynamischen Sprünge etwas abzufedern greife ich dann eben vorsichtig zu Kompressoren, je nach Möglichkeiten im Raum. Da die Gesamtlautstärke aber ohnehin nicht all zu hoch ist, geht das ganz gut auch ohne in die Gefahr von Feedback zu kommen.

    Gates waren für mich immer nur das allerletzte Hilfsmittel um ein sonst nicht zu lösenden Problem eventuell zu beheben. Im allgemeinen halte ich deren Einsatz, zumindest bei dem Musikmaterial, das ich üblicherweise mische, eher nicht für geeignet. Aber selbst in den Zeiten wo einfach jeder Gates bei dem Drumkit (z.B) rein hängte erntete ich schon verwunderte Blicke wenn ich mal beherzt sämtliche Gates auf Bypass stellte. Allerdings stelle ich auch die Overheads meist so hin, dass ich damit an sich schon das ganze Set abnehme. Tommikros nehme ich dann maximal als Stütze. Nur wenn der Natursound der Drums gar nicht so das Thema ist, dann weiche ich von der Strategie ab. Allerdings stelle ich mir dann immer wieder die Frage warum man nicht mit Samples (per Trigger oder gleich E-Drums) arbeitet wenn der eigentliche Sound des Drumsets nicht gewünscht ist.


    Und selbst wenn ich mal zum Gate greifen müsste, dann verwende ich auch lieber einen Expander (sofern der vorhanden ist {*}). Der arbeitet einfach sanfter und schneidet nicht so scharf ab. Aber selbst dann werden eher keine Drums damit bearbeitet sondern brummende Amps oder ähnliches. Denn ich bin etwas empfindlcih wenn es um permanent brummende Signale auf der Bühne geht.

    {*} ich verstehe nicht warum in manchem höherpreisigen Digitalpult dann doch kein Expander zu finden ist. Aber das ist eine andere Geschichte;)

    Ich habe in meinem ganzen Leben genau einen Monitorjob gemacht. Englische Combo mit Drums, Bass und Gitarre, extra Vocals. Gitarre kam mit zwei Marshall Fullstacks, Bass hat ähnliches nur von Hiwatt. Und die hatten sie gefühlt "voll ume" aufgedreht. Club war für ca 300 Leute. Was wollten die Jungs auf dem Monitor? Halt nur das was fehlt halt, also die Gitarre=O Selbst der Sänger verzichtete gleich mal darauf sich selbst am Monitor haben zu wollen, war ja eh sinnlos.

    Im Club hing allerdings ein deutlich potenteres Zeug als der TE uns schilderte. Keine Ahnung was es war, echt fettes Zeug für die beginnenden '90er. Keine Ahnung was der Bandtechniker genau machte, das zu hören war ob der gefahrenen Gesamtlautstärke einfach nicht möglich. Ich sah allerdings dass die Limiter am Amprack, welches günstigerweise weit aus der Reichweite des Bandtechnikers angebracht war, voll auf Anschlag arbeitete.

    Die (rein optische) Reaktion des Publikums zeigte mir aber dann, dass es "not amused" war.

    Andererseits war damals auch unser ehrwürdiger Dr. Kurt Ostbahn selbst bei Sprachansagen schon extrem schwer verständlich, da alles was dazu begetragen hätte, ihn akustisch besser zu verstehen, raus gezogen wurde, damit es nicht koppelt.


    Bin ich froh dass mit steigendem Alter meinerseits die gewünschten Pegel meines Klientels sinken;)

    Ja, ja das geht dann alles mehr in die Kategorie „Mischen Impossible“. Habe ich zum Glück immer weniger, da mit dem zunehmend Alter man eher mit anderen Genres und abnehmenden Pegeln zu tun hat.

    Und falls doch versuche ich zu beraten und wenn das gar nicht klappt es einfach geschehen lassen. Gehörschutz sollte man aber schon dabei haben....

    Obwohl man ja gar nicht mal auf ein zukünftig verfügbares Teil warten muss. Die aktuellen Marktbegleiter, ob klein oder groß, sind durchaus auch geeignet das „Entwicklergeschäft“ anzuregen.;)

    Nun ja, ich denke so langsam dass das der Trend für das kommende Jahrzehnt sein wird. Pulte werden in einer Minimalvariante ausgeliefert und der Kunde kann dann nachrüsten, gegen Bezahlung versteht sich. Die "Cloud" ist dann halt nur ein Schritt weiter in der Kundenbindung, wie man das marketingtechnisch so schön ausdrückt. Ich wäre auch mißtrauischen wenn ich gezwungen wäre das Pult ständig "nach Hause telefonieren" zu lassen, zumal das bei realen Einsätzen des Pultes auch schwierig umzusetzen wäre.

    Es liegen jetzt schon einige grobe Fakten auf dem Tisch, die allesamt auch vielversprechend sind. Sicherlich nichts das jetzt dringend einen Umstieg von bestehenden Mischgeräten zwingend notwendig macht für mich. Zumal für mich als kleines Lichtlein im Gewerbe mittelfristig sich ein Umstieg von der dLive definitiv nicht rentieren würde. Aber sehen wir mal ob sich das dann auch in eine Produktpalette auswächst, die dann auch für unsereins preislich attraktive Varianten zulässt.

    Aber es ist definitiv nicht als M32 Nachfolger konzipiert, auch wenn es optische Ähnlichkeiten aufweist;-)

    Hmm, das können inzwischen ja scheinbar alle. Die Teaser von hier geben jedoch schon etwas mehr Einblick als das erste Video zum SQ um nur mal ein anderes Beispiel zu nennen;)

    Das stelle ich mir bei 144 flexible inputs und 120 flexible outputs nicht sooo prickelnd vor. Allerdings, wenn die GUI was her gibt, dann vielleicht. Vielleicht wissen wir ja die Tage dann noch etwas mehr. So wie es aussieht herrscht dann ja doch noch etwas Interesse8|

    das bezweifle ich nach wie vor. die entwicklung so eines digitalpultes (behringer hatte ja zuvor nur dieses DDX3216 im programm) dauert jahre. und die zeit vom einkauf der marke Midas bis zum erscheinen des X32 war relativ kurz. deshalb gehe ich davon aus, dass hier allenfalls noch ein paar kleine ideen eingeflossen sind. noch ein indiz: die bedienlogik zwischen den Midas Pro pulten und dem X32 differiert ja ordentlich. wenn Midas da wirklich die finger drin gehabt hätte, wären sicherlich mehr gemeinsamkeiten entstanden.

    aber das gerücht hält sich ja seit jahren hartnäckig, dass die M32 eigentlich ein richtiges Midas wäre ;-)

    nun ja, es soll ja schon auch Fälle einer Kooperation zwisch an sich nicht durch gemeimsame Eigner verbundene Firmen gegeben haben. Allerdings ist der Uli ja nicht unerfahren darin den Markt, sagen wir es mal vorsichtig, recht clever nach interessanten Ideen abzuprüfen um sie in den eigenen Produkten „ähnlich“ auch zu implementieren auch wenn dieses Verfahren an sich allgemein üblich ist. In dem DDX kann man ja auch unschwer das Vorbild erkennen.

    Ich denke so oder so ähnlich wird es jetzt auch beim Heritage-D passiert sein. Aber sehen wir mal was da an Details demnächst noch offengelegt werden wird. Spannend wird allemal werden.

    Nun ja das M32 ist halt das digitale Pendant zu den Venice-Serien aus der Bosch Zeit. Da stand auch Midas drauf und es war Dynacord drin. Beim X32 war halt doch viel Midas drin und irgendwann hat man dann halt quasi ein etwas nobleres X32 nachgeschossen.


    Echt? Bei der X/M ? Ist das recht versteckt?

    Das versteckt sich unter dem Utilities Button am Pult in den diversen Apps gibts auch die Möglichkeit von Copy&Paste. Ich kenne das seit Version 1.1, die die erste Version auf meinem X32 war. (Aber das ist ja jetzt OT)

    Ganz so „funny“ finde ich persönlich, als regionalbedingter Leidtragender, das gar nicht. Wenn schon volksmusikalischer Crossover dann Hubert von Goisern oder Attwenger, aber nicht solche Entsetzlichkeiten, brrrrrrr.

    Ich komme gerade von einem Job, da gabs im Vorfeld einen angeblich aktuellen Rider. Erstellt am 17.7.2019. Nur, heute war davon noch ca. 60% gültig. Deutlich mehr Kanäle, andere Belegung und weniger selbst mitgebrachtes, obwohl das, was mitgebracht werden sollte, alles im Rider festgehalten wurde. Ok, wir haben bei dem Festival immer einen guten Grundstock an Mikros mit, aber...

    Naja, Jazz lebt ja von der Improvisation. Unterm Strich war der Tag ein Erfolg und alle wahren fröhlich wie Alfred Jodocus Kwak.

    Interessant war die Reaktion auf meine leichte Unzufriedenheitsäußerung bezüglich der Richtigkeit des Riders. „Wir haben uns nicht gedacht, dass irgendjemand einen Rider liest“. Hmm was die wohl für Erfahrungen gemacht haben?

    Ist aber egal, der geneigte „Nehm ich nie und nimmer“ Typ wird immer einen Grund finden. Ist halt eine reine Gefühlsentscheidung und hat nichts mit der Technik zu tun. Die Beschriftung ist ja definitiv zu groß oder zu klein, nur eben nicht passend. Das macht der Mitbewerb viel toller, alleine weils nicht der Uli rausgebracht hat. So werden professionelle Entscheidungen getroffen.