Beiträge von Maschendrahtzaun

    Ob man da noch klanglich was rausholen kann, ist eine gute Frage; auf der Seite findet man ja nichtmal ein Handbuch...

    Mit welchem Pegel jagst du denn dein Signal in den vermutlich Mikrofoneingang des Senders? Wirds besser, wenn du weniger Pegel auf den Sender gibst?


    Die Idee mit dem alternativen Sender finde ich ehrlich gesagt bei dem Preis des Systems nichtmal den Versuch wert. Wenn es überhaupt am Sender liegt, müsstest du vermutlich einen nehmen, der so teuer ist wie das gesamte System zusammen und dann noch Glück haben, dass die beiden Systeme zusammenspielen.


    Mal ganz abgesehen davon finde ich die Frage ganz interessant, wofür ihr dieses System überhaupt einsetzt? Eine Beschallung ist nicht möglich?

    Naja, 2015 und VGA ist aber schon sehr gut gemeint... Eigentlich hatte doch 2010 schon jeder billige PC-Monitor mindestens DVI.


    Auf der anderen Seite finde ich das ehrlich gesagt überhaupt nicht schlimm. Für kleine Bildschirme reichts, die Stecker sind verriegelbar und irgendwie ist die Dlive mit VGA ja nicht alleine. Selbst an Avids S6-Konsole habe ich letztens noch einen VGA Anschluss gefunden... Und VGA gibt sich irgendwie auch stabiler und berechenbarer als das ganze HDMI-Zeugs.


    Klappdisplays fände ich auch ziemlich angebracht. Gerne auch mal in einer größeren Version, wie bei den Lichtlern. Die Monitorbrücke der Vi oder S6L zum klappen - das wärs doch mal...

    Sänger hört "richtige" Musik, singt aber falsch und hört sich selbst pre-AT im Monitoring
    --> "Da stimmt doch was nicht"

    Genau so soll es ja sein. Der Sänger korrigiert sich dann im besten Fall selbst, das erkennt Autotune natürlich und korrigiert dann nicht mehr nach. Ungünstig wäre es, wenn der Sänger sich post-AT im Monitoring hört, da er das Gefühl für die eigene Stimme verliert. Das hätte dann wohl merkwürdige Effekte, wenn er auf einmal komplett daneben hauen würde.

    Das ist vielleicht eine blöde Frage, aber sie interessiert mich:


    Wie macht man das bei Autotune mit Monitoring? Wenn ich als Sänger das Endergebnis höre, korrigiere ich vielleicht selber in die falsche Richtung - und wenn ich mich höre, darf ich nur mich hören, sonst merke ich ja die Unterschiede zur Musik, was ich mir auch verwirrend vorstelle. So oder so glaube ich, dass man da permanent gegen AT arbeiten wird.

    Oder habe ich einen Denkfehler?

    Ich würde jetzt spontan sagen du hörst dich als Sänger quasi "Pre Autotune". Den Rest gerne "Post Autotune" - geht dann natürlich nur mit In Ear. Für diese Geschichte hier ist es wahrscheinlich sinnvoller alle Sänger "Pre Autotune" zu hören. Oder was meinst du mit Unterschieden zur Musik? :/

    Ich sehe in letzter Zeit auf dem Gebrauchtmarkt auch häufiger von Nexo die 45N12-Wedges. Die habe ich vor 1-2 Jahren mal bei Kollegen gehört und war ziemlich begeistert besonders in Sachen Abstrahlverhalten.

    Preislich liegen die gebraucht ungefähr bei den genannten Martin-Wedges, aber man bräuchte halt auch einen System-Amp; die gibts aber günstiger als bei den Lacoustics...

    eine frage habe ich aber bezüglich live vs. studiopulte:

    als reiner livemischer würde mich da mal interessieren, was man bei studiopulten anders gemacht hat, bzw. wo die unterschiede hier wirklich liegen?

    Ich glaube da gibt es eigentlich gar nicht mehr so die krassen Unterschiede auf die Pulte bezogen, die Studios arbeiten ja auch einfach immer mehr in der DAW. Da wird es dann natürlich spannend Pro Tools mit einem Livepult zu vergleichen, da geht schon einiges mehr. Die wildesten Routings mit nahezu unbegrenzter Bus-Anzahl, Sidechains und automatischer Delay-Compensation, die ganzen Plugins und vor allem auch die Möglichkeit die Plugin-Reihenfolge zu bestimmen oder zu wählen welchen von meinen 20 EQs ich denn jetzt gerne hätte...


    Ob man das immer braucht sei mal dahingestellt. Ich würde aber schon sagen, dass ich meine Studio-Sessions teilweise vom Bus-Routing her schon nicht auf jedem Beschallungspult umgesetzt bekommen würde. Da kann ich meistens nicht Bus auf Bus routen, dann ist das Processing dort wieder beschränkt, usw.

    Und wenn ich jetzt auf meiner Gruppe das 1176 Plugin haben will, hampel ich nicht ewig rum im Insert-Routing sondern habe den auf Knopfdruck wie alles andere in meiner Signalkette. Das ist schon eine Schnelligkeit, die ich so beim klassischen Pult nicht habe.


    Wenn’s ums Streaming geht, finde ich den Vergleich mit den Broadcast-Pulten (Stagetec, Lawo und co.) nochmal interessant. Wenn man die gut kennt und dann einen Stream auf einer CL oder Vi umsetzen muss, war das zumindest für mich echt eine Umstellung. Schieb mal einen Fader bei der Vi auf exakt 0dB zum Pegeln. Es geht nur mit Augenmaß. N-1en für irgendwelche Zoom-Schalten kann ich mir nur über Aux-Wege basteln. Alles möglich, wenn das Pult genug Aux-Wege hat. Bestimmte Gruppen/Summenroutings gehen nicht, die Processing-Reihenfolge ist oft starr oder es gibt nur feste Presets (da fällt mir der Presonus Thread von vor ein paar Wochen ein mit dem Delay-Punkt...), die Pegelskalen oder Arbeitspegel von vielen Beschallungspulten sind eine Katastrophe - warum brauche ich im digitalen Zeitalter noch Analog-Skalen mit x dB Headroom? Master/Slave Gruppen habe ich auch noch nirgendwo gesehen. Die Abhörmatrix ist oft nicht so ausführlich, Audio follows Video spielt in manchen Anwendungen eine Rolle, Faderstart, Input A/B, die Möglichkeiten der Faderbelegung mit Bänken pro Block oder Layer-Umschaltung pro Fader...


    Das sind alles so Kleinigkeiten, die man sich natürlich alle hinbiegen kann. Mit LV1 geht das dann aber teilweise schon und man sieht wie die Hersteller da zb mit der Wing auch kräftig nachjustieren.

    Jetzt wünsche ich mir nur noch eine bessere Hardwareoberfläche fürs LV1 und eine Dante/MADI-Stagebox, die man ohne extra Programm steuern kann 8)

    Wo wir schonmal beim Thema sind, klinke ich mich gerne mal mit ein paar Fragen mit ein:

    - Wie schlägt sich das Ding denn im Vergleich zur Avid S3L-Lösung? Ich benutze im Studio viel Pro Tools mit S3 und S6-Controllern; EQing und anderes Processing über den Controller ist mir da aber ehrlich gesagt immer zu frickelig.


    - Wie schaut das mit der Redundanz aus? Mich macht es ein bisschen stutzig bei Waves immer nur eine einzelne Netzwerkverbindung zu sehen?


    Gruß, Philipp

    Vom Klang her ist das zweifellos richtig. Aber gesparte Techniker-Zeit könnte sich schon auf den Eintrittspreis auswirken. Oder das, was geboten wird.


    Und natürlich ist eine Show fürs Publikum _und_ den Techie dann am besten, wenn die Technik einfach stressfrei tut was sie soll, kein Tänzer über ein Mikrofonkabel stolpert und niemand beim schnellen Umbau ne Flugeinlage mit Abzügen in der B-Note hinlegt.


    Und auch das Personal wird ja nicht jünger. Irgendwann wird es froh sein um jedes Gramm weniger, das Du schleppen (lassen) mußt. Egal ob in Form von Kabeln, DI-Boxen oder Multicores.

    Naja, das mag ja sein und ist ja sicherlich auch bezogen auf z.B. die Pulte richtig, aber was spare ich denn an Gewicht oder Zeit durch eine Verlagerung des Wandlers ins Mikrofon? Das Mikrofon wird ja immer noch ein Mikrofon sein.

    Selbst wenn ich jetzt die große KI-Keule mit Automatik-EQ, Automixer whatever auspacke brauche ich dafür kein digitales Mikrofon.


    Es gibt einfach keine besonderen Vorteile was das Handling betrifft, daran wird sich auch nicht viel ändern. Ne Daisy-Chain-Verkabelung wie bei DMX macht keinen Sinn bei Mikrofonen und für den angesprochenen Decca-Tree mit weniger Kabeln lege ich halt eine Mini-Dante-Stagebox ins Dach und geh da mit kurzen Patchkabeln drauf. Das einzige was mir jetzt noch einfallen würde, wäre eine Änderung der Charakteristik per Remote. Aber selbst das ist doch eher Spielerei und eher in einem Bereich anzufinden, in dem so gut ausgebildete Leute arbeiten, die auch kompetent genug sind das vorher einzustellen.


    Außer du hast jetzt eine bahnbrechende Idee, was man unbedingt noch bräuchte oder die Arbeit einfacher machen würde, was digitale Mikrofone voraussetzt. Dann würde ich mich umstimmen lassen ;)

    Es macht natürlich auch absolut Sinn ein digitales Signal auch direkt weiter digital zu behandeln. Gerade bei den Funkstrecken spielt sich ja dann der Latenz-Vorteil auch wieder aus, wenn ich eben nicht erst ins analoge wandle, um es dann wieder nach digital zu wandeln.

    Genauso werden ja auch die meisten (digitalen) Zuspieler direkt digital angebunden oder Endstufen, etc.

    Das macht man aber ja auch nur deshalb, weil die Digitaltechnik in diesen Bereichen auch wirklich einen nennenswerten Vorteil gibt und nicht, weil man alles unbedingt digital haben musste.

    Beim angesprochenen Rednerpult-Mikrofon gibt es ja schlicht und einfach gar keinen Bedarf das digital zu haben.

    Insofern gehe ich mal stark davon aus, dass das auch die nächsten Jahre so bleiben wird.

    Bei all den Möglichkeiten muss man aber auch immer im Auge behalten, dass man für die Kundschaft erstmal ein Argument zum Kaufen braucht.

    Das funktioniert ja aktuell schon mit den digitalen AES42 Mikrofonen nicht wirklich. Selbst in den Rundfunkanstalten sind die eigentlich wenig bis gar nicht verbreitet. Es hat ja eigentlich auch keinen wirklichen Vorteil. Die Mikrofone sind so teuer und speziell, dass ich erstmal gar nicht jeden Typen als digitales Modell bekomme, und dann bei der Verkabelung noch drüber nachdenken muss, wo ich jetzt welches Mikrofon anbinde. Dann sind Preamps mittlerweile auch so billig oder einfach vorhanden, dass das auch keine wirkliche Rolle spielt und klangliche Vorteile sind bei den digitalen Modellen dann so marginal, dass sich das einfach nicht rechnet - vor allem nicht, wenn man sowieso schon einen riesigen Fuhrpark an analogen Mikrofonen hat.

    Die angesprochenen USB-Mikrofone bei den Podcastern setzen sich ja insofern auch nur durch, als dass man damit in einer Erstausstattung günstig fährt und das für kleinere Setups am Smartphone gut funktioniert ohne Zusatzgerät. Möchte man mehrere Geräte einsetzen gehen die Probleme da aber schon los. Das ist einfach eine andere Zielgruppe; USB-Mikrofone werden so schnell die verbreitete Technik nicht ersetzen.

    Brummschleifen etc. kommen eigentlich nur vor, wenn man unsauber arbeitet. Und wenn man das macht, ist jede digitale Strecke eigentlich fehleranfälliger. Verleg mal eine 200m Strecke für ein Audiosignal - analog geht das, in digital fangen wir da erstmal mit Glasfaser und Wandlern etc. an. Natürlich irgendwann mit Einbußen - ich möchte nur darstellen, dass die analogen Signale keineswegs so anfällig sind, wie immer gerne behauptet wird.


    Das soll jetzt aber auch keine Abrechnung mit der Digitaltechnik sein, im Gegenteil. Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen ja, was an welcher Stelle sinnvoll möglich ist, sodass mittlerweile die Vorteile so überwiegen, dass sich die analoge Verkabelung oft auf die letzten paar Meter beschränkt. Und ich denke so wird es auch erstmal bleiben, einfach weil es viel einfacher funktioniert, weil es billig ist und es auch kein wirkliches Argument gibt, warum man da etwas anderes kaufen sollte...

    Hi,

    meinst du damit dass deine Aufnahme an Zeitpunkt X weiterläuft und du aber Zeitpunkt Y anhören willst? Oder meinst du dass du Zeitpunkt Y anhören willst und deine Spur an Zeitpunkt Y (neu) aufnehmen willst? Wenn zweiteres, aber auf jeden Fall! Timeselection Auto-Punch heißt das Stichwort.


    Grüße

    Ich meine, dass meine Aufnahme die ganze Zeit im Hintergrund läuft, ich aber schon mit der vorhandenen Aufnahme arbeiten kann, während der Rest im Hintergrund weiter einläuft.


    musst halt protools ULTIMATE nehmen... ;)

    Das bringt mir aber für die Dante DVS oder ein RME Interface z.B. nichts. Auch PT Ultimate hat ein 32 Spur Limit über Core Audio/ASIO Soundkarten. 64 Spuren gehen dann mit HD Native Hardware über den DigiLink-Port und mit HDX gehen maximal 192 Spuren. Dafür müsste ich dann aber wieder mit Avid-Interfaces arbeiten, was ich ja eben nicht wollte.

    Ausnahme ist halt die S3L/S6L über AVB, da werden dann aber auch schon in der Standard-Version alle verfügbaren Kanäle freigeschaltet.


    Gruß, Philipp

    Hier scheinen ja ein paar Reaper-Experten zu sein, da hätte ich auch mal ein paar Fragen:


    Da ich auch viel in der Postpro arbeite, ist Pro Tools eigentlich meine Heimat-DAW. Leider weigert sich Avid ja die 32-Spur-Limitierung aufzuheben und ein Avid-Pult oder eine HDX-Karte mit Avid MADI Interface habe ich beim Liverecording eigentlich nie dabei und möchte das auch nicht.

    Deshalb habe ich viel mit Tracks Live gemacht, das ist schön einfach gewesen und ich habe oben meine Umschaltung zwischen einem Stereo-Mixdown und der Multitrack-Ausgabe.

    Letztes Jahr hatte ich dann ein größeres Projekt mit zwei LTC gesyncten Reaper-DAWs, da ich ein paar mehr Features brauchte. Das war mein erster Kontakt zu Reaper. Als Pro Tools User fand ich die Software - besonders das Routing - unfassbar unübersichtlich und kompliziert. Dafür hat mich Reaper hinsichtlich der Stabilität wirklich umgehauen und da es ja auch ziemlich anpassbar und mächtig ist und gerade viel Zeit ist, würde ich mich damit aktuell nochmal mehr auseinandersetzen wollen.


    Was mir fehlt:

    Die besagte Umschaltung aus Tracks Live - kann ich irgendwo Routing Presets anlegen, die schnell im Zugriff sind? Wenn ich mit RME-Karten arbeite, behelfe ich mir da gerne mit den Snapshots im Totalmix, bei einer DVS wird das dann aber schon schwieriger.


    Nice to have wäre:

    Viele Kollegen arbeiten auf dem Ü-Wagen mit Magix Sequoia, was es leider Windows only ist. Was mich da immer fasziniert ist die Möglichkeit des zeitversetzten Sendens. Heißt: Sequoia nimmt auf, ich kann aber an eine vorherige Stelle zurückspulen und die nochmal abspielen, während meine Aufnahme weiterläuft. Das finde ich z.B. beim Soundcheck sehr praktisch, wenn ich nur derjenige bin, der aufnimmt und ggf. für Streaming mischt. Dann verpasse ich nichts aus dem Soundcheck, kann aber selber nochmal eine Stelle für mich proben.

    Außerdem hat Sequoia ziemlich umfangreiche Marker-Beschriftung schon während der Aufnahme mit Takename, Fehlstart, Take-Komentar und ich kann mehrere Audio-Ordner innerhalb eines Projektordners erstellen - also z.B. einen Soundcheck und einen Konzert-Ordner. In Reaper habe ich da bisher nur die Möglichkeit gefunden Marker mit aufsteigenden Nummern, aber ohne Kommentar während der Aufnahme zu setzen...


    Das war jetzt ziemlich viel Text, aber vielleicht weiß jemand mehr?


    Gruß, Philipp

    Ich hatte die Erkenntnisse gestern Abend noch schnell an Appsys geschickt und heute morgen prompt eine Antwort bekommen, die ich euch nicht vorenthalten möchte:


    Zum Takt:

    Zitat

    Das ist absolut unkritisch. Der vom MVR (oder auch von Dante) verwendete Taktgeber ist mit +/- 25ppm Genauigkeit spezifiziert, d.h. 48000 +/- 1.2 KHz. Der Wert liegt also im Bereich zwischen 47998.8 und 48001.2 kHz; auf die Verarbeitung bzw. Klangqualität hat das aber überhaupt keinen Einfluss. Dazu kommt wahrscheinlich, dass auch der in der SD9 verbaute Taktgeber keine absolute Genauigkeit hat sondern im ähnlichen Bereich schwankt - die Abweichung der Anzeige dürfte also noch höher liegen, wenn z.B. die SD9 an der Toleranzgrenze "zu langsam" und der MVR an der Toleranzgrenze "zu schnell" arbeitet bzw. umgekehrt.


    Das passt ja dann irgendwo auch zur Aussage von HenrySalayne .


    Insofern erstmal ein großes Lob auch an Appsys; so schnelle Hilfe bekommt man nicht überall.


    Und euch auch vielen Dank fürs mitlesen und mithelfen, ich denke das Thema ist damit erstmal geklärt.


    Gruß, Philipp

    Ich habe vorhin mit meinem Kollegen zusammen den Aufbau nochmal im Lager ausprobiert. Folgende neue Erkenntnisse:


    - Heute funktioniert es. Ich kann nicht sagen, was ich letztes Mal falsch gemacht habe. Allerdings ist es wichtig, dass die MDIX-Einstellung aktiviert ist, wie SebastianJaeger schon schrieb. Ob 64 oder 56 Kanal MADI ist der Kiste auch erstmal egal, wenn auf dem Pult entsprechend das gleiche eingestellt ist.


    - MADI-TP als Clock-Master ging dann erstmal wieder nicht. Die Leuchte vorne springt zwar um auf MT, aber es steht leuchtet keine Sample-Rate auf. In der Weboberfläche steht No Clock. Ich habe dann irgendwann mal ausprobiert den Clock-Master über das Frontpanel zu setzen. Das funktioniert. Das konnte ich auch mehrfach rekonstruieren, dass MADI-TP nur als Clock-Master anerkannt wird, wenn ich es über das Front-Panel einstelle. Etwas merkwürdig, denn die anderen Ports kann ich ohne Probleme über die Weboberfläche als Clock-Master zuweisen.


    - Die SD9 hat ja diese Anzeige, ob die Sample-Rate stabil ist. Bei der SD9 als Master und dem Multiverter als Slave via MADI TP funktioniert das auch sehr stabil. Wir haben dann spaßeshalber mal den Multiverter als Master gesetzt (interner Taktgeber) und über den Wordclock-Output die SD9 angeschlossen und die per BNC gesynct. Der Takt springt dann aller paar Sekunden um ein Sample, also 48000 auf 47999 und wieder zurück. Wenn im Multiverter Dante als Taktgeber gewählt ist springt es von 48000 auf 48001. Die Signale klangen aber jetzt erstmal alle sauber. Habt ihr da Erfahrungen wie "unsauber" der Takt sein darf?


    Grüße, Philipp

    Wenn das D-Rack funktioniert muss die SD9 mit umgedrehter MDIX Einstellung ja auch laufen.

    Was sagt denn die SD9 im Audio I/O an dem MadiTP Port wo der Multimeter dran hängt? Was hat der Multimeter als Clock Quelle eingestellt?

    Die SD9 sagt überhaupt nichts. Wenn MadiTP als Clock Quelle ausgewählt ist, steht da No Clock. Dante als Clock Source funktioniert, aber das macht ja wenig Sinn, wenn die SD9 Clock Master ist.


    Digico-Madi unterstütz eigentlich nur 56 Kanäle, die Soundcraft/Studer-Variante 64 Kanälen. Evtl. ist also deine Settings-Einstellung einfach falsch. Dass du Madi-64 auswählen kannst, spricht eher für die Soundcraft/Studer-Implementierung, die seit einiger Zeit auch von Digico unterstützt wird.


    Ansonsten sollte man auch überprüfen, wie das Clocking im Netz umgesetzt wird und wer als Master dient.


    MADI-64 klang für mich jetzt erstmal passend, weil am Koax-Port ein MGB mit Waves-Server hängt, der so ohne Probleme funktioniert. Ich hatte aber eigentlich auch alle anderen Optionen (ohne Erfolg) durchprobiert. Welche wäre denn die richtige?

    Schau in den Einstellungen, ob irgendwo in der Kette (MTA-64, MRV-64, SD9, …) Madi 56 oder 64 unterschiedlich eingestellt ist.

    Ich hatte eigentlich diverse Kombinationen durch, kann das aber auch nochmal probieren. Dem D-Rack scheint es egal zu sein, was ich einstelle. Da kann ich dann zwar nicht in allen Optionen Audio routen, aber zumindest leuchtet die Link-LED am Multiverter und am MTA64 schonmal.


    Das ist halt das, was mich so stutzig macht. Wenn die SD9 dran hängt, scheinen die Module alle tot zu sein und sich nicht mal im Ansatz zu sehen.


    Vielen Dank aber schonmal für eure Vorschläge.

    Gruß, Philipp

    Hi Sebastian,


    die Firmware (Dante und Multiverter) habe ich gestern auf den neuesten Stand gebracht (4.1).

    Zum Routing komme ich erst gar nicht, da in der Kreuzschiene „no Signal“ am Madi TP Port steht. Am Anschluss und am MTA leuchtet auch keine Link oder RX/TX LED, als wäre der Anschluss komplett tot.

    Als Clock Source geht der Madi TP auch nicht, da bekomme ich No Clock zurück.


    Gruß, Philipp

    Moin zusammen!


    Bevor ich den Support mit meiner Frage nerve, kann die mir vielleicht jemand von euch beantworten:


    Ich möchte mit dem Appsys Multiverter zwischen einem Dante-Netz und einer SD9 vermitteln. Der Koax-MADI-Port ist leider schon belegt. Also würde ich gerne einen der beiden MADI-TP-Ports verwenden. Dazu habe ich natürlich auch den MTA-64 Adapter.


    Die SD9 hängt am Console/Stage-Port vom MTA-64, der MTA-64 über die andere Seite am Multiverter, inkl. HDMI-Extension-Kabel. In den Settings ist auch Digico eingestellt, ich habe sowohl die Crosslink als auch die direkt gepatchte Version ausprobiert und alle verschiedenen Kanal-Anzahlen. Auf der SD9 ist der MADI-TP Port als MADI 64 eingestellt, es geht aber mit sämtlichen anderen Settings auch nicht.


    Allerdings bekomme ich keinen Link signalisiert, weder an der MTA-64 Box, noch am Multiverter, noch an der SD9.


    Dann habe ich noch ausprobiert direkt ein D-Rack an den Multiverter zu hängen. Das geht mit den selben Kabeln problemlos; ich kann Signale hin und her patchen, allerdings leuchtet die "Link OK" LED am D-Rack nicht.


    Jetzt wäre meine Frage: Was mache ich falsch? Muss in der SD9 noch etwas speziell eingestellt werden? An der Verkabelung kann es ja scheinbar nicht liegen. Oder geht das so gar nicht, wie ich mir das vorgestellt habe? Dann sehe ich allerdings den Sinn in dem MTA-64 Modul nicht; ein D-Rack was ich nicht steuern kann brauche ich nicht unbedingt direkt gewandelt...


    Hat das von euch schonmal wer versucht?


    Liebe Grüße

    Philipp