Beiträge von wora

    Soundcraft VI hatte, wie die GLD, auch keine Sidechainmöglichkeit in den kompressoren.

    aus diesem grund waren beide pulte für mich nicht interessant.

    ob das mittlerweile nachgebessert wurde, ist mir allerdings nicht bekannt.

    - Meinst Du das ist Teil unserer Jobbeschreibung? Mit der Band arbeiten um den FOH sound besser werden zu lassen?

    das kommt sehr darauf an, wie die musiker das sehen wollen. ich kann da natürlich nur aus meiner eigenen erfahrung berichten, aber die meisten meiner bands hören sehr gerne auf meine meinung und nehmen das auch an. ich hatte aber auch schon zwei bands, bei denen das nicht so wirklich erwünscht war - bzw. wo es in der realität einfach nicht umgesetzt wurde. mit denen arbeite ich auch schon länger nicht mehr zusammen.

    prinzipiell bin ich aber schon der ansicht, dass da eine zusammenarbeit stattfinden sollte, um das projekt weiter zu bringen.


    * welche Pulte können Multiband comps oder dyn EQ mit Sidechain?

    Welche Pulte haben keine Sidechain option für den Kanal comp?

    - können alles: A&H dLive, Avantis, SQ (bei der Qu weiß ich es gerade nicht)

    - kein sidechain: A&H GLD

    ich hab nach der probe mal einige minuten reingeschaut/reingehört. da habt ihr einem jungen kollegen gehörig ins gewissen geredet, was aber durchaus seine berechtigung hatte. ich hoffe, er weiß die infos entsprechend zu verwerten.

    für mich war es an dr stelle aber eher nicht soo interessant, so dass ich es dann doch vorgezogen habe in die koje zu wandern.

    scheint mir aber ein nettes format zu sein, prima, weiter so!

    Dazu noch eine Begrenzung der 'Nachklangdauer' bei gedrücktem Pedal :-)

    lösung:


    Gate mit relativ hoch gesetztem threshold und mit 50ms hold- und 250ms releasetime





    duckundweg... frech*

    zum thema EQ:
    ich gebe zu, dass ich diese "ich mache mit dem EQ platz für andere instrumente-methode" nicht - oder zumindest nur sehr selten verwende. meiner meinung nach sollte ein instrument in der regel erstmal einfach so klingen, wie es klingt. es sei denn es ist gewollt, dass es ganz anders klingt (beispiel bassdrum).

    Locut und Hicut gehören für mich aber zum standardrepertoire in fast jedem eingangskanal.


    meine Eq einstellungen für die einzelnen instrumente habe ich mir im laufe der jahrzehnte aus viel literatur zum thema und dann nachfolgenden eigenen experimenten erarbeitet. davon muss ich zwar immer mal wieder abweichen, aber hier komme ich mit meinen erarbeiteten standardwerten doch oft zu einem ordentlichen ergebnis. es kann aber durchaus sein, dass jemand anderes damit überhaupt nicht zurecht kommt, weil er einfach anders an einen mix dran geht. es kommt also auch darauf an, welche methode man sich da erarbeitet hat.

    nach dem einstellen der einzelnen kanäle höre ich mir instrumentengruppen an, danach den ganzen mix. und hier oder da wird dann, bei bedarf (!), nachgearbeitet. gerade in kleineren räumen ist das übersprechen der bühne zu berücksichtigen und da bringen entsprechende anpassungen und kompromisse öfter mal gute ergebnisse.


    was ich allerdings schon oft beobachtet habe ist, dass vor allem ungeübte mischpultbediener die gesangskanäle sehr gerne viel zu fett mischen und sich dadurch schnell probleme im unteren frequenzbereich einhandeln.

    vor allem wird dieser fehler gerne bei weiblichen stimmen gemacht, die einfach sehr wenige tiefe frequenzanteile im spektrum haben. aber wo nix ist, sollte man am besten nichts verstärken wollen. hier das richtige maß zu finden - und auch zu erkennen, wann so eine anhebung einfach gar keinen sinn macht - ist wohl viel übung nötig.


    zum thema delay:

    seit es diese möglichkeiten in den digitalpulten gibt, habe ich damit schon oft experimentiert. vom verzögern einzelner instrumente oder instrumentengruppen bis zum verzögern der ganzen PA.

    das kann tatsächlich einen schönen unterschied machen, gerade auch in kleineren locations oder wenn die anlage, z.b. bei klassischen konzerten, akustisch ein bisschen "verschwinden" soll. dazu benötigt man aber ein bisschen zeit - und die hat man ja leider nicht immer.

    früher hab ich meistens auf soundcraft pulten gearbeitet. da waren die drums bei mir auch immer im roten ...

    auf Yamaha pulten hab ich rot dagegen sehr gerne vermieden frech*


    und auf den modernen digitalpulten bleibe ich sehr gerne im grünen bereich *finger

    Nachdem man Raumakustik und PA im Griff hat, und Signale EQd hat so dass sie zueinander passen, was gibt es dann?

    wie gesagt: zuhören, was der song braucht - und dann entsprechend reagieren.

    wie die kollegen schon schrieben: die allerbeste lösung für dieses problem ist ein aufgeräumtes arrangement der durch die musikanten angelieferten tonsignale ;-)


    was für unseren part sehr hilft ist, sich den song genau anzuhören: was braucht der song?

    ist es ne sehr ruhige nummer, dann darf vermutlich die keyboardspur und die fx returns etwas in den vordergrund, soll die nummer fetzen, dann darf auch mal das drumset und die funky gitarre weit vorne mitspielen, manchmal muss man auch den refrain anders betonen. jedes musikstück hat seinen eigenen charakter, den gilt es herauszuarbeiten. welches instrument spielt gerade die wichtige melodie oder die tragende struktur? oder welches instrument verdeckt mir gerade einen anderen part? und wer macht gerade ein solo? und soll man das überhaupt hören? frech*


    und dann kommt noch, vor allem bei kleineren konzertgrößen, das thema raumakustik und übersprechen der instrumente zum tragen. muss ich heute die snare über die pa schicken, oder hilft es , sie heute generell leiser zu halten, damit man nicht in versuchung kommt, alles andere immer lauter machen zu müssen?


    für mich gibt es da keine allgemeingültige regel, man muss immer auf den raum, die anlage, die tagesform der musiker und auf die einzelnen songs achten. also quasi "aktives mischen", damit kommt man am weitesten ;-)


    in punkto sidechain kompression gibt es zusätzlich interessante ansatzmöglichkeiten zum aufräumen, da hatten wir hier mal einen schönen faden drüber...

    und effekte sind natürlich auch ein thema für sich. meiner meinung nach muss man die auch immer songabhängig betrachten.

    in punkto flexibilität ist das A&H dLive konzept wirklich schwer zu toppen, da stimme ich zu. war für mich ja auch einer der kaufgründe.

    aber wenn er sich bereits für Yamaha entschieden hat, dann wird er vermutlich nicht auf ein ganz anderes system wechseln wollen.

    Ansonsten kann ich nur stark dazu raten, einen Rechner mit dem Controller zumindest in der Hinterhand zu haben.

    ich lass den Dante Controller auch immer im hintergrund mitlaufen.
    wenn irgenwelche komponenten probleme verursachen, dann kann man damit auch sehen, welche das sind.

    Für meine Arbeit bedeutet es meist Maskenpflicht beim Weg durch das Publikum

    wir tragen bei uns in der halle seit einem jahr alle eine maske, sobald wir aus dem eigenen büro gehen. auch ganz ohne publikum ;-)
    wir haben uns so dran gewöhnt, dass wir das jetzt trotz erleichterungen einfach weiter so handhaben.

    und ja: wenn man schwerere arbeiten verrichtet, dann stört die maske zum teil ganz erheblich. aber da sind wir tapfer und ziehen das durch, soweit es geht. mit der maske am pult sitzend habe ich aber keine probleme.

    das unterschreibe ich gerne!

    der analogsplit sitzt ja VOR den jeweiligen A/D wandlern, es finden also keine zusätzlichen A/D und D/A wandlungen statt, die das signal beeinträchtigen könnten.

    wie wir jetzt wissen, geht es um einen 3tage auftrag, der einmal jährlich stattfindet.

    ich würde dem herren sagen, dass er mich, selbstredend gegen vernünftige bezahlung, auch für mehrere veranstaltungen buchen kann.

    wenn ich, nach so einer aktion, überhaupt noch lust hätte, für ihn zu arbeiten. denn offensichtlich hat er ja ein etwas schräges verhältnis zur realität, das lässt auch für die zukunft nichts gutes erahnen.

    letztendlich muss kollege TasteBerlin das natürlich selbst entscheiden.

    bei dem tipp ist auch zu beachten, dass er aus einem tonstudio kommt. dort sind die wetter- und bodenverhältnisse in der regel deutlich besser als auf livebühnen mit gelegentlicher direkter sonneneinstrahlung und rauen betonböden. ;-)