Beiträge von Felix Z

    Moin,

    Was ist wohl Sinnvoller

    Das must im Endeffekt du als Anlagenbetreiber einschätzen.

    Meiner Meinung nach ist ein Typ B für die moderne Veranstaltungstechnik ausreichend. Der B+ deckt ja zusätzlich nur Fehlerströme im Hochfrequenzbereich ab. In der VA-Technik haben wir in der Regel nur Probleme mit glatten Gleichfehlerströmen, die bei der hohen Anzahl der Schaltznetzteile(LED Scheinwerfer, u.s.w.) die 6mA, die der Typ A kann, leicht übersteigen können.

    Der B+ wird meist in Industrieanlagen und bei komplexen Maschinen eingesetzt.


    Wenn da allerdings ausschließlich Dimmer dranhängen die konventionelle Leuchten ansteuern ist ein Typ A vollkommen ausreichend.

    Moin,

    also grundsätzlich ist der Überspannungsschutz in Niederspannungsanlagen seit 2018 Pflicht. Maßgeblich hier die DIN VDE 0100-443 und DIN VDE 0100-534.


    Die elektrischen Anlagen die wir in der Veranstaltungstechnik errichten sind jedoch stets mobil und temporär an wechselnden Orten mit unterschiedlichsten Anschlussbedingungen.


    Grundsätzlich in Verteiler einen Überspannungsschutz(SPD) einzubauen halte ich für sinnbefreit. Überspannungsschutz funktioniert nur in einem funktionierenden System aus Typ 1, 2 und 3 SPDs die an den richtigen stellen eigesetzt werden.

    Von Indu und Co gibt es Zwischenstecker mit SPDs die man an den entsprechenden Stellen einsetzen kann.


    Über die Sinnhaftigkeit muss die Elektrofachkraft vor Ort entscheiden.

    Maßgeblich ist wie immer die Gefährdungsbeurteilung.


    Die DIN 15767 sagt auch tatsächlich nicht über eine Forderung von Überspannungsschutz. Und diese ist als Stand der Technik zu betrachten.


    Kurze Antwort:

    Weiß hier jemand wann man die schönen Blitzschutz Sicherungen in mobilen Stromverteilern verbauen muß?

    Pauschal gar nicht.

    Es kommt wie immer in der Elektrotechnik auf die Rahmenbedingungen und die Gefährdungsbeurteilung der Elektrofachkraft an.

    bitte mit einer verläßlichen Quelle!

    Stand der Technik: DIN 15767:2025-04 Veranstaltungstechnik - Energieversorgung in der Veranstaltungs- und Produktionstechnik

    Sinnvoller wäre meiner Meinung nach eine N-Überwachung, die im Fehlerfall die Anlage komplett vom Netz trennt.

    Was ja auch so ähnlich in der DIN 15767 empfohlen wird.

    Aber gibt es den einen Verbraucher, der einen so hohen Einschaltstrom zieht, oder kann man das Problem auch einfach dadurch lösen, dass man weniger davon anschließt?

    LED Leuchten. Die Kondensatoren der Netzteiler ziehen kurzzeitig sehr viel Strom zum aufladen. Weniger kann manchmal helfen aber dann muss man noch mehr Stromkreise legen. Alternativ kann man die Leuchten einzeln nacheinander einschalten oder Einschaltstrombegrenzer verwenden. In der Praxis haben sich aber eben besagte MCBs mir C-Charakteristik durchgesetzt.

    . Und damit die sicher nicht auslösen musst du mit dem kleinsten Wert der Charakteristik rechnen. Sicheres Einschalten gehört ja zum sicheren Betrieb dazu.

    Hmm, stimmt eigentlich.

    Tja das eine ich rechnen das andere Praxis.

    Ich habe den höheren Wert im Kopf abgespeichert und bin damit bis jetzt gut gefahren.

    Aber richtig wäre der kleinere Wert.

    Ehrlicherweise bezieht man ja allerdings die Einschaltsströme seltenst in die Berechnung ein. Belastung und Leitungsdimensionierung ist, jedenfalls bei mir, das maß der Dinge.

    Du musst für den sicheren Betrieb aber mit dem minimalem Strom rechnen. Dann bist du bei 5x10=50 vs 3x16=48

    Ich rede doch nicht vom Betrieb?

    Ich rede von den kurzzeitigen Einschaltströmen.

    Eben beim Einschalten, gerade bei LED bei Netzteilen.


    Beim Betrieb rechnest du ja wohl mit dem Nennstrom der Absicherung und der Strombelastbarkeit der Leitung?


    Ib kleiner In kleiner Iz


    Für die kurzzeitigen hohen Einschaltströme nimmst du den größten Wert den bei dem das Schutzorgan auslösen muss.

    B kann bei 3 auslösen. Muss aber bei 5.

    Dann nimmst du 5.

    Bei C eben 10.

    Kommt ja von der Kurzschluss-Auslösung grob aufs selbe raus wie B16. Wenn man also nicht bis auf das letzte Watt ausreizt, macht das keinen Unterschied.

    Beim Einschaltstrom macht das natürlich einen Unterschied. 10*10 sind 100, 5*16 sind 80.


    Aber nur bei Erdschluss. Einen Kurzschluss zwischen N und L juckt den RCD nicht.

    Ja schon, aber gucke doch Mal nach wie die Schleifenimpedanz gemessen wird. Nämlich zwischen Außenleiter und PE. Ergo bei RCD im Stromkreis ist die Abschaltzeit mit der auslösung des RCD nachgewiesen.

    Das schutzziel hier ist ja der Personenschutz.


    Der Kurzschlussstrom zwischen den Außenleitern wird mit dem Netzinnenwiderstand ermittelt.

    In der Praxis der Veranstaltungstechnik nicht wirklich relevant.

    Erfahrungsgemäß ist der Kurzschlussstrom zwischen den Außenleitern deutlich höher und lässt den elektromagnetischen Auslöser des MCB unmittelbar kommen.

    Der Nachweis der Abschaltzeiten über die Auslösezeit des RCD ist Normgerecht nach VDE 0100-600 und DIN 15767. Letztere ist für die Energieversorgung in der Veranstaltungstechnik deutlich wichtiger und Praxisnah.

    C oder K.

    In der Regel C.

    Ist gerade bei viel LED mit hohen Einschaltströmen wichtig.

    Ist kein hörensagen, schon oft erlebt.

    In LaKa Verteiler mit HAN16 ist oft C10 oder C13 verbaut, dann sind längere Strecken auch kein Problem.

    Wobei die langen Strecken im Bezug auf Kurzschlussstrom ja sowieso in Endstromkreisen nicht so kriegsentscheidend sind. Durch den RCD erreichst du ja immer die Abschaltzeiten.

    Budget-/ Finanz-/Kostenmanagement bzw. Budgetierung, Kundenkommunikation, Angebotserstellung, Material- und Personaldisposition, Veranstaltungstechnische Planung und Gestaltung, Sicherheitskonzeption, Technische-Showleitung, Logistik (Produktionsleitung).


    Insbesondere sollte für so Jemanden, PSP (Projektstrukturplanung) ein Begriff sein.

    Das klingt nach einem Fulltime Job und auch einer für einen Meister oder eine Meisterin.

    Dazu wirst du für die praktische Ausführung dann aber noch eine Weitere Person benötigen. In Personalunion ist das meiner Ansicht nach nich handelbar.

    Oder man vergibt das praktische erstmal fremd oder bewerkstelligt das mit Leiharbeitern.

    Wenn das der Maßstab ist

    Das ist zum einen mein persönlicher Maßstab, als auch tatsächlich die Inhalte des Rahmenlehrplans.

    Ich kenne da auch einige Firmen in meinem Umkreis wo das auch umgesetzt wird.

    Da gibt es dann im dritten Ausbildungsjahr eigenverantwortliche Azubi-Projekte.

    Echte Kundenprojekte mit Angebotserstellung, Kalkulation und auch Personaleinsatz.

    Nach der Ausbildung bekommt man dann schon eigene Kunden mit entsprechenden Projekten.

    Man wächst mit seinen Aufgaben, kommt allerdings auch auf den Mensch an. Das können und oder mögen nicht alle. Die halten dann eben das Lager in Schuss, werden Pultmenschen, oder, oder, oder.

    Jeder hat Qualitäten und Daseinsberechtigung.

    In meinen Augen kann sich eine gute Fachkraft in jede zu bewältigen Aufgabe einbringen und wenn nicht lernt sie es eben.

    Da fallen z.B. die meisten Theater und anderen öffentlichen Einrichtungen/Häuser raus

    Ja, dort hat man leider selten etwas von Wirtschaftlichen arbeiten gehört und dementsprechend wird das den Azubis nicht beigebracht. Trotzdem super Techniker teilweise, keine Frage, nur eben keine technische Projektleitung.

    Was willst du denn haben, bzw. Was bedeutet Projektmanagement für dich?

    Kundenkommunikation, Angebotserstellung, Material- und Personaldisposition und ein bisschen Kostenkontrolle sollte eine gute Fachkraft in Eigenregie können. Kommt aber wie schon in vorherigen Posts genannt stark auf die Person und ihre Erfahrung an. Und auf den Umfang der Projekte.


    Ansonsten benötigst du eher einen Meister oder eine Meisterin mit Abschluss nach Verordnung von 2019. Oder was wie technischen Betriebswirt, Betriebswirtin oder Eventmager, Eventmanagerin mit großem technischen Verständnis.

    Diese werden allerdings keine Cases (mehr) selber schubsen wollen, jedenfalls nicht als festen Jobbestandteil.


    Mit einer Fachkraft fährst du denke ich schon am besten. Vielleicht noch eine Schulung hier und da oder eine kaufmännische Projektleitung als Ergänzung. Es gibt ja auch immer noch die Probezeit.

    Insgesamt scheint es die Dinger nur in verschiedenen Normfarben zu geben und mit viel Glück noch in rot und schwarz.

    Die Farben dienen ja eigentlich dem herausfinden des Querschnitts und da gibt es nennenswert drei europäische Normen.


    Alles andere ist Sonderanfertigungen oder China Kram.


    Aber eine interessante Idee die Farben auch zur Leiterkennzeichnung verwenden. :thumbup: