Beiträge von Felix Z

    Sofern Du keine Endverbraucher am 63A Abgang hast (also z.b. 10kW Stufenlinse, oder 12er Dimmer mit 63A Eingang ohne RCD) würde ich dort eher auf 300mA gehen, zwecks Selektivität.

    Es gibt inzwischen auch selektive, bzw. kurzzeitverzögerte RCDs von z.B. Doepke, dann kann man auch 30mA nehmen und eine weitere VT anschließen mit ebenfalls 30mA RCD und hat immernoch selektivität und bei direkt angeschlossen Endverbraucher den benötigten Personenschutz.

    Da braucht es auch keine Vorgabe, der Strom die der RCD sieht, muss halt kleiner sein als sein maximaler Nennstrom - sonst ist er hinüber oder kann nicht mehr ordentlich funktionieren.

    Der Nennstrom des Schutzorgans muss auf jeden Fall größer oder gleich sein als die Ströme die Betriebsmäßig durch dieses Fließen. Sprich ein RCD mit 40AIn nur ein 32er, bei zwei 63A, Bzw. eigentlich schon 80A, aber da würde ich ein Auge zudrücken.


    Abgesehen davon kann im Fehlerfall der RCD weitaus höhere Ströme schalten. Siehe dazu auf dem Bild von skyper den Wert für das Bemessungsschaltvermögen Im , bzw. Bemessungsfehlerschaltvermögen Idelta m. Diese geben nach Norm (DIN EN 61008-1) den bestimmten Strom an den der RCD in der Lage ist zu führen und sicher abzuschalten, unter der Vorraussetzung das das vom Hersteller dimensionierte, vorgegebene Schutzorgan vorgeschaltet ist. Laut norm mindestens das zehnfache des Bemessungsstroms.

    Im und Idelta m können geschaltet werden ohne das der RCD schaden nimmt.

    3kA, 6kA oder 10kA. Ich meine dass 3kA bei uns auch nicht zugelassen sind, weshalb viele günstige RCBO/Fi-Ls Kombis bei uns nicht eingesetzt werden dürfen.

    Korrekt, die Technischen Anschlussregeln (TAB des VNB, VDE-AR-N 4100) schreiben 6kA für Endstromkreise und 10kA für Verteilerstromkreise vor. Außerdem 10kA in Industrieanlagen (VDE 0100-430)

    Ob B bei den RCBOs tatsächlich erforderlich/vorgeschrieben ist müsste sich nochmal jemand äußern der tiefer im Thema bzw an der aktuellen Normenlage dran ist, ich meine aber dass diese nicht benötigt werden, sofern sichergestellt ist dass keine Verbraucher mit Frequenzumrichtern/ Gleichfehlerströmen angeschlossen werden

    Korrekt, bis jetzt "zwingt" uns niemand Typ B RCDs einzubauen. Wir befinden uns (zum Glück) in der Regel nicht im Anwendungsbereich von Baustellen Normen (VDE 0100-704) Da würden außerhalb der Elektrotechnik noch ganz andere Dinge zum tragen kommen, ich sage nur RAB 30, BaustellV, usw. .

    Es ist aber Fakt das wir durch LED Technik und vor allem Movingheads immer mehr und mehr Frequenzgesteuerte, bzw. Oberschwingungen produzierende Betriebsmittel in der Praxis nutzen. Wenn man sich 2024 einen Stromverteiler für die Veranstaltungstechnik anschafft sollte man gut abwägen ob auf Typ B verzichtet wird.


    Interessante Demonstration: Video vom Typ B im Test "Showbühne"



    Gruß

    Felix

    Ich bezweifle das es so etwas in mobil und fertig gibt. IP 65 ist ja in der Regel das höchste der Gefühle.

    Das scheint eine gute, bzw. die einzige einigermaßen Professionelle Lösung zu sein. Ob sich das für eine VA lohnt, fraglich. Lieferzeiten ist ja auch so eine Sache und basteln muss man das auch noch, 6 Wochen sportlich denke ich. Obwohl du dann wahrscheinlich der einzige in Deutschland wärst bei dem man das mieten kann, scheint ja tatsächlich eine Marktlücke zu sein. ^^

    Wenn Anspruch und Budget gering sind würde ich alternativ so was reinwerfen, Color Strobe und Abfahrt. :S

    Der Hersteller der Stecker ist Harting,

    contrik war mal connex, wurde von Neutrik gekauft und baut inzwischen afaik nur noch Stromverteiler.

    Die Sparte mit stageboxen und Analogverkabelung wurde wohl eingestampft.

    Jein, Connex hat den mit Harting gemeinsam entwickelt.

    Die Produkte von Connex, bzw. Nun Contrik sind eigen gebrandet, also CONTRIK cPot steht da drauf. Harting verkauft aber nach wie vor das gleiche mit HAN gnd gebrandet. Aus welcher Fabrik das kommt weiß ich nicht. Gut möglich das Harting das alles baut und einen anderen Stempel ausdrückt. :)

    (wobei es zumindest schon mal eine zitierfähige Quelle ist,
    mit der man mit etwas Glück eine Diskussion in die richtige Richtung lenken kann)

    Genau darauf wollte ich hinaus ^^


    "Diese Fachinformation gilt für die Bereitstellung und Benutzung von Scheinwerfern und deren Zubehör"


    Im Grunde ist doch jedes elektrische Gerät ein Scheinwerfer, man muss es nur falsch genug benutzen. 8)


    Abgesehen Davon sind war als Elektrofachkräfte ja gefordert sichere Lösungen auch außerhalb von Normen zu finden. Dafür gibt es Gefährdungsbeurteilungen und unsere jeweilige persönliche Erfahrung und Fachwissen.


    Ich habe im übrigen Contrik mal eine nette Mail mit Fotos und Infos über unseren Austausch geschrieben. Bin gespannt und halte euch auf dem laufenden.

    Aber eine Schukodose ist doch auch IP20.

    Die 0815 ja, aber die sind dann für Indoor. Meine sind mit Deckel sogar IP 54.

    Wenn der Hauselektriker oder die Stadtwerke auf Krawall gebürstet sin gibt das lustige Diskussionen...

    Ich werde da jetzt auf jeden Fall drauf achten damit das nicht passiert.

    Niemand sagt, dass dem nicht so ist, so gehört ja eine Gummiunterlage mit zum Lieferumfang. Nur 'rechtssicher' hat das halt noch niemand festgelegt. Und es geht ja auch drum, ob der Kontakt berührbar / wassergeschützt ist, und dass ist er ja bei nicht gestecktem Gegenstück definitiv nicht (was von der Berührungssicherheit nur in bösen Fehlerfällen problematisch sein könnte).

    Ich sage das dem nicht so ist siehe Video. Kann das auch gerne noch einmal mit dem Verteiler selber drehen.

    Ich habe auch schon die cPot Buchse getauscht, bzw. auch so die Verteiler zur Reparatur offen gehabt, Contrik als auch Indu. Da sind die normalen Buchsen "von der Stange" verbaut, nix extra Dichtung. Die Gummiunterlage dichtet wie ich bereits erwähnt habe ja nur die rundherum die Außenfläche ab und nicht den Einsatz. Die erste Ziffer für Berührungsschutz ist für mich hier gar nicht Thema. Man hätte ja wenn es dicht wäre auch sagen können das der Verteiler zwar Berührbar aber Spritzwassergeschützt ist. z.B. IP X4

    (Was natürlich nahezu kein Gerät der professionellen Veranstaltungstechnik ist, womit Events im Außenbereich faktisch nicht normgerecht durchführbar sind...)

    Selbst ein unbeheizter Kellerraum gilt ja schon als Feuchtraum...

    Wobei DGUV I Schriften die Verwendung von solchen Geräten im Außenbereich erlauben, sofern man sie vor Witterungseinflüssen schützt.

    DGUV I 215-314

    Ja, aber da ist der Hersteller des Verteilers dran das zu spezifizieren. Denn der IP66 Erdungskontakt nutz nix, wenn der Verteiler Kühlschlitze hat :)

    Es geht mir ja auch um Verteiler die der Schutzart IP 44 oder mehr entsprechen, laut Hersteller, die im Außenbereich genutzt werden und einen CONNEX cPot oder Han GND Anschluss besitzen.


    Es ist nämlich tatsächlich so wie ich gesagt habe. Habe mit CONTRIK Rücksprache gehalten und wurde auch auf das Manual von deren eigenen Stromverteilern Verwiesen. Die Schutzart X4 also Schutz vor allseitigem Spritzwasser wird nur eigehalten wenn der cPot Stecker gesteckt ist. Ansonsten kann Wasser eindringen. Also vielleicht doch 3D Drucker kaufen und test Tantiemen zahlen. :saint:

    CONTRIK selber bietet keine Blindstecker Lösung von der Stange.


    Manual CONTRIK Power Container

    Dann dürfte man ja Verteilungen 'klassischem M10er Erdungsanschluss' überhaupt nicht einsetzen.


    Die frage ist eher ob der Anschluss Wasser ins Innere des Verteilers gelangen lässt.

    Genau das ist ja der Punkt, die M10er Schraube ist ja zum Verteiler so abgedichtet das dort nichts hineingelangt, jedenfalls sollte es so sein. Das ist bei den ungesteckten cPot Anschlüssen ja anders. Die Ringöse an der Leitung ist aufgepresst und mit Schumpfschlauch versehen, so das das blanke Kupfer vor der Umwelt geschützt ist. Jedenfalls wenn man das so macht wie es sein sollte. Oder man geht mit einer cPot Schelle ans Rigg. Dann hat man IP 65. Mein Schutzziel ist ja meine Geräte vor Wasseintritt zu bewahren und ich nehme immer die niedrigste Schutzart an die ich anstöpsel.

    Bei meinem Altem Arbeitgeber vergangenes Jahr: Veranstaltung Landesparteitag einer der Ampel Parteien, inklusive Auftritt von unserem Bundeskanzler. Wir als Externer Dienstleister PA und Videotechnik in die Venue eingebracht. Am Vortag alles eingerichtet, alles top. Am morgen angekommen, wollten Line Check machen: PA klingt merkwürdig, das Signal das aus dem Pult kommt ist egal was man reinschickt extrem verzerrt und der Pegel ist gering. Alle möglichen Qellen ausprobiert, umgepatcht, umgerootet, PA reboot, Pult reboot, Leitung neu geschmissen, nichts half. Eingeständnis: Fuck wir müssen das Pult Tauschen. Glücklicherweise arbeitete in der Venue ein Kumpel aus meiner ehemaligen Berufsschulklasse so dass wir auf dem kurzen Dienstweg ohne Aufsehen ein Pult leihen konnten. Das gerade so zu Tagungsbeginn eingerichtet bekommen und dann war der Tag gerettet. Im Nachhinein das defkte Pult eingeschickt. Der Fehler konnte nicht reproduziert werden. Haben dann gegen kleinen Aufpreis ein neues bekommen. Davor und seitdem nie diesen Fahler gehabt. War im Übrigen ein Soundcraft UI 24 R, jaja muss man sich nicht wundern, kein Profi Gerät, bla bla, das war oder ist halt in dem Betrieb die Standard Waffe für so Tagungs Kram mit paar Mikros uns Einspielern. :)

    Auf jeden fall fühlt man sich bei sowas total machtlos wenn man alle seine Kniffe ausschöpft und es trotzdem nichts bringt. Und wer hat halt auch ein Ersatz Pult dabei? :D

    Moin,

    vielleicht hat jemand ein ähnliches Problem, oder vielleicht bin ich auch der einzige der sich darüber Gedanken macht ^^ .

    Beim Outdooreinsatz von Stromverteilern mit cPot Anschlüssen oder entsprechenden cPot Verteilern fiel mir auf das die unbelegten Steckplätze ja eine erhebliche Verschlechterung der Schutzart bedingen.

    Schutzartangaben von CONTRIK (ehemals CONNEX):

    Tabelle aus Manual


    für den ungesteckten Zustand: IP 20

    für den gesteckten Zustand: Steckverbinder an sich IP 68, Verteiler IP 54,

    bzw. je nach dem an welchem Stromverteiler die verbaut sind auch IP 44


    Bedeutet im Umkehrschluss ja das wenn man Outdoor einen cPot Steckplatz unbelegt lässt reduziert sich die Schutzart auf IP 20, also Indoor. :/

    Abgesehen vom Normativen sehe ich da auch Praktisch eine gewisse Gefahr: Jeder der so einen Stecker schon einmal konfektioniert, bzw. getauscht hat weiß ja auch das die Dichtung nur um außen um das Gehäuse fasst. Der Kontaktstift ist ohne Dichtung nur in die Kunststofftülle eingerastet. Da kann schon mal bei Regen was reinkommen, gerade bei den cPot Bodenverteilern die obenliegende Anschlüsse haben.


    Meine Lösung hierzu:

    Blindstecker bauen.

    Hierzu einen cPot Stecker nehmen und einen Gummi Blindstopfen einsetzen.

    Fertig ist der Blindstecker für den Schutzarterhalt, IP 44 würde ich hierfür "garantieren" .;)


    Hat sich sonst jemand dazu schon einmal Gedanken gemacht?

    Oder habe ich das missverstanden?


    Geht es "nur" um Durchsagen bei Stromausfall ohne unmittelbare Gefahr und ausgelöste BMA?


    Ich hatte bis jetzt nur Eaton USV Kram in der Hand, Schneider ist aber sicherlich auch ein guter Ansprechpartner.


    Alternativ: Megafon, kein Witz. Je nach Größe der Venue natürlich. Zugegeben nicht so elegant.