Beiträge von donut

    Da hat der Bilbo aber mal wieder voll daneben gelegen.

    "billbo" schrieb:

    Ob Kollege Donut z.Zt. gerade bei oder für Harman/ Soundcraft/ Audio Pro tätig ist? Für bissel mehr als Copy & Paste sollte es da aber dann schon reichen.

    Nein, bin ich nicht. Copy&Paste von der Herstellerseite wäre sicherlich einfacher gewesen, wär dann aber sinnlos viel umfangreicher geworden. Anstelle dessen habe ich copy&paste des Threat Opener gemacht, um auf seine konkreten Anforderungen konkrete fakten zu liefern.

    Zitat

    hüstel... bist du sicher, dass du wirklich schonmal an einer Vi bei sonnenschein arbeiten durftest?

    Ja! und nicht "durfte", sondern "mußte".


    "billbo" schrieb:

    Vor einiger Zeit hatte ich mal einen Direktvergleich: Vi1 direkt neben Pro2 unter weißem Zeltling im Sonnenschein. 'Mein' Pult hieß leider nicht Midas :? - das wurde kein wirklich schöner Tag; ....Aber Soundcraft ist hier eh nicht erwünscht,... das Konzept hat sich als wenig praktisch erwiesen. Relativ nutzlose 'Multibildschirme', Absolutwertanzeigen in Form von Balkendiagrammen, konfuse Darstellungssystematik (die zunächst mal einleuchtende 8er- Unterteilung wechselt in Untermenüs plötzlich in 9er- User Layer oder 6er- Patchbay Raster), keine 'Autotouch'- Fader...


    das sind doch mal konkrete Ansagen! Du bist also Vi1 User/Owner?
    vor vier Wochen hatte ich Vi1 neben Pro1 - und fand die Vi übersichtlicher und die Pro bunter. zweifellos muß man sich in die unterschiedlichen Bedienkonzepte erstmal reinarbieten. Einen direktVergleich betreffend Sonneneinstrahlung hatte ich nicht, wir waren Indoor.


    Gerade die Vistonics Touchscreens der Vi bringen einen Überblick und ermöglichen einen schnellen Zugriff auf alle Features. Was meinst du da mit "nutzlos"?


    Von welchen AbsloutWertBalkenAnzeigen sprichst Du? Die im MasterScreen dient nur zum schnellen Überblick. Ansonsten hat jeder I/O FaderZug seine LED-Leiste inkl. Indikation der Gate und Compressor Funktion.


    Dass die Patchbay Darstellung in 6er Blocks nicht mit den 8er Fader Blocks korrespondeirt finde ich auch nervig. Dafür zeigt jeder Kanal seinen physischen Input an, und ermöglicht den Dirketzugriff auf die Patchbay. Das bietet auch nicht jedes andere Pult.


    keine AutoTouch Fader? was meisnt Du? die Fader sind Touch Sensitive. und Cue/Solo Taster lassen sich programmieren in and/or, edit follows que.


    mir fällt noch so viel mehr ein: wählbarer Insert Point für EQs, Dynamics, etc.,
    Gate/De-Esser und Compressor/Limiter in jedem Input,
    GEQ+PEQ + Comp/Lim in jedem Output,
    Monitor Outputs sind Delay able und bieten jeweils eine LCR/mono/stereo Matrix, ....
    wwas mich stört ist, daß man die Phantomspeisung im TalkBack Mic nicht ausschalten kann.
    schön ist dagegen, daß man drei verschiedene TalkBack Configs easy patchen und aufrufen kann.


    Was mich am Ende aber am meisten interessiert ist, ob wir Freakpedda weiter helfen konnten, und welcher Mischer es denn dann werden soll.

    "markus f." schrieb:


    Mhm. Und offenbar den ersten Post des Fragestellers nicht gelesen.



    na immerhin hast Du meinen Post bis zu Ende gelesen :-)
    und NEIN, ich arbeite nicht für AudioPro. sondern berichte ausschliesslich aus eigenen Erfahrungen mit diversen Konsolen. Und wenn ich dann technische Daten benenne, schaue ich selbstverständlich nochmal beim Hersteller nach, ob die überhaupt noch stimmen, oder ob es nicht schon wieder Updates mit neuen Features gibt. Und im konkreten Fall gab es die tatsächlich. Copy and Paste ist überflüssig, soll doch jeder selbst die ProduktWebsites lesen.


    Warum ich trotz "kein Soundcraft" die Vi Serie empfohlen habe beruht auf Erfahrungen:
    Requirements wie "ich will dies oder das, aber auf keinen Fall jenes" beruhen oftmals auf Vorurteilen und Unkenntnis. Empehlungen von anderen Usern sind meist recht eingeschränkt auf deren Lieblingsprodukte. Threats wie dieser hier enden oft in wilden off topic Diskussionen.
    Also warum nicht dem Freakpedda auf der Basis technischer Fakten eine Empfehlung geben, die er nicht erwartet, die ihm aber möglicherweise dennoch weiter helfen kann.


    Und ja, ich habe mit Vi6 open air unter Zeltdach gearbeitet, und konnte dabei sehen, was ich mache. Anders als bei Si Serie Pültchen, wo ich gar nix mehr sah. Nachteil bei Vi Pulten, so wie ich sie kenne: es gibt nur drei HelligkeitsStufen für alles, und die Screens, HeadLights, Buttons Channel OLEDs und FaderGlow sind nicht getrennt regelbar. Sodele, jetzt hab ich zum ersten mal über das Licht an einem AudioMischer gemeckert.


    Dabei vergleiche ich meine Erfahrungen mit Mixern diverser Hersteller und Modelle in durchaus unterschiedlichen Anwendungen mit differierenden Anforderungen. Vorteile der Vi Serie Mixer, die Freakpedda schätzen könnte, wären der modulare Aufbau und die Vielfalt an Connectivität. Anstatt im PA Forum zu fragen, könnte er aber auch eine SWOT-Analyse mit Bewertung machen, um auf den richtigen Mixer zu kommen.

    hallo Freakpedda und Kollegen,
    eine gute Lösung für die Anforderung wäre die modulare Technik mit Studer Vistonics, BSS Dynamics, Lexicon Effects, und optional Universal Audio, dbx und weitere UAD-plugins... und einer Logik die den Workflow von analogen Setups am nächsten kommt:


    Desk mit 8, 16, 24 oder 32 Input Kanalzügen und 8 Out/Aux/DCA/Matrix Kanalzügen, je 4 + Userdefined Layers, und Master LR, C/Sub/Mon Section.
    48 + x Inputs in Desk oder / und Rack, lokal oder / und Stagebox
    24 Auxbusse mono/stereo
    24 + x Outputs in Desk oder / und Rack, lokal oder / und Stagebox
    Multitrackrecording via analog Direct Out oder / und optional digital in diversen Standards
    Digital Snake (cat5/cat7/optical, Dante/Madi)
    es können auch 2 oder mehr Stageboxen sein mit z.b. je 24/16 I/Os, Stagebox modular mit I/Os in 8Ch Kassetten, oder Compact in 16ch Kassetten, oder als low Budget Lösung mit fixen 16/8 oder 32/8 Ch. optional auch mit AES Outputs.
    I-pad remote für in-ear mixes ist möglich.


    nebenbei ein sinnvolles Feature: Gate / Ducker mit Sidechain Input ist in den Auxwegen insertierbar, so kann während der Ansagen z.B. ein Ambience oder Talk Back Microfon automatisch in die IEMs reingemischt werden, und ist während der Performance muted bzw. ducked.


    Alles in allem ein flexibles System, das nach individuellen Anforderungen zusammengestellt werden und bei Bedarf auch erweitert oder verändert werden kann. Die Pulte sind übersichtlich und gut bedienbar, die Funktionen sind schnell erreichbar, und Einstellungen und Prozessing sind gut erkennbar dargestellt (auch bei Sonnenschein!). Und an den größeren Pulten können auch zwei Operators simultan arbeiten. Mein Fazit aufgrund persönlicher Erfahrung lautet: besser gehts nicht, alle Anforderungen und Wünsche erfüllt.


    Ob das System Multi-Remote fähig ist, also simultane Fernbedienung via z.B. mehrerer i-Pads ermöglicht, weiß ich nicht. Gibt es überhaupt irgend ein System das das kann???
    Als Kabelgebundene Lösungen kenne ich MyMix und Behringer Powerplay, die beide als "InselLösungen" ihre Einschränkungen haben. Vielleicht bringt Soundcraft ja aber auch noch was Entsprechendes für Madi/Dante auf den Markt. Ach ja, hier oben habe ich übrigens die Features der Soundcraft Vi Serie beschrieben.

    "ThomasL" schrieb:

    Um jetzt mal die andere Seite zu beleuchten - es geht natürlich auch anders. Ein Bekannter von mir ist Pilot, fest angestellt bei einer großen deutschen Fluglinie - und ein wirklich guter Tonmann.


    Weil das Ganze ein gut bezahltes Hobby für ihn ist, war er vor ca. 10 Jahren in der Lage seine Garage mit allem Möglichen Beschallungskram zu füllen. 4 Stacks Director, Monitore, Mikros, Kabelei, zwei voll ausgebaute analoge Frontplätze mit Soundcraft MH4 und MH3. Alles auch nach 10 Jahren noch in einem Zustand als ob es direkt aus dem Laden kommt. Wenn er mit seinem Material auf nen Job fährt, nimmt er genau das gleiche Geld wie alle anderen Verleiher hier- und macht gute Arbeit. Aber auch nur insgesamt 5-6 Mal im Jahr. Mehr muss auch nicht, das Material soll und wird nie seinen Wert wieder reinspielen.


    Die Director steht in der Garage übrigens neben einem Lamborghini. Der sieht ebenfalls Top aus. Auch ein schönes Hobby, wenn man es sich leisten kann.



    es geht auch anders. Ein Bekannter von mir ist Toningenieur (mit Diplom einer stattlichen Hochschule nach 10 Semestern Studium) und seit 25 Jahren für deutsche Top Acts tätig. Nebenbei ist er noch Pilot und kann wirklich gut fliegen.


    Weil er als Toni so dermaßen viel Geld verdient, daß seine Garage irgendwann zu klein war um es alles zu lagern, und er mit 55 Jahren wegen nachlassendem Gehör eigentlich den Job beenden wollte, hat er sich nun ein Flugzeug gekauft. Wenn er Leute durch die Gegend fliegt, nimmt er von seinen Kunden das gleiche Geld wie die großen Airlines. Sein altes Audio-Gerödel steht jetzt übrigens in seinem neuen Hangar neben seinem Flieger. Und seine alte Garage wird jetzt von seiner Frau genutzt, einer passionierten Oldtimer Schrauberin, auch ein schönes Hobby, wenn man es sich leisten kann.


    Selbstverständlich muss mein Bekannter von der Fliegerei nicht leben, schliesslich ist sie für ihn ja nur ein Hobby, das keinen betriebswirtschaftlichen Zwängen unterliegt. Er hat kein Personal das er beschäftigen und bezahlen muss, leistet keine Sozialabgaben und er versteuert seine Einnahmen auch nicht.


    btw: 80% aller Haushaltshilfen in Deutschland sind illegal beschäftigt. d.h. ohne Anmeldung, ohne Versicherungen, und ohne Steuern. Als Bäcker, Metzger, Maurer oder Elektriker geht das nicht. Falls dennoch praktiziert, wäre es Schwarzarbeit, und würde gesetzlich geahndet werden.


    Die Beispiele von ThomasL mit dem Pilot/Hobbybeschaller, und meines mit dem TonIngenieur/HobbyPilot sind vielleicht vergleichbar mit Taxifahrern gegen Uber-Fahrer. Nur daß für die Freien Berufe in unserer Branche überhaupt keine Befähigungsnachweise erbracht werden müssen, um eine Dienstleistung anzubieten. Selbst dann nicht, wenn Tonnen von Material über den Köpfen von Menschen installiert werden, oder mit 130dB Schalldruck auf Personen geschossen wird. Und betriebswirtschaftliche Befähigung wird auch nicht geprüft.


    Nach nun mittlerweile über 100 Jahren Beschallungstechnik und 50 Jahren Veranstaltungstechnik sollten wir das doch so langsam mal irgendwie besser gestalten können. Das hat zwar nicht umittelbar mit der MaterialFrage des Threat Openers zu tun, aber sehrwohl damit, ob seine Tätigkeit als TonDienstleister ein Hobby oder eine Profession sein soll.


    GegenFeuer?

    oh man oh man


    1. nicht das Mikrofon macht laut, sondern der Sprecher. (die Technik macht nur Verstärkung)
    2. sollten die Impedanzen von Mikrofon und MixerEingang zusammen passen. (read the fucking manuals!)
    3. sollte der Kanalzug in den das Mikrofon eingespeist wird eine entsprechende Vorverstärung bieten, die dann auch korrekt eingestellt werden muss.


    simpel gesagt: wenn ein hochohmiges symmetrisches Mikrofonsignal in einen deutlich unempfindlicheren unsymmetrischen Line Eingang eingespeist wird, dann fehlt es an der notwendigen Verstärkung um auf einen brauchbaren Pegel zu kommen.


    Lösung: Mikrofonvorverstärker mit LinePegel am Ausgang.
    das könnte z.B. auch ein FunkmikrofonSystem sein.

    das war doch mal ein zeitgemäßer Rider mit jeder Menge Hintergrund der damals schon ca. 20 jährigen Erfahrungen. Und der Threat selbst ist ja auch schon 12 Jhare alt!


    Würde der Verfasser heute auch noch fordern: "kein d+b bitte!" ???
    (das war doch wohl nicht der Samson himself? Oder steht etwa doch Martin Audio an erster Stelle? ich glaube ich muß nochmal nach lesen)


    @ 4art: nenn doch bitte die Website, dann können wir die Termine sehen und uns reinziehen, wie der Rider heute umgesetzt wird, und wie die Kuh heute klingt. Danke vorab.

    "simonstpauli" schrieb:


    Das kann ich so unterschreiben. In der Tat hätte er einfach nur den Mund aufmachen müssen. Wenn das einer beurteilen kann, dann ich ;-)


    :D !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    ich muss mir kein 120 Minütiges Interview über ein 60 Minütiges Konzert anhören, um dir meine vollste Zustimmung zuteil werden zu lassen zu können. zu.


    Es gibt aber auch professionelle und kulturelle und persönliche Eigenarten, die gelegentlich zu suboptimalen Situationen führen können. Dagegen helfen Empathie, Kommunikation und Kooperation. Wer das nicht beherrscht, wird keinen Spaß auf der Bühne haben, und im sonstigen Leben auch nicht.
    guten Abend!

    tolle Diskussion! aber warum werden wir denn gleich so digital?
    und kein Grund beleidigend zu werden! wann gibts PopCorn und KartoffelSalat?

    Danke @ andariel für die Bildchen. die erklären zumindest plausibel, was da in Sachen BassBox experimentiert wurde, und welcher Frequenzgang dabei rauskommt.


    Warum der Hersteller dieser DH18 Kiste sein Produkt "digital" nennt, ist sogar irgendwo erklärt. Diese Betitelung hat nix mit Computer, CAD, DSP, SPS, Class-D, usw. zu tun, sondern soll lediglich die Treppenartige Konstruktion des Horns beschreiben. Jedoch klingt "TreppenHörnchen" halt nicht so sexy wie "digital Horn".


    Ansonsten gibt es Glaubenskriege wegen verschiedenen SubwooferKonstruktionen, hier und andernorts, solange ich denken kann. Am Ende zählt immer nur was rauskommt, in ein GesamtSystem paßt, praktikabel und wirtschaftlich ist, und das alles im Verhältnis zur Anwendung usw.


    äh, was war doch gleich nochmal die Frage?

    hallo Patrick,
    bevor du dich jetzt in ein bestimmtes Produkt verliebst, oder dir von irgendjemandem eine bestimmte PA aufschwätzen läßt, überleg dir mal folgende betriebswirtschaftliche Seite:


    1. bei 20 Einsatztagen im Jahr, und einem Mietpreis von 1% des Neuwertes pro Tag, wäre die Investition nach 5 Jahren wieder reingespielt (ohne Kosten für Zinsen, Lagerung, Wartung, Reparaturen, Transport und Betrieb, etc.)


    2. wieviel können/wollen deine Auftraggeber für die PA Miete bezahlen? pro Gig + pro Jahr


    3. Wie hoch ist dein Investitions Budget konkret?


    4. Wenn Du nicht ganz klar entscheiden kannst zwischen A: alles immer mieten und B: alles selber kaufen, dann hilft nur C: ein skalierbares System aus B: eigenen Komponenten die du immer brauchst + A: kompatiblen Komponenten die du nur dann dazu mietest, wenn du sie benötigst. Also ein oder mehrere Verleiher in deiner Gegend, die das selbe Material haben wie Du.


    Oder sogar eine Kooperation mit einem Verleiher, mit dem du gemeinsam einkaufen kannst, der dein Material evtl. auch lagert, oder und an den anderen 344 Tagen im Jahr für seine Produktionen einsetzen kann und damit deinen BreakEven noch unter 5 Jahre bringt. Oder ihr investiert gemeinsam in ein größeres skalierbares System.


    5. Und obschon deine Auftraggeber Einsteiger und Semiprofessionelle sind, mußt du dich entscheiden, ob du deine PA-Verleiher Tätigkeit entweder professionell gewerblich oder hobbymäßig privat betreiben willst. Mit den entsprechenden rechtlichen und steuerlichen Konsequenzen.


    Ja, Nee, is ja eh klar! mag man hier vielleicht denken. ABER zurück zu Frage 2: wieviel zahlen deine Einsteiger und SemiProfs für die PA? Vergleiche das dann mit deiner Kalkulation aus 1. und mit marktüblichen Preisen. Zuzüglich 19% MehrWertSteuer! Und erst dann wirst du sehen, ob sich eine Investition überhaupt rechnet.

    das schaut mir alles doch sehr nach Kopien von Konstruktionen von Tony Andrews aus.
    Aber den Subwoofer DH18 finde ich bemerkenswert. würde ich gern mal hören wollen.
    weiß jemand, welchen Woofer Lamda Labs da verbaut hat?
    .

    @ Dosenfutter:
    mir scheint, du führst hier eine reine Glaubensdiskussion, bzw. versuchst Überzeugungsarbeit gegen BandpassBass zu leisten. Dazu muss ich sagen, daß ich für die üblichen LiveSound Beschallungen auch kein Fan von BPs bin. Aber wie ich hatte ja schon geschrieben, kann nach meinem KenntnisStand überhaupt gar KEIN Lautsprecher den Freuquenzbereich von 25-400Hz für die dargetsellte Situation angemessen wiedergeben (konkrete Gegenbeispiele erwünscht). Und deshalb muss auf irgendwas verzichtet werden, um den Aufwand in machbaren Grenzen zu halten. Wenn du der Meinung bist, daß ein anderer Ansatz besser funktioniert, dann beschreibe ihn doch konkret, dann können wir vergleichen, und dann entscheiden, was tatsächlich besser ist.


    @ ThoSchu: hast Du mit 1000€ Kiste tatsächlich einen KFZ-Leistungsverstärker gemeint?
    dann habe ich dich falsch verstanden. Kisten sind für mich aus Holz. bring doch dann bitte die technischen Daten über den Amp, dann können wir ebenfalls mit anderen Lösungen vergleichen. Oder meinst Du den Kuntze Foohn HybridBass? Der soll angeblich 50-300Hz machen, braucht aber auch 800W @ 8 Ohm. Gibt es denn 12V Amps die das bringen???


    Bis jetzt wurden hier zwar verschiedene Meinungen kund getan, aber kaum konkrete und belastbare Fakten genannt. Mit so vielen Experten muss das doch eigentlich besser gehen.

    @ Dosenfutter:
    So dermaßen musikalisch, wie Du es hier oben angehst, wollte ich es erst gar nicht werden lassen. Sonst würden wir noch bei Diskussionen landen wie: die Box X von der Firma Y ist die allerweltbeste für die Musik LaLa. Und wenn Du andere Musik hören willst? Dann kauf ich mir ne andere PA.


    Wenn wir schon verschiedene Systeme und technische Ansätze vergleichen, dann sollten wir das auch mit derselben Musik machen. Oder eben rein technisch, messbar, wiederholbar, dokumentierbar und nachvollziehbar. Das Besipiel mit dem musikalischen Bass habe ich nur gemacht, erstens aus praktischer Erfahrung, und zweitens weil der Threat Opener angemrkt hatte, daß Dub Musik (bis 25Hz hinunter) gespielt werden soll.


    A pro pos Dub Music, kenn ihr Dubxanne? The Police in Dub. eine geniale deutsche Co-Produktion diverser Producer mit various Artists.


    @ ThoSchu: schreib doch mal ein paar technische Daten zu deiner KFZ BassBox hier rein, damit wir das vergleichen können mit den Pro Audio Lösungen.


    ich mach mir jetzt ein Radler, prost Gemeinde!

    "ThoSchu" schrieb:

    Schon lustig das Thema...


    Vielleicht realistischer: http://www.foeoen.de/katalog/13.html


    2 Kisten davon und eine Autoendstufe machen zumindest mal ein wenig Low...


    auch der K.-H.Kuntze bleibt innerhalb der Grenzen der Physik und kocht auch nur mit Holz.
    sein Hybridbass (komprimieter BassReflex im 1/2 Kurz-Falt-Horn) bringt mit nur einem 15" Treiber und ohne Amping schon ca. 32Kg auf die Wage. Mit zwei Stück kann ein symmetrisches Horn gebildet werden, daß immerhin bis 50Hz hinunter spielen soll. Auf die beschriebenen 103dB SPL und Frequenzgang bis unter 20Hz kommt er aber auch nur mit mindestens 4 Stück (128Kg + 100x140x55 cm Volumen + 3,2 KW @ 2 Ohm Amping). Trotzdem vielen Dank für den Hinweis. Der Mann ist ein bedingungloser Optimierer. Und ich schätze seine Arbeit sehr.

    "Dosenfutter" schrieb:


    Das hat den Schönheitsfehler, daß auch während der Fahrt beschallt werden soll. ;)



    Die Fahrradindustrie leider eben nicht. ;)



    Auch das hat leider einen Denkfehler, es sind dann weniger BPM, die Leistung ist aber immer noch die gleiche in der selben Zeit, die Signale sind nämlich dementsprechend länger. Langezogene Signale sparen deswegen keine Kapazität. Die Musikkonserve reicht nur länger. ;) Außerdem muß die THC-Versorgung auch noch sichergestellt werden - die nachfolgenden Anwaltskosten für den Verteiler machen das sicher nicht finanziell effektiver. :D


    jetzt wirds doch noch kompliziert!?
    ich hatte verstanden, daß das Material zwar mit Fahrrädern transportiert, aber die Bässe nur am Ende der Demo und im Stand zusätzlich zur diffusen MF-HF Beschallung in Betrieb genommen werden sollen. Wenn die Bässe im Betrieb jetzt auch noch fahren sollen, dann ist aber überhaupt gar nichts planbar was die Bass Emmission angeht. damm empfiehlt sich in der Tat der Einsatz mehrerer BipolarStrahler, der solange spielen, wie die Batterien Saft liefern.


    @ Dosenfutter: dein Denkfheler! die reduzierten BPMs benötigen tatsächlich weniger Energie pro Zeit. so funktionieren Classs-D Endstufen mit Schaltnetzteilen die nur 3,6 KW Leistung aufnehmen, aber deutlich mehr abgeben können! Wenn die Mucke nur runter gepitscht werden würde, dann ergäbe das zwar weniger Peaks pro Zeit, die wären aber länger (und tiefer). Wenn Die Mucke in Realtime aber tatsächlich nur 60 BPM anstatt 180 BPM hätte, und wir davon ausgehen, daß der Bass pro Beat nur einmal spielt, dann benötigten wir für Slow Dub Music nur einmal pro Sekunde die maximale Output Power (anstelle von drei mal pro Sekunde bei techno). Ist doch nachvollziehbar, oder?


    Und das THC Thema ist dann aber eher was für das BTM-Forum.


    .

    "Dosenfutter" schrieb:

    Das ganze hat noch den 'Schönheitsfehler', daß die 19 Batterien knapp 360l Volumen einnehmen und das Gewicht kommt nach meiner Rechnung eher auf das Doppelte kommen (nachgeschaut, wiegen 24 kilo, also 456kg, aber wenn wir mal mit nur 20kg rechnen, sind's immer noch 380kg). Dazu kommt auch noch eine dementsprechend stabile Halterung/Sicherung. Davon, daß man das mit Fahrradbremsen nicht mehr zum halten bekommt oder ob das Fahrrad das überhaupt aushält, will ich garnicht erst anfangen. ;)


    Ich bleibe dabei, das ist ohne Netz völlig utopisch.


    deshalb hatte ich ja auch schon geschrieben "...auf mehrere Fahrräder verteilen..."


    oder / und dann nehmen halt 24V Batterien, dann brauchen wir nur 9 Stück.
    und reduzieren die EinsatzdauerLeistung auf 55Ah @ 24V.
    die Automobilindustrie hat Lösungen für vergleichbare Herausforderungen.


    Wenn dann die Audience auch noch mit ausreichend THC versorgt werden würde, könnte die Mucke viel laaaangsamer, z.B. mit nur noch 60 BPM abgespielt werden. Dann würde die Leistung für drei mal so lange Spieldauer der Bässe ausreichen, als im Vergleich zu schneller Techno Musi. Die Psychoakustik bietet oftmals Lösungen, die weit über die Grenzen des rein technisch Machbaren hinaus gehen :shock: :lol:

    "Dosenfutter" schrieb:


    Da hast Du vollkommen recht, das ist sehr unrealistisch. 25Hz kann man sich mit vertretbarer Leistung, Pegel und Größe völlig aus dem Kopf schlagen, realistisch wären ~40-50Hz. Und bis 400Hz wird kein BP irgendwie brauchbar/sinnvoll funktionieren, das klingt einfach grauenhaft. Der geforderte Frequenzbereich wird brauchbar mit z.B. BR oder mit einem Horn-Hybrid abgedeckt, Onken wäre noch eine sinnvolle Option oder möglicherweise noch ein Tapped Horn.


    Deshalb habe ich ja geschrieben, "die Latte nicht allzu hoch zu hängen".
    Die Anforderung, großräümig viel Bassdruck von 25Hz - 400Hz bei geringem Gewicht und Volumen mit beschränkter mobiler Power erzeugen zu wollen, ist eine Sysiphos Aufgabe.


    Jede realistische Lösung birgt irgendwelche Einschränkungen.
    kein Woofer bringt 25-400Hz (+/-3dB) mit annähernd 100dB SPL @ 1m continuos (Widerspruch mit Beleg erwünscht :-)


    Also muss man sich entscheiden, ob man entweder ein breiteres Spektum oder mehr Schalldruck haben will, und sich entweder für weniger Richtwirkung oder mehr Holz entzscheidet, und entweder eine effizientere Konstruktion oder aber mehr InputPower bauen und transportieren mag.


    Kompressionsgehäüse brauchen im Vergleich mehr Power und haben weniger Tiefgang.
    Hornkonstruktionen sind effizienter als DirektStrahler, aber nur nach vorne, und haben mehr Gewicht und Volumen.
    Bandpaß Konstruktionen liegen im Gewicht/Volumen Vergleich im unteren Mittelfeld, brauchen weniger InputPower und haben mehr Tiefgang als vergelcihbare Kompressionsgehäüse. Spielen aber nicht so hoch wie Direktstrahler.


    Wenn man von den 400Hz untere Grenzfrequenz der vorhandenen Sprachbeschallung ausgeht, müßte man mehrere Frequenzbänder zusätzlich verstärken, um zu einem FullrangeSystem zu kommen. also z.B. 20-100/200Hz + 100/200-400Hz. Das war hier aber nicht gefordert. Gefragt war hier nach Dub Bass ab 25Hz aufwärts. damit es realisierbar wird, ignoriere ich die unterste Oktave und fange erst bei 40Hz an. realistisch kommen wir mit einem Woofertyp in einer Konstruktion dann bis max. 200hz hoch. und ignorieren den fehlenden "Druck auf der Brust" im Bereich bis 400Hz einfach.

    "Dosenfutter" schrieb:

    Vorausgesetzt daß dort Netzspannung vorhanden und verfügbar ist.


    muss nicht sein. ich dachte durchaus an Batterie Power.
    z.B. 19 Stück 12V Akkus machen 220 V. mit je 110 Ah ergeben sich 2 KW/h.
    allerdings nur Gleichstrom. dann bräüchte man entweder einen DC/AC Konverter der 2KW verkraftet, oder man legt direkt den Gleichstrom nach dem Netzteil im Amp an, sofern die Elektronik das verarbeitet. Das PowerPack wiegt dann allerdings auch um die 200 Kg und kostet vielleicht ca. 2000 €. mit NiMh Akkus wirds leichter und teurer.

    2x 15" + 2x 8" + HF ???
    ich vermute es ist eher eine
    2x 12" + 2x 5,5" + HF
    miss doch einfach mal nach.


    das könnte eine Monitorbox sein, entweder für die Bühne oder fürs Studio.
    Auf jeden Fall ist es eine NahFeld Box, die üblicherweise quer betrieben wird.
    Welche Treiber und Woofer Typen bzw. Hersteller sind verbaut?
    Hast du noch mehr Fotos?
    z.B. von der Anschlußplatte...
    ist eine passive drei-Weg-Weiche an Bord, oder wird das Teil 2- oder 3-Weg aktiv angefahren?

    ich würde das Pferd von hinten aufzäümen, und die Latte nicht ganz so hoch legen.
    Der Bass soll auf Fahrrädern transportiert, aber nur auf dem Marktplatz betrieben werden?
    Und nur während der Musikbeschallung spielen?
    ausreichend Druck irgendwie und irgendwo unter 400Hz machen?
    und die Ortung ist unerheblich?


    dann schließen sich Hörner aus. und mehrere Basskisten auf dem Platz verteilt bringen unkalkulierbare Interferenzen, sollte man also auch unterlassen. Die Lösung liegt Punktstrahler oder Flächenstrahler, die den Bass annähernd Kugelförmig emmitieren, und in einer Bandpasskonstruktion die mit relativ geringem Gehäusevolumen und Gewicht tiefer geht als alles andere. Wenn das BassBike mitten auf den Platz gestellt wird, gibt es eine gelichmäßige Verteilung mit abnehmendem Pegel von innen nach außen, und Reflektionen an den Gebäüden außen herum. Das Gewicht von Subwoofer, Antrieb und EnergieQuellen ließe sich auf zwei oder mehr Farräder verteilen, und somit die Leistung und Betriebsdauer beliebig ausdehnen.


    Eine Lösung von der Stange wäre z.B. der Subwoofer KS4 von K-array:
    Gewicht: 37 Kg
    Maße: 112 x 60 x 16 cm
    Input Power max.: 10A @ 230V
    Output Power max.: 4kW
    SPL max.: 139 dB (A)
    F-Gang: 38-150 Hz
    Dispersion: 8


    selbst wenn ihr damit nicht bis 25Hz hinunter rumpeln und zusätzlich Druck auf die Brust erzeugen könnt, wäre es eine einfache Lösung um eure SprachAnlage mit Bass zu ergänzen.