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Balanced Kabel

  • Danny_DJ
  • 15. Juni 2004 um 00:03
  • Danny_DJ
    Beiträge
    149
    • 15. Juni 2004 um 00:03
    • #1

    Hallo leute!

    ich wollte mal aufgrund vonverwirrung wissen, was symmetrische und unsymmetrische anschlüsse sind.
    ich weiß, dass es was mit der anzahl der leiter in einem kabel zu tun hat und cinch immer unsymmetrisch ist.
    ich dachte, dass ein mono klinenanschluss auch immer symmetrisch ist (wie auch mono xlr), aber das bild hat mich verwundert (sei alles sym):

    stereo klinkenstecker. läuft da trotzdem nur ein signal drin oder wird neuerdings auf nur einem xlr anschluss ein stereosignal gesendet?

    besten dank für infos!

    Biete Denon S5000 Case + X1500 Case - alles neuwertig
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  • hell&dunkel
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    • 15. Juni 2004 um 00:07
    • #2

    http://www.pa-forum.de/lexikon.html

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

  • Danny_DJ
    Beiträge
    149
    • 15. Juni 2004 um 00:35
    • #3

    heißt also, lässt sich mit klinke nur mit stereostecker realisieren?

    Biete Denon S5000 Case + X1500 Case - alles neuwertig
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  • Kracky
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    • 15. Juni 2004 um 06:28
    • #4

    Ganz genau, wie auch beim XLR brauchst du um ein Symetrisches Signal zu fahren drei Pole. Deshalb bei Sym. Klinke ein Stereo Stecker. Oben gezeigtes Kabel brauchst du z.B. um eine Frequenzweiche mit einer Crown MT 2400 Endstufe zu verbinden, diese hat sym. Klinkeneingänge.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
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  • Tobias Zw.
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    • 15. Juni 2004 um 08:56
    • #5

    Hi Kracky,

    hier kommt der garstige Klugsch***er 8) ...
    Wenn die Endstufe symmetrische Klinkeneingänge hat, hieße das ja bei oben gezeigtem Kabel, daß die X-Over-Ausgänge XLR female wären. Das ist ja extravagant! :roll:

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • Danny_DJ
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    • 15. Juni 2004 um 09:04
    • #6

    und mono klinkenkabel sind asymmetrisch - hab ich richtig verstanden ja?

    ich wollte mir nämlich ne e-mu 1820 soundkarte mit symmetrischen klinkenausgängen holen und die mit monitorlautsprechern mit sym xlr input verbinden. dann bräuchte ich für stereo genau die 2 gezeigten kabel?

    danke leuts!

    Biete Denon S5000 Case + X1500 Case - alles neuwertig
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  • Tobias Zw.
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    • 15. Juni 2004 um 09:08
    • #7

    Hi Danny,

    ja genau! Wenn dieses gezeigte Kabel richtig durchverbunden ist, ist es genau das richtige, um einen symmetrischen Klinkenausgang mit einem XLR-Eingang zu verbinden.

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • Danny_DJ
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    • 15. Juni 2004 um 09:12
    • #8

    so dann bin ich ja aufgeklärt.
    ABER WIESO gibts dann symmetrische und unsymmetrische klinkenverbindungen, bei denen man zum stereo signal 2 stecker braucht? wieso überträgt man zum einen entweder mit 2 symmetrischen und zum anderen mit 2 asymmetrischen steckern?

    Biete Denon S5000 Case + X1500 Case - alles neuwertig
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  • Tobias Zw.
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    • 15. Juni 2004 um 09:38
    • #9

    Hi Danny,

    ich bin mir jetzt unsicher, ob ich Deine Frage richtig verstanden habe, deswegen mache ich mal einen kurzen Exkurs in die Funktion symmetrischer Signalleitungen.

    Erstmal: Um ein elektrisches Signal zu transportieren, benötige ich zwei Leiter. Einen, der das Signal führt, und eine Masse, auf die sich das Signal bezieht (man könnte es sich ein bißchen wie in einem einfachen Stromkreis vorstellen, da muß ja auch ein Hin- und Rückweg für den Strom da sein, damit das Lämpchen leuchtet). Diese Form der Signalführung nennt man asymmetrisch oder unbalanced. Die entsprechenden Steckverbinder haben zwei Pole: Einen für das Signal, und einen für die Bezugsmasse, die eigentlich immer über den Kabelschirm geführt wird.

    Problem bei dieser Art der Signalführung ist, daß in kleine Signale sehr leicht elektromagnetische Störungen einstreuen können, und daß man immer eine Masseverbindung von Gerät zu Gerät hat, was in ungünstigen Fällen zur sogenannten Brummschleife führen kann. Also bedient man sich folgenden "Tricks":

    Im Ausgang eines Gerätes (z. B. Mischpult) wird das Signal durch zwei "Ausgangsverstärker" geführt. Einer verstärkt das Signal, so wie es ist, der andere ändert dessen Polarität (man sagt auch, daß er das Signal "invertiert"). Das heißt, daß wenn das Signal auf einem Pin positiv gegenüber Masse ist, es gleichzeitig auf dem anderen Pin negativ ist, und zwar um genau den gleichen Spannungsbetrag. Wenn Du Dir das Signal grafisch darstellen würdest, sähe es aus, als wäre es an der Zeitachse gespiegelt.

    Nun benötigt man zur Signalführung drei Leiter: Einen "normalen" Signalleiter, den invertierten Signalleiter und den Kabelschirm, der ja immer noch benötigt wird, um eventuelle Einstreuungen auf die Masse abzuleiten.

    Im Eingang des nachgeschalteten Gerätes (z. B. einer Endstufe) passiert jetzt das eigentlich Spannende: Man nimmt die beiden symmetrischen Signalleiter, dreht das invertierte Signal hier wieder in seiner Polarität und "mischt" sie zusammen. Das führt zu folgendem Effekt: Eine elektromagnetische Einstreuung, die sich das Signal auf dem Weg durch's Kabel eingefangen hat, ist ja auf beiden Leitern in gleicher Phasenlage vorhanden. Wird nun in der Eingangsstufe das eine Signal um 180° gedreht und zum anderen gemischt, so addieren sich zwei gleich große Nutzsignale, was einen Pegelgewinn von + 6 dB bringt; gleichzeitig addieren sich aber das Störsignal und das invertierte Störsignal und löschen sich dadurch aus! Zack, Störung weg.

    Weiterer Vorteil der symmetrischen Leitungsführung ist, daß der Kabelschirm nicht mehr für den Signaltransport benötigt wird, da im Eingang des folgenden Gerätes der Eingangsverstärker die Differenz zwischen den beiden Signalen verstärkt, und nicht die Signale einzeln gegen Masse. Heißt, daß bei einem symmetrischen Kabel auf einer Seite der Schirm unterbrochen werden kann, um Brummschleifen zu beseitigen.

    Nun gibt es natürlich die Sonderfälle, in denen man asymmetrische Outputs auf symmetrische Inputs bringen will, ohne Pegel zu verlieren - oder umgekehrt. Für solche Fälle gibt es speziell belegte Kabel, die an einem Ende einen asymmetrischen Stecker (z. B. Monoklinke oder Cinch) und am anderen Ende einen symmetrischen Anschluß (z. B. Stereoklinke oder XLR) habe. Diese Art der Kabel sind eine Wissenschaft für sich; Informationen fundest Du unter http://www.rane.com/note110.html.

    Und: Ja, ich habe auch spezielle Adapter, um mal "notfallmäßig" ein Stereosignal über ein XLR-Kabel führen zu können.

    In der Hoffnung, etwas Klarheit gebracht zu haben...

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • Kracky
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    • 15. Juni 2004 um 12:18
    • #10
    Zitat von "Tobias Zw."

    Hi Kracky,

    hier kommt der garstige Klugsch***er 8) ...
    Wenn die Endstufe symmetrische Klinkeneingänge hat, hieße das ja bei oben gezeigtem Kabel, daß die X-Over-Ausgänge XLR female wären. Das ist ja extravagant! :roll:

    MfG Tobias Zw.

    Auf was du alles guckst! Stimmt aber du hast rest, die Weiche hat wie jede andere Male, so genau hab ich das Kabel dann doch nicht angeschaut.

    Klugsch***er! *ggg*

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

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  • Tobias Zw.
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    • 15. Juni 2004 um 12:24
    • #11

    @ Kracky: Du wärst überrascht, wo ich überall hingucke :wink: ...

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • hansk
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    • 15. Juni 2004 um 19:31
    • #12

    Tobias Zw.

    Möchte nur etwas an deiner Erklärung verbessern.

    Deine Erklärung mit der Lampe ist nicht unbedingt asymmetrisch.

    Stromfluss benötigt immer zwei Leiter, egal ob symmetrisch oder asymmetrisch.
    Der Unterschied ist, daß der Schirm zwei Funktionen hat.
    1. Abschirmung, 2. Rückleiter für das Signal.
    Nachteil Spannungen die zwischen zwei Geräten bestehen(meistens Brumm) werden in zum Nutzsignal addiert. Störspannung von außerhalb ebenso.
    Bei symmetrischer Leitungsführung fließt das Signal unabhängig von der Abschirmung bzw. der Erdung. Störungen in der Erdleitung gelangen nicht in den Signalweg, daher auch die Bezeichnung erdfrei. Die beiden Leiter sind gegenphasig geschaltet. Das heißt: Das Signal in beiden Leitungen besitzt eine um 180 Grad gedrehte Phasenlage. Durch diese entgegengesetzte Phasenlage löschen sich eventuelle Störsignale gegenseitig aus.
    Einen Pegelgewinn gibt es auch bei symmetrischer Leitungsführung nicht.
    Ich denke du gehst von Operationsverstärkern im Eingang aus.
    Hier hat man 6dB Verlust, wenn man ein unsymetrisches Signal anschließt.
    Benutzt man stattdessen Übertrager so ist kein Verlust festzustellen.

    Die beste Beschreibung findet man hier:

    http://www.sengpielaudio.com/SymmetrischeUn…ebertragung.pdf

    Gruß
    Hans

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