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In Ear - Gehörschädigend?

  • gogu
  • 4. Mai 2009 um 09:01
  • oops
    Profi
    Beiträge
    868
    • 24. Juli 2009 um 16:27
    • #41

    Bernd
    ich bin supi entspannt...

    ich finds nur immer mal wieder recht amüsant, wie die eigene meinung gleich als diktat und allgemeingültig dahingestellt wird.

    ich fahre seit nunmehr 6 jahren mit der einen oder anderen, mehr oder weniger bekannten band iem.
    bis dato hat niemand einen hörschaden erlitten, selbst ohne hall.
    die beratende tätigkeit, hab ich mal nicht erwähnt, weil die in meinen augen ein selbstverständnis ist.

    ich will jedenfall keinen hall dsp im beltpack, welcher mir meinen sound vermatscht.

    vielleicht machen wir`s einfach so,- du machst, wie du das für gut und richtig hälst, ich machs, wie`s mir passt.

    müssen wir auch nich so unterirdisch rumpöbeln... :wink:

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 24. Juli 2009 um 16:27
    • #42
    Zitat von "niggles"

    Genauso wie die Tatsache daß Mono-IEM für Gesang, womöglich mit halboffenen Hörern (oder nur einem - noch schlimmer...) ab einer gewissen Bühnenlautstärke schlicht nicht mehr funktionieren kann und in der Praxis zu ungesund hohen Pegeln führt.
    ...
    ... eigenes (Digital-) Monitorpult (und/oder eigener Mischer) ist Pflicht! Daß es auf die Dauer nicht gut geht mit einer "losen" IEM-Strecke von Auftritt zu Auftritt zu fahren und jeden Abend einen anderen, unbekannten Tonkutscher ran zu lassen weiß man ja auch nicht erst seit gestern; ...


    Eben drum.

    Darum schrieb ich bereits auf der ersten Seite dieses Threads:

    Zitat von "Sound-Klinik"

    ... einkanaliges IEM (d.h. "alles in der Mitte" im Kopf) ist nicht unproblematisch, um verschiedene Quellen im Mix getrennt wahrzunehmen.
    ...
    ... monophones IEM - noch dazu in den Händen von Laien (u.a. Muckern) - ist nicht ohne Risiko. Ich lehne bei Aushilfsmucken als Basser grundsätzlich diese Stöpsel ab - erst recht, wenn z.B. der Freund der Sängerin einen auf "Tontechniker" macht. :D


    Durch den fehlenden Cocktailparty-Effekt ist die akustische Zuordnung einzelner Stimmen im Mix nicht so einfach und erfordert schon mal mehr AUX-Wege für ein individuelles Monitoring (was bei vielen Coverbands aufgrund begrenzter technischer Möglichkeiten und fehlendem Know-How - und nicht nur beim Monitoring - schnell an Grenzen stößt).

  • bernd häusler
    Beiträge
    833
    • 25. Juli 2009 um 09:54
    • #43

    Moin,

    Zitat von "der diak"

    liebe Grüsse aus Berlin,
    der Diak

    Für Deine entzündete ;) Situation kann ich nichts, oder? Furchterregende musikalische Arrangements kenne ich weit besser als Du je vermuten würdest. InEar ist gerade in diesem Fall die Lösung. Du hast sicher selbst schon versucht neben einem Presslufthammer sauber zu intonieren, wenn nicht, dann übe genau das. So wirst Du recht schnell rausfinden was in den Tourkoffer reingehört. In meinem Fall waren es lediglich einen XLR-Split (Y-Adapter) je SängerIn. Hätte es damals schon bezahlbares IEM gegeben, ich hätte es gerne zusammen mit meinem unfassbar schraddeligen Hallgerät in meinen Koffer gelegt. Allerdings erst nach ausgiebigen Übungsstunden mit dem Sänger - im Proberaum - natürlich mit der ganzen Band.

    Den Trick mit dem Split hat mir ein Tontechniker aus Frankreich "beigebracht", der das zweifelhafte Vergnügen hatte als Bandmischer meine damalige Anlage zu bedienen. Er war besser als ich, ich habe noch sehr lange gebraucht, bis ich auf dieser "Anlage" annähernd vergleichbaren Sound mischen konnte. Einen Monitor EQ habe ich auch irgendwann gekauft ;-).

    Ich habe die Schei** in der ich steckte selbst aufgeleckt, jetzt kann ich höher springen, Schei** klebt... . Du weißt genau so gut wie ich, daß ein Flugzeug noch sehr lange nicht in einen Tourkoffer passt.

    Zitat von "oops"

    Bernd
    ich bin supi entspannt...

    ich finds nur immer mal wieder recht amüsant, wie die eigene meinung gleich als diktat und allgemeingültig dahingestellt wird.

    Humor hilft auch bei der Arbeit, Danke, daß Du mich aushälst. Daß die Zitate aus Deinen Postings als Einleitung nicht klug waren fällt mir besonders wegen diese Satzes auf:

    Zitat von "oops"

    ich will jedenfall keinen hall dsp im beltpack, welcher mir meinen sound vermatscht.

    Du kannst ihn ja abschalten. Aber was meinst Du, machen IEMs mit der Möglichkeit den eigenen Gesang ohne jede Bearbeitung einzuspeisen Sinn? Macht die Empfehlung einer solchen Technik für SängerInnen Sinn?

    Zitat von "Sound-Klinik"

    Durch den fehlenden Cocktailparty-Effekt ist die akustische Zuordnung einzelner Stimmen im Mix nicht so einfach und erfordert schon mal mehr AUX-Wege für ein individuelles Monitoring (was bei vielen Coverbands aufgrund begrenzter technischer Möglichkeiten und fehlendem Know-How - und nicht nur beim Monitoring - schnell an Grenzen stößt).

    Ich kenne von meiner Arbeit duzende Bands, die mit einer Kombiladung Technik ganz offenbar nicht nur das Publikum bespaßen, sondern auch auf der Bühne zurechtkommen, ganz ohne FOH. Aber ich kenne auch den Normalfall, da ist das Brett von zwei Gitarren und ein gründlich bedientes Schlagzeug selbst mit totalen Hörschützern am Platz des singenden Menschen schlicht unüberhörbar. Ohne Stöpsel ist dort der eigene Schrei nicht wahrnehmbar. Selbst mit brutalsten Wedges erreicht man nichts. Dort ist der Beitrag zum Hörschaden des singenden Menschen durch die Monitorlautsprecher, relativ betrachtet, vernachlässigbar.

    Solche Menschen sind anfällig für die einfachen, aber meiner Ansicht nach sehr gefährlichen Vorschläge der MI-Industrie. Ein singender Mensch auf der Bühne, der mit traditionellem Monitoring keine Intonationsprobleme hat, wird auch durch IEM keinen Schaden erleiden, aber wieso sollte er IEM überhaupt benutzen? Weil Monitore klobig sind, und nicht in die Handtasche passen?

    Grüße nach Berlin, Bernd

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • der diak
    Beiträge
    140
    • 25. Juli 2009 um 12:21
    • #44

    nunja, @ Bernd, offensichtlich sind wir uns in den letzten Jahren schon mindestens einmal begegnet, wenn ich mit dem entzündlichen Projekt unterwegs war, dieses Jahr wohl aber noch nicht, daher für Dich die Information, daß es mir nach nunmehr 3 Jahren predigens zum Prediger endlich gelungen ist, selbigen in zwei angegossene Ultimates zu stecken und -ja- er (es) möchte die Teile nicht mehr missen. Und der Rest der Band ebendso nicht, können sie doch nun das erste mal seit vielen Jahren ihre Amps auf der Bühne wieder weiter als bis 3 aufdrehen. Und auch der Split ( kein popeliger XLR-Y sondern die "etwas" teuere Radial JS3- Variante) erlaubt es mir zu jeder Zeit am Monitor und FoH-Pult verschiede EQ Einstellungen zu benützen, ob das das ohnehin schon zerschossene Ohr des Sängers betrifft oder die der restlichen Muschkanten bzw des hochverehrten Publikums. Diesen Trick hab ich mir wiederum von einem Kanadier verraten lassen :D
    ... Und auch Raum spielt eine kleine Rolle... :wink:

    Es bleibt dabei, die von Dir vorgetragen Fakten sind schlüssig, allein die Form der Darbietung hier bleibt ( zumindest von mir) enorm zu bemängeln.
    Und wieder schöne Grüsse,
    d.D.

    ...suck my Kick & kiss my Bass !!!

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 25. Juli 2009 um 22:57
    • #45
    Zitat von "bernd häusler"

    Ich kenne von meiner Arbeit duzende Bands, die mit einer Kombiladung Technik ganz offenbar nicht nur das Publikum bespaßen, sondern auch auf der Bühne zurechtkommen ...


    Kenne ich auch ... mit einem oder zwei Wedges und disziplinierten Musikern ... total enspannt und stressfrei. Manchmal hab ich nicht mal einen Bassamp dabei (d.h. ganz minimalistisch mit einem Akustikbass "direkt" ins Pult und etwas Moni übers Wedge ...).

    Zitat von "bernd häusler"

    Aber ich kenne auch den Normalfall, da ist das Brett von zwei Gitarren und ein gründlich bedientes Schlagzeug selbst mit totalen Hörschützern am Platz des singenden Menschen schlicht unüberhörbar. Ohne Stöpsel ist dort der eigene Schrei nicht wahrnehmbar ...


    ... mit solcherlei "Normalfällen" (d.h. auf "Kellerbandniveau") hab ich glücklicherweise seit vielen Jahren nix zu tun. Da mache ich doch lieber mal - wenn ich nicht selbst spiele - eine Sprachbeschallung, Theaterveranstaltung oder Buchvorstellung. :wink:

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