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Beiträge von wasserkocher

  • Der perfekte 15er für eine 2x15 + 2"

    • wasserkocher
    • 12. Juli 2006 um 17:24

    Also meiner Erfahrung nach gehts weder mit 200Hz mit 6dB obwohl das so ungefähr die richtige Trennfrequenz wäre, 700 Hz macht vom Schalldruckverlauf der 15" keinen Sinn, und steilere Filter enden phasenmässig in der Katastophe.
    Wers nicht glaubt, soll es mal nachmessen.
    Warum gehts nicht mit 6db 200 Hz?
    Weil auch diese Spule ziemlich heftig an der Phase dreht gegenüber der anderen Trennfrequenz, die sagen wir mal so um die 1200Hz liegen soll.
    Meiner Meinung nach brauchts also für den Mittelton 15" ( den oberen ) einen Allpassfilter erster Ordnung, der die Phase so dreht wie die Spule vor dem unteren.
    Soweit so gut, wenn da nicht die Phasenanpassung des mittleren 15" an den Mittelhochtontreiber wäre.
    Und da hab ich dann aufgehört, und es so gemacht wie Jack, beide 15" bis 800Hz, sehr steilflankig raus, und dann den üblichen Verdächtigen für tiefe Trennfrequenzen drüber.
    Was nicht heisst, das ich mich nicht mehr mit der anderen Lösung beschäftige.
    So und jetzt sollen alle, die meinen -Phase wäre nicht so wichtig- mal kurz hier schreien, und es dann gut sein lassen.

    Grüsse

  • Der perfekte 15er für eine 2x15 + 2"

    • wasserkocher
    • 12. Juli 2006 um 11:32

    Weil es für mich grade ein bischen auseinanderläuft, möchte ich nochmal kurz das wichtigste zusammenfassen:

    Es geht um das Konzept einer Doppel 15"/2" Box:
    Sollen beide 15" gleich betrieben werden und dann mit welcher Trennfrequenz und Flankensteilheit
    oder kann man eine sogenannte zwei-einhalb Wege Box bauen, wo der untere 15" früher rausgenommen wird als der obere.

    Zusammenfassung Ende.

    Zum ersten Konzept sind meiner Meinung nach die wesentlichen Dinge gesagt worden.
    Das zweite Konzept ist natürlich sehr spannend.

    Wenn man sich nämlich mal von den 15" als Mitteltönern löst, ist man sehr schnell bei bei den mittleren Line-Array Modulen, die asymetrisch aufgebaut sind.
    Die Problematik heisst meiner Meinung nach: wie sieht der Filter aus, der den einen Mitteltöner früher rausnimmt als den anderen und aber dafür sorgt, dass sich beide Mitteltöner phasenmässig gleich benehmen

    Grüsse

  • Der perfekte 15er für eine 2x15 + 2"

    • wasserkocher
    • 11. Juli 2006 um 18:44

    Partialschwingung bedeutet nicht, dass nur ein Teil der Membran schwingt,
    sondern dass Teile der Membran nicht mit der angeregten Frequenz schwingen, d.h. die Membran arbeitet nicht mehr als Kolben.
    Also schwingt doch mehr oder weniger die ganze Membran, bis auf ein paar Knotenlinien.

    Die Abkopplung des zweiten 15" mit 6db-Passivweiche geht umso schlechter, je weiter die Trennfrequenzen der zwei 15" auseinanderliegen.
    Aus meiner Erfahrung würde ich sagen, dass eine halbe Oktave akzeptabel ist.
    Leider ist das in der Praxis nicht ausreichend.

    Die Firma Kling&Freitag hat für die Problematik einer passiven zweieinhalb-Wege Box eine Lösung, die heisst Line 212, und die Frequenzweiche ist wohl eingegossen, bestimmt nur wegen der Vibrationen.

    Ansonsten empfehle ich mal mit mechanischen Frequenzweichen zu experimentieren, d.h. mit Schaumstoff oder Teppich.
    Grüsse

  • Der perfekte 15er für eine 2x15 + 2"

    • wasserkocher
    • 11. Juli 2006 um 12:11

    hallo vonderalbra,
    hier eine ergänzende wahrheitsbildende usw:
    Im der Hifilehre nehmen wir als erste Zutat eine 80g schwere Membran, die wir 2000 mal in der Sekunde schwingen lassen.
    Dieses blitzsaubere Impulsverhalten wollen wir dann auf keinen Fall durch irgendwelche bösen Frequenzweichenbauteile zerstören,
    man merke nur die Null-dB Frequenzweiche hat das ideale Impuls, Phasen- und Frequenzverhalten,
    und fertig ist die Box.

    Vielleicht noch ein Diffraktionsbrettchen hier und da.

    Tschuldigung, wenns weh getan hat,
    aber das hat auch die Hifi-Branche nicht verdient

    Grüsse

  • RCF: mindere Verarbeitungsqualität?

    • wasserkocher
    • 25. Juni 2006 um 13:12

    Hallo PALexus,
    versuch doch mal das Produktionsdatum der Speaker rauszukriegen.
    Denn meiner Meinung nach gab es sehr wohl mal eine Zeit, in der RCF Schwierigkeiten mit der Qualität hatte.
    Wir haben zu EAS-Zeiten mal versucht für unsere N482 Ersatzdiaphragmen
    zu bekommen, und haben es dann wieder gelassen, weil die Qualität nicht tragbar war.

    Grüsse

  • Controllersettings

    • wasserkocher
    • 24. Juni 2006 um 17:32

    So, dann geb ich auch noch meinen Senf dazu.
    zu den Filtergüten:
    seh ich genauso wie Volker Holtmeyer, Butterworth im Low-Mid und LR im Mid-High Bereich
    allerdings sollte man dabei erwähnen, dass immer das Gesamtübertragungsverhalten, d.h. Weiche und Speaker betrachtet werden muss.
    zu den Steilheiten:
    steilere Weichen machen weniger Overlap und damit eine bessere Directivity.
    es gibt meineswissens ein Martin Line-Array, das sehr steile Filter benutzt und das Alcons glaube ich auch. ( Ist aber nur theoretisches Wissen aus PP-Artikeln ).
    ich selber benutze auch 48 db Filter und hab noch keine Gruppe weglaufen gehört.
    zum Thema Band-Delay:
    also ich hörs auch und nutze die Möglichkeiten, so oft ich kann.
    speziell bei geflogenen Tops und gestellten Bässen mit Trennfrequenzen um die 120 Hz kann man auf die Art ein System punchen lassen oder sich totschrauben an diversen EQs.
    wichtig bei solchen Aktionen ist aber, dass man weiss, wie das System klingen kann oder passendes Messequipment, ansonsten kann man sich prima verirren.
    manchmal ist eine Phasenkorrektur auch richtiger als ein Delay, aber das geht wirklich nur mit Messequipment und mindestens Freifeld-Bedingungen.

    zum Thema Verschiebung von Trennfrequenzen bei Änderung vom Band-Gain:
    Ist meiner Meinung einfach ne Betrachtungsweise, für mich hat jeder HP oder TP seine eigene Trennfrequenz: schön für die Theorie, wenn die zusammenfallen, aber wenns anders besser klingt: schade für die Theorie.

    das mit den zwei Bändern EQ pro Weg halte ich für Quark, wer mal ein 2" CD-Horn mit 90 Grad entzerrt hat, wird mir recht geben.

    zum Thema 12 db geschlossen plus 12 db Filter ergibt 24 db:
    Milchmädchen, ich empfehle ein bischen Filtertheorie, hat was mit Güten und verschiedenen Trennfrequenzen zu tun.

    Grüsse

  • Crest 8001 und HK RL 118

    • wasserkocher
    • 20. Juni 2006 um 12:31

    eine Crest PA8001 stellte bis vor kurzem den Industriestandart für den Antrieb von Basslautsprechern dar und hat sicher den Ruf der Firma Crest
    mitbegründet.
    Das einzige, was gegen diesen Amp spricht, ist das Gewicht ( und das Netzkabel ).

    Ein RL118 war sicher nie Industriestandart

    Grüsse

  • "ausgelutschte" Bass Chassis

    • wasserkocher
    • 8. Juni 2006 um 16:00

    Heutzutage ist dieses Fullrange-Konzept Doppel-15"/2" eher nicht mehr so verbreitet.
    Mir fallen dazu spontan zwei Gründe ein:
    Ich muss so eine Box ja auch auf Höhe bringen, dazu eignen sich Subwoofer
    geradezu hervorragend.

    Und der andere Grund ist : Massive Intemodulationsverzerrungen, wenn die 15 ner richtig Hub machen müssen.

    Als DRumfill allerdings sehe auch ich gerne so eine Box, sogar lieber als irgendwas mit 18" und 15".

    Für so eine Anwendung darfs dann auch ein mehr Mid-Bass orientierter 15"
    sein.
    Du solltest allerdings nicht die Qualität des 2226 unterschätzen, ein Replacement was die Box verbessert, wird auch mit italienischen Produkten nicht ganz billig.

  • Beyma 18G550 oder 18G50 für W-Horn?

    • wasserkocher
    • 8. Juni 2006 um 15:11

    So, nach dem kein anderer dir antworten will:
    zum Thema Belastbarkeit:
    In meinem alten Katalog, indem Beyma noch RMS Werte angibt, liegen die beiden Speaker grade mal 50W auseinander.
    In der Praxis kann ich dir zum Hornbetrieb leider gar nichts sagen.
    Allerdings zum Thema praktische Belastbarkeit:
    Wenn das W-Bins mit geschlossener Rückkammer sind, solltest du dich mal fragen, wo denn die ganze Wärme ( ein Basslautsprecher ist vorallendingen erstmal eine Heizung ) hin soll.
    Bei W-Bins mit BR-unterstützung siehts vielleicht ein bisschen besser aus.

    Ansonsten ist der G550 der Bass, der tiefer kann, dafür aber auch mehr Volumen braucht.
    Wenn der in den Hörner gut spielt, dann bleib dabei.
    Der G50 wird meineswissens im B5 von K&F verbaut. Dies ist allerdings ein Bandpass.
    Hoffe ich hab dich genug verwirrt
    Grüsse

  • "ausgelutschte" Bass Chassis

    • wasserkocher
    • 4. Juni 2006 um 18:04

    vielleicht kannst du ja mal die zwei alten Treiber in die eine Box und die guten in die andere montieren und dann mit den Ohren schauen, ob die guten
    besser klingen.
    Ansonsten fand ich den 2226 damals okay als Low-Mid von ca 90 bis 800 Herz.
    Dafür dann aber in kleine Volumina gepackt.
    Als Basstreiber hat er mich nie vom Hocker gerissen.

    Grüsse

  • Crest Live Pulte, Generelle Frage

    • wasserkocher
    • 30. Mai 2006 um 19:52

    Hallo torridmoon,
    ich will mal für alle Beteiligten hoffen, dass auf deinem Gig am Wochenende ein FOH Betreuer anwesend ist.
    An sonsten sind die blauen Faderknöpfe bei Crest VCA-Gruppen, und die schwarzen Faderknöpfe echte Subgruppen.
    Zumindest soweit dass Pult ein XVCA ist.
    Und in die Subgruppen kann man bei besagter XVCA-Serie pultinterne Compressoren routen.
    Grüsse

  • Aktive Frequenzweiche

    • wasserkocher
    • 18. Mai 2006 um 14:41

    Das Problem bei analogen Frequenzweichen mit Poti für die Trennfrequenzeinstellung liegt in der Ganggenauigkeit der verwendeten
    4-fach Potis.
    Wenn man so ne billige Weiche mal nachmisst, kommen einem die Tränen, mit was für einem Scheiss man sich all die Jahre abgeplagt hat.
    Deswegen auch früher die ernstzunehmenden Lösungen von DDA oder BSS mit Filterkarten.
    Also wenns was billiges sein soll, auf jeden Fall digital.
    Dass man mit all den Möglichkeiten, die einem da geboten werden, als normaler Anwender ohne Messtechnik nicht klar kommt,. na und !
    Finger weg davon, einfach 24 dB LR mit gleicher Trennfrequenz und pegeln.
    Phase checken bitte auch noch.

    Und später mal das ganze Zeug in eine Boxenbaubude mit Messtechnik und PA-Erfahrung schleppen.
    So ein Zwei Weg Aktiv System mal ein bischen einzumessen, dauert maximal zwei Stunden und da die meisten Boxenbauer das ganze ja eh für die Ehre und nicht fürs Geld tun, kostet das auch nicht die Welt.

    Da geht dann die Sonne auf, wenn sich dann mal Top und Bass bei der Trennfrequenz addieren ( auf Achse ), um korrekt zu bleiben.

    Mit so einer analogen Müllkiste um die zweihundert Euro kannst du allenthalben von sowas träumen, und da fehlt dann schnell mal eine halbe Oktave im Bereich zwischen 100 und 200 Herz.
    Zum Glück ist das ja kein wichtiger Frequenzbereich

    mit freundlichen Grüssen vom Bodensee

  • Systemauswahl für Abiballbeschallung

    • wasserkocher
    • 18. Mai 2006 um 14:01

    Hallo Swordfish
    Punkt 1
    nichts gegen die Line 212 von K&F, ist ne klasse Box mit einer erstaunlichen Reichweite, aber erstens ist sie eher 80 Grad laut Messung von Produktionspartner und mit der Aussage - horngeladen - kann man auch den Ärger der Echthornfraktion hervorrufen, denn die Mitteltöner haben eher sowas wie einen Hornstummel.

    Punkt 2
    die Bemessung der Basslautsprecher richtet sich meiner Meinung nach eher nach dem Raumvolumen und somit ist der Vorschlag mit den Doppel- 18" eines meiner Vorredner sicher nicht so falsch, denn Hubraum ist durch nichts zu ersetzen.
    Besser vielleicht noch 4 einzelne ( Mut zur Lücke )

    Punkt 3
    ein Nearfill ist nicht dazu da, die Leute in der Mitte mit Schall zu versorgen,
    denn das sind bei einer 12m breiten Bühne schon 6m und damit alles andere als near
    Ein Nearfill ist dazu da beim Groundstacking die Leute direkt vor dem Stack mit etwas Höhen zusätzlich zu versorgen bei all dem Bass und Mittenlärm, den man direkt vor dem Stack sonst hat.
    Wenn man mit dem Nearfill bis in die Mitte schiessen will, muss man die Dinger häufig so laut machen, dass man sich ein schönes Frontkoppeln einfängt.

    Was du meinst, bezeichne ich als Frontfill, und das sind die kleinen Boxen
    die direkt an der Bühnenvorderkante liegen, meistens äquidistant.

    Alles obenstehende natürlich meine persönliche Meinung, ebenso dass man nicht nach Konstanz fahren muss, um eine Turnhalle in Stockach ( vielleicht sogar gut ) zu beschallen.

    Mit freundlichen Grüssen vom Bodensee

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